• Professur Griechische Geschichte: Professor Dr. Hans Beck, FRSC

    Gegenstand der Professur in Forschung und Lehre ist die griechische Geschichte von der archaischen bis in die hellenistische Zeit (c. 800 bis 100 v.Chr.). Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Tätigkeit liegt in der griechischen Staatenwelt jenseits von Athen und Sparta, mit besonderem Akzent auf den antiken Bundes- bzw. Föderalstaaten. Mit den Forschungen zu regionaler Integration treten zudem die lokalen Welten Griechenlands ins Zentrum der Professur. Methodisch-grundwissenschaftliche Bindeglieder sind die Quellenkunde und antike Historiographie, die historische Landeskunde und Umweltgeschichte, sowie die Epigraphik. Die Professur hat ein dezidiert internationales Profil, mit laufenden Kooperationen in Europa, Nord- und Südamerika und Australien.

    Prof. Dr. Hans Beck, FRSC

  • Professur Römische Geschichte: Professor Dr. Johannes Hahn, M.A.

    Im Zentrum der Forschung und Lehre von Prof. Dr. Johannes Hahn stehen die Epochen der römischen Kaiserzeit und der Spätantike, dazu als weiterer Schwerpunkt die Zeit Alexanders des Großen. Räumlich befasst er sich im Besonderen mit dem Vorderen Orient, vor allem Palästina und Syrien, aber auch Ägypten sowie Indien. Schwerpunkte sind dabei die Sozial- und Kulturgeschichte des Imperium Romanum und die Religions-, Sozial- und Kulturge­schichte der Spätantike, besonders im Kontext der Christianisierung des Imperiums. Weitere Interessenfelder stellen die Sozial- und Geistesgeschichte der antiken Philosophie, Medizin und Naturwissenschaften sowie die Technik der antiken Welt dar. Lateinische Epigraphik und römische Numismatik stehen im Mittelpunkt der grundlagenwissenschaftlichen Interessen.

    Prof. Dr. Johannes Hahn, M.A.

  • Professur Alte Geschichte/Hilfswissenschaften (Schwerpunkt Papyrologie): Professor Dr. Patrick-Antoine Sänger

    Die hilfswissenschaftliche Ausrichtung der Professur bestimmt deren Schwerpunktsetzung in Forschung und Lehre, die in dem Umgang mit dokumentarischem Quellenmaterial liegt. Hierbei konzentriert sich das Interesse vor allem auf Texte, die Gegenstand der griechischen Epigraphik und Papyrologie sind. Dieser Zugang ermöglicht die Auseinandersetzung mit spezifischen Aspekten der Verwaltungs-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraumes, deren zeitlicher Rahmen vom Hellenismus bis in die Spätantike reicht und unter denen die Beschäftigung mit Minderheiten und Migrationsphänomenen einen besonderen Stellenwert einnimmt. Hinsichtlich der Arbeit mit dokumentarischen Quellen soll ein besonderes Augenmerk auf den historischen Quellenwert der unzähligen griechischen Papyri aus Ägypten gelegt werden. Aus der starken Verankerung und allgemeinen Sichtbarmachung der Hilfs- bzw. Grundlagenwissenschaft Papyrologie an einem althistorischen Seminar bzw. Institut ergibt sich im Rahmen der deutschen Universitätslandschaft gegenwärtig ein Alleinstellungsmerkmal der WWU Münster, das — unter anderem durch Kooperationen im In- und Ausland — weiter ausgebaut werden soll.

    Prof. Dr. Patrick-Antoine Sänger

  • Professur Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes unter besonderer Berücksichtigung Kleinasiens: Professor Dr. Klaus Zimmermann

    Schwerpunkt der Professur ist die Erforschung der antiken Geschichte und Kultur Kleinasiens und seiner Beziehungen zu benachbarten Regionen. Damit verbunden ist die Leitung der Forschungsstelle Asia Minor mit diversen Feldforschungsprojekten auf dem Gebiet der heutigen Türkei sowie der althistorisch-archäologischen Schriftenreihe „Asia Minor Studien“. Prof. Dr. Zimmerman arbeitet zur griechischen Epigraphik Kleinasien, im Besonderen Lykiens (laufendes Projekt: Die Inschriften von Patara), zur Religionsgeschichte (Projekt zu leges sacrae im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ von 2013 bis 2018), aber auch zu Karthago und dessen Konflikten mit der aufstrebenden Weltmacht Rom.

    Prof. Dr. Klaus Zimmermann