
Kompressions- und Extensionstektonik auf dem Mond
Unser Mond entstand durch eine gewaltige Kollision mit einem marsgroßen Protoplaneten. Nach seiner Entstehung war er größtenteils geschmolzen und kühlt seither langsam ab. Dabei verringert sich sein Volumen, was an seiner Oberfläche zu tektonischen Verformungen führt. Besonders sichtbar wird dies durch die Entstehung von Überschiebungen, sogenannten lobate scarps – sie gehören zu den jüngsten geologischen Strukturen auf dem Mond.
In seiner Masterarbeit untersuchte Thomas Früh kleine, metergroße Gräben, die auf den lobate scarps auftreten. Ein Vergleich mit ähnlichen Strukturen in Australien und Afrika half, mögliche Entstehungsmechanismen zu identifizieren. Die Arbeit entstand aus einer Eigeninitiative und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geologie & Paläontologie sowie dem Institut für Planetologie. Nun wurde sie im internationalen Fachjournal Icarus veröffentlicht.
„Kleine Gräben auf großen Überschiebungen liefern Hinweise, dass die tektonische Aktivität auf dem Mond anhält. Das ist ein wichtiges Indiz dafür, dass auch andere Monde und Planeten noch aktiv sein könnten”, so Früh über seine Ergebnisse.
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