Macht und Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem

Macht ist ein grundlegender Bestandteil universitärer und akademischer Strukturen. Sie ist im Hochschulkontext zunächst nicht per se illegitim, da Universitäten auf hierarchisch organisierte Entscheidungs- und Verantwortungsverhältnisse angewiesen sind. Machtmissbrauch in der Wissenschaft wird jedoch oft individualisiert, obwohl er strukturell verankert ist. Ausgehend von der Frage, wann Macht legitim ist, beleuchtet der Vortrag Machtmissbrauch als strukturelles Problem und fragt, wie Abhängigkeiten, institutionelle Regeln und eine Kultur des Schweigens Machtmissbrauch an Hochschulen begünstigen. Abschließend wird diskutiert, welche strukturellen Veränderungen Machtmissbrauch vorbeugen können und wie Betroffene ihre Handlungsfähigkeit bewahren können.

Inhalte im Überblick:

  • Strukturelle Ursachen von Machtmissbrauch
  • Institutionelle Regeln und (Organisations-)Kultur
  • Prävention und Handlungsmöglichkeiten

Methoden: Referentinnen Input/Vortrag, Diskussion

Referentin: Lisa Niendorf, Dozentin und Bildungswissenschaftlerin Humboldt-Universität Berlin. Als @FrauForschung macht sie über Social Media-Kanäle wie Instagram und TikTok auf Probleme wie Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung in der Wissenschaft aufmerksam. Mit ihrem am 1. Oktober veröffentlichten Buch „UNIversal gescheitert“ landete sie auf Anhieb in der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Centre for Emerging Researchers statt.

Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. // This course will be held in German.

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