Macht und Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem
Macht ist ein grundlegender Bestandteil universitärer und akademischer Strukturen. Sie ist im Hochschulkontext zunächst nicht per se illegitim, da Universitäten auf hierarchisch organisierte Entscheidungs- und Verantwortungsverhältnisse angewiesen sind. Machtmissbrauch in der Wissenschaft wird jedoch oft individualisiert, obwohl er strukturell verankert ist. Ausgehend von der Frage, wann Macht legitim ist, beleuchtet der Vortrag Machtmissbrauch als strukturelles Problem und fragt, wie Abhängigkeiten, institutionelle Regeln und eine Kultur des Schweigens Machtmissbrauch an Hochschulen begünstigen. Abschließend wird diskutiert, welche strukturellen Veränderungen Machtmissbrauch vorbeugen können und wie Betroffene ihre Handlungsfähigkeit bewahren können.
Inhalte im Überblick:
- Strukturelle Ursachen von Machtmissbrauch
- Institutionelle Regeln und (Organisations-)Kultur
- Prävention und Handlungsmöglichkeiten
Methoden: Referentinnen Input/Vortrag, Diskussion
Referentin: Lisa Niendorf, Dozentin und Bildungswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin. Als @FrauForschung macht sie über Social Media-Kanäle wie Instagram und TikTok auf Probleme wie Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung in der Wissenschaft aufmerksam. Ihr am 1. Oktober 2025 veröffentlichtes Buch „UNIversal gescheitert?“ landete auf Anhieb in der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Münster Centre for Emerging Researchers (CERes) und dem Center for International Gender Studies (CIGS)statt.
Moderation: Nadine Segadlo (CIGS) und Rebecca Meier (CERes)
Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. // This course will be held in German.