Lesung von Mirrianne Mahn aus ihrem Debütroman Issa

© Katharina Dubno

In ihrem eindrucksvollen Debütroman Issa erzählt Mirrianne Mahn eine Geschichte von Mutterschaft, Herkunft und der Verbindung zwischen Generationen. Im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Gespräch stellt die Autorin ihr Buch vor und lädt dazu ein, gemeinsam über Erinnerung, Identität und koloniale Kontinuitäten nachzudenken.

Issa ist schwanger. Doch die Rituale, die sie vor ihrer ersten Geburt durchlaufen soll, stehen ihr noch bevor. Ihre Mutter glaubt, es gehe um Leben und Tod. Issa hingegen weiß, dass sich ihre Mutter nur beruhigen wird, wenn sie den Weg von Frankfurt am Main nach Buea auf sich nimmt. Zunächst lässt Issa die Prozeduren über sich ergehen, kommentiert sie mit ironischer Distanz. Die Reise in ihr Geburtsland Kamerun, zu ihren Omas, wird aber zunehmend zu einer sehr persönlichen Geschichte: Sie lernt, was es für sie bedeutet, mit ihren Ahnen verbunden zu sein.

Es sind mehr als 100 Jahre, die zwischen der deutschen Kolonialisierung Kameruns und der Gegenwart liegen. Wie wenig Zeit das eigentlich ist, wird in Mirrianne Mahns Roman deutlich. Als Hintergrund ist die Geschichte immer präsent. Im Vordergrund stehen jedoch die individuellen Erfahrungen und der unbedingte Wille der Frauen. Ihre Schicksale und ihre Stärke wirken immer auch auf die Generationen ein, die ihnen folgen. In größter Einfühlsamkeit und nicht ohne Humor macht Mahn aus Geschichte Literatur.

Donnerstag, 29.01., 18:00 Uhr
Stadtmuseum Münster, Treffpunkt im Museumsfoyer
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zum „Themenraum Kolonialismus“ der Stadt Münster und der Universität Münster im Stadtmuseum Münster statt, in Kooperation mit Afrikanische Perspektiven e. V. und gefördert von der Universitätsgesellschaft Münster.

Weitere Infos zur Veranstaltung

Flyer der Veranstaltung