Noch Plätze frei: Exkursion nach Trier und Maria Laach

Modell des Römischen Trier etwa 370 n. Chr. im Rheinischen Landesmuseum Trier
© Wikimedia Commons/Stefan Kühn

Nach Trier und in die Benediktinerabtei Maria Laach führt eine Exkursion des Seminars für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie und des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte vom 7. bis 10. Oktober 2021. Von den 20 Plätzen sind noch einige frei. Studierende können sich am 6. Juli in einer Zoom-Konferenz unverbindlich über die geplante Fahrt informieren und dann entscheiden, ob sie an der Fahrt im Rahmen des Hauptseminars "Christentum in Trier und Maria Laach von der Spätantike bis in die Gegenwart" teilnehmen.

Zur Exkursion gehören exklusive Führungen mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten. Die Ziele sind wichtige Schauplätze der Kirchengeschichte. Zunächst geht es mit dem Zug nach Trier, wo die Teilnehmenden in einem Gästehaus unterkommen werden. Die Stadt wurde bereits von den Römern gegründet. Im 4. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Orte im Westen des Römischen Reiches. Trier hatte in der Antike fast 80.000 Einwohner und war Residenzstadt der Kaiser. Außerdem weist sie den ältesten nachgewiesenen Bischofssitz in Deutschland auf. Bis heute finden sich hier zahlreiche Zeugnisse der römischen Stadt und der ersten Christen, darunter eindrucksvolle Großbauten. Die Studierenden werden sich auf die Suche nach Spuren der Alten Kirche begeben und unter anderem die Konstantinsbasilika sowie die Ausgrabungen unter dem Dom und unter der Kirche St. Maximin besichtigen.

Die Klosterkirche von Maria Laach
© Wikimedia Commons/Goldi64

Mit dem Bus wird die zweite Station der Exkursion angefahren: Maria Laach in der Eifel. Die dortige Benediktinerabtei ist mehr als 900 Jahre alt, die Klosterkirche ist eines der wichtigsten Bauwerke der Romanik in Deutschland. Das Programm umfasst Führungen durch die Klosteranlage, die Abteikirche und die sonst nicht zugängliche, prächtige Bibliothek. Expertinnen und Experten werden aufschlussreiche Einblicke in die Herausforderungen und Neuaufbrüche des Ordenslebens sowie in die Bedeutung der Abtei für die allgemeine Kirchengeschichte bieten. Sie haben einiges zu erzählen: Im Mittelalter folgten die Mönche in Maria Laach der Benediktsregel. Die Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts bedeutete vorerst das Ende der der Abtei. Von 1863 bis 1872 nutzten dann die Jesuiten die Anlage, bis ihr Orden im Kulturkampf verboten wurde. Seit 1892 leben erneut Benediktiner in der Abtei. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war Maria Laach ein Zentrum der Liturgischen Erneuerungsbewegung, die wichtige Impulse für das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) gab. Der damalige Abt Ildefons Herwegen galt als Gegner der Demokratie von Weimar, in der Zeit des Nationalsozialismus bot er aber Regimegegnern wie dem späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer Unterschlupf in der Abtei.


Organisiert wird die Exkursion von Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, Dr. Monnica Klöckener, PD Dr. Thomas Brockmann und Dr. Michael Pfister. Die Vorbesprechung findet am 6. Juli 2021, 18-20 Uhr s.t. statt. Die Meeting-ID ist 685 718 2642, das Passowort 540320. Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Dr. Monnica Klöckener (monnica.kloeckener@uni-muenster.de). Weitere Informationen sind in HIS-LSF zu finden.