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In der Arbeitseinheit Pädagogische Diagnostik und Potenzialentwicklung forschen wir grundlagen- und anwendungsorientiert in verschiedenen Bildungskontexten. Im Bereich Pädagogische Diagnostik interessieren uns zunächst formelle diagnostische Instrumente (i.e., klassische und probabilistische Testtheorie), deren Einsatzmöglichkeiten und Grenzen im Kontext von Begabung, Talent und Förderbedarf. Hierzu gehören sowohl Fragebögen als auch Leistungstests (z.B. Selbstkonzept, Motorische Kompetenz, Sprachbegabung). Von besonderem Interesse ist die reliable und valide Messung von besonders Begabten und Kindern mit Förderbedarf. Weiterhin stehen Fragen der informellen Diagnostik im Zentrum unserer Forschung. Hierzu gehören die Erforschung, Förderung und Schulung von Diagnostischer Kompetenz von pädagogischen Fachkräften, die Erforschung von Urteilsprozessen und Urteilsverzerrungen im Kontext von Diversität, sportlicher und kognitiver Leistung, Sprachbegabung und sozialer und kognitiv-emotionaler Merkmale. Hierfür entwickeln wir Lehr-Lern-Forschungstools zur Erfassung und zum Training diagnostischer Kompetenz (sowohl videobasiert und in virtueller Realität). Der Bereich Potentialentwicklung zeichnet sich durch Grundlagenforschung normativer und differenzieller Entwicklungsverläufe der körperlicher, sozialer und kognitiv-emotionaler Potentiale und durch zielgerichtete Interventionsforschung und forschungstransferierende Förderangebote (z.B. Sportpaten, Lerncoaches, Lernen durch Bewegung, Digitales aktives Lehren) aus. Im Arbeitsbereich Pädagogische Diagnostik und Potenzialentwicklung nutzen wir ein breites Methodenspektrum, welches wir in vielen Fortbildungsangeboten weitergeben. Wir setzen unsere Forschung beispielsweise in experimentellen Designs, Fragebogenstudien und Feldstudien um. Im Schwerpunkt sind unsere Forschungsprojekte durch eine quantitative Methodik geprägt, die punktuell durch qualitative Ansätze bereichert wird. Der Arbeitsbereich zeichnet sich zudem durch eine internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsbereichen und Fächern (z.B. Informatik, Sport, Englisch, Psychologie) aus.

  • 2021

    Veranstaltung

    Öffentliche Veranstaltung: Videospiele in der Schule

    Experten diskutieren am 12. Juni über das Bildungspotenzial digitaler Medien und den Einsatz neuer Technologien im Unterricht
    Grafik Veranstaltung
    © WWU - Peter Leßmann

    Welche Entwicklungspotenziale bergen Videospiele im Vergleich zu klassischem Schulunterricht? Welche Vorteile und Hürden gibt es bei diesen digitalen Medien im Bildungskontext? Wie sieht das zum Beispiel im Geschichts- oder Sportunterricht aus? Diese und weitere Fragen beantworten Expertinnen und Experten in der Veranstaltung „Proaktiv, Informativ, Präventiv – Bildungspotenziale von Videospielen diskutieren, für Risiken sensibilisieren“. Das Event der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist eine Kooperation von Studierenden des Instituts für Sportwissenschaft, dem Sportreferat des AStA Münster und der Arbeitseinheit Pädagogische Diagnostik und Potentialentwicklung des Instituts für Erziehungswissenschaft. Das Vorhaben erhält finanzielle Unterstützung durch die Universitätsgesellschaft. Das Online-Event richtet sich vor allem an Lehrkräfte und Lehramtsstudierende sowie an alle Interessierten, die mehr über den Einsatz von Technik und Videospielen im Schulunterricht erfahren möchten. Die kostenlose Veranstaltung findet als Live-Stream am Samstag, 12. Juni, von 15 bis 17 Uhr statt und kann unter go.wwu.de/zf342 besucht werden. Durch das Programm führt Miriam Gerding von Antenne Münster.

    Weitere Information zu der Veranstaltung

    Die Digitalisierung in Deutschlands Schulen wird häufig mit Hardware, mangelndem WLAN oder Endgeräten verbunden. Die aktuelle Corona-Pandemie macht deutlich, wie wichtig der digitale Fortschritt und das passende technische Equipment in Schulen ist. Darüber hinaus birgt die Digitalisierung jedoch auch Möglichkeiten, die noch nicht voll ausgeschöpft werden: Technologien, die im Unterricht neue Perspektiven, Interaktionen und Aktivitäten bieten. Ein Beispiel stellt die Integration von Videospielen im Unterricht dar. Für viele Kinder und Jugendliche sind Videospiele im Alltag normal. Videospiele bergen dabei sowohl Bildungspotenziale als auch Risiken – die pädagogisch begleitet werden sollten – und können den Schul- und Unterrichtsalltag in vielerlei Hinsicht bereichern.

    In vier Interviews und Beiträgen stehen die Themen „Digitalisierung in der Schule“, „Videospiele in der Schulpraxis“, „Geschichte und Videospiele“ sowie „Videospiele und Technik im Sportunterricht“ im Vordergrund. Anschließend ist das Publikum eingeladen, bei der interaktiven Podiumsdiskussion Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Die Veranstalter hoffen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen, um Hemmungen abzubauen und um für Risiken zu sensibilisieren

    Links zu dieser Meldung

    YouTube Link zu der Veranstaltung
    go.wwu.de/zf342

    Prof. Dr. Till Utesch
    https://www.uni-muenster.de/EW/personen/utesch.shtml