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Buch des Monats - September 2019

The Transnational in the History of Education

hg. von Eckhardt Fuchs und Eugenia Roldán Vera
© palgrave macmillan

This edited volume reflects on how the "transnational" features in education as well as policies and practices are conceived of as mobile and connected beyond the local. Like "globalization," the "transnational" is much more than a static reality of the modern world; it has become a mode of observation and self-reflection that informs education research, history, and policy in many world regions. This book examines the sociocultural project that the "transnational turn" evident in historical scholarship of the last few decades represents, and how a "transnational history" shapes how historians construct their objects of study. It does so from a multinational perspective, yet with a view of the different layers of historical meanings associated with the concept of the transnational.

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Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte


Die Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte wurde im Januar 2014 am Institut für Erziehungswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eingerichtet. Zum ersten Mal existiert seither an einem deutschen erziehungswissenschaftlichen Universitätsinstitut ein international ausgerichtetes Zentrum zur Erforschung transatlantischer Bildungsprozesse – von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Erforscht und in der universitären Lehre vermittelt werden die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen deutschen und amerikanischen Pädagogen, Schulgründern und Bildungspolitikern vom Kolonialzeitalter bis ins 21. Jahrhundert.

Die gesamte Forschungs-, Lehr- und Informationstätigkeit der Arbeitsstelle basiert dabei auf der Grundannahme, dass sich die deutschen und amerikanischen Bildungssysteme seit der Frühen Neuzeit im Rahmen einer gegenseitigen Beeinflussung kontinuierlich und im fruchtbaren Wettbewerb bis zu ihrer heutigen Gestalt fortentwickelt haben. Beide Bildungssysteme profitieren deshalb vom Wissen um die gemeinsame Bildungsgeschichte, deren genaue Kenntnis erst ins Bewusstsein rückt, dass es trotz mancher Differenzen im Detail eine transatlantische Wertegemeinschaft auch mit Blick auf gemeinsame Bildungsideale gibt.

Die gegenwärtigen Bildungsideale der USA und der Bundesrepublik Deutschland sind nach dem Selbstverständnis beider Nationen und ihrer Verfassungen ganz wesentlich den im Zeitalter der Aufklärung geschaffenen politischen Grundlagen verpflichtet: Mündigkeit des Bürgers, religiöse Toleranz, individuelle Freiheitsrechte und eine jedem Menschen zugängliche Allgemeinbildung als Zeichen seiner Würde. Diese Werte wurden als bereits in der Schule zu vermittelnde Ziele moderner Bildung erstmals im 18. Jahrhundert formuliert. Sie prägen auch den Geist der bis heute gültigen US-Verfassung von 1787/88 sowie das mit amerikanischer Unterstützung in den Jahren 1948 und 1949 erarbeitete deutsche Grundgesetz. In Forschung und Lehre befassen sich die Mitarbeiter der Arbeitsstelle daher vornehmlich, wenn auch keineswegs ausschließlich, mit der Frühgeschichte und Grundlegung des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs im Bildungswesen, also mit der deutsch-amerikanischen Bildungsgeschichte der Aufklärung.

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