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Buch des Monats - Juni 2019

Babel of the Atlantic

hg. von Bethany Wiggin
© PSU Press

Despite shifting trends in the study of Oceanic Atlantic history, the colonial Atlantic world as it is described by historians today continues to be a largely English-only space; even when other language communities are examined, they, too, are considered to be monolingual and discrete. Babel of the Atlantic pushes back against this monolingual fallacy by documenting multilingualism, translation, and fluid movement across linguistic borders.

Focusing on Philadelphia and surrounding areas that include Germantown, Bethlehem, and the so-called Indian country to the west, this volume demonstrates the importance of viewing inhabitants not as members of isolated language communities, whether English, German, Lenape, Mohican, or others, but as creators of a vibrant zone of mixed languages and shifting politics. Organized around four themes—religion, education, race and abolitionism, and material culture and architecture—and drawing from archives such as almanacs, newspapers, and the material world, the chapters in this volume show how polyglot, tolerant, and multilingual spaces encouraged diverse peoples to coexist. Contributors examine subjects such as the multicultural Moravian communities in colonial Pennsylvania, the Charity School movement of the 1750s, and the activities of Quaker abolitionists, showing how educational and religious movements addressed and embraced cultural and linguistic variety.

Drawing Early American scholarship beyond the normative narrative of monolingualism, this volume will be invaluable to historians and sociolinguists whose work focuses on Pennsylvania and colonial, revolutionary, and antebellum America.

In addition to the editor, the contributors include Craig Atwood, Patrick M. Erben, Cynthia G. Falk, Katherine Faull, Wolfgang Flügel, Katharine Gerbner, Maruice Jackson, Lisa Minardi, Jürgen Overhoff, and Birte Pfleger.

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Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte


Die Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte wurde im Januar 2014 am Institut für Erziehungswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eingerichtet. Zum ersten Mal existiert seither an einem deutschen erziehungswissenschaftlichen Universitätsinstitut ein international ausgerichtetes Zentrum zur Erforschung transatlantischer Bildungsprozesse – von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Erforscht und in der universitären Lehre vermittelt werden die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen deutschen und amerikanischen Pädagogen, Schulgründern und Bildungspolitikern vom Kolonialzeitalter bis ins 21. Jahrhundert.

Die gesamte Forschungs-, Lehr- und Informationstätigkeit der Arbeitsstelle basiert dabei auf der Grundannahme, dass sich die deutschen und amerikanischen Bildungssysteme seit der Frühen Neuzeit im Rahmen einer gegenseitigen Beeinflussung kontinuierlich und im fruchtbaren Wettbewerb bis zu ihrer heutigen Gestalt fortentwickelt haben. Beide Bildungssysteme profitieren deshalb vom Wissen um die gemeinsame Bildungsgeschichte, deren genaue Kenntnis erst ins Bewusstsein rückt, dass es trotz mancher Differenzen im Detail eine transatlantische Wertegemeinschaft auch mit Blick auf gemeinsame Bildungsideale gibt.

Die gegenwärtigen Bildungsideale der USA und der Bundesrepublik Deutschland sind nach dem Selbstverständnis beider Nationen und ihrer Verfassungen ganz wesentlich den im Zeitalter der Aufklärung geschaffenen politischen Grundlagen verpflichtet: Mündigkeit des Bürgers, religiöse Toleranz, individuelle Freiheitsrechte und eine jedem Menschen zugängliche Allgemeinbildung als Zeichen seiner Würde. Diese Werte wurden als bereits in der Schule zu vermittelnde Ziele moderner Bildung erstmals im 18. Jahrhundert formuliert. Sie prägen auch den Geist der bis heute gültigen US-Verfassung von 1787/88 sowie das mit amerikanischer Unterstützung in den Jahren 1948 und 1949 erarbeitete deutsche Grundgesetz. In Forschung und Lehre befassen sich die Mitarbeiter der Arbeitsstelle daher vornehmlich, wenn auch keineswegs ausschließlich, mit der Frühgeschichte und Grundlegung des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs im Bildungswesen, also mit der deutsch-amerikanischen Bildungsgeschichte der Aufklärung.

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