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Cells in Motion: Vom Netzwerk zur universitären Einrichtung

Das Cells-in-Motion Interfaculty Centre (CiMIC) ist ab sofort zentrales interfakultäres Forschungs- und Ausbildungszentrum der WWU.
Der Exzellenzcluster „Cells in Motion“ hat viel Bewegung in die Forschung an der Universität Münster gebracht: Er ist der Motor für interfakultäre Konzepte in Forschung und Infrastruktur sowie für neue Karrieremöglichkeiten.
© CiM

Das Cells-in-Motion Interfaculty Centre (CiMIC) gehört nun als zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur festen Infrastruktur der Universität Münster (WWU). Das hat der Senat der WWU im Januar 2018 beschlossen. Damit ist die im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (CiM) vorangetriebene interfakultäre Forschung zu Zelldynamik und Bildgebung langfristig ein Schwerpunkt der Universität.

Bereits im Jahr 2011 hatten sich Wissenschaftler aus fünf Fachbereichen der WWU und aus dem Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die fächer- und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit in Münster auf ein neues Niveau zu heben. Der seit 2012 geförderte Exzellenzcluster „Cells in Motion“ hat die traditionellen Grenzen zwischen Fächern und Fakultäten immer stärker aufgebrochen und zukunftsweisende Konzepte für die Forschung, Infrastruktur sowie neue Karrieremöglichkeiten umgesetzt. Aus dem bestehenden Netzwerk wird nun eine universitäre Einrichtung: Mit dem CiMIC etabliert die WWU eine interfakultäre Struktur. Der Exzellenzcluster ist treibende Kraft dieses Konzepts und hat sich mit neuen Ideen für die Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunktes um eine erneute Förderung durch die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern beworben.

Die Koordinatoren des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ Prof. Lydia Sorokin (Spokesperson), Prof. Volker Gerke (links) und Prof. Michael Schäfers (rechts) freuen sich über den Beschluss des WWU-Senats, CiMIC institutionell in der Struktur der Universität zu verankern.
© CiM/M. Kuhlmann

Die drei Säulen des CiMIC

Forschung: Im CiMIC erforschen Wissenschaftler das komplexe Verhalten von Zellen in lebenden Organismen. Dafür visualisieren sie Strukturen und Prozesse in verschiedenen biologischen Größendimensionen – von der Zelle bis zum Patienten. Ihr so gewonnenes Wissen möchten die Forscher für neuartige diagnostische, therapeutische und präventive Ansätze in der Medizin nutzen. Die Wissenschaftler kommen aus der Biomedizin, den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. An den Schnittstellen dieser Disziplinen und im klinisch-translationalen Bereich hat CiM gemeinsam mit den beteiligten Fachbereichen in den vergangenen Jahren acht Professuren eingerichtet, die den Forschungsansatz weiter stärken und die Überführung von Ergebnissen in die Klinik unterstützen.

Infrastruktur: Im neuen Multiscale Imaging Centre (MIC), das sich aktuell in der Bauphase befindet, werden Kernprofessuren aus verschiedenen Fakultäten künftig einen gemeinsamen Sitz haben. Sie beschäftigen sich alle mit der bildgebungsgestützten biomedizinischen Forschung und bringen eine große Bandbreite an Methoden zusammen – von der hochauflösenden Mikroskopie bis zu Verfahren der Ganzkörperbildgebung. Das MIC bildet eine Abteilung des CiMIC und wird die multiskalige Bildgebung (englisch „multiscale imaging“) weiter ausbauen.

Nachwuchsförderung: Im Sinne des Forschungsschwerpunkts möchte CiMIC Wissenschaftler disziplinübergreifend aus- und weiterbilden. Der Exzellenzcluster hat bereits strukturierte Programme wie den Masterstudiengang „Experimentelle Medizin“ und das internationale CiM-IMPRS Graduiertenprogramm aufgebaut, in denen Nachwuchswissenschaftler aus den Lebens- und Naturwissenschaften mit Forschern fachübergreifend zusammenarbeiten. Das Careers-in-Motion Centre des CiM entwickelt Karrieremöglichkeiten weiter und unterstützt zudem die Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.