Herzlich Willkommen auf der Homepage des Instituts für Byzantinistik und Neogräzistik


STELLENAUSSCHREIBUNG


Im Exzellenzcluster „Religion und Politik. Dynamiken von Tradition und Innovation“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist im Teilprojekt A3-1 „Deathscapes im östlichen mediterranen Raum: Memorialorte und ihre politische Instrumentalisierung im Mittelalter“ unter Leitung von Prof. Dr. Michael Grünbart ab dem 1. April 2019 eine Stelle

einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters
Entgeltgruppe 13 TV-L

mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Die Stelle ist für die Dauer von drei Jahren befristet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich auf ein Abschlussstipendium zu bewerben. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt zurzeit 39 Stunden und 50 Minuten wöchentlich. Stellenbesetzungen werden grundsätzlich auch in Teilzeit vorgenommen, sofern nicht im Einzelfall zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen.

Am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ sind die Fächer Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie, Katholische und Evangelische Theologie und die Rechtswissenschaften beteiligt; Vertreter der Islamwissenschaft, der Islamischen Theologie, der Judaistik, der Ägyptologie, der Archäologie, der Byzantinistik, der Philosophie, der Philologien, der Kunstgeschichte sowie der Ethnologie ergänzen das interdisziplinäre Spektrum. Nähere Informationen zu den beteiligten Fachbereichen und allge-mein zum Forschungsprofil des Exzellenzclusters finden Sie unter www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/.

Der Aufgabenbereich umfasst:

  • Mitarbeit im Teilprojekt A3-1 "Deathscapes im östlichen mediterranen Raum: Memorialorte und ihre politische Instrumentalisierung im Mittelalter (Projektleitung Prof. Dr. Michael Grünbart)
  • Die Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter soll auch der weiteren akademischen Qualifikation (Promotion) dienen, dies schließt die Teilnahme am Studienprogramm der Graduiertenschule des Exzellenzclusters ein. Zudem wird die Beteiligung an den Diskussionen, Arbeitsgruppen und Tagungen innerhalb des Exzellenzclusters erwartet.

Voraussetzungen:

  • Erwartet werden ein hervorragend abgeschlossener Studienabschluss im Bereich der Byzantinistik, Christlichen Archäologie oder mittelalterlichen Geschichte
  • Ausgewiesene Kenntnisse in den klassischen Sprachen des Altertums (Latein, Griechisch) sowie der spätantiken und byzantinischen Geschichte
  • Erfahrungen in der Arbeit mit archäologischen Objekten und in historischer Topographie

Die WWU Münster tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frau-en werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen richten Sie bitte möglichst per E-Mail mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) im PDF-Format bis zum 08. Februar 2019 an die Projektleitung:

Prof. Dr. Michael Grünbart
FB 08 / Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
Rosenstraße 9
48143 Münster
byz(at)wwu.de

Bei Rückfragen steht Ihnen Michael Grünbart (gruenbart(at)uni-muenster.de) gerne zur Verfügung.


VORTRAG PROF. DR. ALBRECHT BERGER


PROF. DR. ALBRECHT BERGER (LMU München)
Mittwoch 9. Januar 2019, 16-18 Uhr
Raum F 3, Fürstenberghaus (Domplatz 20-22, 48143 Münster)

Titel: "Der Kaiser und seine Stadt: Kaiserhof und Zeremoniell im byzantinischenKonstantinopel"
Forschungskolloquium 400-1500. Mittelalter

Der Kaiser des oströmisch-byzantinischen Reichs war zuerst und vor allen Dingen Kaiser seiner Hauptstadt Konstantinopel, wo er fast ständig residierte und durch öffentliche Auftritte mit der Bevölkerung kommunizierte. Das geschah durch seine Anwesenheit in der Kaiserloge des Hippodroms bei den Wagenrennen und durch regelmäßige Prozessionen zu Kirchen und Palästen in der ganzen Stadt und darüber hinaus, wobei er auf dem Weg an festgelegten Orten durch Zurufe und Gesänge begrüßt wurde. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Zirkusparteien der Blauen und der Grünen, die in der frühen Zeit als Fanclubs der Rennställe des Hippodroms eine eigenständige politische Rolle besaßen, später aber von den Beamten des Kaiserhofs gestellt wurden und in dessen Auftrag agierten. Weitere Anlässe für Auftritte des Kaisers waren Festbankette und Empfänge für ausländische Gesandte im Großen Palast, bei denen die Gäste auf alle erdenkliche Weise beeindruckt wurden. Im sogenannten Zere­monienbuch ist uns ein einzigartigen Dokument erhalten, das den Ablauf dieses oft sehr bunten und lebhaften Hofzeremoniells in der Zeit des Kaisers Konstantinos Porphyrogennetos (905–959) schildert, aber auch Berichte darüber aus früheren Zeiten enthält. Das Hofzere­moniell veränderte sich seit dem späten elften Jahrhundert stark durch die Ver­legung der Residenz an den Stadtrand zum Blachernenpalast, verschwand mit der Ero­berung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer 1204 und wurde in der Palaiologenzeit nach 1261 nur in sehr reduzierter Form wieder aufgenommen.


VORTRAG PROF. DR. RUTH MACRIDES


PROF. DR. RUTH MACRIDES (University of Birmingham/UK)
Forschungskolloquium 400-1500. Mittelalter

Mittwoch 5. Dezember 2018, 16-18 Uhr
Raum F 3, Fürstenberghaus (Domplatz 20-22, 48143 Münster)

Title: "Emperor for a day. Narrative and the Material in Nicholas Mesarites' account of the coup of John Komnenos the 'Fat' (1200)".

In this paper I will present a little-known story of a usurpation attempt of 1200 against the Byzantine emperor Alexios III Angelos.  It is a remarkable story. Although it was unsuccessful, the usurpation is known from five different contemporary accounts written by four authors. This makes it, to my knowledge, unique in Byzantine history. Furthermore, the longest and most detailed narrative by Nicholas Mesarites is an eyewitness account which displays great attention to realia and puts the author, Mesarites, at the centre of the event.  Questions to be discussed are: to what purpose are the many references to the material and to the author himself? What did it take for a foreigner to be regarded as a Roman?


LEHRVERANSTALTUNGEN IM WINTERSEMESTER 2018/2019


Alle Lehrveranstaltungen des Instituts für das Wintersemester 2018/2019 mit ausführlichen Kommentaren finden Sie als PDF Datei (hier).
(letzte Änderung: 25.09.2018) 


PROF. DR. MICHAEL GRÜNBART BEI WDR ZEITZEICHEN (09.08.2018)


Sie können das Audio hier hören oder herunterladen.

09.08.0803 - Todestag von Irene, Kaiserin von Byzanz

22 Jahre lang herrschte die Griechin Eirene (Irene) als Mitregentin oder Kaiserin über das byzantinische Reich, und dies in einer sehr konfliktreichen Zeit: Ein theologischer Streit war darüber entbrannt, ob Bilder von Heiligen verehrt werden dürfen oder nicht. Das von ihr einberufene zweite Konzil von Nicäa nahm das Verbot der Bilderverehrung zurück. Außerdem musste sie sich als Frau in einer männerdominierten Welt auf dem Thron behaupten. Bei der Wahl ihrer Mittel zum Machterhalt war Irene nicht zimperlich: Ihren eigenen Sohn Konstantin ließ sie blenden - er starb an den Folgen. Innenpolitisch musste sie sich gegen Aufstände der fünf Brüder ihres verstorbenen Mannes wehren. Äußere Feinde wie der legendäre Kalif Harun al Raschid machten ihr zusätzlich zu schaffen. Sie musste dem Kalifen hohe Tribute entrichten. Als sie schließlich Interesse bekundete, einen machtpolitisch motivierten Heiratsantrag des weströmischen Kaisers Karl des Großen anzunehmen, wurde sie durch eine Palastrevolte gestürzt und aus Byzanz verbannt.

Redaktion: Hildegard Schulte

Netzwerkanalyse WWU Münster
© SFB1150

DAS NETZWERK IST ENTSCHEIDEND – HANDS ON IN DER NETZWERKANALYSE

(WORKSHOP 12–13.07.2018)


Abendvortrag

12.07.2018, 18:00-20:00 Uhr
Domplatz 6 | Raum 303
Dr. Johannes Preiser-Kapeller „Die vernetzte Welt der Byzantiner. Aspekte der regionalen und globalen Verflechtung im Mittelalter“
Moderation: Konstantin Maier

Masterclass

13.07.2018, 09:00-13:00 Uhr
Domplatz 6 | Raum 303
„Hands on in der Netzwerkanalyse“
Leitung: Dr. Johannes Preiser-Kapeller
Um Anmeldung zur Masterclass wird gebeten. Für die Masterclass wird ein eigener Laptop benötigt.


VORTRAG DR. STEFAN ALEXANDRU


DR. STEFAN ALEXANDRU (Philipps-Universität Marburg)

Dienstag 26. Juni 2018, 16-18 Uhr
Raum RS4, Arbeitsstelle Griechenland (Schlaunstr. 2, 48143 Münster)

"Überlegungen zu einigen byzantinischen Handschriften, die Galen als Angehörigen der gens Claudia bezeichnen"

Nach einer Beschreibung des Standes der Forschung werden Konsequenzen, die sich aus dem Vorhandensein des Gentilnamens Claudius in Handschriften des corpus Galenicum ergeben, dargelegt und anschließend an Hand mehrerer Überlieferungsträger (insbesondere Athen, Ethnikē Bibliothēkē tēs Hellados 1493 und Thessalonike, Hiera Monē Blatadōn 14) eingehend besprochen.


EXKURSION NACH HAMBURG - CENTRE FOR THE STUDY OF MANUSCRIPT CULTURES (05.06.2018)


Die Tagesexkursion ergänzt die VL 082533 "Schrift und Wort im byz. Alltag" und die Übung 082534 "Beschriftete Artefakte in Byzanz".  Der SFB 950 in Hamburg erforscht die empirische Vielfalt der Manuskriptkulturen in historischer und vergleichender Perspektive ausgehend vom materiellen Artefakt. Er etabliert ein neues Paradigma, das sich von den bisherigen, regional und disziplinär gebundenen Ansätzen der Manuskriptforschung dadurch unterscheidet, dass es einerseits die kulturelle Bedingtheit all dessen, was in der Regel als gegeben vorausgesetzt wird, ausdrücklich thematisiert, und andererseits damit als mögliches Ergebnis der komparatistischen Forschung universelle Kategorien und Merkmale von Manuskriptkulturen beschreiben möchte.

Im Zentrum für Manuskriptkulturen werden von 09.30 bis 15.30 die Kultur des Manuskripts und verschiedene Teilprojekte vorgestellt. Einige Plätze sind noch frei. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Paraskevi Toma.

Tagung Unterstützung bei herrscherlichem Entscheiden
© SFB

Internationale Tagung


"Unterstützung bei herrscherlichem Entscheiden: Experten und ihr Wissen in transkultureller und komparativer Perspektive" - "Supporting sovereign decision-making: Experts and theirknowledge in a transcultural and comparative perspective"

Tagung: 16. bis 18. Mai 2018

Zentrales Anliegen der Tagung ist es zu untersuchen, welche Ressourcen vormoderneHerrscher in ihr Entscheidungshandeln miteinbeziehen konnten oder zur Verfügung hatten. Sokonnten Berater und Experten mit ihrem Wissen beim Finden von Entscheidungenunterstützend wirken. Sie nahmen an Beratungen teil, konnten Lösungswege aufzeigen undEntscheidungen beeinflussen. Dabei gründeten sie ihre Expertise auf unterschiedlichenRessourcen von Wissen, die exakten Wissenschaften (Astronomie, Astrologie sowieBeobachtungen von Naturerscheinungen) spielten dabei eine wesentliche Rolle. Sowohlnormative als auch narrative Quellen nehmen mannigfaltig darauf Bezug.

Aim of this conference is to investigate which resources were available to premodern rulers intheir decision-making duties. Through their knowledge, advisors and experts could assist thesovereign in taking decisions. Therefore, they took part in councils and thus were able toindicate solutions to problems and influence decisions. In so doing, they based their expertiseon various re- sources of knowledge, amongst which the exact sciences (astronomy, astrology,as well as observations on natural phenomena like thunders and earthquakes) played anessential role. Normative and narrative sources refer to those sciences in many ways.

Das Programm finden Sie hier (PDF).


VORTRAG DR. NEKTARIOS ZARRAS


DR. NEKTARIOS ZARRAS (University of Aegean / University of Münster)
"... for our salvation on the moment of Judjement": Revealing the Patronage behind dedicatory inscriptions and donor portraits in Byzantine Macedonia
Forschungskolloquium 400-1500. Mittelalter

Mittwoch 18. April 2018, 18-20 Uhr
Raum JO 101, Johannisstr. 4 (48143, Münster)

Patronage and its manifestations in Byzantium have steadily attracted scholarly research in recent years, as study of these offers a different and fascinating approach to the interpretation of Byzantine culture, through a combination of the personal views and the individualized needs, as well as of the ideological conventions of Byzantine society. Aim of the project is the systematic recording and study of the written and the visual sources of the Middle and Late Byzantine period in Byzantine Macedonia, which offer data on the founding of religious and secular buildings and the donating of objects, such as icons, metalwork and textiles, by men and women. Specifically, the project places emphasis on the prosopography of the founders or refounders and donors, and the connection between identity and patronage. The material will be studied through the comparative presentation and processing of the foundations and donations made by males and females considering issues such as social conceptions and state ideology. Specifically, the buildings and the moveable objects will be examined not only from the perspective of archaeology and art history, but also from that of other disciplines, such as social anthropology, as well as of political and ecclesiastical ideology.