Betreuungskonzept für Qualififkationsarbeiten
Typisch für unser Betreuungskonzept ist die individuelle Förderung von Studierenden und die hohe Betreuungsintensität bei der Anfertigung von Bachelor-, und Masterarbeiten.
Im Rahmen der Bachelor-Arbeiten bearbeiten die Studentinnen und Studenten der Lehramtsstudiengänge innerhalb von sechs Wochen ein klar umrissenes biologiedidaktisches Thema. Die Bachelor-Arbeit kann eine reine Literaturarbeit sein, bei der sowohl empirische Forschungsergebnisse (z.B. die Aufarbeitung von Schülervorstellungen zu einem Thema), als auch die unterrichtspraktische Relevanz (z.B. bei der Konzeption von Unterrichtsmaterialien) im Zentrum stehen. Es ist auch möglich, bereits in der Bachelor-Arbeit erste Einblicke in das empirische Arbeiten zu gewinnen (z.B. Fragebogenkonzeption oder Evaluation von Unterrichtsmaterialien). In den biowissenschaftlichen Studiengängen beträgt die Zeit der Bearbeitung der Bachelorarbeit drei Monate.
Im Rahmen der Masterarbeiten wird über einen längeren Zeitraum (meist) eine empirische Fragestellung bearbeitet (z.B. Evaluation spezifischer Fördermaßnahmen beim Erwerb von Experimentierkompetenz im Biologieunterricht). Das Thema wird sowohl aus fachwissenschaftlicher als auch aus biologiedidaktischer Perspektive aufgearbeitet. Die Studierenden lernen so z.B. das Entwickeln von geeigneten Textinstrumenten und erhalten Einblicke in die verschiedenen Auswertungsverfahren (qualitativ und quantitativ) der biologiedidaktischen Lehr-Lernforschung. Ein Ziel, das wir in diesem Zusammenhang verfolgen, ist, dass unsere Studierenden die Biologiedidaktik nicht nur als praktische Unterrichtshilfe definieren, sondern vielmehr im Rahmen ihrer Forschung einen Perspektivwechsel vollziehen und erfahren, wie Lehr- und Lernprozesse des Biologieunterrichts empirisch beforscht werden können.
Unsere Betreuung gestalten wir sehr intensiv und individuell, gerade weil die Studierenden in ihren Qualifikationsarbeiten häufig zum ersten Mal unmittelbar in Kontakt mit eigenständiger empirischer Forschung in der Biologiedidaktik kommen. So sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Fragen immer ansprechbar.
Zur Förderung des fachlichen Austauschs bieten wir im Zentrum für Didaktik der Biologie ein Examenskandidaten-Zimmer mit 6 Computer-Arbeitsplätzen (Foto) an. Hier können die Studierenden arbeiten, untereinander diskutieren und kleine Experimente selbstständig vorbereiten.
Biologiedidaktisches Forum
Unser Instiutskolloquium findet während des Semesters statt. Hier berichten die Mitglieder des Zentrums für Didaktik der Biologie über den Stand der laufenden und abgeschlossenen Projekte und die Studierenden stellen ihre Qualifikationsarbeiten oder work in progress vor. Das Kolloquium dient in erster Linie dazu, eine lebendige Kultur biologiedidaktischen Forschens und Denkens zu pflegen. Hier erhalten die Studierenden ein feedback zu ihrer Arbeit. Die aktuelle Liste der Vorträge in diesem
Semester finden sie unter Aktuelles.
Während des Studiums lag der Gedanke an die Examensarbeit sowohl mir, als auch vieler meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen schwer im Magen, schließlich hatte man "so ein Projekt" ja noch nie alleine gemacht. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass diese Gedanken völlig unbegründet waren.
Zumindest im Zentrum der Didaktik der Biologie wird man freundlich aufgenommen und super betreut.
Durch regelmäßige Treffen im "Biologiedidaktischen Forum" bekommt man einen Eindruck, was von einem erwartet wird und auch bei der Umsetzung des wissenschaftlichen Arbeitens wird man zu jeder Zeit sowohl bei technischen als auch bei inhaltlichen Problemen unterstützt und beraten. Vielen Dank dafür!
(Anne Hütten evaluierte in ihrer Examensarbeit Unterrichtsmaterialien zur Förderung experimenteller Kompetenzen am Beispiel von Vitamin C und Vitaminmangelerkrankungen)
