Startschuss für erste Studierende der Internationalen Forschungsschule BACCARA

Spitzenforschung und -ausbildung am Puls der Zeit: Linda Quach und Valentin Göldner sind die ersten beiden Promovenden, die in der Internationalen Forschungsschule für Batterie-Chemie, Charakterisierung, Analyse, Recycling und Anwendung (BACCARA) ihre Arbeit aufgenommen haben. Sie eröffnen damit die 1. Kohorte der im Sommer 2020 gegründeten neuen Internationalen Forschungsschule an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) am Batterieforschungsstandort Münster.

© Linda Quach/Valentin Goeldner

Linda Quach widmet sich in ihrer Forschung in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Frank Glorius, Organisch-Chemisches Institut der WWU, dem Design und der Synthese von filmbildenden Elektrolytadditiven zur Anwendung in Lithium-Ionen Batterien sowie der Entwicklung neuartiger photokatalytischer Methoden zur Transformation von organischen Molekülen. Valentin Göldner fokussiert sich in seiner Promotion auf die Kopplung von Elektrochemie und Massenspektrometrie, die Simulation des oxidativen Phase I-Metabolismus von Xenobiotika und anschließender Phase II-Reaktionen sowie die bildgebende Analytik von Elektrodenoberflächen. Er forscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Uwe Karst, Institut für Anorganische und Analytische Chemie der WWU. Die jungen Forschungspersönlichkeiten werden nicht nur auf höchstem Niveau in Wissenschaft und Forschung ausgebildet, sondern auch in der wissenschaftlichen Kommunikation und weiteren berufsfördernden Qualifikationen.

Die Nachwuchsforscher Linda Quach und Valentin Göldner stehen stellvertretend für insgesamt 45 Talente, die in den nächsten fünf Jahren in BACCARA vom geballten Wissen renommierter Forscherinnen und -forscher profitieren. Mehr als 20 Professorinnen und Professoren sowie Leitende von Nachwuchsforschergruppen aus dem WWU-Fachbereich Chemie und Pharmazie, dem MEET Batterieforschungszentrum, dem Helmholtz-Institut Münster des Forschungszentrums Jülich sowie weiteren Fachbereichen der Westfälischen Wilhelms-Universität beteiligen sich am Forschungs- und Ausbildungsprogramm. Das umfassende Programm deckt dabei ein breites Themenspektrum ab, welches den kompletten Wertschöpfungskreislauf von Batterien berücksichtigt.

Bewerbungen für BACCARA ab Januar 2021 erneut möglich

Dr. Kerstin Neuhaus, Geschäftsführerin der Internationalen Forschungsschule, erklärt: „Wir hatten 85 Bewerbungen aus 20 Ländern für die erste Kohorte von BACCARA. Aufgrund der aktuellen Situation starten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aktuell etwas zeitversetzt mit ihrer Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten. Die Ausschreibung für die nächste Kohorte ist im Januar 2021 geplant.

Die Internationale Forschungsschule ist offen für Chemikerinnen und Chemiker wie auch Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller Schwerpunkte. Das Land NRW fördert BACCARA mit 9,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.