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Münster (upm/ps)

Prof. Dr. Hubert Wolf editiert weiterhin Berichte des vatikanischen Nuntius Eugenio Pacelli

Erfolgreiches DFG-Projekt mit Münsteraner Kirchenhistoriker wird um drei Jahre verlängert
Nuntius Eugenio Pacelli im Jahre 1920<address>© unbekannt</address>
Nuntius Eugenio Pacelli im Jahre 1920
© unbekannt

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team können drei weitere Jahre lang die Berichte des ehemaligen vatikanischen Nuntius in Deutschland, Eugenio Pacelli (1876-1958), wissenschaftlich aufbereiten und im Internet editieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängerte jetzt das 2008 begonnene Projekt „Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte von Eugenio Pacelli (1917-1929)“. Für Professor Wolf sind die vertraulichen Berichte Pacellis gerade für die Jahre zwischen den Weltkriegen genauso aufschlussreich wie die von Wikileaks unlängst veröffentlichten diplomatischen Depeschen. Der Nuntius habe etwa Kaiser Wilhelm II. nach einem Treffen als „überspannt und nicht ganz normal“ bezeichnet. Die Nuntiaturberichte aus dem Jahr 1917 sind unter www.pacelli-edition.de bereits einsehbar, der Jahrgang 1918 folgt im Februar. Eugenio Pacelli schrieb nicht nur über die Lage der katholischen Kirche, sondern auch über die Politik und die gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland und Europa. Am 20. April 1917 wurde Eugenio Pacelli Nuntius für die Apostolische Nuntiatur in München, am 22. Juni 1920 Nuntius für die Weimarer Republik. Dieses Amt behielt er bis zum 9. Dezember 1929 inne. Am 7. Februar 1930 trat er in Rom das Amt des Kardinalstaatssekretärs an. Am 2.März 1939, seinem 63. Geburtstag, wurde er als Pius XII.  zum Papst gewählt. Nicht zuletzt wegen der Projekte von Prof. Hubert Wolf belegte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) beim Förderranking der DFG den ersten Platz im Forschungsfeld „Theologie“. Keine andere deutsche Universität warb dazu in den Jahren 2005 bis 2007 mehr Drittmittel ein.

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