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Münster (upm/ch)

Führend in der Wissenschaft

Drei WWU-Professoren gehören auch 2015 zu den weltweit meistzitierten Forschern
V. l.: Die Professoren Jörg Kudla, Martin Winter und Frank Glorius<address>© WWU / Peter Grewer</address>
V. l.: Die Professoren Jörg Kudla, Martin Winter und Frank Glorius
© WWU / Peter Grewer

Drei Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) gehören im zweiten Jahr in Folge zu den weltweit meistzitierten Forschern: Laut dem Zitations-Ranking 2015 des US-amerikanischen Medienkonzerns "Thomson Reuters" sind aus dem an der WWU besonders forschungsstarken Bereich Chemie wieder die beiden Professoren Dr. Frank Glorius und Dr. Martin Winter vertreten. Erneut wird auch der Biologe Prof. Dr. Jörg Kudla in der Bestenliste geführt.

Zitationen sind in der Wissenschaft ein Kriterium, anhand dessen man die Bedeutung von Forschungsergebnissen einschätzt. Je wichtiger eine Forschungsarbeit ist, desto häufiger berufen sich Fachkollegen in ihren eigenen Veröffentlichungen darauf. Thomson Reuters zählt die drei Münsteraner zu den "weltweit einflussreichsten Köpfen" der Wissenschaft.

Die Firma Thomson Reuters betreibt unter anderem das "Web of Science". Über diese Online-Plattform können Wissenschaftler nach relevanten Publikationen zu ihrem Forschungsgebiet suchen und nachvollziehen, wo und wie häufig Fachartikel zitiert werden. Auf der aktuellen Bestenliste "Highly Cited Researchers 2015" sind in 21 Kategorien rund 3000 Wissenschaftler aus aller Welt vertreten, davon etwa 180 aus deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Jeder von ihnen hat besonders viele Arbeiten vorzuweisen, die zu dem einen Prozent der meistzitierten Publikationen des jeweiligen Fachgebiets gehören und damit als außergewöhnlich innovative und einflussreiche Studien anzusehen sind. In die Wertung für das Ranking 2015 bezog Thomson Reuters Veröffentlichungen aus den Jahren 2003 bis 2013 ein. Zitationsrankings wurden bisher in den Jahren 2001, 2014 und nun 2015 durchgeführt.

Die ausgezeichneten Forscher

Frank Glorius, Professor für Organische Chemie, ist Spezialist für die Katalyse in der organischen Synthese und Träger mehrerer sehr hochrangiger Auszeichnungen und Förderungen, darunter der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der "ERC Starting Grant" des Europäischen Forschungsrates. Jörg Kudla ist Professor für Molekulargenetik und Zellbiologie der Pflanzen. Er erhielt international hochkompetitive Förderungen, zum Beispiel im Rahmen des "Human Frontiers of Science Program", und ist gegenwärtig an einer Reihe von großen Forschungsprojekten federführend beteiligt. Darunter ist eine deutschlandweite von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschergruppe, die molekulare Signalkaskaden in Pflanzenzellen untersucht. Martin Winter vom Institut für Physikalische Chemie ist Träger zahlreicher internationaler Auszeichnungen. Er ist Gründer und wissenschaftlicher Leiter des Batterieforschungszentrums MEET der WWU sowie Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts Münster. Im Rahmen dieser Funktionen ist er auch Sprecher verschiedener Verbundprojekte zu elektrochemischen Energiespeichern.

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