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Münster (upm/ja)

"Einer der Leuchttürme der WWU"

WWU würdigt Kurt Aland und die neutestamentliche Textforschung / Festakt mit Ex-Bundespräsident Köhler
Beim Festakt zu Ehren Kurt Alands kamen neben Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler (4.v.l.) und WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles (3.v.r.) zahlreiche Persönlichkeiten aus Universität, Stadt und Gesellschaft zusammen.<address>© WWU - Peter Grewer</address>
Beim Festakt zu Ehren Kurt Alands kamen neben Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler (4.v.l.) und WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles (3.v.r.) zahlreiche Persönlichkeiten aus Universität, Stadt und Gesellschaft zusammen.
© WWU - Peter Grewer

Mit einem Festakt und in Anwesenheit des früheren Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler hat die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) am Dienstag, 28. April, die Leistungen des Instituts für neutestamentliche Textforschung (INTF) gewürdigt. Wie kaum eine andere Universität erlangte die WWU mit dem Namen Kurt Aland, der das Institut 1959 gegründet hatte, und der "Hermann-Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentlichen Textforschung" weltweite Beachtung in diesem Fachgebiet der Bibel-Wissenschaft. WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles bezeichnete das INTF als "eines der Leuchttürme der Universität".

Bundespräsident a.D. Horst Köhler hält Grußwort

Horst Köhler, der in seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender der Hermann-Kunst-Stiftung nach Münster gekommen war, hob in seinem Grußwort die "Weltgeltung" von Institut und Stiftung hervor. Er würdigte zudem die generationsübergreifende Arbeit der münsterschen Textforscher. "Wissenschaft und Glaube sind kein Gegensatz, sondern sie be- und erleuchten sich gegenseitig", sagte das ehemalige Staatsoberhaupt. Eine der wesentlichen Aufgaben der neutestamentlichen Textforschung sei es, "die Quelle unseres Glaubens" zu durchleuchten.

Anlass für den Festakt war der 100. Geburtstag von Prof. Kurt Aland (1915-1994) und die Gründung der nach Bischof Hermann Kunst benannten Stiftung vor 50 Jahren. Weitere Gäste waren neben anderen Präses Annette Kurschus von der Evangelischen Kirche von Westfalen, die an die Bedeutung des "Nestle-Alands" als berühmt gewordene Umschreibung des "Novum Testamentum Graece" für das Theologie-Studium erinnerte; zudem die münstersche Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson und der Generalsekretär der deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel.

Die Laudatio auf Kurt Aland hielt INTF-Direktor Prof. Dr. Holger Strutwolf. Thüringens früherer Landesbischof, Prof. Dr. Christoph Kähler, referierte in seinem Festvortrag über das Thema "Lesarten der Lutherbibel. Textforschung als Anstoß zur Revision".
 

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