Publikationen

Auf dieser Seite finden Sie Publikationen, die aus Veranstaltungen des ZfW hervorgegangen sind (geordnet nach Veröffentlichungsdatum).

Buchcover
Jenseits der Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zur Wissenstheorie Michael Polanyis

Eva-Maria Jung (Hrsg.)

Jenseits der Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zur Wissenstheorie Michael Polanyis

Mentis: Münster, 2014 (Verlagsinformationen hier)

»We know more than we can tell.« Dieser berühmte Satz des ungarisch-britischen Philosophen und Chemikers Michael Polanyi findet seit einigen Jahrzehnten über Fachgrenzen hinweg breite Zustimmung, ist doch das Interesse an einer sprachlich nicht fassbaren, impliziten Dimension der Erkenntnis beständig gewachsen. Polanyi entwickelte in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine erste komplexe Analyse des impliziten Wissens, die nicht nur für die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie von Belang ist, sondern eine Reihe von Konsequenzen für alle Wissenschaftszweige und auch für wissenschaftspolitische und moralphilosophische Themen hat.

Dieser Band umfasst Beiträge unterschiedlicher Fachrichtungen, die Polanyis Werk im Hinblick auf zeitgenössische Debatten rekonstruieren und die Rolle des impliziten Wissens in einigen ausgewählten Wissenschaften – der Betriebswirtschaftslehre, der Literatur und der Kognitionswissenschaft sowie der Theologie – beleuchten. Hierbei geht es insbesondere um die Fragen, wie sich implizites Wissen beschreiben und verorten lässt und vor welchen Herausforderungen die Philosophie und die Wissenschaften stehen, wenn sie einem solchen Wissen einen gebührenden Platz einräumen.

Das Buch ist hervorgegangen aus der gleichnamigen Tagung im Dezember 2011 [weitere Informationen finden sie hier].

Buchcover
Wissenschaftstheoretische Aspekte des Krankheitsbegriffs

Hucklenbroich, P. / Buyx, A. (Hg.):

Wissenschaftstheoretische Aspekte des Krankheitsbegriffs

Münster: Mentis, 2013. (Verlagsinformation  hier).

In den vergangenen vier Jahrzehnten trat in der philosophischen Grundlagendiskussion der Medizin immer deutlicher die Notwendigkeit ins Bewusstsein, die Begrifflichkeit um Krankheit und Gesundheit generell einer Klärung zuzuführen. Es wurden mehrere anspruchsvolle, vieldiskutierte Entwürfe einer allgemeinen Krankheits- oder Gesundheitstheorie vorgelegt. Diese unterscheiden und widersprechen sich jedoch noch in zentralen Punkten. Insbesondere fehlt ein Vergleich dieser philosophischen Krankheitstheorien mit der Begrifflichkeit und Struktur der medizinischen Krankheitslehre. Die Beiträge dieses Bandes wenden sich explizit dem Projekt einer wissenschaftstheoretischen Analyse und Rekonstruktion der medizinischen Krankheitslehre zu. Sie analysieren und diskutieren die verwendeten Begriffe von Krankheit, Krankhaftigkeit, Funktion/Dysfunktion, Behinderung und psychischer Störung anhand von Beispielen aus der gesamten Medizin und speziell aus der Pathologie, Embryologie, Neuromedizin, Psychiatrie und Psychosomatik. Anhand dieser Analysen werden die bisher vorliegenden Krankheitstheorien mit dem System der Krankheitslehre und mit der tatsächlichen medizinischen Praxis in Beziehung gesetzt und vergleichend diskutiert. Die Kontroversen um Deskriptivismus und Normativismus, medizinisches und soziales Behinderungsmodell, den psychiatrischen Krankheitsbegriff und die Therapie-Enhancement-Unterscheidung werden unter systematischen Gesichtspunkten aufgegriffen und einer neuen Behandlung zugeführt.

 

Das Buch ist hervorgegangen aus den beiden Workshops "Aspekte des medizinischen Krankheitsbegriffs" im Oktober 2006 und "Funktion - Dysfunktion - Krankheit" im November 2007.

Buchcover
Die Suche nach dem Geist

Michel, J. G. / Münster, G. (Hg.):

Die Suche nach dem Geist

Münster: Mentis, 2013. (Verlagsinformation hier).

Bei der Suche nach dem Geist handelt es sich seit Jahrhunderten um ein zentrales Unterfangen in der Philosophie, das u. a. durch die folgenden Fragen charakterisiert ist: Was sind Merkmale des Geistes? Welche Arten geistiger Zustände lassen sich unterscheiden? Ist eine naturwissenschaftliche oder physikalische Erklärung des Geistes möglich? Lässt sich das Geistige auf das Physikalische reduzieren? Ist das Physikalische kausal abgeschlossen? Was heißt es eigentlich, dass etwas physikalisch ist? Wie kann der Geist Handlungen bewirken? Können wir denn so handeln, wie wir wollen? Ist unser Wille frei? Welche Rolle spielen neurowissenschaftliche Ergebnisse für die Entwicklung einer guten Theorie des Geistes? Und welche Rolle spielen philosophische Gedankenexperimente? Was macht überhaupt eine gute Theorie des Geistes aus? Dieser Band, der auch an Einsteiger gerichtet ist, versammelt Beiträge zur Suche nach dem Geist von Andreas Hüttemann, Holger Lyre, Jan G. Michel, Gernot Münster, Martine Nida-Rümelin, Achim Stephan und Henrik Walter.

 

Das Buch ist hervorgegangen aus der gleichnamigen ZfW-Ringvorlesung im WiSe 08/09.

Buchcover
Visualisierung und Erkenntnis. Bildverstehen und Bildverwenden in Natur- und Geisteswissenschaften

Liebsch, D. / Mößner, N. (Hg.):

Visualisierung und Erkenntnis. Bildverstehen und Bildverwenden in Natur- und Geisteswissenschaften

Köln: Herbert von Halem Verlag, 2012. (Verlagsinformation hier).

Der interdisziplinäre Band „Visualisierung und Erkenntnis. Bildverstehen und Bildverwenden in Natur- und Geisteswissenschaften“ befasst sich sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Perspektive mit der Rolle und Funktion von Visualisierungen im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess. Die Autoren wenden sich diesem Thema aus der Perspektive der konkreten Anwender zu, aber auch auf der Metaebene der philosophischen, bild- und medienwissenschaftlichen Reflexion. Der Begriff der Visualisierung steht in diesem Kontext als Sammelbezeichnung für die unterschiedlichen bildhaften Repräsentationen im Wissenschaftsbetrieb. Diese spielen eine zunehmend wichtige Rolle in den verschiedenen Einzelwissenschaften. Oftmals sind sie sowohl Gegenstand der Forschung (z.B. im Zuge der Auswertung von Bildern aus Mikroskopen oder Teleskopen) als auch Resultat (z.B. integriert als Abbildung in wissenschaftlichen Publikationen). Wissenschaftler forschen an und mit Visualisierungen und kommunizieren ihre Ergebnisse mit ihrer Hilfe. Visualisierungen treten somit in unterschiedlichen Abschnitten des Erkenntnisprozesses auf. Der Band lässt Geistes- und Naturwissenschaftler, Theoretiker und Praktiker in einen Dialog über den gemeinsamen Forschungsgegenstand der Visualisierung treten. Im ersten Teil „Bildverstehen“ diskutieren Philosophen, Bild- und Medienwissenschaftler die erkenntnistheoretischen Grundlagen und Herausforderungen, die die Verwendung von Visualisierungen im wissenschaftlichen Forschungsprozess mit sich bringt. Wie kann beispielsweise unterschieden werden zwischen dem, was bloß künstliches Artefakt des verwendeten Instruments ist und dem, was tatsächliche Eigenschaft des Untersuchungsobjekts ist? Welche Relationen müssen zwischen Visualisierung und Forschungsobjekt bestehen? Wie können sie abgebildet werden? Welche Eigenschaften können vernachlässigt werden? Im zweiten Teil „Bildverwenden“ kommen dagegen die Praktiker zu Wort, wenn es um die Klärung der Frage geht, wie die Rolle der Visualisierungen im konkreten Fall tatsächlich aussieht. Zu den Disziplinen, die in diesem Abschnitt versammelt sind, zählen die psychologisch orientierte Naturwissenschaftsdidaktik, die Astrophysik, die Medizin, die Mikrobiologie sowie die Computervisualistik.

 

Das Buch ist hervorgegangen aus der ZfW-Ringvorlesung im WiSe 09/10 mit dem Titel "Bild und Wissenschaft. Repräsentation, Produktion, Kommunikation" [ Link ].

Buchcover
The Problem of Relativism in the Sociology of (Scientific) Knowledge

Schantz, R. / Seidel, M. (Hg.):

The Problem of Relativism in the Sociology of (Scientific) Knowledge

Frankfurt a.M.: Ontos, 2011. (Kostenlos als E-Book hier).

This volume comprises original articles by leading authors – from philosophy as well as sociology – in the debate around relativism in the sociology of (scientific) knowledge. Its aim has been to bring together several threads from the relevant disciplines and to cover the discussion from historical and systematic points of view. Among the contributors are Maria Baghramian, Barry Barnes, Martin Endreß, Hubert Knoblauch, Richard Schantz and Harvey Siegel.

 

Rezensionen in:

 

Das Buch ist hervorgegangen aus der internationalen Konferenz "The Problem of Relativism in the Sociology of (Scientific) Knowledge" [ Link ].

Buchcover
Physikalismus, Willensfreiheit, Künstliche Intelligenz

Backmann, M. / Michel, J.G. (Hg.):

Physikalismus, Willensfreiheit, Künstliche Intelligenz

Paderborn: Mentis, 2009. (Verlagsinformation hier).

Die Debatten zu den Themen Physikalismus, Willensfreiheit und Künstliche Intelligenz stehen seit einigen Jahren im Mittelpunkt der Philosophie des Geistes. In den Debatten um den Physikalismus geht es dabei u.a. um folgende Fragen: Lässt sich alles, was es gibt, physikalisch erklären - auch der menschliche Geist? Lässt sich alles auf das Physische reduzieren? Ist der Bereich des Physischen kausal geschlossen? Realisiert das Physische das Mentale? Wie lässt sich mentale Verursachung erklären? In den Debatten um Willensfreiheit fragt man sich: Sind wir physikalisch determiniert? Können wir freie Entscheidungen treffen? Sind wir für unsere Handlungen verantwortlich? Wie verhalten sich Freiheit und Determinismus zueinander? Welchen Beitrag kann die empirische Forschung leisten? In den Debatten um Künstliche Intelligenz werden diese Fragen verhandelt: Können Maschinen denken? Unterscheiden sich Menschen von Maschinen? Sind uns Computer geistig überlegen? Stellt maschinelle Intelligenz ein Modell für menschliche Kognition dar? Welchen wissenschaftlichen Nutzen kann Künstliche Intelligenz haben? Zu jedem der drei Themen Physikalismus, Willensfreiheit und Künstliche Intelligenz bietet das Buch drei Originalbeiträge von renommierten Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie jeweils einen kritischen Kommentar. Auf diese Weise soll deutlich werden, dass die drei Themen nicht nur eng miteinander zusammenhängen, sondern auch interdisziplinär von großem Interesse sind.

 

Rezension in:

  • Theologie und Philosophie 86/4, 2011, S. 598-599.

 

Das Buch ist hervorgegangen aus drei Workshops zu den Themen "Physikalismus", Willensfreiheit" und "Künstliche Intelligenz" [ Link ].