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Institut für vergleichende Städtegeschichte
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Aktuelles

Aktuelle Meldungen

Februar 2012

Pax Et Concordia Cover
14.02.2012

Band 13 der Reihe Westfalen in der Vormoderne (Aschendorff) erschienen

Die Dissertation von Dr. Christian Helbich zum Thema "Pax et Concordia. Erasmische Reformkonzepte, humanistisches Bildungsideal und städtische Kirchenpolitik in Dortmund, Essen und Bielefeld im 16. Jahrhundert" ist erschienen. Dr. Christian Helbich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des IStG im Projekt "Die deutschen Königspfalzen. Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters", in dem ein Band zu Westfalen erarbeitet wird.

Zum Inhalt des Buches: Unkonfessionelle und religiös indifferente Phänomene waren im konfessionellen Zeitalter nicht unüblich. So wurde etwa in den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg über mehrere Jahrzehnte hinweg der humanistisch beeinflusste Versuch unternommen, eine eigenständige Reform des Kirchenwesens "zwischen Rom und Wittenberg" umzusetzen. Der Autor untersucht in seiner Studie, inwieweit eine solche landesherrliche Kirchenpolitik auf der einen und humanistische Frömmigkeits- und Bildungsvorstellungen auf der anderen Seite vor Ort in den Städten Dortmund, Essen und Bielefeld rezipiert worden sind. Gefragt wird etwa nach der Rolle der städtischen Schulen und der dortigen Lehrer sowie nach Möglichkeiten und Grenzen von Reformen im kommunalen Kirchen- und Gerichtswesen.

Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie hier einsehen.

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Staedteforschung A 84 Schilling Cover Hp
06.02.2012

Band A 84 der Reihe Städteforschung erschienen

Die Dissertation von Ruth Schilling zum Thema: "Stadtrepublik und Selbstbehauptung. Venedig, Bremen, Hamburg und Lübeck im 16. und 17. Jahrhundert" ist nun als Band 84 der Reihe Städteforschung A - Darstellungen erschienen.

Das gewandelte politische Umfeld der Frühen Neuzeit stellte die republikanischen Gemeinwesen in Europa vor neue Herausforderungen. Nach außen mussten sie ihre Gleichrangigkeit mit den adligen und fürstlichen Nachbarn demonstrieren und zugleich im Innern die republikanische Ordnung sichern sowie das Aufkommen dominanter Familien verhindern. Dies führte sowohl im republikanischen Selbstverständnis als auch in der rituellen Selbstdarstellung der Stadtrepubliken zu einem signifikanten Wandel. Die Autorin hat für ihre Untersuchung vier Städte mit einer ausgeprägten und langen Tradition der Selbstbehauptung und Autonomie ausgewählt und analysiert anhand von Text- und Bildquellen erstmals speziell die Konzeptionen von Gruppenbildung, die sich mit Ritualen, Zeremonien und Festen verbanden.

Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie hier einsehen.


Januar 2012

 

25.01.2012

Freitagskolloquium am 27.01.2012 - Vortrag von Rebecca Saskia Knapp

Am kommenden Freitag, den 27.01.2012, wird Rebecca Saskia Knapp aus Bochum ab 16 Uhr c.t. im Rahmen des Freitagskolloqiums über "Feuersicherheit durch Wissen(schaft) – Die Stadt: vom Wissensspeicher zum Transfermedium?" sprechen.

Das Feuer stellt sich der Menschheit seit Urzeiten als ein janusköpfiges Element im Grenzbereich von Natur und Kultur dar. Solange es gezähmt ist, steht es wie kaum etwas anderes für menschliche Entwicklung und technischen Fortschritt. Außer Kontrolle geraten wird Feuer jedoch vom Beförderer der menschlichen Kultur zum Zerstörer aller lebensnotwendigen Grundlagen. Die Feuersicherheit urbaner Räume zu gewährleisten war die Grundlage für eine "sichere Gesellschaft".
Die frühneuzeitlichen Bemühungen um die Produktion von Feuersicherheit schlägt sich zunächst in Form von städtischen Feuerordnungen nieder. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts treten hierzu allerdings vermehrt Spezialwissensbestände einschlägiger handwerklicher Berufsgruppen über die Fertigung von Feuerlöschmaschinen. Dieses technologische Praxiswissen verbleibt zunächst als "Geheimwissen" in den Werkstätten selbst und die Artefakte werden als städische Kuriositäten betrachtet. Erst ein Transfer dieses "tacit knowledge" auf andere Trägerschichten, vornehmlich Gelehrte, führt zu einer intendierten Kommunikation dieser Wissensbestände, etwa durch Maschinenbücher. Auch die  einsetzende Verbreitung der Artefakte selbst im 17. Jahrhundert - zunächst in Städten -   trägt zu diesem Technologietransfer bei. Im 18. Jahrhundert finden sich innerhalb wissenschaftlicher Akademien Spezialdiskurse zu physikalischen und chemischen Löschmitteln, die auf den ursprünglich handwerklichen Wissensbeständen basieren. Dieser Wechsel der Akteursgruppe und die Verwissenschaftlichung des technischen Brandschutzes nimmt nicht nur Einfluss auf die Popularisierung von Wissen, sondern ebenso auf die Produktion von Feuersicherheit in Städten und Territorien. Ziel des Vortrags ist es, die Prozesse der Transformation von Wissen vorzustellen und ihre Effekte auf praktische Feuersicherheit zu untersuchen.  

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24.01.2012

Programm der Frühjahrstagung 2012

Das Programm der Frühjahrstagung 2012, die am 19. und 20. März unter dem Titel: "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" stattfinden wird, liegt nun als PDF vor und kann hier abgerufen werden.

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24.01.2012
Das IStG möchte auf folgende Tagung hinweisen, die vom 16.-18. Februar 2012 in Fribourg (Schweiz) stattfinden wird:

Die Stadt im Raum – Imaginationen, Interaktionen und Möblierungen

Die Veranstalter Prof. Thomas Lau (Fribourg) und Dr. Karsten Igel (Münster) werden gemeinsam mit Forschern zweier Nationalfondsprojekte und den Mitgliedern des vom IStG und dem Forum Mittelalter der Universität Regensburg initiierten Netzwerks „Junge Städteforschung“ folgende Fragen erörtern:  Wie entstehen urbane Räume und in welchem Verhältnis stehen sie zu anderen – sie überwölbenden oder auf sie ausgerichteten - sozial generierten Räumen? Ziel der Tagung ist es zum einen, aktuelle Forschungen zu diesem Themenkomplex zusammenzuführen. Zum anderen sollen der Debatte zur Interdependenz urbaner und supraurbaner Raumimaginationen neue Impulse verliehen werden.
Kontakt: Prof. Thomas Lau - thomas.lau@unifr.ch

Nähere Informationen zum Thema und zur Konzeption der Tagung können Sie hier einsehen

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Dehio Westfalen Hp
19.01.2012

Feier zum erfolgreichen Abschluss der Arbeiten am "Dehio Westfalen" in Gelsenkirchen

Am 17. Januar 2012 wurde im Musiktheater im Revier (MiR) Gelsenkirchen feierlich die Publikation "Dehio – Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler" für Westfalen präsentiert. Das Standardwerk für bewahrenswerte Monumente wurde in den vergangenen sechs Jahren in Zusammenarbeit des IStG mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Ursula Quednau erstellt und erschien im Dezember 2011 beim Deutschen Kunstverlag. Diese Publikation stellt eine enorme inhaltliche Erweiterung der seit langem vergriffenen letzten Ausgabe des Dehio Westfalen von 1969 dar, indem u.a. bäuerliche und bürgerliche Privatarchitektur, Bauten des Historismus und des 20. Jahrhunderts, Hinterlassenschaften der Industrie sowie Gartendenkmale aufgenommen wurden.
Ein Autorenteam von 13 Wissenschaftlern erforschte Entwicklung und kulturellen Wert von knapp 5000 Objekten und ordnete diese in den kunsthistorischen wie bautypologischen Gesamtzusammenhang ein. Für die entwicklungsgeschichtliche Verortung der Denkmale im Stadtraum schrieben 3 Historikerinnen des IStG rund 260 Stadt- bzw. Ortseinleitungen. Zur Visualisierung der bedeutenden Standorte von Kunstdenkmalen enthält die Publikation einen umfangreichen Kartenanhang, der erstmals in einem "Dehio-Handbuch" farbig gedruckt ist. Dieser entstand zusammen mit den Grundrissen wichtiger Gebäude (insgesamt 96 Karten und Grundrisse) ebenfalls am IStG. 121 Objekte sind im Text mit einem Stern als besonders sehenswerte Monumente gekennzeichnet. Einer von diesen zeichnet auch das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen aus, das in den 1950er Jahren unter der Leitung des Architekten Werner Ruhnau entstanden war und als herausragendes Werk der Nachkriegsmoderne gilt. Hier, im lichtdurchfluteten Foyer unter den großformatigen blauen Reliefs von Yves Klein wurde das Dehio-Handbuch würdig präsentiert. Es sprachen namhafte Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft, wie z.B. Dr. Wolfgang Kirsch (Direktor des LWL), Dieter Gebhard (Vorsitzender der Landschaftsversammlung (LWL), Karl Jasper (Leitender Ministerialrat und stellvertretender Abteilungsleiter für die Abteilung Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW), Prof. Dr. Werner Freitag (Wissenschaftlicher Vorstand des IStG), Jan Nikolaus Viebrock (Schriftführer der Dehio-Vereinigung e.V.) sowie Rudolf Winterstein (Geschäftsführer im Deutschen Kunstverlag). Eine ausführliche inhaltliche Präsentation der Publikation war der wissenschaftlichen Projektleiterin Dr. Ursula Quednau vorbehalten, die besondere Themenkomplexe von neu aufgenommenen Bauwerken vorstellte und neugierig machte auf kulturelle Erkundungen der Region mit dem aktuellen Dehio-Handbuch. Musikalisch umrahmt wurden die Beiträge durch Gesang von Lars Oliver Rühl und Dirk Erdelkamp am Klavier mit Werken von Franz Schubert, Edmund Nick und Richard Strauss.

Eine ausführliche Pressemitteilung des LWL finden Sie unter folgendem Link.

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13.01.2012

Literaturhinweise für die Vorlesung von Prof. Johanek

Die Teilnehmer der Vorlesung von Prof. Johanek zu dem Thema: "Epochen der Papstgeschichte im Mittelalter" können ab sofort auf der Mitarbeiterseite von Prof. Johanek eine Informationsliste mit einschlägiger Literatur abrufen.

Die PDF mit Literaturnachweisen zur Vorlesung können Sie zudem hier einsehen.

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10.01.2012

Vortrag im Freitagskolloquium am 13.1.2012

Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im neuen Jahr wird am 13.1.2012 um 16 Uhr c.t. Dr. Sven Rabeler aus Kiel halten. Er beschäftigt sich mit dem Thema: "Stadtgemeinden und Stadtherren. Städtische Führungsgruppen und welfische Herzöge im 12. und 13. Jahrhundert".

Vorgestellt wird ein Forschungsprojekt, das sich am Beispiel der welfischen Städte im 12. und 13. Jahrhundert mit der Beziehungsgeschichte zwischen städtischen Gemeinden und fürstlicher Herrschaft als vielfach miteinander verbundenen und vernetzten politisch-sozialen Systemen befasst. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation und Interaktion zwischen den beteiligten Akteuren (Herzögen, Ratsherren, herrschaftlichen Funktionsträgern, Adligen, Ministerialen und geistlichen Gemeinschaften), wobei die städtischen Führungsgruppen in ihrer Genese, ihren Soziabilitäten und ihren Handlungsmöglichkeiten zwischen Herrschaft und Gemeinde besondere Berücksichtigung erfahren.

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10.01.2012

Neue Gastwissenschaftlerin am IStG

Ab 11. Januar 2012 wird Frau Dr. Olga Kozubska-Andrusiv von der Ukrainischen Katholischen Universität (Lviv) als Gastwissenschaftlerin am IStG im Rahmen eines Stipendiums der A. v. Humboldt-Stiftung zum Thema: "Establishing Social Order in Multi-Religious Urban Centres of Eastern Europe (Fifteenth – Seventeenth centuries)" forschen.

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04.01.2012

Auswahlliste: Neuerscheinungen zur Städteforschung 2010/11

Am IStG wird in regelmäßigen Abständen eine Publikationsliste mit Neuerscheinungen zur vergleichenden Städteforschung herausgegeben. Aktuell liegt dieses bibliographische Angebot mit zahlreichen Titeln aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Jahre 2010/11 vor, die sich im engeren und weiteren Sinne mit dem Thema "Stadt" beschäftigen und interdisziplinäre wie vergleichende Stadtgeschichtsforschung ermöglichen.

Die PDF mit den Neuerscheinungen 2010/11 können Sie hier einsehen.


Dezember 2011

22.12.2011 

Programm Frühjahrstagung 2012

Das Programm für die Frühjahrstagung 2012 ist nun auf der Homepage des IStG unter Veranstaltungen/Frühjahrstagung abrufbar. Eine Druckversion wird in Kürze folgen.

Die Frühjahrstagung 2012 findet vom 19.-20. März kommenden Jahres unter dem Titel: "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" statt.

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19.12.2011 

Öffnungszeiten der Bibliothek zu Weihnachten

Am Freitag, den 23.12.2011 hat die Bibliothek des IStG von 9.00 - 13.00 Uhr  geöffnet.

Von Dienstag, 27.12.2011, bis einschließlich Dienstag, 03.01.2012, ist die Institutsbibliothek geschlossen! Bücherleihen sind in dieser Zeit möglich!

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13.12.2011 

Vortrag im Freitagskolloquium am 16.12.2011

Im Rahmen des Freitagskolloquiums wird Dr. Marc von der Höh (Bochum) am 16.12.2011 ab 16 Uhr c.t. zum Thema: "Politische Verwandtschaft. Die Kölner Ratsgeschlechter im 14. Jahrhundert" referieren.

Bis 1396 wurde Köln von Familienverbänden beherrscht, die sich selbst als "Geschlechter" bezeichneten. Wenngleich sich die Forschung seit Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder mit der Geschichte dieser Geschlechter beschäftigt hat, ist die Frage nach der verwandtschaftlichen Struktur
dieser Gruppen sowie allgemein nach der politischen Relevanz von Verwandtschaft im hoch- und spätmittelalterlichen Köln bislang nicht beantwortet. Auf der Grundlage des für die Geschichte der Verwandtschaft besonders geeigneten Kölner Materials wird der Vortrag einige Thesen der
älteren Stadtgeschichtsforschung kritisch in den Blick nehmen und Ansätze zu einer Neubewertung des Verhältnisses von Verwandtschaft und Politik in der spätmittelalterlichen Stadt präsentieren.

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05.12.2011

Neuerscheinungen in der "Reihe Städteforschung"

Im vergangenen Monat sind die Bände A 82 und A 83 der "Reihe Städteforschung" erschienen, die die wissenschaftlichen Vorträge der Frühjahrstagungen zu den Themen "Pfarre in der Stadt" sowie "Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit" bündeln. Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung und das Inhaltsverzeichnis:

Reihe St _dteforschung A 82 Hp

Die Pfarre in der Stadt
Siedlungskern – Bürgerkirche – Urbanes Zentrum

Der Zusammenhang von "Stadt und Pfarre" stellt in der historischen Forschung zur Vormoderne einen beliebten Untersuchungsgegenstand dar, während in modernen Stadtgeschichten der Fokus bislang seltener auf die Pfarre gelenkt worden ist. Erst allmählich wird die zentrale Meistererzählung von der zunehmenden Entkirchlichung in der Stadtgeschichtsforschung der Neuzeit modifiziert. Unumstritten aber bleibt, dass sich in der Moderne kirchliche Organisations- und Verwaltungsstrukturen sowie das Erscheinungsbild der Kirchengebäude in der Stadt verändert haben. Die Autoren dieses Bandes analysieren die wechselseitigen Beziehungen von Stadt und Pfarre mit Blick auf stadtbildprägende Elemente des kirchlichen Lebens und die Handlungsspielräume der Akteure.

Pfarre in der Stadt. Siedlungskern - Bürgerkirche - Urbanes Zentrum, hg. von Werner Freitag, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
XVIII, 269 S., zahlr. Abb.

Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie hier einsehen.

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Reihe St _dteforschung A 83 Hp

Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit"Öffentlichkeit" ist einer der zentralen neuzeitlichen Grundbegriffe, dessen Entstehung, Ausprägungen und Wandlungen die Geschichtswissenschaft seit einiger Zeit intensiv beschäftigt. Die Rolle der Stadt ist bislang in diesem Zusammenhang wenig gewürdigt worden. Der vorliegende Band möchte die moderne Stadtgeschichtsforschung an dieses Forschungsfeld heranführen. Seine Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit den Funktionen öffentlicher Orte, z. B. von Wirts- und Kaffeehäusern, und sie untersuchen die Medien und Träger der Öffentlichkeit. Dabei fragen sie nach dem spezifischen Charakter städtischer Öffentlichkeit und nach deren Beitrag für einen möglichen "Strukturwandel", wie er vor rund fünfzig Jahren von Jürgen Habermas postuliert wurde.

Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit, hg. von Gerd Schwerhoff, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
X, 219 S., 18 Abb.

Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie hier einsehen.

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01.12.2011

Freitagskolloquium am 02.12.2011

Am 02.12.2011 wird Dr. Miha KOSI (Ljubljana) ab 16 Uhr c.t. im Freitagskolloquium des IStG über "Stadtgründung und Stadtwerdung. Frühstädtische Entwicklung im Südosten des Reiches bis zum 13. Jahrhundert" sprechen.

Das heutige Slowenien umfasst das Territorium der ehemaligen spätmittelalterlichen Reichsgebiete Krain, Görz, südliche Teile der Steiermark und Kärntens sowie einen kleinen Grenzstreifen des Königreichs Ungarn. Im 12. und 13. Jahrhundert entfaltete sich hier ein lebendiger Urbanisierungsprozess und es entstanden einige Dutzend neuer städtischer Siedlungen (Städte und Märkte). Die Stadtherren und Förderer dieses Prozesses waren in erster Linie wichtige Reichsfürsten, die vor Ort begütert waren: die Andechs-Meranier, Babenberger, Spanheimer, Görzer sowie geistliche Fürsten, wie die Salzburger Erzbischöfe, die Patriarchen von Aquileja sowie die Bischöfe von Freising, Brixen und Bamberg. Die verschiedenen Typen der frühen Stadtentwicklung waren sehr vielfältig. Sie reichten von der reinen Neugründung einer Stadt "auf der grünen Wiese" über solche, bei denen eine neue urbane Siedlung neben einem alten Zentralort gegründet wurde, bis hin zu jenen seltenen Fällen, bei denen eine alte "vorurbane" Siedlung in einem längeren Prozess auf demselben Areal umstrukturiert und urbanisiert wurde. Insgesamt entstanden somit bis zum Ende des 15. Jahrhunderts im betrachteten Raum 78 urbane Siedlungen.


November 2011

21.11.2011

Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" am 24.11.2011

Am Donnerstag, den 24.11.2011 findet ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck ein besonderer Vortragsabend aus der Reihe "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" statt. Unter dem Motto "Billerbeck festgehalten: Ein Film- und Fotoabend zu Billerbecks Vergangenheit" wird Dörthe Gruttmann ausgewähltes historisches Bildmaterial von der Domstadt präsentieren. Anschließend können und sollen Fotobeiträge der Billerbecker Bürger mit ortsbezogenen, historisch relevanten Themen  besprochen werden, die einen Platz in der "Stadtgeschichte Billerbeck" verdienen.

Dieser Abend dient also einmal der Präsentation kurzer Filmausschnitte über lokale Ereignisse oder Stadtansichten aus dem 20. Jahrhundert. Verbunden damit ist ein Aufruf an die Einwohner Billerbecks, eigene Fotos und Filme zu bestimmten Themengebieten mitzubringen. Speziell gesucht werden jegliche Fotographien aus dem 19. Jahrhundert sowie von Institutionen/Gebäuden, die nicht mehr existieren (z.B. Union-Theater, Sternburg, Wirtshäuser, Fabriken), von ehemaligen Vorstehern der Gemeinde- u. Amtsvertretungen und von Geistlichen, von Jubiläen und besonderen Anlässen (z.B. Ludgerusjubiläen, Bahnhofseröffnung 1908). Auch privat gedrehte Filme über Jubiläen oder für die Stadt besondere Ereignisse sind nachgefragt.

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14.11.2011

Freitagskolloquium am 18.11.2011

Am 18. November wird Claudia Esch (Bamberg) ab 16 Uhr c.t. im Freitagskolloquium des IStG einen Vortrag halten zum Thema: "Wenn eine Stadt (zu) viele Herren hat – Stadtgericht und Immunitäten im mittelalterlichen Bamberg".

Die mittelalterliche Stadt Bamberg ist durch das Neben- und Miteinander von Stadtgemeinde und Immunitätsgemeinden geprägt. Im Vortrag soll die Existenz räumlich eng verzahnter, rechtlich jedoch getrennter Gebiete nicht primär als hemmender Faktor für die Stadtentwicklung betrachtet werden, sondern vielmehr als Chance, die sich ergebenden Handlungsspielräume im komplexen Machtgefüge der Stadt zu untersuchen.

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03.11.2011

Freitagskolloquium am 04.11.2011

Am kommenden Freitag, den 04.11.2011 um 16 Uhr wird Hermann Großevollmer aus Bad Driburg im Freitagskolloquium des IStG referieren zum Thema: "Dichtung als Quelle für Stadtgeschichtsschreibung – Lippstadt im Lippiflorium".

Die lateinische Versvita des lippischen Edelherrn Bernhard II., Lippiflorium genannt und unter der Autorschaft eines in Urkunden des 13. Jahrhunderts erwähnten Magister Justinus überliefert, ist Dreh- und Angelpunkt unterschiedlicher Auffassungen über die Frühgeschichte Lippstadts. Sie gilt bis dato als mittelalterliche und damit älteste selbstständige Geschichtsschreibung zum Haus Lippe und wird wie ein Steinbruch passagenweise als authentische zeitgenössische Geschichtsquelle ausgewertet. Erst neuerdings ziehen Geschichtswissenschaftler seine Glaubwürdigkeit aufgrund überwiegend textexterner Beobachtungen in Zweifel. Eine textimmanente Interpretation gab es hingegen bisher noch nicht. Hier nun setzt der Referent an. Ausgangspunkt seiner Untersuchung ist die Frage nach der „Gebrauchssituation“ der Lippiflorium-Überlieferung.


Veranstaltungshinweise

  • DAS AKTUELLE PROGRAMM DES FREITAGSKOLLOQUIUMS


Das Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte findet im Wintersemester freitags, um 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG statt.

21.10.2011   
Michael ZIRBEL, Gütersloh
Das situative Prinzip. Städtebauliche Leitbilder 1945 – 1969 –
dargestellt an der städtebaulichen Entwicklung der Mittelstadt Gütersloh

04.11.2011   
Hermann GROSSEVOLLMER, Bad Driburg
Dichtung als Quelle für Stadtgeschichtsschreibung – Lippstadt im Lippiflorium

18.11.2011
Claudia Esch M.A., Bamberg
Wenn eine Stadt (zu) viele Herren hat –
Stadtgericht und Immunitäten im mittelalterlichen Bamberg

02.12.2011   
Dr. Miha KOSI, Ljubljana
Stadtgründung und Stadtwerdung. Frühstädtische Entwicklung im Südosten des Reiches bis zum 13. Jahrhundert

16.12.2011   
Dr. Marc VON DER HÖH, Bochum
Politische Verwandtschaft. Die Kölner Ratsgeschlechter im 14. Jahrhundert

13.01.2012   
Dr. Sven RABELER, Kiel
Stadtgemeinden und Stadtherren. Städtische Führungsgruppen und welfische Herzöge im 12. und 13. Jahrhundert

27.01.2012   
Rebecca Saskia KNAPP, M.A., Bochum
Feuersicherheit durch Wissen(schaft) – Die Stadt: vom Wissensspeicher zum Transfermedium?



  • KOMMENDE FRÜHJAHRSTAGUNG

19.-20. März 2012
"Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern"

Die Frühjahrstagung 2012 wird in Kooperation mit Prof. Dr. Martina Stercken (Zürich)  und Prof. Dr. Ute Schneider (Essen) vorbereitet.

Zur Einführung:
Urbanität wird in ganz unterschiedlichen Formen der Manifestation von Wissen vergegenwärtigt. Als Chiffre für eine besondere Lebensform ist sie Gegenstand einer Vielzahl von Textsorten; sie wird bildlich und kartographisch veranschaulicht wie auch akustisch kommentiert. Wie Artefakte die Eigenart des Städtischen herausstellen, ist Gegenstand der Tagung.

Es wird also weniger darum gehen, Darstellungen der Stadt im Verlaufe der Geschichte zu erläutern und Veränderungen in der Wahrnehmung festzustellen. Vielmehr sollen ausgehend von einem kulturgeschichtlich geprägten Begriff von Medien und Medialität Momente und Mechanismen von Sinnstiftung, mithin die Bedingungen der Möglichkeit in den Blick genommen werden, Aussagen zu generieren.

Das Programm
Montag, 19. März 2012

08.30 Uhr–12.00 Uhr
Sitzung des Beirats des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V.

13.30 Uhr
Begrüßung: Prof. Dr. Werner Freitag, Münster

Einführung: Prof. Dr. Martina Stercken, Zürich / Prof. Dr. Ute Schneider, Essen

Moderation: Prof. Dr. Martina Stercken, Zürich
14.15 Uhr–15.00 Uhr
Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner, Kassel: Jerusalem und die Topographie des Wissens

15.00 Uhr–15.45 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Kiel: Urbanität. Stadtbilder vom Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit

15.45 Uhr–16.15 Uhr
Kaffeepause

Moderation: Prof. Dr. Ferdinand Opll, Wien
16.15 Uhr–17.00 Uhr
Prof. Dr. Birgit Studt, Freiburg: Geschichtsschreibung als Gewissen der Stadt

17.00 Uhr–17.45 Uhr
Prof. Dr. Peter Johanek, Münster: Von Stereotypen und (feinen) Unterschieden. Wie schafft sich eine Stadt ein Image?

18.00 Uhr
Mitgliederversammlung des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V.

Moderation: Prof. Dr. Werner Freitag, Münster
20.15 Uhr
Öffentlicher Vortrag [F2, Fürstenberghaus]
Prof. Dr. Frank Rexroth, Göttingen: Gefährliche Liebschaften: ‚Wissenschaft‘ und ‚Laster‘ in den mittelalterlichen Vorstellungen von der Bildungsmetropole Paris

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Umtrunk ein.


Dienstag, 20. März 2012

Moderation: Prof. Dr. Nine Miedema, Saarbrücken
09.00 Uhr–9.45 Uhr
Prof. Dr. Tanja Michalsky, Berlin: ‚Die Stadt im Buch‘. Die Konstruktion städtischer Ordnung in frühneuzeitlichen Beschreibungen am Beispiel Neapels

09.45 Uhr–10.30 Uhr
Prof. Dr. Cerstin Bauer-Funke, Münster: Inszenierungen von Urbanität in französischen Texten des 17. und 18. Jahrhunderts

10.30-11.00 Uhr
Kaffeepause

Moderation: Prof. Dr. Jens Gurr, Essen
11.00-11.45 Uhr
Dr. Katy Layton-Jones, Leicester: Defined by ink and shadow: the role of the printed image in shaping ninetheenth-century urban identities

11.45 Uhr–12.30 Uhr
Dr. Jan Sahli, Zürich: ‚Stadtsymphonien‘: Urbane Seherfahrungen im avantgardistischen Film

12.30 Uhr–14.00 Uhr
Mittagspause

Moderation: Prof. Dr. Ute Schneider, Essen
14.00 Uhr–14.45 Uhr
Prof. Christoph Luchsinger, dipl. Arch ETH, Wien: Die Stadt im Schnitt. Infrastrukturen und ihre Bedeutung für Verständnis und Abbild der Stadt

14.45 Uhr–15.30 Uhr
Prof. Dr. Julika Griem, Darmstadt: Baltimore als Serienheld: ‚The Wire‘ als multimediales Epos

15.30 Uhr–16.30 Uhr
Schlussdiskussion: Prof. Dr. Martina Stercken, Zürich / Prof. Dr. Ute Schneider, Essen


Die Vorträge und Diskussionen finden im Liudgerhaus (Bischöfliches Generalvikariat), Überwasserkirchplatz 3, und der Abendvortrag findet im Fürstenberghaus, Hörsaal F2, Domplatz 20-22, 48143 Münster, statt.

  • WEITERE VERANSTALTUNGEN
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neue Publikationen

  • HANDBÜCHER
Dehio Westfalen Hp

Georg Dehio. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen II: Westfalen
hg. in Zusammenarbeit mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau, Deutscher Kunstverlag 2011.
XXXVI, 1340 S., 96 Pläne und Grundrisse, Künstlerverzeichnis, Glossar, vierfarbiger Kartenteil.

 

  • REIHE STÄDTEFORSCHUNG
Staedteforschung A 84 Schilling Cover Hp

Städteforschung A 84:
Ruth Schilling (Verf.), Stadtrepublik und Selbstbehauptung. Venedig, Bremen, Hamburg und Lübeck im 16. und 17. Jahrundert, Köln - Weimar - Wien 2012.
X, 445 S., 15 s/w-Abb.

 

Reihe St _dteforschung A 82 Hp

Städteforschung A 82:
Pfarre in der Stadt. Siedlungskern - Bürgerkirche - Urbanes Zentrum, hg. von Werner Freitag, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
XVIII, 269 S., zahlr. Abb.

 

Reihe St _dteforschung A 83 Hp

Städteforschung A 83:
Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit, hg. von Gerd Schwerhoff, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
X, 219 S., 18 Abb.

 

Reihe Staedteforschung A 81 Cover

Städteforschung A 81:
Rechtsstadtgründungen im mittelalterlichen Polen, hg. von Eduard Mühle.
Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
VIII, 395 S., 33 Karten, 2 Tab., 39,90 €

 

  • ATLASARBEITEN
Dthiststatl Herrnhut Startseite

Deutscher Historischer Städteatlas:
Nr. 3. Herrnhut und Herrnhuter Siedlungen, bearb. von Jürgen Lafrenz und Daniel Stracke. Münster, Ardey-Verlag 2009. 27,90 €.

 

Westfstatlxi Sundern Kl

Westfälischer Städteatlas:
XI. Lieferung. Freudenberg, Horneburg (Datteln), Preußisch Oldendorf, Sundern mit Allendorf, Endorf, Hachen, Hagen und Langscheid, Wattenscheid (Bochum), hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Cornelia Kneppe und Mechthild Siekmann.
Altenbeken: GSV Städteatlas Verlag 2010. 139 €

 




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