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Münster (upm/ch)
Von links: Dr. Peter Weirich (Projektträger Jülich), Ingo Höllein (BMBF), Dr. Herbert Zeisel (BMBF), Prof. Dr. Martin Winter (MEET)<address>© WWU</address>
Von links: Dr. Peter Weirich (Projektträger Jülich), Ingo Höllein (BMBF), Dr. Herbert Zeisel (BMBF), Prof. Dr. Martin Winter (MEET)
© WWU

Auftakt zum Jahrestreffen der Innovationsallianz LIB 2015

Arbeitsgruppen diskutieren Fortschritte der Batterieforschung / Tagung bis 20. April in Mannheim

Die Innovationsallianz LIB 2015 hat heute (18. April) in Mannheim ihre jährliche Fachtagung eröffnet. Drei Tage tauschen Vertreter aus Politik, Industrie und Forschung die Ergebnisse ihrer Tätigkeiten auf dem Feld der Lithium-Batterietechnologie aus.

"Vor dem Hintergrund der Endlichkeit fossiler Ressourcen muss ein Umdenken stattfinden. Hochleistungsbatterien sind nachhaltige Alternativen zum Verbrennungsmotor", hob Prof. Dr. Martin Winter, Sprecher der Innovationsallianz, bei der Eröffnung hervor. Die Ergebnisse zeigten, so Martin Winter, der auch wissenschaftlicher Leiter des MEET-Batterieforschungszentrums der Universität Münster ist, dass Forschung und Entwicklung volle Fahrt aufgenommen haben. Bezüglich der Erwartung an die Umsetzung müssten aber die Entwicklungszyklen der Industrie berücksichtigt werden. "Diese liegen bei Fahrzeugen bei bis zu zehn Jahren."

Ingo Höllein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) betonte: "Die Batterieforschung ist für die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte, aber auch in Anbetracht der angestrebten Energiewende von zentraler Bedeutung. Nach den forschungsintensiven Jahren ist es nun unser Ziel, das in der Allianz erarbeitete Wissen zu vernetzen und in die Anwendung zu übertragen."

Auch die Arbeitsgruppen der BMBF-geförderten Initiative "Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität (STROM)", die sich mit Batteriematerialien beschäftigen, sind in diesem Jahr erstmalig bei der Veranstaltung vertreten. Auf diese Weise soll das in beiden Fördervorhaben erzielte Wissen stärker gebündelt werden.

LIB 2015

Die Innovationsallianz LIB 2015 hat das BMBF bereits 2007 vor dem Hintergrund des Ausbaus der Elektromobilität ins Leben gerufen. Damit verfolgt das Ministerium das Ziel, die Forschung und Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben, um auf diesem Weg dem weltweiten Klimaschutz eine leistungsfähige technologische Basis zu geben. Rund 60 Partner aus Industrie, Forschung und Wissenschaft sind an LIB 2015 beteiligt. Die Forschungsallianz wird vom BMBF mit 60 Millionen Euro gefördert. Darüber hinaus investiert die Industrie mehrere hundert Millionen Euro – alleine das Industriekonsortium aus BASF, BOSCH, EVONIK, LiTec und VW 360 Millionen Euro.

STROM

Die Fördermaßnahme "STROM" ist Bestandteil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Sie zielt auf Innovation und Wachstum in Deutschland und möchte die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich stärken.