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Münster (upm/jn)
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze lobte vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Universität Münster.<address>© WWU - Peter Leßmann</address>
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze lobte vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Universität Münster.
© WWU - Peter Leßmann

Die Besten noch besser machen

WWU eröffnet Graduate Centre mit einem Festakt / Lob von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze

Ein Karrierestart in der Wissenschaft ist beschwerlich. Es vergehen meist mehrere Jahre, bis die Dissertation verfasst, bis der Kampf um die Finanzierung des eigenen Forschungsprojekts gewonnen und die Frage geklärt ist, ob der Einstieg in die Wirtschaft der richtige Weg nach der Promotion ist. Um die ersten Schritte einer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen und begleiten, hat die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) mit dem WWU Graduate Centre eine zentrale Anlaufstelle für alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler geschaffen.

Am Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses feierte die WWU heute (15. Juli) die offizielle Eröffnung des WWU Graduate Centres. "An der Universität Münster setzt man konsequent auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Nachwuchsforscherinnen und -forschern. Das ist vorbildlich und leider noch nicht selbstverständlich an unseren Hochschulen", betonte die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. "Vor dem Hintergrund der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir stehen, und zu denen die Wissenschaften Lösungen beitragen sollen, könnte dies der Schlüssel sein, um die Besten noch besser zu machen."

In der Aula des Schlosses kamen Graduierte, Wissenschaftler und Förderer zusammen, um in einem Festakt die Eröffnung zu feiern. Prof. Dr. Cornelia Denz, Prorektorin für Internationales und wissenschaftlichen Nachwuchs, hob ebenfalls den großen Nutzen des Graduate Centres für die WWU und ihre Doktoranden hervor. "Die Universität Münster ist mit jährlich rund 700 Promovierenden eine der promotionsstärksten Universitäten in Deutschland. Die jungen Wissenschaftler sind der Motor innovativer Forschung. Daher ist es besonders wichtig, dass wir eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Promotion und die Post-Doc-Phase haben und alle Interessierten unterstützend begleiten." Cornelia Denz dankte speziell der Santander-Bank für deren finanzielle Unterstützung des Graduate Centres und deren "echte Partnerschaft". Das zeigte sich am Eröffnungstag auch darin, dass das Unternehmen einen Workshop unter dem Titel "Von der Wissenschaft in die Wirtschaft" anbot.

Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles ergänzte, dass die WWU alles dafür tun werde, den Doktorandinnen und Doktoranden optimale Rahmenbedingungen zu bieten. Die WWU messe dem wissenschaftlichen Nachwuchs einen hohen Stellenwert bei. "Ohne Sie keine Innovation", wandte sie sich an die Nachwuchswissenschaftler, "ohne Sie kein Erkenntnisgewinn, ohne Sie keine WWU von morgen."

Den ganzen Tag über gab es im Schloss aber nicht nur Theoretisches bei Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Parallel dazu fand im Foyer ein "Markt der Möglichkeiten" statt, auf dem zahlreiche WWU-Institutionen Möglichkeiten zur Finanzierung und Planung einer Doktorarbeit, zu Chancen und Bedeutung einer Promotion für den weiteren Berufsweg und zur Karriereplanung nach der Promotion aufzeigten.

Das WWU Graduate Centre bietet die Möglichkeit für Nachwuchswissenschaftler zum interdisziplinären Austausch mit Kollegen, indem es die verschiedenen Graduiertenschulen und -kollegs der WWU miteinander vernetzt. Die Mitarbeiter koordinieren die Angebote für Graduierte aus den Fachbereichen, Instituten und dem Career Service der WWU und ergänzen sie um zusätzliche Angebote speziell für internationale Studierende und Doktoranden.

 

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