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Münster (upm/ch)
Shobhna Kapoor mit dem Sprecher der münsterschen Graduate School of Chemistry, Prof. Dr. Hellmut Eckert<address>© WWU</address>
Shobhna Kapoor mit dem Sprecher der münsterschen Graduate School of Chemistry, Prof. Dr. Hellmut Eckert
© WWU

Arbeit ausgezeichnet

Graduiertenschule der Universität Münster hat Förderpreis an indische Studentin vergeben

Für eine Arbeit im Bereich Chemie hat Shobhna Kapoor aus Indien einen Forschungspreis der "NRW Graduate School of Chemistry" der Universität Münster erhalten. Insgesamt haben die „NRW-Graduiertenschulen" für das Jahr 2009 sieben Förderpreise vergeben, die jeweils mit 1500 Euro dotiert sind. Ausgezeichnet wurden Studierende aus aller Welt, die eine wissenschaftliche Publikation in einer anerkannten Fachzeitschrift vorzuweisen haben.

Shobhna Kapoor erhielt die Auszeichnung für eine Arbeit zur Einlagerung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in ein anorganisches Material (in „Silica-Nanoröhren"). Sie zeigte, dass Hämoglobin hierbei seine Struktur und seine biochemische Funktion behält. Diese Forschungsarbeit ist in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Physical Chemistry" erschienen und bedeutet einen Durchbruch im Grenzgebiet zwischen Materialwissenschaften und biologischer Chemie. Kapoor hat die Forschungsarbeit am renommierten „Indian Institute of Science" durchgeführt und arbeitet nun an ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund.

Die sieben „NRW Graduate Schools" vergeben in einer gemeinsamen Initiative Forschungspreise für Studierende, die vor Abschluss des Masterstudiums eine herausragende Arbeit veröffentlicht haben. Da dies zu einem so frühen Zeitpunkt nicht üblich ist, wird mit dem Preis nur ein kleiner Kreis besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler angesprochen. Das Land Nordrhein-Westfalen möchte mit diesem Nachwuchsforscher-Preis die Attraktivität des Standortes für internationale Spitzenforschung mit seinen Fördermöglichkeiten in der Doktorandenausbildung dokumentieren.

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