WILDE, Gabriele, Prof.'in Dr.
Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschlechter- und Europaforschung Stellv. Direktorin des Instituts für Politikwissenschaft

| Einrichtung: | Institut für Politikwissenschaft |
| Anschrift: | Scharnhorststraße 100 Raum 305 D-48151 Münster |
| Telefonnummern: | Tel.: +49 251 83-29946 Fax: +49 251 83-25131 |
| E-Mail: |
Gabriele.Wilde AT uni-muenster DOT de Bei Fragen zur Seminarorganisation sowie bei |
| Sprechstunde: | siehe unten |
Wichtig! Termin zur Nachschreibeklausur für den Masterkurs "Theoretische Ansätze zur Zivil- und Bürgergesellschaft in der Politikwissenschaft" (Wilde/Terrier):
Am 05.04.2013 von 12.00-14.00 Uhr
Raum: Scharnhorststr. 100 - SCH 100.107
Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit:
Do, 14. 2., 14-16 Uhr
Mi, 27.2., 14-16 Uhr
Mo, 18.3., 14-16 Uhr
Bitte melden Sie sich vorab per Mail bei shkwilde@uni-muenster.de oder durch eine Eintragung in die Liste vor Frau Prof. Dr. Wildes Büro für die Sprechstunde an.
Stellenausschreibung:
Am Lehrstuhl von Prof.'in Dr. Wilde ist zum 01.06.2013 eine Stelle als studentische Hilfskraft (5 Std./Woche) zu vergeben. [weitere Informationen]
Neu erschienen!
Gabriele Wilde/Stefanie Friedrich (Hg.): Im Blick der Disziplinen. Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. Westfälisches Dampfboot, Münster 2013.
Forschung
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
- Theorie und Politik der Geschlechterverhältnisse
- Verfassungstheorie und politische Theorie der EU
- (Rechts-)Staats- und Demokratietheorien
- Theorien zu Zivil- und Bürgergesellschaft in Europa
- Theorie der Politik und Ideengeschichte
- Politisches System der EU
- Theorie und Politik der Staats- und Unionsbürgerschaft
LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE
Bürgerschaftlicher Konstitutionalismus. Verfassung und Grundlagen demokratischer Geschlechterverhältnisse in Europa. (Forschungsansatz der Professur für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt der Geschlechterforschung von Prof’in Dr. Gabriele Wilde im interdisziplinären Zentrum für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS))
Prozesse der Europäisierung und Globalisierung haben die Frage nach der Verfassung und den Grundlagen europäischer Zivil- und Bürgergesellschaften verstärkt in das Zentrum sozial- geistes- und kulturwissenschaftlicher Analysen gestellt. Zugleich führten die Auseinandersetzungen über die politischen, soziomoralischen und soziokulturellen Grundlagen moderner Gesellschaften auch zu einer kritischen Reflexion der Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen als gesellschaftliche und gesellschafts-konstituierende Ordnungsmacht. Vor diesem Hintergrund versteht sich „Bürgerschaftlicher Konstitutionalismus" als Metapher für Konturen einer kritisch-feministischen Theorie des Politischen, die Geschlecht und Geschlechterverhältnisse als diskursive und praktische Konstitutionsressourcen sozialer und politischer Ordnungen konzeptuell und systematisch hinterfragt. Auf der Grundlage eines anderen und erweiterten Verständnis des Politischen zielt der Forschungsansatz darauf ab, das Fortbestehen sowie den Wandel von Geschlechteridentitäten, Kulturen und sozialen Handlungsgefügen in den europäischen Gesellschaften sowohl in Reaktion auf die Institutionalisierung neuer Herrschaftsverhältnisse als auch in ihrer Feschreibung durch neue Formen des Regierens zu analysieren. Für die Verwendung eines erweiterten feministisch-kritischen Begriffs des Politischen wird mit dem Forschungsansatz auf gesellschaftszentrierte Ansätze zurückgegriffen. Dazu gehören Ansätze von Hannah Arendt zum Totalitarismus und zu den Grundlagen politischen Handelns, das Demokratieverständnis von Alexis de Tocqueville, Carole Patemans Analysen zum Geschlechtervertrag, der Ansatz der radikalen Demokratie von Chantal Mouffe, die Hegemonietheorie von Antonio Gramsci und das Konzept der Gouvernementalität von Michel Foucault. Schwerpunkte in der Analyse von Zusammenhängen gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse und der Organisation sozialer und politischer Ordnungen sind derzeit Forschungsfragen nach der Kategorie Geschlecht in seiner relationalen und macht- und herrschaftsrelevanten Bedeutung für den europäischen Integrationsprozess, nach den Auswirkungen europäischer Geschlechterpolitik für demokratische Geschlechterverhältnisse, nach der Re-Organisation von Arbeit im Kontext von Prozessen der Europäisierung und Neoliberalisierung in ihren Auswirkungen für die Konstitution geschlechtlicher Subjekte und demokratische Geschlechterverhältnisse sowie nach der systemerhaltenden Funktion von Geschlechterverhältnissen als gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse in autoritären Regimen, auch unter Berücksichtigung religiöser Sinnstrukturen. Mitglieder der Forschungskooperation zum Bürgerschaftlichen Konstitutionalismus in Europa sind derzeit Stefanie Friedrich M.Phil, Dipl.-Pol. Eva Katharina Sarter und Prof'in Dr. Gabriele Wilde.
Geschlechterverhältnisse in autoritären Systemen.
Vor dem Hintergrund der politischen Konsistenz von Autokratien setzt sich die politikwissenschaftliche Forschung gegenwärtig verstärkt mit den Strukturen und Institutionen autoritärer Systeme, ihren Kerneigenschaften, Funktionslogiken sowie deren Systemerhaltungsmechanismen auseinander. Den Auswirkungen für gesellschaftliche (Geschlechter-)Verhältnisse und deren systemerhaltender Funktion kommt dabei kaum eine Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund einer Erweiterung der Autokratieforschung unter dem Aspekt von Geschlecht zielt das Forschungsprojekt auf die systematische Analyse des Zusammenhangs zwischen Autokratien und der Festschreibung und Konstituierung von Geschlechterverhältnissen als gesellschaftliche Machtverhältnissen in theoretischer wie auch empirischer Hinsicht. Daran anschließend soll untersucht werden, inwiefern Transitionsprozesse und Prozesse des Systemwandels, wie bspw. die Transformation eines autoritären Systems in ein demokratisches, mit Neuaushandlungen der Geschlechterverhältnisse einhergehen. Die Durchführung des Forschungsprojekts erfolgt derzeit im Rahmen der Herausgeberinnenschaft des Themenschwerpunkts Heft 1/2012 der Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft durch Prof'in Dr. Gabriele Wilde und Dr. Silke Schneider.
Zusammenhang von Geschlecht und Religion in politischen Systemen Europas.
Das Forschungsprojekt fragt nach dem Zusammenhang zwischen religiösen Sinnstrukturen, der Festschreibung gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse und deren konstitutive Bedeutung für die Stabilität und Aufrechterhaltung politischer Systeme. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stehen vor allem die Fragen, inwiefern sich gesellschaftliche Geschlechterordnungen, religiöse Ordnungen und politische Ordnungen stützen, welche typischen Mechanismen und Strukturen des Regierens sich auf der Grundlage religiöser Symbole und Deutungen für gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse ausmachen lassen, welche Funktion Geschlechterverhältnisse als inhärent ungleiche für die Herrschaftslegitimation haben, welche Konsequenzen sich aus dem Zusammenwirken von Religion, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der politischen Festschreibung von Geschlechterverhältnissen für die Verfassung politischer Gesellschaften ergeben und welche Funktionen dabei Ehe und Familie als zentrale gesellschaftliche Bereiche für die Herrschaftslegitimierung und -stabilisierung erfüllen. In einem ersten Teilprojekt (mit Dipl.Pol. Eva Katharina Sarter) erfolgt die Analyse des Zusammenhangs zwischen Geschlechterverhältnisse, Religion, Autoritarismus und Transition am Fallbeispiel der politischen Gesellschaft Spaniens, die seit der Reconquista stark durch die katholische Religion geprägt war und im Zuge der postfranquistischen Transition eine Entwicklung zeigte, in der nicht nur die Bedeutung von Religion für die Politikgestaltung stark abnahm, sondern auch die Frage der Gleichheit auf die Tagesordnung rückte.
Arbeit und Geschlecht. Die Transformation gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse
durch Prozesse von Globalisierung, Europäisierung und Neoliberalisierung.
Die Neuvermessung gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse durch ökonomische und soziale Veränderungen in stehen in einem konstitutiven Zusammenhang mit der Neuorganisation von Arbeit, der Strukturierung von Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit sowie der Verteilung von bezahlter, unbezahlter und minimal bezahlter Arbeit. Aktuell erfolgt diese Re-Organisation von Arbeit verstärkt im Kontext von Europäisierung, Globalisierung und Neoliberalisierung. Das Erkenntnisinteresse des Forschungsprojekts richtet sich vor allem auf die Effekte der Restrukturierung der Erwerbsarbeit, Reproduktion, internationalen und geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung sowie die damit einhergehenden sozialen Paradigmen und politischen Kompromisse für die Situationen von Frauen auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Insbesondere die Implementierung neuer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und Steuerungsinstrumente sowie Akteurs- bzw. Akteurinnenkonstellationen ermöglichen einerseits die Auflösung traditioneller Geschlechtszuschreibungen in den europäischen Wohlfahrtsregimen und führen zur Überwindung nationalstaatlich eingehegter ungleicher Geschlechterverhältnisse moderner Gesellschaften; andererseits gehen damit auch neoliberale Dynamiken einher, die neuartige Formationen ungleicher Geschlechterverhältnisse zur Folge haben. Die Auswirkungen auf gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse werden für unterschiedliche Bereiche und in Abhängigkeit nationaler soziokultureller Grundlagen aus soziologischer, ökonomischer, politischer, rechtlicher Perspektive untersucht. Die Forschungskooperation unter Beteiligung von Prof'in Dr. Annette Zimmer, Prof'in Dr. Doris Fuchs, Prof'in Dr. Gabriele Wilde und Dipl.Pol. Eva Katharina Sarter zielt auf den Aufbau eines interdisziplinären Graduiertenkollegs zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht im Zentrum für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS)
Overcoming Gender Inequality in Biomedical Sciences.
Während der Frauenanteil unter den Studierenden in biomedizinischen Fächern bedeutend ist, und auch unter den Promovierenden Frauen einen großen Anteil stellen, nimmt der Anteil weiblicher NachwuchswissenschaftlerInnen ab der Promotion stark ab. Ausgehend von dieser Beobachtung stellt sich die Frage, welche Bedingungen zu einem verstärkten Ausscheiden von Frauen ab der Promotion führen und wie Frauen in der Wissenschaft gehalten werden könnten. Sich diesen Fragen auf Grundlage bestehender Forschungsergebnisse der Hochschulforschung anzunähern war Zielsetzung der Studie Overcoming Gender Inequality in Biomedical Sciences. Hierzu wurden in einer empirischen Studie in verschiedenen Instituten der Universität Münster Daten zu Arbeitsbedingungen, Karrierevorstellungen und aktuellen wie antizipierten Problemen einer wissenschaftlichen Karriere erfasst. Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse dienen in einem Folgeschritt dabei dazu, ein neues Konzept der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unter dem Gesichtspunkt der Förderung von Chancengleichheit zu entwickeln.
Projektkooperation (Prof. Sorokin) im Rahmen der Excellenzinitative „Cells in Motion" (mit Dipl.Pol. Eva Katharina Sarter).
Publikationen
Monographien
Das Geschlecht des Rechtsstaats. Herrschaft und Grundrechtspolitik in der deutschen Verfassungstradition. Campus-Verlag 2001.
Herausgeberschaften von Sammelbänden und Zeitschriften
Im Blick der Disziplinen. Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. Westfälisches Dampfboot, Münster 2013. (In Kooperation mit Stefanie Friedrich)
Falsche Sicherheiten. Geschlechterverhältnisse in autoritären Regimen. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2012, 21. Jg. (in Kooperation mit Silke Schneider).
Cherchez la Citoyenne! Bürger- und Zivilgesellschaft aus geschlechterpolitischer Perspektive. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 2/2007, 16. Jg. (in Kooperation mit Eva-Maria Hintergruber).
Verfassungspolitik – verfasste Politik. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2004, 13. Jg. (in Kooperation mit Sabine Berghahn). Feministische Perspektiven in der Politikwissenschaft. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 2/2001, 10. Jg.
Aufsätze in Sammelbänden und Handbüchern
Jenseits von Recht und neoliberaler Ordnung. Zur Integration von Geschlecht in die politikwissenschaftliche Europaforschung, in: Im Blick der Disziplinen. Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. Westfälisches Dampfboot, Münster 2013, S. 21-54.
Grundlagen und Perspektiven interdisziplinärer Geschlechterforschung. Einleitung, in: Im Blick der Disziplinen. Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. Westfälisches Dampfboot, Münster 2013, 7-20. (In Kooperation mit Stefanie Friedrich)
Die Europäisierung des deutschen demokratischen Rechtsstaats. Eine kritische Neuvermessung des Verhältnisses von Recht und Politik am Beispiel der EU-Geschlechterpolitik, in: Detlef Georgia Schulze/Sabine Berghahn/Frieder Otto Wolf (Hg.) 2010: Rechtsstaat statt Revolution, Verrechtlichung statt Demokratie? Transdisziplinäre Analysen zum deutschen und spanischen Weg in die Moderne, Bd.2 Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 651-673.
Gesellschaftsvertrag - Geschlechtervertrag, in: Gundula Ludwig / Birgit Sauer / Stefanie Wöhl (Hg.) 2009: Staat und Geschlecht. Grundlagen und aktuelle Herausforderungen feministischer Staatstheorie. Reihe „Staatsverständnisse“ hrsg. Von Rüdiger Voigt. Nomos-Verlag. Baden-Baden, S. 31-36.
Die Bedeutung der europäischen Grundrechtecharta für Frauen, in: Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW (Hg.) 2008: Frauen verändert Europa, Europa verändert Frauen. Handbuch, zusammengestellt von Ulrike Schultz. Düsseldorf.
Staatsbürgerschaft und Bürgerschaftspolitik in Europa aus feministischer Perspektive, in: Mackert, Jürgen/Müller, Hans-Peter (Hg.) 2007: Moderne (Staats)Bürgerschaft. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 373-394.
Zum Verhältnis von Recht und Politik in Theorien zum demokratischen Verfassungsstaat in Europa. Eine kritische Betrachtung aus Geschlechterperspektive, in: Becker, Michael/ Zimmerling, Ruth (Hg.) 2006: Recht und Politik. PVS-Sonderband 36. Wiesbaden: VS Verlag, 184-203.
Artikel in Fachzeitschriften
Totale Grenzen des Politischen: Die Zerstörung der Öffentlichkeit bei Hannah Arendt, in: Falsche Sicherheiten. Geschlechterverhältnisse in autoritären Regimen. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2012, 21. Jg., S.17-28.
Autokratie, Demokratie und Geschlecht: Geschlechterverhältnisse in autoritären Regimen. Einleitung, in: Falsche Sicherheiten. Geschlechterverhältnisse in autoritären Regimen. Themenschwerpunkt der femina politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2012, 21. Jg., S. 9-16 (in Kooperation mit Silke Schneider).
Europäische Gleichstellungsnormen: Neoliberale Politik oder postneoliberale Chance für demokratische Geschlechterverhältnisse? in: juridikum. Zeitschrift für Politik, Recht, Gesellschaft. Gemeinsame Ausgabe mit der Kritischen Justiz zum Thema: Postneoliberale Rechtsordnung? Suchprozesse in der Krise, Heft 4/2010, S. 449-464.
Cherchez la Citoyenne! Eine Einführung in die Diskussion um „Bürger- und Zivilgesellschaft“ aus geschlechterpolitischer Perspektive, in: Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 2/2007, 16. Jg., S. 9-17. (in Kooperation mit Eva-Maria Hintergruber).
Verfassungen und Geschlechterpolitik. Eine Einleitung zum Schwerpunktthema „Verfassungspolitik – verfasste Politik“, in: Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2004, 13. Jg., S. 9-24 (in Kooperation mit Sabine Berghahn).
Der EU-Konvent – eine Chance für demokratische Geschlechterverhältnisse in Europa? In: Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 1/2003, 12. Jg., S. 93-98.
Genderforschung im Zeichen politischer Transformation. Eine Einleitung zum Schwerpunktthema „Feministische Perspektiven in der Politikwissenschaft“, in: Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik – Wissenschaft, Heft 2/2001, 10. Jg., S. 9-13.
Graue Literatur
Am Ende des europäischen Verfassungsprozesses: Mehr Demokratie, Partizipation und Legitimation durch den Reformvertrag?, in: Tübinger Arbeitspapiere zur Integrationsforschung (TAIF) 5/2010. Hg. Von Gabriele Abels und Martin Hüttemann. Online: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-46785.
Eine vollständige Publikationsliste können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen (Stand Mai 2012).
Durchgeführte Tagungen und Workshops
Organisatorin des Panels Autoritarismus: „Reloaded“ oder hinfällig? Zur Retraditionalisierung von Geschlechterverhältnissen in autoritären Regimen (in Kooperation mit Silke Schneider) auf der Jahrestagung der Sektion Vergleichende Politikwissenschaft der DVPW am 31.3.2012 in Marburg.
Gründungskonferenz des Zentrums für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS) am 5.12.2012 am Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster.
Interdisziplinäres Genderkolleg – Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. Ringvorlesung an der Universität Münster im WS 2010/11 und SS 2011 (In Kooperation mit Stefanie Friedrich).
Workshop „Interdisziplinäre Vernetzung der Geschlechterforschung“ im Rahmen der Gründung eine Zentrums für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS) an der Universität in Münster am 7. Mai 2010.
Gender - Politik – Wissenschaft vom 11.-13. Mai 2001 an der Freien Universität Berlin.
Vorträge und Konferenzbeiträge (seit 2007)
Autoritarismusforschung aus Geschlechterperspektive. Vortrag im Rahmen des Panels Autoritarismus: „Reloaded“ oder hinfällig? Zur Retraditionalisierung von Geschlechterverhältnissen in autoritären Regimen auf der Jahrestagung der Sektion Vergleichende Politikwissenschaft der DVPW am 31.3.2012 in Marburg.
Gleichstellungspolitik im Querschnitt – Politik und Intersektionalität. Vortrag am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Workshop des Forschungsprojekts QUING „Gender Plus“. Gleichstellungspolitiken im intersektionellen Kontext am 31. Januar 2011.
Jenseits von Recht und Ordnung. zur Integration von Geschlecht in die politikwissenschaftliche Europaforschung. Antrittsvorlesung im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema: Geschlecht in der wissenschaftlichen Forschung am 27. Oktober 2010 an der Universität Münster.
Über das Böse als politische Kategorie bei Hannah Arendt. Vortrag im Philosophischen Café der Universität Wuppertal am 30. März 2009.
Europäische Geschlechterpolitik – Fluch oder Segen für demokratische Geschlechterverhältnisse? Vortrag am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Rahmen eines Anhörungsverfahrens zur Besetzung der W2-Professur für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterforschung am 20. Februar 2009.
Der Reformvertrag oder warum das Wunder einer konstitutionellen Neubegründung der Europäischen Union ausblieb. Vortrag an der Bergischen Universität in Wuppertal im Rahmen des Forschungskolloquiums „Verfassung europäischer Politik und Gesellschaft“ am 27.11.2007.
Alexis de Tocqueville: Demokratie und Bürgergesellschaft in der Europäischen Union. Vortrag am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität am 20. November 2007.
Was hat der EU-Verfassungsprozess gebracht: Mehr Demokratie, Partizipation und Legitimation? Vortrag im Rahmen eines Workshops „Der Verfassungsprozess zwischen Konventsmethode und klassischer Regierungskonferenz“ am 26. Oktober 2007 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Eine vollständige Liste der Vorträge und Konferenzbeiträge können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. (Stand April 2012)
Lehre
LEHRVERANSTALTUNGEN IM Sommersemester 2013
Klassische und moderne Demokratietheorie: Antike und klassische Konzepte der Demokratie von Aristoteles bis Karl Marx. Masterkurs Modul 4, LV1. (Universität Münster, SoSe 2013).
Aktuelle Herausforderungen, Konzepte und Praktiken demokratischen Regierens: Moderne Konzepte der Demokratie von Max Weber bis Iris Marion Young. Masterkurs Modul 4, LV2. (Universität Münster, SoSe 2013).
Das Konzept der Gouvernementalität in der Politikwissenschaft. Oberseminar. (Universität Münster, SoSe 2013).
Verfassung und Grundlagen politischer Gesellschaften in der EU. Forschungs- und Examenskolloquium. (Universität Münster, SoSe 2013).
Ringvorlesung: Zum Verhältnis von Frauen und Arbeit. Ringvorlesung/Bachelorseminar. (Universität Münster, SoSe 2013).
Weitere Informationen zum Scheinerwerb/Allgemeine Studien im Rahmen der Ringvorlesung:
Anmeldung zur Vorlesung: BA-Studierende und Studierende der Allgemeinen Studien melden sich über HISLSF zur Vorlesung an. Studierende der Allgemeinen Studien melden sich zusätzlich bei der studentischen Hilfskraft von Frau Prof.'in Dr. Gabriele Wilde an shkwilde@uni-muenster.de.
Anmeldung zur Prüfungsleistung: BA- Studierende und Studierende der Allgemeinen Studien melden sich über QISPOS zur Prüfungsleistung an.
Prüfungsleistung:
Studierende der Allgemeinen Studien: Regelmäßige Teilnahme und 2 Protokolle von 2 Sitzungen mit Bezug auf die Fragestellung der Vorlesung (3 LP).
BA-Studierende: Regelmäßige Teilnahme und eine Hausarbeit.
LEHRVERANSTALTUNGEN DER VERGANGENEN SEMESTER AN DER UNIVERSITÄT MÜNSTER
Theoretische Ansätze zur Zivil- und Bürgergesellschaft in der Politikwissenschaft. Masterkurs. (Universität Münster, WS 2012/13).
Das Konzept der Gouvernementalität in der Politikwissenschaft. Oberseminar. (Universität Münster, WS 2012/13).
Europäische Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Auswirkungen auf das Verhältnis von Frauen und Arbeit. Hauptseminar. (Universität Münster, WS 2012/13).
Geschlechterverhältnisse in Autokratien. Filmseminar. (Universität Münster, WS 2012/13).
Einführung in die Theorien der Europäischen Integration. Standardkurs. (Universität Münster, SS 2012).
Hauptseminar/Forschendes Lernen: Theorie der Politik: Das Konzept der totalen Herrschaft bei Hannah Arendt. (Universität Münster, SS 2012).
Theorie und Politik europäischer Geschlechterforschung (Masterkurs: Herausforderungen, Konzepte und Praktiken demokratischen Regierens). (Universität Münster, SS 2012).
Forschungs- und Examenskolloquium: Verfassung und Grundlagen politischer Gesellschaften in der EU. (Universität Münster, SS 2012).
Chantal Mouffe - Radikale Demokratietheorie. Lektürekurs. (Universität Münster, WS 2011/12).
Einführung in die politische Theorie: Die Bürger- und Zivilgesellschaft in ihrem Verhältnis zu Staat, Herrschaft und Wirtschaft. Grundkurs/Vorlesung. (Universität Münster, WS 2011/12).
Forschungs- und Examenskolloquium: Verfassung und Grundlagen politischer Gesellschaften in der EU. Forschungs- und Examenskolloquium. (Universität Münster, WS 2011/12).
European Gouvernance: Grundlagen und Herausforderungen für demokratische Geschlechterverhältnisse. Hauptseminar. (Universität Münster, WS 2011/12).
Verfassung und Grundlagen politischer Gesellschaften in der Europäischen Union. Examens- und Forschungskolloquium. (Universität Münster, SS 2011).
Feministische Demokratietheorie. Lektürekurs. (Universität Münster, SS 2011).
Politik – Gewalt – Geschlechterverhältnisse im Spiegel des Films. Hauptseminar. (Universität Münster, SS 2011).
Foucault: Die Theorie der Gouvernementalität. Masterkurs (Universität Münster, SS 2011).
Ringvorlesung: Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse.
(Universität Münster, SS 2011).
Ringvorlesung: Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in der wissenschaftlichen Analyse. (Universität Münster, WS 2010/2011).
Feministische Demokratietheorie. Hauptseminar. (Universität Münster, SS 2011).
Die Theorie der Gouvernementalität als Konzept der Analyse europäischer Politik. Hauptseminar (Universität Münster, SS 2011).
Politik – Gewalt - Geschlechterverhältnisse im Spiegel des Europäischen Films. Hauptseminar (Universität Münster, SS 2011 mit Stefanie Friedrich M.phil).
Einführung in die Politische Theorie. Grundkursvorlesung mit Tutorium (Universität Münster, WS 2010/11)
Hannah Arendt - Über das Böse als politische Kategorie. Lektürekurs/Hauptseminar/Vertiefungskurs für BA und alte Studiengänge im Bereich Politische Theorie. (Universität Münster, WS 2010/11).
Europäische Zivilgesellschaft Masterkurs im Rahmen des Moduls: Steuerung, Einbettung und Funktionen zivilgesellschaftlicher Organisationen in ausgewählten Politikbereichen, Regionen und Arenen der Europäischen Union. (Universität Münster, WS 2010/11).
Forschungs- und Examenskolloquium: Politische Grundlagen europäischer Gesellschaften. (Universität Münster, Fortlaufend seit WS 2009/10).
Klassische und moderne Demokratietheorien. Masterkurs. (Universität Münster, SS 2010).
Neoliberalismus als hegemonialer Diskurs. Hauptseminar/Lektürekurs BA und alte Studiengänge des Bereichs Politische Theorie) (Universität Münster, SS 2010).
Der Vertrag von Lissabon: Grundlagen und Herausforderungen für demokratisches Regieren in der EU. Standardkurs (Universität Münster, SS 2010).
Politikwissenschaft und Geschlecht. Hauptseminar für BA und alte Studiengänge der Bereiche: Pol. Theorie, vergleichende Politikwissenschaft, Internationale Politik. (Universität Münster, SS 2010).
Regieren in einer komplexen und entgrenzten Welt: Problemstellungen und Theorien in Regierungs- und politisch-soziologischer Perspektive. Masterkurs (Universität Münster WS 2009/10).
Europäische Institutionen. (Universität Münster WS 2009/10).
Klassiker des politischen Denkens: Alexis de Tocqueville. Lektürekurs (Universität Münster WS 2009/10).
Feministische Ansätze zum Verhältnis von Recht und Politik. Standardkurs. (Universität Münster WS 2009/10).
CV
WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG
| seit 10/2012 | Stellv. Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. |
| seit 1.11.2011 | Gründerin und Sprecherin des interdisziplinären Zentrums für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. |
| 10/2010 - 9/2012 | Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. |
| seit 1.3.2010 | Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Geschlechterforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. |
| 10/2009 – 2/2010 | Vertretungsprofessorin für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster |
| 4/2008 – 9/2009 | Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Politikwissenschaft am Fachbereich A Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal. |
| 1/2003 – 2/2008 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Politikwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. |
| 6/2002 – 6/2003 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal im DFG-Projekt "Verfassungspolitik der EU". |
| 7/2001 – 5/2002 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität - Gesamthochschule Essen im DFG-Projekt "Verfassungspolitik der EU". |
| 12/2000 | Promotion an der Universität- Gesamthochschule Essen |
| 6/1997 – 9/1999 | Stipendiatin im Förderprogramm Frauenforschung der Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen in Berlin. |
| seit 1997 | Gründerin und Herausgeberin der Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft. |
| 1996 | Dozentin im Weiterbildungsstudiengang LER für brandenburgische Lehrerinnen und Lehrer des Wbl. E.V. Potsdam für den Bereich Politische Soziologie. |
| 1990 – 1997 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Fachbereich Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin sowie an der Humboldt-Universität Berlin (2000) und an den Universitäten in Leipzig (WS 1996) und Bremen (SS 1991). |
| 1989 – 1991 | Studium Kommunikationswissenschaft und Journalistik im Diplomaufbaustudiengang an der Universität Hohenheim und im Aufbaustudiengang im Fachbereich Publizistik der Freien Universität Berlin |
| 1980 – 1988 | Studium Politikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Tübingen. Abschluss mit dem Magister Artium in den Fächern Politikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur |
Stipendien und Auszeichnungen
- 03/00: Verleihung des Margherita von Brentano – Preises. Preisträgerin für die Herausgabe und Redaktion der Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft.
- 6/1997 – 9/1999: Stipendiatin im Förderprogramm Frauenforschung der Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen in Berlin.
Netzwerkmitgliedschaften
PROFESIONNELLE MITGLIEDSCHAFTEN
- Mitglied des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW
- Sprecherin und Gründerin des interdisziplinären Zentrums für Europäische Geschlechterstudien (ZEUGS)
- Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Münster
- Vorstandsmitglied der Graduate School of Politics (GraSP) an der Universität Münster.
- Mitglied des Netzwerkes für politisch und politikwissenschaftlich arbeitende Frauen
- Mitglied in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)
- Mitglied im Arbeitskreis "Politik und Geschlecht" der DVPW
- Mitglied im Arbeitskreis "Geschichte der Politikwissenschaft" der DVPW
- Mitglied im Arbeitskreis "Integrationsforschung" der DVPW
- Mitglied in der Sektion "Politische Theorie" der DVPW
- Mitglied der Ad-hoc-Gruppe "Verfassung und Politik" der DVPW
- Mitglied der Redaktion, Mitbegründerin und Herausgeberin der Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft.
GUTACHTERINNENTÄTIGKEITEN
- Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft
- Zeitschrift für Politische Theorie
- Femina Politica
- DVPW
Sprechstunde
Die Sprechstunde von Frau Prof. Wilde findet während des Semesters jeweils am Mittwoch von 14:00 bis 15:00 Uhr in Raum 305 statt.
Um eine Voranmeldung per Mail an shkwilde@uni-muenster.de oder eine Eintragung in die Listen vor Frau Prof. Dr. Wildes Büro wird gebeten.
Bei allgemeinen Fragen zur Teilnahme an den Veranstaltungen, Organisation und Verlauf sowie Nutzung des BSCW-Servers etc. wenden Sie sich bitte an shkwilde@uni-muenster.de.
Mitarbeiterinnen
WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITERINNEN
STUDENTISCHE HILFSKRAFT
Julia Hoppe

