Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer


Prof. Dr. em. Hans-Ulrich Thamer

Lebenslauf
Forschungsschwerpunkte
Forschungsprojekte
Publikationen

 
 
 

 
 
 

Lebenslauf:

1943 Geboren
1971 Studium in Marburg und Berlin Promotion Marburg
1980 Habilitation Erlangen
Seit 1983 C 4-Professor für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Münster
1984/85 Dekan des Fachbereichs Geschichte
1998-2003 Prorektor für Lehre und studentische Angelegenheiten
DFG-Fachgutachter für Geschichte

Forschungsschwerpunkte:

  • Nationalsozialismus und europäischer Faschismus
  • Ideen- und Sozialgeschichte Frankreichs im 18. und 19. Jahrhundert
  • Kulturgeschichte von Sammlungen, Ausstellungen und Museen

Forschungsprojekte:

SFB 496, Projekt C5: Macht und Ritual im Zeitalter der Französischen Revolution Der Mann der Kultur: Kunstförderung als Instrument napoleonischer Herrschaftsrepräsentation

Seit der Herrschaft des Konvents spielten in der Französischen Revolution die schönen Künste eine wachsende Rolle bei der Visualisierung der politischen Normen der Revolution und damit bei der Repräsentation von Deutungs- und Machtansprüchen. Dem Aufruf der Jakobiner „Aux armes et aux arts“ folgten Maler und Bildhauer, die auch in der Phase von Consulat und Empire sich maßgeblich an der Inszenierung und Repräsentation der charismatischen Herrschaft des siegreichen Generals Napoleon Bonaparte beteiligten. Für Napoleon selbst wurden die Erfahrungen des Italienfeldzuges 1796/7 zur Geburtsstunde seiner neuen Rolle als Mann der Kultur. Der militärische Held eignete sich durch Porträts, Medaillen und Statuen ein sichtbares und reproduzierbares Bild als Freund und Förderer der Künste an. Er versuchte zugleich, unterstützt von Experten und Regisseuren der Macht, durch aufwendige Inszenierungen bei der Überführung von erbeuteten Kunstschätzen, der Eröffnung von Salons und Ausstellungen, der Planung und Stiftung von urbanistischen Neuerungen und Denkmälern, im gelehrten Gespräch der Akademie, sich als Förderer von Luxusgewerbe und Industrie und als Freund der Künste und der Wissenschaft vom Odium des Usurpators zu befreien und seine Herrschaft auch auf diese Weise zu stabilisieren. Der Gründungs- und Versöhnungsmythos, den Napoleon für sich beanspruchte, verlangte, daß er im Zentrum aller Wertevermittlung und aller symbolischer Handlungen stand. Gleichzeitig gehörte dazu der (scheinbare) Verzicht auf eine unmittelbare politische Instrumentalisierung der Kunst, wie sie ganz unvermittelt von den republikanischen Institutionen betrieben wurde. Statt dessen schlüpfte der Kaiser in die traditionelle Rolle der Monarchie und gab den Raum, den in der Revolution die Politik besetzt hatte, frei für die Kunstgeschichte und die Ordnungskraft ihrer Experten, die die historischen Objekte der schönen Künste als Zeugnisse einer universalen Kultur und die Gegenwartskunst als Beleg für die ästhetische Meinungsführerschaft des Kaisers präsentierten.

Projektleiter und Bearbeiter

Weitere Informationen unter Projekte sowie auf den Internetseiten des SFB 496Teilprojekt C 5.

Universitätsgeschichte: Die Westfälische Wilhelms-Universität im Nationalsozialismus

Die Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte des Dritten Reichs hat in den letzten Jahren auf der Grundlage von lokalen Untersuchungen eine deutliche Intensivierung und methodisch-analytische Differenzierung erfahren. Neben der Personen- und Institutionengeschichte wurden vor allem die wissenschaftlich- methodologischen Entwicklungen einzelner Fächer vor und nach 1933 sowie die strukturellen Bedingungen und Veränderungen von Forschung und Lehre innerhalb und außerhalb der Universitäten untersucht, um die unterschiedlichen Verhaltensformen von Hochschullehren gegenüber dem NS-Regime, aber auch die Affinitäten einzelner wissenschaftlicher Positionen zu nationalsozialistischen Ideologemen bzw. ihre Anpassungsfähigkeit und Instrumentalisierung für Zwecke der Weltanschauungspolitik des Regimes zu beschreiben bzw. zu bewerten. Dabei stellt sich heraus, dass es für eine modernen wissenschaftsgeschichtlichen Methoden genügende Geschichte der Universität Münster im Dritten Reich und im Übergang zur Nachkriegszeit noch erhebliche Defizite gibt.

Projektleiter: Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer
Bearbeiter: Kathrin Baaß, Daniel Droste, Sebastian Felz

Weitere Informationen unter Projekte sowie hier.

Ausstellung "Hitler und die Deutschen"

Ausstellung auf der Seite des DHM
Beschreibung auf der Seite des Exzellenzclusters

Pressespiegel:

Publikationen:

Monographien:

  • Verführung und Gewalt. Deutschland 1933-1945. (Die Deutschen und ihre Nation, Bd. 5), Berlin 1986, Taschenbuchausgabe Berlin 1998.
  • Der Nationalsozialismus, Stuttgart 2002.
  • Die Französische Revolution, München 2004.
  • Napoléon. La construction symbolique de la legitimité (Conférences  annuelles  de  l’Institut Historique  Allemand, B.12), Ostfildern 2006.
  • Die Völkerschlacht bei Leipzig. Europas Kampf gegen Napoleon, München 2013.
  • Der Erste Weltkrieg. Europa zwischen Euphorie und Elend, Augsburg 2013.

Herausgeberschaften:

  • (zusammen mit R. Schlögl): Zwischen Loyalität und Resistenz. Soziale Konflikte und politische Repression während der NS-Herrschaft in Westfalen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XXIIA) Münster 1996.
  • Bürgertum und Kunst in der Neuzeit (Veröffentlichungen des Instituts für vergleichende Städtegeschichte A 57), Köln 2002.
  • (zusammen mit Th. Großbölting): Die Errichtung der Diktatur. Transformationsprozesse in der Sowjetischen Besatzungszone und in der frühen DDR, Münster 2003.
  • Symbolische Politik und  politische Zeichensysteme im Zeitalter der Französischen Revolutionen(1789-1848). Hrsg. von Rolf Reichardt, Rüdiger Schmidt und Hans-Ulrich Thamer (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesystem. Schriftenreihe des SFB 496, Bd.3) Münster 2005.
  • Hegelianismus und Saint-Simonismus. Hrsg. von Hans-Christoph Schmidt am Busch/ Ludwig Siep/ Hans-Ulrich Thamer/ Norbert Waszek, Paderborn 2007.
  • Die Konstruktion von Tradition. Inszenierung und Propaganda der napoleonischen Herrschaft 1799-1815. Hrsg. von Rüdiger Schmidt und Hans-Ulrich Thamer. (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des SFB 496, Bd.37) Münster 2010.
  • Globalisierung 1880 bis heute. Hrsg. von Hans-Ulrich Thamer. (WBG-Weltgeschichte. Eine globale Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert, Bd.VI.) Darmstadt 2010.
  • Entstehung der Moderne 1700 bis 1914. Hrsg. von  Walter Demel und Hans-Ulrich Thamer. (WBG-Weltgeschichte. Eine globale Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert, Bd. V), Darmstadt 2010.
  • Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen. Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin 2010/2011. Im Auftrag der Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin. Hrsg. von Hans-Ulrich Thamer und Simone Erpel, Dresden 2010.
  • Die zweite Gründung der Bundesrepublik. Generationswechsel und intellektuelle Wortergreifungen  1955-1975. Hrsg. von Franz-Werner Kersting, Jürgen Reulecke und Hans-Ulrich Thamer, Stuttgart 2010.
  • Die Universität Münster im Nationalsozialismus. Kontinuitäten und Brüche zwischen 1920 und 1960. Hrsg. von  Hans-Ulrich Thamer, Daniel Droste und Sabine Happ. (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster, Bd. 5), Münster 2012.
  • Arbeit, Leistung und Ernährung. Vom Kaiser-Wilhelm-Institut für Arbeitsphysiologie in Berlin bis zum Max-Planck-Institut für molekulare Physiologe und Leibniz Institut für Arbeitsforschung in Dortmund. Hrsg. von Theo Plesser und Hans-Ulrich Thamer. (Pallas Athene. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte, Bd. 44), Stuttgart 2012.

Aufsätze und Buchbeiträge:

  • Faszination und Manipulation. Die Nürnberger Reichsparteitage der NSDAP, in: U. Schultz (Hg.), Das Fest. Eine Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart, München 1988, S. 352-368.
  • Kultur und Propaganda. Zur Funktion kultur- und kunsthistorischer Ausstellungen in der NS-Zeit, in: F. J. Jakobi (Hg.), Kulturpolitik in Münster in der nationalsozialistischen Zeit, Münster 1990, S. 17-35.
  • Von der „Ästhetisierung der Politik“. Die Nürnberger Reichsparteitage der NSDAP, in: B. Ogan / W. Weiß (Hg.), Faszination und Gewalt. Zur politischen Ästhetik des Nationalsozialismus, Nürnberg 1992, S. 95-105.
  • Nationalsozialismus und Denkmalskult, in: Historische Denkmäler. Vergangenheit im Dienste der Gegenwart? Bergisch- Gladbach 1994, S. 9-36.
  • Faszination und Gewalt. Zur Herrschaftstechnik der Nationalsozialisierung, in: K. Wolbert (Hrsg.), Kunst und Faschismus. Politik und Ästhetik im Nationalsozialismus und im italienischen Faschismus, Darmstadt 1995, S. 21-237.
  • Revolution, Krieg, Terreur. Zur politischen Kultur und Ikonographie der Französischen Revolution, in: H. Keller / N. Staubach (Hg.), Iconologia Sacra. Mythos, Bildkunst und Dichtung in der Religions- und Sozialgeschichte Alteuropas. Festschrift für Karl Hauck zum 75. Geburtstag, Berlin 1995.
  • La sémantique sociale du „bonheur“: de la réflexion des Lumières à l’agitation politique. In: Transactions of the Ninth International Congress of the Enlightenment. (= Studies on Voltaire and the Eighteenth Century, Bd. 346) Oxford 1996. S. 1620-1623.
  • Die NS-Vergangenheit im politischen Diskurs der 68er Bewegung, in: Westfälische Forschungen 48 (1998), S. 39-54.
  • Geschichte und Propaganda. Kulturhistorische Ausstellungen in der NS-Zeit, in: Geschichte und Gesellschaft 24 (1998), S. 345-381.
  • Soziale Semantik von Bonheur. Von der aufklärerischen Reflexion zur politischen Agitation, in: R. Reichardt (Hrsg.), Aufklärung und Historische Semantik. Interdisziplinäre Beiträge zur westeuropäischen Kulturgeschichte, Berlin 1998 (= Zeitschrift für Historische Forschung, Beiheft 21), S. 171-188.
  • Volksgemeinschaft: Mensch und Masse, in: R. van Dülmen (Hrsg.), Erfindung des Menschen. Schöpfungsträume und Körperbilder 1500-2000, Wien 1998, S. 367-388.
  • „Freiheit oder Tod“. Zur Heroisierung und Ästhetisierung von Krieg und Gewalt in der Ikonographie der Französischen Revolution, in: J. Kunisch / H. Münkler (Hrsg.), Die Wiedergeburt des Krieges aus dem Geist der Revolution. Studien zum bellizistischen Diskurs des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts, Berlin 1999, S. 75-91.
  • Napoleon – der Retter der revolutionären Nation, in: Wilfried Nippel (Hrsg.), Virtuosen der Macht. Herrschaft und Charisma von Perikles bis Mao, München 2000, S. 121-136.
  • Politische Rituale und politische Kultur im Europa des 20. Jahrhunderts, in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 1 (2000), S. 79-98.
  • Gleichschaltung und nationaler Aufbruch. Die nationalsozialistische Machtdurchsetzung in der lokalen symbolischen Kommunikation, in: K. Andermann / W. Ehbrecht (Hgg.), Der weite Blick des Historikers. Einsichten in Kultur-, Landes- und Stadtgeschichte. Peter Johanek zum 65. Geburtstag, Köln 2002, S. 777-788.
  • Zeitenwende 1800. Der Beginn der Moderne, in: G. Weiß / G. Dethlefs (Hgg.), Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians. Westfalens Aufbruch in die Moderne, Münster 2002, S. 124-145.
  • Jugendmythos und Gemeinschaftskult. Bündische Leitbilder und Rituale in der Jugendbewegung der Weimarer Republik, in: E. Conze / U. Schlie / H. Seubert (Hrsg.), Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik. Festschrift für Michael Stürmer zum 65. Geburtstag, Baden-Baden 2003, S. 268-286.
  • Sozialismus als Gegenmodell. Theoretische Radikalisierung und Ritualisierung einer Oppositionsbewegung, in: M. Freese / J. Paulus / K. Teppe (Hrsg.)., Demokratisierung und gesellschaftlicher Aufbruch. Die sechziger Jahre als Wendezeit der Bundesrepublik. (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd.44) Paderborn 2003, S. 741-758.
  • Die Wiederkehr des Gleichen oder das Verblassen der Tradition, in: G. Althoff (Hg.), Zeichen – Rituale – Werte. Internationales Kolloquium des Sonderforschungsbereichs 496 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des SFB 496 3) Münster 2004, S. 573-588.
  • Sozialstaat und Gesellschaftsvertrag. Historische Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte, in: Karl Gabriel / Hermann-Josef Große Kracht (Hg)., Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag ?, Wiesbaden 2005, S. 35-52.
  • Die Aneignung der Tradition. Destruktion und Konstruktion im Umgang der Französischen Revolution mit Monumenten des Ancien Régime. In: R. Reichardt/ R.Schmidt/ H.U. Thamer (Hrsg.): Symbolische Politik und politische Zeichensysteme im Zeitalter der Französischen Revolutionen 1789-1848, Münster 2005, S. 101-112.
  • Symbolische Praxis und die Kulturgeschichte des Politischen. Frankreich im Revolutionszeitalter (zusammen mit R. Reichardt, R. Schmidt). In: R. Reichardt/ R.Schmidt/ H.U. Thamer (Hrsg.): Symbolische Politik und politische Zeichensysteme im Zeitalter der Französischen Revolutionen 1789-1848, Münster 2005, S. 7-16.
  • Der Umgang der Deutschen mit der NS-Vergangenheit. In: Verfreundete Nachbarn. Deutschland-Österreich. Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Bonn 19.Mai bis 23. Oktober 2005, Bielefeld 2005, S. 200-210.
  • Der öffentliche Umgang mit der Vergangenheit im deutschen und italienischen Nationalstaat. In: C. Dipper (Hrsg.): Deutschland  und Italien 1860 – 1960. Politische und kulturelle Aspekte im Vergleich, München 2005, S. 227-242.
  • „Es wird alles ganz verwandelt sein.“ Die deutsche Gesellschaft und der Krieg. (Das Deutsche Reich und Zweite Weltkrieg, Bd. 9, Halbband 2: Ausbeutung, Ausgrenzungen, Deutungen Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, München 2005, S. 977-992.
  • Tradition und Erbe. Die Wiederbegründung bündischer Jugendkulturen nach 1945. In: Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung, N.F. Bd.1 (2005), S. 5-20.
  • Die westdeutsche Erinnerung an die NS-Diktatur in der Nachkriegszeit. In: Peter  März (Hrsg.) Woran erinnern? Der Kommunismus in der deutschen  Erinnerungskultur, München 2006, S. 51-70.
  • Machtergreifung 1933. Die Begründung des „Dritten Reiches“. In: Alexander Gallus (Hrsg.): Deutsche Zäsuren. Systemwechsel seit 1806, Köln 2006, S. 167-205.
  • Das Heilige Römische Reich als politisches Argument im 19. und 20. Jahrhundert. In: Heinz Schilling (Hrsg.) Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806. Bd. 4: Altes Reich und neue Staaten. (29.Ausstelllung des Europarates im Deutschen Historischen Museum Berlin, 28. August bis 10. Dezember 2006) Dresden 2006, S. 382-395.
  • Der Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur vor und nach 1989. In: Jens Birkmeyer (Hrsg.): Erinnern des Holocaust? Eine neue Generation sucht Antworten, Bielefeld 2006, S. 81-93.
  • Krieg im Museum. Militär und Gewalt in Ausstellungen und Museen. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik (2006), S. 87-105.
  • Von Nürnberg nach Berlin. Repräsentation und Funktion deutscher Hauptstädte in der Erinnerungskultur des 19. und 20. Jahrhunderts. In: Andreas Sohn (Hrsg.): Memoria. Kultur- Stadt-Museum, Bochum 2006, S. 219-234.
  • Vom Wehrmachtsmythos zur Wehrmachtsausstellung. In: H. Schmid (Hrsg.): Erinnerung: Geschichte und kollektive Identität, Würzburg 2007, S. 123-131.
  • Sonderfall Zeitgeschichte? Die Geschichte des 20.Jahrhunderts in historischen Ausstellungen und Museen. In: Zeithistorische Forschungen 4 (2007), S. 167-176.
  • Repräsentation von Gewalt in Deutschland und in Italien in den 1920er und 1930er Jahren. Zur Ästhetisierung von Politik. In: Kunst und Propaganda, Dresden 2007, S. 28-31.
  • Nationalsozialismus und katholische Kirche in Westfalen. In: H. Wolf (Hrsg.): Clemens August von Galen: Ein Kirchenfürst im Nationalsozialismus, Darmstadt 2007, S. 107-121.
  • Symbole, Handlungs- und Kommunikationsformen der Saint-Simonisten. In: H.C. Schmidt am Busch/ L. Siep / H.U. Thamer/ N. Waszek(Hrsg.): Hegelianismus und Saint-Simonismus, Paderborn 2007, S. 53-76.
  • Laboratorium der Zeitgeschichte. Die „Wehrmachtsausstellungen“ und ihre Kataloge. Beiträge zur Geschichtskultur. In: Jörg Danyel (Hrsg.): 50 Klassiker der Zeitgeschichte, Göttingen 2007.
  • Buonaparte- Bonaparte- Napoleon. Vom Parteigänger der Revolution zum Kaiser. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon, Köln 2007, S. 1-16.
  • Entre unanimité et conflit. La politisation des banquets public, 1789-1799.In: Natalie Scholz / Christina  Schröer (Hrsg.): Représentation et pouvoir. La politique symbolique en France 1789-1830, Rennes 2007, S. 93-100.
  • Rituale in der Moderne. In: Barbara  Stollberg-Rilinger (Hrsg.) Spektakel der Macht, Darmstadt 2008, S. 63-67.
  • Macht und Repräsentation napoleonischer Herrschaft. Die symbolische Konstruktion von Legitimität im napoleonischen Empire. In:  Andreas Hedwig (Hrsg.): Napoleon und das Königreich Westphalen, Marburg 2008, S. 39-52.
  • Münster, 10. Mai 1933 auf dem Hindenburgplatz. In: Julius H.. Schoeps /Uwe Tress (Hrsg.): Bücherverbrennungen in Deutschland in Deutschland 1933, Hildesheim 2008, S. 659-664.
  • Der Umgang mit dem Nationalsozialismus und die politische Kultur in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit. In: Politisches Denken (2009), S. 81-100.
  • Das Meißner-Fest der Freideutschen Jugend 1913 als Erinnerungsort der deutschen Jugendbewegung. In: Historische Jugendforschung. Jahrbuch des Archivs der deutschen  Jugendbewegung N.F. 5 (2008), S. 169-190.
  • Herrschaft und Widerstand: Das napoleonische Europa 1806-1812. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Für die Freiheit, gegen Napoleon. Ferdinand von Schill, Preußen und die deutsche Nation, Köln 2009, S. 1-6.
  • Napoleon- ein Medienkaiser. Zur Repräsentation charismatischer Herrschaft. In: Christine Vogel/ Herbert Schneider/ Horst Carl (Hrsg.): Medienereignisse im 18. und 19. Jahrhundert, München 2009, S. 93-112.
  • Autonomie und Gemeinschaft. Wertmuster und  Lebensformen der deutschen Jugendbewegung vom Wandervogel bis zur Bündischen Jugend. In: Recherches Germaniques. Université de Strasbourg. Revue annuelle. Hors série n.6 (2009), S. 71-82.
  • Aufbrüche und Umbrüche: Die zweite Gründung der Bundesrepublik 1955-1975. Eine Einführung  der Herausgeber. In: F.W. Kersting / J. Reulecke/ H.U. Thamer (Hrsg.): Die zweite Gründung der Bundesrepublik. Generationswechsel und intellektuelle Wortergreifungen 1955 – 1975, Stuttgart 2010, S. 7-18.
  • Das Musée Napoléon. Zur Repräsentation von Macht und Kunst. In: R. Schmidt / H.U. Thamer (Hrsg.): Die Konstruktion von Tradition. Inszenierung und Propaganda napoleonischer Herrschaft 1799-1815. (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des SFB 496) Münster 2010.
  • Bilder und Inszenierungen politisch-religiöser Feste in der Französischen Revolution. In: Barbara Stollberg-Rilinger /  Thomas Weißbirch (Hrsg.): Die Bildlichkeit symbolischer Akte. (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme. Schriftenreihe des SFB 496, Bd.28), Münster 2010, S. 375-388.
  • Die Inszenierung von Macht. Hitlers Herrschaft und ihre Präsentation im Museum. In: H.U. Thamer / S. Erpel (Hrsg.): Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen, Dresden 2010, S. 17-23.
  • Politische Ordnungssysteme und soziale Bewegungen. In: H. U. Thamer (Hrsg.): Globalisierung 1880 bis heute. Bd. VI: WBG-Weltgeschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert, Darmstadt 2010, S. 11-130.
  • 18. März 1848: Revolution in Berlin. In: Etienne Francois / Uwe Puschner (Hrsg.): Erinnerungstage. Wendepunkte der Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart, München 2010, S. 187-200.
  • Der tote Hitler. Das Ende des Diktators und die Wandlungen eines Mythos. In: Thomas  Großbölting / Rüdiger Schmidt (Hrsg.): Der Tod des Diktators. Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert, Göttingen 2011, S. 80ff.
  • Das Mittelalter in historischen Ausstellungen der Bundesrepublik Deutschland. In: Andreas Sohn /Hrsg.): Wege der Erinnerung im und das Mittelalter. Festschrift für Joachim Wolllasch zum 80. Geburtstag, Bochum 2011, S. 195-206.
  • Straßennamen in der öffentlichen Diskussion: Der Fall Hindenburg. In: Matthias Freese (Hrsg.): Fragwürdige Ehrungen ! ? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, Münster 2012, S. 251-260.
  • Das „zweite Museumszeitalter“. Zur Geschichte der Museen seit den 1970er Jahren. In: Museum zwischen Qualität und Relevanz. Denkschrift zur Lage der Museen. Hrsg. von Bernhard Graf und Volker Rodekamp  für das Institut für Museumskunde, Berlin 2012, S. 33-42.
  • Eine Ausstellung und ihre Folgen. Impulse der „Wehrmachtssaustellung“ für die Forschung. In: Ulrich Bielefeld/ Heinz Bude/ Bernd Greiner (Hrsg.): Gesellschaft- Gewalt-Vertrauen. Jan Philipp Reemtsma zum 60. Geburtstag, Hamburg 2012, S. 489-502.
  • Die Universität Münster über sich selbst. Feierkultur und Selbstdarstellung im 20. Jahrhundert. In: H.U. Thamer /D. Droste / S. Happ (Hrsg.): Die Universität Münster im Nationalsozialismus. Kontinuitäten und Brüche zwischen 1920 und 1960. (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs, Bd. 5) Münster 2012, S. 11-26.
  • Zwischen Selbstbehauptung und Selbstgleichschaltung. Universitäten im Nationalsozialismus. Eine Einführung. In: H.U. Thamer / D. Droste / S. Happ (Hrsg.): Die Universität Münster im Nationalsozialismus. Kontinuitäten und Brüche zwischen 1920 und 1960.(Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster) Münster 2012, S. 11-26.
  • Die Kulturgeschichte der Gewalt im Museum. Ein Konzept und seine Realisierung im Militärhistorischen Museum in Dresden. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 11/12 (2012), S. 658-668.
  • Les images de Napoléon. In: Napoléon et l’Empire. Catalogue édité sous la direction de Émilie Robbe et Francois Lagrange, Paris Musée de l’Armée, Paris 2013, S. 86-90.