Das Archäologische Museum ist am Freitag (13. März) im Rahmen des "Langen Freitags" bis 24 Uhr geöffnet.

Umzug der Abgusssammlung ist abgeschlossen

Erstmals können die Figuren der Giebel des Zeustempels von Olympia (hier der Westgiebel) in voller Länge nebeneinander ausgestellt werden.
Erstmals können die Figuren der Giebel des Zeustempels von Olympia (hier der Westgiebel) in voller Länge nebeneinander ausgestellt werden.
© Archäologisches Museum/Torben Schreiber

Die Abgusssammlung des Archäologischen Museums ist in ihrem neuen Zuhause in Mecklenbeck angekommen. Notwendig wurde der Umzug, weil die alte Halle am Nienkamp baufällig wurde. Erstmals können in der neuen Halle die insgesamt 28 Figuren, die einst die Giebel des Zeustempels von Olympia schmückten, in voller Länge (knapp 20 Meter) nebeneinander aufgestellt werden. Im Museum selbst ist kein Platz dafür, auch die bisherigen Lagerstellen - unter anderem im ehemaligen Fahrradkeller des Fürstenberghauses - waren dafür zu klein.

Insgesamt sind in der Halle rund 450 Abgüsse antiker Skulpturen zu sehen. Ergänzt werden die Skulpturen durch eine Modellsammlung mit rund 25 Exponaten, darunter auch ein Modell des gesamten Heiligtums von Olympia. Die Abgusssammlung dient der Forschung und dem Studium. Hier werden regelmäßig Lehrveranstaltungen für Studierende durchgeführt. Geplant ist, die Sammlung auch für die breitere Öffentlichkeit zu ausgewählten Terminen zu öffnen.

| Thema des Monats März
Thema des Monats März

Der Ende der Republik

Führung zu römischer Porträtkunst
Blick in den Ausstellungsbereich zur römischen Kulturgeschichte
Blick in den Ausstellungsbereich zur römischen Kulturgeschichte
© Archäologisches Museum/Yannick Oberhaus

Das Jahr 31 vor Christus gilt als ein Jahr des Umschwungs. Die zahlreichen Bürgerkriege, welche die Bevölkerung der römischen Republik bereits seit Jahrzehnten erleiden mussten, fanden unter der Herrschaft von Gaius Octavius, Caesars Adoptivsohn, offiziell ein Ende. Octavius, der bald den Ehrennamen Augustus erhielt, wurde zum ersten Kaiser Roms und übernahm die Alleinherrschaft über das gesamte Römische Reich. Dieser Wandel führte zu einem Ende der bisherigen elitären und populären Autorität und somit der Ära der Römischen Republik. 

Auch die Bildniskunst zu der Zeit des Augustus weist einen starken Bruch mit den Traditionen und Normen der Republik auf. Anhand der Gipsabgüsse von Porträtbüsten und -statuen im Untergeschoss des Archäologischen Museums zeichnet Nick Winkelmann beim "Thema des Monats" März die Geschichte der untergehenden Republik nach und erläutert, wie Kaiser Augustus in seinen Bildnissen als Kaiser dargestellt wurde. Die Sonntagsführungen finden am 8. und 15. März jeweils um 14.15 Uhr im Archäologischen Museum, Domplatz 20-22, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Verlängerung aufgrund des großen Erfolgs

Aufgrund des großen Interesses ist die Ausstellung "Sizilien – Insel der Arethusa" im Archäologischen Museum Münster bis Freitag, 27. März, verlängert worden.
Aufgrund des großen Interesses ist die Ausstellung "Sizilien – Insel der Arethusa" im Archäologischen Museum Münster bis Freitag, 27. März, verlängert worden.
© Archäologisches Museum/Yannik Oberhaus

Wegen des großen und langanhaltenden Erfolgs verlängert das Archäologische Museum die Sonderausstellung "Sizilien – Insel der Arethusa" um einen Monat bis zum 27. März 2026. In den vergangenen vier Monaten haben rund 5.300 Menschen die Ausstellung besucht, die den reichen Bestand sizilischer Münzen im Besitz des Museums zeigt. Das multimediale Ausstellungskonzept, das nicht nur Münzen, sondern auch Abgüsse und Originale von Bildhauerei, Architektur und Literatur und eine interaktive Karte einbindet, und die Verzahnung mit anderen Kunst- und Kulturformen verdeutlicht, hat im vergangenen Jahr zu einem neuen Besucherrekord beigetragen. Insgesamt besuchten 2025 fast 18.000 Menschen das Museum im Herzen der Altstadt.