Verlängerung aufgrund des großen Erfolgs

Wegen des großen und langanhaltenden Erfolgs verlängert das Archäologische Museum die Sonderausstellung "Sizilien – Insel der Arethusa" um einen Monat bis zum 27. März 2026. In den vergangenen vier Monaten haben rund 5.300 Menschen die Ausstellung besucht, die den reichen Bestand sizilischer Münzen im Besitz des Museums zeigt. Und das, obwohl Münzen der metallgewordene Albtraum jeder Ausstellung seien, wie Prof. Achim Lichtenberger, Direktor des Archäologischen Museums, halb scherz-, halb ernsthaft meint: "Sie sind klein, sehen auf den ersten Blick alle gleich aus und eine Seite ist immer verdeckt".
Doch das multimediale Ausstellungskonzept, das nicht nur Münzen, sondern auch Abgüsse und Originale von Bildhauerei, Architektur und Literatur und eine interaktive Karte einbindet, und die Verzahnung mit anderen Kunst- und Kulturformen verdeutlicht, hat im vergangenen Jahr zu einem neuen Besucherrekord beigetragen. Insgesamt besuchten 2025 fast 18.000 Menschen das Museum im Herzen der Altstadt.
Die laufende Sonderausstellung zeigt erstmals eine Auswahl seiner sizilischen Münzen, die für ihre besondere Virtuosität bekannt waren. Darunter sind viele Tetradrachmen, die bedeutendsten Großmünzen aus Silber, die vom sechsten bis zum dritten Jahrhundert vor Christus geprägt wurden. Ein besonders schönes Exemplar ist ein eher seltenes Zehn-Drachmen-Stück. Diese Münze aus der Sammlung des Archäologischen Museums konnte sogar einem bestimmten Stempelschneider, Euainetos, zugewiesen werden. Auch die so genannte "Arethusa-Schale", eine Leihgabe des Archäologischen Instituts der Universität Göttingen, ist ein Blickfang der Ausstellung. Sie trägt, obwohl sie erst Jahrhunderte nach der Blütezeit der sizilischen Münzen in Kampanien entstanden ist, als Prägung die Kopie einer Münze aus Syrakus.
