Workshop Klassismus erkennen und benennen - eine Lesewerkstatt zum Thema Klasse und Recht
Sabine Strobler, Stephen Moggert, Richard Dietrich
Jede*r ist seines Glückes Schmied – So ein gängiges Sprichwort. Ist das so? Kann es jede*r nach ganz „Oben“ schaffen – von Tellerwäscher*in zu Millionär*in? Sollte dies überhaupt die Zielausrichtung einer Gesellschaft und ihres Bildungssystems sein? Warum widerlegen dann alle vergleichenden Bildungsstudien die viel angepriesene soziale Durchlässigkeit der Bundesrepublik Deutschland und fordern sie auf, ihr selektives Bildungssystem zu ändern. Wieso passiert dennoch seit Jahrzehnten nichts? Warum ist gerade die soziale Zusammensetzung bei Jurastudierenden so radikal von Privilegien geprägt? Diesen spannenden Fragen wollen wir in zwei 2-stündigen interaktiven Workshops auf den Grund gehen. Neben aufschlussreichen Inputs zur Geschichte des „einzigartigen” deutschen Bildungssystems und eine kleine Einführung in die Diskriminierungsform Klassismus, werfen wir Schlaglichter auf Klassismus im bürgerlichen Recht und seine gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen und wollen Lösungsansätze und Gegenstrategien für die Zukunft entwickeln. Eure eigenen Bildungserfahrungen und Vorstellungen von Armut, Privilegien und sozialer Gerechtigkeit sollen eine wichtige Rolle spielen. Die Workshops sollen informieren, sensibilisieren und inspirieren. Darüber hinaus soll mehr auf die Möglichkeit hingewiesen werden, sich für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in allen, auch staatlichen, Ebenen zu organisieren. Denn so konnte Anti-Klassismus schon im allgemeinen Antidiskriminierungsgesetz des Landes Berlin und in der Satzung der Studierendenschaft Münsters verankert werden. Weitere wichtige Bezugspunkte die gemeinsam in einem Denklabor erarbeitet und diskutiert werden können: EU-Recht (Amsterdamer Verträge), Recht auf (würdiges) Wohnen, Pflichtverteidigung und die unverhältnismäßige Repression von Armutsdelikten. Sabine Strobler ist Vorsitzende des Vereins zum Abbau von Bildungsbarrieren e.V. und Redaktionsmitglied des Dishwasher-Magazins. Sie schloss ihr Studium in Kommunikationsdesign mit einem Bachelor of Arts ab und ist freiberufliche Grafikerin, Künstlerin und Kuratorin. Stephen Moggert ist Vorsitzender des Vereins zum Abbau von Bildungsbarrieren e.V. und Redaktionsmitglied des Dishwasher-Magazins. Er schloss sein Studium in Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik mit einem Bachelor of Arts ab und studiert derzeit im Master Lehramt. Richard Dietrich (Arslan) ist Redaktionsmitglied des Dishwasher-Magazins. Er schloss sei Studium der Erziehungswissenschaft mt einem Bachelor of Arts ab und ist Schrifsteller, Stadtführer und ehemaliger Referent für kulturell und finanziell benachteiligte Studierende im AstA der WWU. Bitte meldet euch (formlos) per Mail an bei: gsb.jura@uni-muenster.de. Die Anmeldefrist ist am 24. April 2026. Kurz danach schreiben wir euch, ob ihr einen Platz bekommen habt. Falls es zu viele Anmeldungen gibt, wird gelost. Die Workshops finden unabhängig voneinander statt. Ihr könnt euch sowohl für einen als auch für beide Workshops anmelden.
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