Workshop im Freitags-Kolloquium am 1. Juli 2022

Die Koehlhoffsche Chronik

Am Freitag, 1. Juli findet der dritte und letzte Workshop im Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2022 statt.
Die Vorträge und Diskussionen werden Die Koehlhoffsche Chronik in den Fokus nehmen.  Alle Interessierten sind um 14 Uhr c.t. herzlich zu den folgenden Vorträgen ins Fürstenberghaus (Hörsaal F3) Domplatz 20-22, 48143 Münster eingeladen:

Prof. Dr. Carla Meyer-Schlenkrich (Münster), Einführung

Alina Ostrowski, B.A. (Köln), „dat si got vri wil haven” - Untersuchungen zum Selbstverständnis der Stadt Köln im Spiegel der Cronica van der hilliger Stat van Coellen
Der Vortrag widmet sich dem in der Chronik vermittelten Verständnis Kölns als Freier Reichsstadt und als Heiliger Stadt. Anhand des Zusammenspiels dieser beiden Aspekte städtischen Selbstverständnisses wird dargelegt, wie der Verfasser der Chronik die Heiligkeit der Stadt nutzt, um weltliche Ansprüche zu legitimieren. Dabei wird auch Einblick in ausgewählte Textpassagen sowie deren paratextuelle Gestaltung gewährt.

Dr. des. Paul Schweizer-Martin (München), Lage für Lage zum gedruckten Buch: Der Produktionsprozess der Koelhoffschen Chronik
Dieser Vortrag untersucht die Herstellung der über 700 Seiten starken Kölner Chronik aus Perspektive der Buchdruckgeschichte. Dabei sollen verschiedene Aspekte wie das Layout, der Satz und die Illustrationen in den Blick genommen werden. Gleichzeitig wird gefragt, welche Rückschlüsse diese auf den Herstellungsprozess erlauben, da nur wenige Quellen Einblicke in die Produktion dieser Inkunabel erlauben.

Nils Foege, M.A. (Münster), „quid observatu necesse sit in accommodatione librorum externis personi.“ Bibliothekszugang und -nutzung in der Kölner Kartause um 1500
Jüngere Forschungen haben den Verfasser der „Koelhoffschen Chronik“ im Umfeld der Kölner Kartause und ihrer reichhaltigen Bibliothek verortet und damit ein neues Licht auf die noch immer ungeklärte Frage nach dessen Identität geworfen. Daran anknüpfend beleuchtet der Vortrag, wie und unter welchen Bedingungen die Benutzung der Bibliothek der Kölner Kartause um 1500 überhaupt Außenstehenden offen stand: Kann in ihr eine Art öffentlich „Stadtbibliothek“ gesehen werden oder muss der unbekannte Verfasser über besondere Beziehungen zur Kölner Kartause verfügt haben bzw. ein Ordensmitglied gewesen sein? Hierzu werden Überlegungen und Ergebnisse präsentiert, die im Rahmen der Masterarbeit des Referenten erarbeitet wurden.

Prof. Dr. Sita Steckel (Münster), Über die Bedeutung der Kartäuser und der Bruno-Verehrung für die Kölner Stadtchronistik des 15. Jahrhunderts
 

Workshop "Auf dem Weg zum Historischen Städteatlas Magdeburg"

Donnerstag, 30. Juni 2022 im Gartensaal des Gesellschaftshauses Magdeburg
© Stadtarchiv Magdeburg

Zur Vorstellung und Diskussion erster Forschungsergebnisse sowie zur Weiterentwicklung neuer Ideen und Ansätze veranstaltet das Stadtarchiv Magdeburg am 30. Juni 2022 im Gartensaal des Gesellschaftshauses Magdeburg einen Workshop. Neben der Vorstellung des Projekts und Vorträgen zu speziellen Themen des Atlasses ist auch die offizielle Freischaltung der Internetpräsentation mit ersten Forschungsergebnissen zum Deutschen Historischen Städteatlas geplant.

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist seit 2021 Partner im Projekt „Deutscher Historischer Städteatlas“, das seit 2006 vom Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster (IStG) bearbeitet wird.

Der Deutsche Historische Städteatlas macht Formen der Stadtentstehung und urbaner Raumentwicklung beispielhaft anschaulich. Von den ersten Siedlungen bis in die Gegenwart wird die Entwicklung nach internationalen Standards im Kartenbild visualisiert. Der Atlas umfasst historische Stadtpläne, Umlandkarten, Stadtansichten, Themen- und Entwicklungskarten sowie ein Textheft. Er erscheint zugleich als Großformatdruck für den Buchhandel und als interaktives Online-Modul. Digital aufbereitete Karten machen komplexe Zusammenhänge anschaulich, Überblendungen lassen die Stadtwerdung erkennbar werden. So entsteht eine neue Informationsbasis für Vorhaben der Stadtplanung, aber auch für Schulprojekte, Stadtmarketing oder Info-Apps.

Das Workshop-Programm

13.00 Uhr
PD Dr. Christoph Volkmar (Magdeburg): Begrüßung und Einführung

Dr. Angelika Lampen (Münster) / Dr. Thomas Tippach (Münster): Der Deutsche Historische Städteatlas

14.00 Uhr
Dr. Henning Steinführer (Braunschweig): Der Historische Städteatlas von Braunschweig. Ein nachhaltig wirkendes Projekt

Dr. Jens Kunze (Magdeburg): Die Kartensammlung des Stadtarchivs als Quelle für den Historischen Städteatlas

15.00 Uhr
Kaffeepause

15.30 Uhr
Dr. Matthias Lerm (Magdeburg): Zur Bedeutung des Historischen Städteatlas für die Stadtplanung

Felix Maron (Leipzig) / PD Dr. Christoph Volkmar (Magdeburg): Die Vermessung einer vormodernen Metropole. Der Rentzplan von 1552

16.30 Uhr
Dr. Daniel Stracke (Münster) / Oliver Rathmann (Münster): Freischaltung eines Online-Moduls

Den Flyer des Programms können Sie hier herunterladen

Bibliothek an Fronleichnam und Brückentag geschlossen

Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
die Bibliothek des Instituts für vergleichende Städtegeschichte bleibt an Fronleichnam und am darauffolgenden Brückentag geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und einen guten Start ins Wochenende.

Workshop im Freitags-Kolloquium am 20. Mai 2022

Alles Routine?! Landesherrliche sowie städtische Verwaltungs- und Verfahrenspraktiken in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Der Workshop findet im Rahmen des Freitagskolloquiums des Instituts für vergleichende Städtegeschichte in Verbindung mit dem DFG-Projekt „Des Königs neue Steuer. Praktiken preußischer Herrschaftsorganisation am Beispiel der westfälischen Akzisestädte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (ca. 1700–1756)“ und dem Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit der WWU Münster am 20. Mai 2022, in der Zeit von 14.00–19.00 Uhr s.t. statt.

„Denn Herrschaft ist im Alltag primär: Verwaltung.“ – Dieses berühmte Diktum Max Webers veranschaulicht sehr prägnant, dass man Herrschaften und Obrigkeiten vor Ort, in der Stadt und auf dem Land sowie im alltäglichen Zusammenleben zuvörderst in Form von Verwaltungen, Behörden, Amtsträgern oder Beamten entgegentritt. Die historische Forschung betont in diesem Zusammenhang, dass die Amtleute keineswegs nur „Mittler“ zwischen „Oben“ und „Unten“ sind. Denn mittlerweile wird Herrschaft als ein sozialer und kommunikativer Prozess anerkannt, an dem neben den Obrigkeiten eben auch die sogenannten Untertanen und die Beamten teilhatten. Insofern besitzen und besaßen Administrationen eine herausgehobene Stellung, wenn es darum geht, staatlichen oder herrschaftlichen Strukturen nachzuspüren. Folglich erweist sich die Frage, wie eigentlich verwaltet wird, als äußerst aufschlussreich. Oder anders ausgedrückt: Die Form der Teilhabe von Behörden und Institutionen an Herrschaft beleuchtet eindrücklich gesellschaftliche und soziale Zusammenhänge eines Gemeinwesens. Sprach man vormals von „Modernisierungstendenzen“, die einerseits die Verwaltungen selbst erfassten und andererseits gerade von diesen ausgingen, so stehen heutzutage eher Routinen oder Pfadabhängigkeiten im Fokus.

Genau an dieser Stelle setzt der geplante Workshop an: Inwiefern lassen landesherrliche und städtische Verwaltungs- und Verfahrenspraktiken Routinen erkennen, die es ermöglichen, Anschlussfähigkeit über zeitliche und räumliche Distanzen hinweg zu bilden? Entsteht überhaupt routinemäßiges Handeln oder hat jeder Akteur sozusagen sein eigenes Ding gemacht? Entschieden die Amtsträger bei gleichem Sachverhalt tatsächlich auch immer gleich? Wenn nein, warum nicht? Existierten obrigkeitliche Vorgaben zur Einhaltung bestimmten verwaltungsmäßigen Handelns und zur schriftlichen Fixierung von Entscheidungen oder entschieden und agierten die einzelnen Amtleute eher nach Gutdünken? Kurzum: Alles Routine in den landesherrlichen und städtischen Behörden?!

Im Workshop sollen verschiedene behördliche Organisationsformen aus unterschiedlichen Epochen und Kontexten gegenübergestellt werden, um gemeinsam zu diskutieren, welchen Stellenwert Routinen und Pfadabhängigkeiten in unterschiedlichen Zusammenhängen besaßen.

Dr. Christina Fehse (Essen): „Zollerhebung an der Weser 1571–1623: Verwaltung als Herrschaft und Routine“
Ist Verwaltung Routine, Herrschaft oder gar beides? Die Rintelner Zollregister zum Warenverkehr auf der Weser von 1571 bis 1623 zeugen von einer Alltagssituation am Fluss, bei welcher Routine durchaus als Herrschaftsinstrument fungiert.

Dr. Maria Weber (München): „Informationsmassen bewältigen: Aufzeichnungspraktiken als Ordnungsinstrumente und die Grenzen der Routine“
Routinen erleichtern das Leben – auch in der Verwaltung! Besonders die Verwaltung großer Informationsmassen machte es bereits in der Vormoderne erforderlich, Verwaltungspraktiken zu entwickeln, die zur Ordnung und Systematisierung, zur Memorierung und Aktualisierung der gesammelten und aufgezeichneten Informationen beitrugen und für das Funktionieren einer semi-schriftlichen Gesellschaft unabdingbar waren. Am Beispiel der Verwaltung von Geldschulden am Stadtgericht in Augsburg für das beginnende 16. Jahrhundert zeigt der Vortrag auf, dass sich eine routinisierte Schuldenverwaltung erst durch die mikrohistorische Analyse der Dokumentationspraxis rekonstruieren und in das Verwaltungshandeln der Zeit einordnen lässt.
Während die routinisierte Schriftlichkeit der Schuldenverwaltung zielgerichtet für das Gericht verfahrensrelevante Informationen schriftlich fixierte und komprimierte, verschweigt diese routinisierte Schriftlichkeit aber Kontexte und Interaktionszusammenhänge – die Protokolle sind Einträge ohne Geschichte! Der Vortrag greift dieses methodische Problem auf und fragt danach, wie mit dieser entkontextualisierten empirischen Grundlage umgegangen werden kann.

Lasse Stodollick M. A. (Konstanz): „Von der Interaktions- zur Organisationskompetenz. Drei Thesen über die Kammerverwaltung in Minden und Ravensberg“
Am Beispiel der Kammerverwaltung in Minden und Ravensberg diskutiert der Vortrag drei Thesen über die Voraussetzungen und Folgen von Verwaltungsroutinen. Verfahren entstehen nicht einfach, sie müssen erprobt und eingeübt werden.

Sebastian Schröder M. A. (Münster): „Ravensbergische Routinen?! Akteure im Rahmen der preußischen Akzise- und Städtereformen in Westfalen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts“
Die Akzise- und Städtereformen in den westfälischen Landesteilen Preußens führten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu weitreichenden Diskussionen, in die eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure eingebunden war. Kommunikation und Interaktion schufen einen relevanten Beitrag zur Etablierung von Staatlichkeit und Behördenstrukturen. Inwiefern das Verwaltungshandeln von Routinen geprägt war und welche Umstände zur Ausbildung routinisierten Verhaltens führten, steht dabei im Fokus des Vortrags.

Alle Interessierten sind um 14 Uhr s.t. herzlich zu den Vorträgen ins Fürstenberghaus (Hörsaal F3), Domplatz 20–22, 48143 Münster eingeladen.
 

Beiträge des Freitagskolloquiums auf youtube

Seit dem Sommersemester 2021 werden die Vorträge des Freitagskolloquiums zu Problemen vergleichender Städtegeschichte auf dem youtube-Kanal des IStG veröffentlicht. Aktuell sind neue Beiträge aus dem Sommersemester 2022 hinzugekommen, die hier abgerufen werden können.
Zudem kann der Zugang zu weiteren Vortägen beim IStG nachgefagt werden.

CHNT 27 in Vienna

Call for Papers – Sektion “Planning History and Urban Heritage. Historical Towns Atlases as a tool for research, heritage management and participation”

Vom 10. bis 12. November 2022 wird in Wien durch CHNT-ICOMOS Austria die Konferenz „CHNT 27“ veranstaltet, die sich mit verschiedenen Facetten des Themas „Cultural Heritage and New Technologies“ beschäftigen wird.
Eine Sektion unter dem Titel „Planning History and Urban Heritage. Historical Towns Atlases as a tool for research, heritage management and participation“ ist der Nutzung von gedruckten und digitalen Städteatlanten gewidmet und wird unter Beteiligung des IStG, vertreten durch Dr. Daniel Stracke, organisiert.

Weitere Informationen und der Zugang zum CfP sind unter folgender Seite abrufbar.
 

Jobs

Stellenausschreibung Volontariat

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen wissenschaftliche*n Volontär*in in Vollzeit. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Die Stellenausschreibung finden Sie hier zum Download

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Nachweis über die im Profil geforderte Qualifikation, Zeugnisabschriften) bis zum 15.06.2022. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung in elektronischer Form in einem einzigen pdf-Dokument an Dr. Angelika Lampen ein:  lampen@uni-muenster.de. Gern können Sie sich auch bei Fragen vorab an diese Adresse wenden.

Präsentation des „Historischen Atlas westfälischer Städte. Band 15: Blomberg“

v.l.n.r., vorn: Prof. Dr. Ulrich Meier und Dr. Heinrich Stiewe (beide Autoren des Atlas Blomberg); hinten: Tobias Kniep (Kartograph), Thomas Kaling (Kartograph), Christoph Dolle (Bürgermeister Blomberg), Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen)
© IStG

Am Abend des 03.Mai 2022 fand in Blomberg die Präsentation des „Historischen Atlas westfälischer Städte. Band 15: Blomberg“ statt, womit ein zehnjähriges Projekt erfolgreich und feierlich beendet wurde.
Die beiden Autoren, Prof. Dr. Ulrich Meier und Dr. Heinrich Stiewe, haben mit ihren jeweiligen Forschungsschwerpunkten Akzente gesetzt und ein Werk geschaffen, das mit einem 68-seitigen, reich illustrierten Textheft und insgesamt 9 Tafeln eine kleine moderne Stadtgeschichte für den Ort anbietet. Neben den standardmäßig im Atlas befindlichen topographischen Karten (Kataster des 19. Jh.; Umlandkarten; aktuelle Stadtkarte) können auf 6 thematischen Tafeln besondere Aspekte der historischen Entwicklung Blombergs nachvollzogen werden.

Bei der Präsentation am Abend im Kulturhaus „Alte Meierei“ dankte der Bürgermeister, Christoph Dolle, den beiden Autoren für ihr großes ehrenamtliches Engagement, das diese Publikation möglich gemacht hat. Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup, die erste Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen, ordnete das Werk anschließend in den Kontext des Kooperationsprojektes zwischen HiKo und Institut für vergleichende Städtegeschichte, aber auch in den übergeordneten Rahmen der „Europäischen Städteatlanten“ ein, die nach einheitlichen Kriterien aufgebaut sind und somit Stadtgeschichtsforschung über Grenzen hinweg ermöglichen sollen.

Prof. Dr. Ulrich Meier, der für den mittelalterlichen Teil des Atlas Blomberg zuständig war, führte nach grundsätzlichen Überlegungen zur „okzidentalen Stadt“ (Max Weber) an drei Beispielen aus, weshalb Blomberg im Mittelalter zwar eine kleine, aber eine bedeutende Stadt gewesen sei. Maßgebliche Kriterien waren hierfür die Münze (13. Jh.; Verbreitung bis Großbritannien und ins Baltikum), die Burg als Residenz der lippischen Landesherren sowie die nach dem sog. „Hostienfrevel“ (1460) entstandene Wallfahrt, die über Pilgerzeichen bis Danzig oder Tallinn nachzuvollziehen ist. Infolge der wachsenden Pilgerzahlen kam es zur Gründung des Augustiner-Chorherren-Klosters. In der Kirche desselben befindet sich heute die von Heinrich Brabender Anfang des 16. Jahrhunderts geschaffene Grabtumba von Bernhard VII. zur Lippe und Anna von Schaumburg. All diese Aspekte können im Textheft nachvollzogen werden. Auf Tafel 5 („Stadt und Umland in Mittelalter und Früher Neuzeit“) ist – neben der Verbreitung der Blomberger Pilgerzeichen – ein besonderes Herzensprojekt von Ulrich Meier behandelt, nämlich die "Blomberger Landwehr", zu deren Erforschung sich eine Arbeitsgruppe gebildet hatte, die in „Feldexkursionen“ Stück für Stück derselben rekonstruiert hat – wobei dieses Vorhaben keinesfalls mit Druck des Atlas beendet sei.

Die Reproduktion einer Karte von Johann Christoph Friemel aus dem Jahr 1750 (Tafel 7: „Städtische Feldmark“), bildete die Überleitung zum neuzeitlichen Teil des Atlas, den Dr. Heinrich Stiewe zu verantworten hatte. Sein Schwerpunkt lag dabei auf sozial- und architekturgeschichtlichen Aspekten der Stadtgeschichte. Anhand der besagten historischen Quelle aus dem 18. Jahrhundert lassen sich bürgerlicher Landbesitz, städtische Wald- und Hudeflächen sowie adeliger Besitz um Blomberg herum nachvollziehen. Heinrich Stiewe hat sich eingehend mit den Besitzverhältnissen in Blomberg auseinandergesetzt. Im 18. Jahrhundert war der Ackerbau von sog. „Kleinstbesitzern“ (bis 2 ha Land) dominiert, weshalb man konstatieren müsse, dass Blomberg „keine Ackerbürgerstadt“ gewesen sei.
Durch seine Dissertation ist Heinrich Stiewe v.a. Experte für das „Gewerbe“ in der Stadt, das im ganzen Ort von den Schuhmachern dominiert gewesen sei, während sich Woll- und Leineweber v.a. im Rossmüllerviertel ansiedelten. Im 18. Jahrhundert traten die Tischler hinzu. Die Blomberger Stuhlindustrie erlangte im 19. Jahrhundert überregionale Bedeutung und wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von der „Metall- und Elektroindustrie abgelöst. Heute ist Phoenix Contact der größte Arbeitgeber vor Ort.
Ein anderer wichtiger Standortfaktor ist der Tourismus. Durch seinen historischen Ortskern mit zahlreichen denkmalgeschützten Bauwerken ist Blomberg ein attraktives Ziel für Besucher von nah und fern. Wo sich im Ort historische Bausubstanz der Zeit vor 1500 befindet, nämlich an Klosterkirche, Martiniturm, Burg, Niederntor oder einem Gebäude im Langen Steinweg, lässt sich auf Tafel 9 („Baualter der Gebäude“) nachvollziehen. Aber auch für 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert sind Zeitschnitte überliefert, sodass sich der „Verlust historischer Bausubstanz“ genauso wie der aktuelle Denkmalschutz im Ort ablesen lassen.

Alle Inhalte der Atlanten sind jeweils Abbild des aktuellen Forschungsstandes und bieten eine „Interpretation“, wie die Geschichte des Ortes gelesen werden kann. Dass die Arbeit damit nicht abgeschlossen ist, sondern vielmehr auch einladen soll weiter zu forschen, wurde im Pressegespräch deutlich, das vor der Atlaspräsentation im historischen Rathaus stattfand. So führten die Autoren aus, dass im Stadtarchiv Blomberg noch zahlreiche Quellen schlummern, die der Auswertung harren. Es könnten weitere sozial- oder wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der Kleinstadt erforscht werden. Beispielsweise könnte man sich mit den Zunftrollen der 10 ortsansässigen Zünfte beschäftigen; aber auch Aspekte demokratisch-politischer Willensbildung in der Kleinstadt könnten, laut Dieter Zoremba vom Stadtarchiv Blomberg, der das Projekt tatkräftig unterstützt hatte, untersucht werden.

Wer sich mit dem aktuellen Stand der Geschichte Blombergs beschäftigen und diese anhand zahlreicher gedruckter Karten und anderer Quellen nachvollziehen möchte, kann den „Historischen Atlas westfälischer Städte. Band15: Blomberg“ beim Ardey-Verlag unter folgendem Link bestellen.
 

Workshop "Junge Städteforschung" im Freitags-Kolloquium am 13. Mai 2022

© IStG

Am Freitag, 13. Mai beginnt das Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2022 mit dem ersten Workshop "Junge Städteforschung".  Alle Interessierten sind um 14 Uhr c.t. herzlich zu den folgenden Vorträgen ins Fürstenberghaus (Hörsaal F3) eingeladen:

Margherita Mariani, M.A. (Hamburg), Erkundungsreisen für den ortsgebundenen Kaufmann: Die Pratica di Mercatura-Handschriften im spätmittelalterlichen Italien
Die pratiche di mercatura sind Texte, die von italienischen Kaufleuten im Spätmittelalter verfasst und ausgiebig kopiert wurden. Sie erscheinen oft als Listen von Städten und ihren jeweiligen Märkten: Listen, in denen man Informationen über die Handelsbräuche und Warenpreise eines bestimmten Ortes finden konnte. Durch die pratiche di mercatura untersucht dieser Vortrag die Beziehung der Kaufleute zu den Städten, in denen sie lebten und mit denen sie Handel trieben.

Daniel Kaune, M.Ed. (Hannover), Diversarum rerum? Zur Gerichtsbarkeit und städtischen Überlieferung im spätmittelalterlichen Basel seit dem Erdbeben von 1356
Wenngleich die Stadt Basel im Jahr 1356 durch ein Erdbeben »verfallen verbrennt und umb alle Ir bucher und briefe komen was« (StABS ÄHA Ratsb. A1, S. 1), so entstand am Rheinknie seitdem doch eine bemerkenswerte Vielzahl an Stadtbüchern. Zwar zeigt schon eine erste Annäherung an die Überlieferung, dass die systematische Schriftlichkeit der Basler Verwaltung dabei früher als andernorts einsetzte. Wie sich die schriftliche Stadtverwaltung im Spätmittelalter jedoch im Detail entwickelte, blieb bisher eher ununtersucht – wohl auch weil die Rats- und Gerichtsbücher weder registriert noch umfassend erforscht sind. Letzteres erschwerte und rechtfertigte das jüngst abgeschlossene Dissertationsprojekt gleichermaßen, welches unter dem Wortpaar „Rechtsnorm und Rechtspraxis“ nach der Gerichtsbarkeit des Basler Rats im 14./15. Jahrhundert fragte. Der Vortrag im Freitags-Kolloquium wird den (Forschungs-)Ansatz des rechtshistorischen Oberthemas besprechen, insbesondere aber über das methodische Vorgehen der Arbeit informieren. Denn die Thematisierung spätmittelalterlicher Ratsgerichtsbarkeit wird angesichts der städtischen Überlieferung zum Problem, wenn sie denn nicht nur als Normengeschichte, sondern auch als Rechtgeschichte der Praxis diskutiert werden soll.

Max Grund, M.A. (Kiel), Kleinstädtisches Wirtschaften im Spätmittelalter und die Nutzung von Stadtbüchern
Spätmittelalterliche Stadtbücher sind eine der wichtigsten Quellen der Stadtgeschichtsforschung. Dennoch sind gerade die vermischten Stadtbücher und hier besonders die der kleineren Städte, noch nicht in befriedigender Weise in ihrer Genese untersucht und verglichen. Voraussetzungen und mögliche Erträge einer solchen Untersuchung sollen am Beispiel des Gubener Stadtbuch I dargestellt werden.

Freitags-Kolloquium SoSe 2022 - Programm

Historical Ontology of Urban Spaces (HOUSe) - Workshop No. 4

Online-Workshop „Urban HomeBase in the European Historic Towns Atlas – Practitioners’ Guide“

Am 26.04.2022 fand in Kooperation mit dem IStG der 4. Workshop der "Historical Ontology of Urban Space" statt und behandelte das Thema "Urban HomeBase in the European Historic Towns Atlas - practitioners' guide".

Der vierstündige Workshop, organisiert von Wiesława Duży mit Unterstützung von Daniel Stracke, sollte eine kleine Auswahl von Teilnehmer*innen mit praktischen Übungen in die Benutzung der Online-Datenbank Urban HomeBase einweisen. Die Urban HomeBase ist neben der eigentlichen Ontologie (UrbanOnto) ein zentrales Projektergebnis des Projektes „Historical Ontology of Urban Spaces“ (HOUSe), mit dem Elemente historischer Stadträume und ihre Veränderung in der Zeit beschrieben und gespeichert werden sollen. Das System soll den Rahmen bieten, um die datenbasierten Arbeiten der Projekte des Europäischen Städteatlas zu standardisieren und vergleichbar zu machen. Es handelt sich um eine objekt-orientierte PostgreSQL-Datenbank. Erfasst werden insbesondere Name, Lokalisierung, Funktion und Typ der topographischen Objekte. Eine besondere Herausforderung sind die sich aus der Quellenlage historischer Untersuchungen ergebenden Unschärfen, die in den Digital Humanities unter dem Begriff „fuzziness“ subsummiert werden. Daher ist ein wichtiger Bereich, den die Datenbank abdeckt, auch die Mereologie, also Informationen darüber, welche Objekte sich als Teile von andern Objekten definieren lassen. Gearbeitet wurde mit dem frei zugänglichen Tool DBeaver.
Wiesława Duży erläuterte zunächst die Architektur der Urban HomeBase und führte die Teilnehmer*innen, unterstützt von Michal Słomski, Katarzyna Słomska-Przech, Grzegorz Myrda und Aleksander Lupienko, anhand von Beispielen aus ihrer eigenen Atlasarbeit in die Datenbankbenutzung ein. Ziel war es, neben der Sensibilisierung der Städteatlas-Community für Datenbankfragen und der Einweisung möglicher Multiplikatoren für die Urban HomeBase, ein erstes Feedback aus dem Kreis der zukünftigen Nutzer*innen zu erhalten.

Das Programm des Workshops kann unter diesem Link eingesehen werden.

Bodleian Libraries - ONLINE LECTURE SERIES - The Oxford Seminars in Cartography (TOSCA)

European Historic Towns Atlas series

Join contributors from across Europe to explore the European Historic Towns Atlas programme, and a chance to explore both its shared history and comparative urban histories across the continent. We will discover how these maps have been used for outreach, both in education and amongst popular audiences, noting how cartographic conventions have driven the programme forward to deliver a truly pan-European research tool.

Talk 1: Maps of the European Historic Towns Atlas I: Germany
Thursday 28 April 2022
 4.30–6pm (BST)

In his talk for the Maps of the European Historic Towns Atlas series, Daniel Stracke will describe the origins and aims of this Europe-wide project, before focusing on developments in Germany, where atlas production has been prolific.

Contact
tosca@bodleian.ox.ac.uk
Book now!

Einladung zur Präsentation des "Historischen Atlas westfälischer Städte. Bd. 15: Blomberg"

© HiKo/IStG

Am 3. Mai 2022 wird um 19 Uhr im Kulturhaus "Alte Meierei" (Brinkstaraße 22) in Blomberg der "Historische Atlas westfälischer Städte. Bd. 15: Blomberg" präsentiert. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister Christoph Dolle sowie Grußworten von Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup werden die beiden Autoren des Bandes, Prof. Dr. Ulrich Meier und Dr. Heinrich Stiewe, einen Vortrag halten zum Thema "Blomberg und seine Geschichte im Spiegel des Historischen Atlas westfälischer Städte".

Die Einladung zur Atlas-Präsentation Blomberg kann unter diesem Link eingesehen werden.

Institutsbibliothek in der Woche nach Ostern geschlossen
© IStG

Liebe Besucher*innen,

in der Woche nach Ostern (19.-22. April 2022) bleibt die Institutsbibliothek geschlossen. In dringenden Fällen können Sie sich telefonisch an uns wenden: 0251 8327513.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Das IStG wünscht Ihnen allen frohe und gesunde Ostertage!

Neuerscheinung in der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" - Band 15: Blomberg

© HiKo/IStG

In der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" ist nun Band 15 zur lippischen Stadt Blomberg erschienen. In einem 68-seitigen, reich bebilderten Textheft sowie auf 9 Tafeln mit historischen und thematischen Karten wird die Geschichte des Ortes erlebbar, der u.a. für seine spätmittelalterliche Wallfahrt, für die holzverarbeitende Industrie und eine sehr gut erhaltene historische Bausubstanz bekannt ist.

Die Gründung der Stadt Blomberg in der Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte im Kontext der Konkurrenzsituation zwischen den Edelherren zu Lippe und den Pyrmonter sowie Schwalenberger Grafen. Die Stadt, für deren Entwicklung die Burg eine entscheidende Rolle spielte, wurde seit der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Residenzstädte der Edelherren zu Lippe. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlebte Blomberg durch die landesherrlichen Bestrebungen einen Aufschwung, der sich architektonisch in zahlreichen Renaissancebauten im Stadtbild niederschlägt. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts verlor die Stadt zunehmend ihre zentralörtliche Funktion, aber ökonomisch blieb ein relativ starkes Exportgewerbe prägend, das v.a. von der Tischlerei getragen wurde. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine blühende holzverarbeitende Industrie, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihren Niedergang erlebte. Heute ist die Stadt, deren historischer Ortskern zahlreiche denkmalgeschützte Häuser aufweist, Standort bedeutender Elektroindustrie.

Bibliographische Angaben:
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 15), hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2022.

Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2022

© IStG

Das Programm für das Freitags-Kolloquium zu Problemem vergleichender Städtegeschichte im Sommersemester 2022 steht fest!

In drei Workshops werden einzelne Themenfelder fokussiert und intensiv behandelt:

13. Mai Workshop "Junge Städteforschung"

  • Margherita Mariani, M.A. (Hamburg), Erkundungsreisen für den ortsgebundenen Kaufmann: Die Pratica di Mercatura-Handschriften im spätmittelalterlichen Italien
  • Daniel Kaune, M. Ed. (Hannover), Diversarum rerum? Zur Gerichtsbarkeit und städtischen Überlieferung im spätmittelalterlichen Basel seit dem Erdbeben von 1356
  • Max Grund, M. A. (Kiel), Kleinstädtisches Wirtschaften im Spätmittelalter und die Nutzung von Stadtbüchern
20. Mai Workshop "Alles Routine ?! Landesherrliche sowie städtische Verwaltungs- und Verfahrenspraktiken in Spätmittelalter und Früher Neuzeit"
  • Lasse Stodollick, M.A. (Konstanz), Organisationsstrukturen und Wissenspraktiken in der frühneuzeitlichen Verwaltung
  • Sebastian Schröder, M.A. (Münster), Akteure der preußischen Verwaltung in der Grafschaft Ravensberg im 18. Jahrhundert
  • Dr. Christina Fehse (Essen), Zollerhebung an der Weser 1571-1623: Verwaltung als Herrschaft und Routine
  • Dr. Maria Weber (München), Schuldenpraxis in der Reichsstadt Augsburg (1480–1532)
01. Juli Workshop "Die Koelhoffsche Chronik"
  • Prof. Dr. Carla Meyer-Schlenkrich (Münster), Einführung
  • Alina Ostrowski, B.A. (Köln) „dat si got vri wil haven” - Untersuchungen zum Selbstverständnis der Stadt Köln im Spiegel der Cronica van der hilliger Stat van Coellen
  • Dr. des. Paul Schweizer-Martin (München), Lage für Lage zum gedruckten Buch: Der Produktionsprozess der Koelhoffschen Chronik
  • Prof. Dr. Sita Steckel (Münster), Der Heilige Bruno und die Kartäuser in der Koelhoffschen Chronik und ihrem Umfeld
  • Nils Foege, M.A. (Münster), „quid observatu necesse sit in accommodatione librorum externis personi.“ Bibliothekszugang und -nutzung in der Kölner Kartause um 1500

Wir hoffen, in den Workshops die Diskussion und Vernetzung untereinander anzuregen, persönliche Kontakte zu knüpfen und gemeinsam neue Ideen auf dem Gebiet der Städtegeschichte entwickeln zu können.

Das Freitags-Kolloquium findet jeweils in der Zeit von 14.00 – 18.30 Uhr im F3 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, 48143 Münster, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Freitags-Kolloquium SoSe 2022 - Programm


 

Nachruf auf Dr. Wilfried Ehbrecht

Ein ausführlicher Nachruf auf den Mitbegründer des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Dr. Wilfried Ehbrecht, der am 30. Januar 2022 verstorben ist, kann nun unter folgendem Link eingesehen werden:

... zum Download der PDF des Nachrufs auf Dr. Wilfried Ehbrecht

Forschungsbericht 2021 online verfügbar

© IStG

Der Forschungsbericht des IStG für das Jahr 2021 bietet einen Überblick über Publikationen, Veranstaltungen sowie die wissenschaftliche Arbeit des Instituts und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr. Ab sofort steht der Forschungsbericht hier zum Download bereit.

Im Archiv unserer Homepage finden Sie auch die Forschungsberichte der vergangenen Jahre.

Gastwissenschaftler am IStG

Nach der langen pandemiebedingten Pause können nun wieder Gastwissenschaftler am IStG forschen.

Den Beginn macht Dr. Aleksander Łupienko aus Warschau, der vom 7. März bis 13. März zu folgendem Thema in der Bibliothek des IStG recherchieren wird:

"HOUSe - Social and symbolic functioning of urban space in Central Europe (ca. 1850–1914) | Soziale und symbolische Funktionen des städtischen Raums in Mitteleuropa (ca. 1850–1914)"

Trauer um Wilfried Ehbrecht

© IStG

Am Sonntag, dem 30.01.2022, ist Dr. Wilfried Ehbrecht verstorben. Wilfried Ehbrecht hat zusammen mit Heinz Stoob das IStG aufgebaut, war zunächst wissenschaftlicher Geschäftsführer und von 1979 bis 1984 Wissenschaftlicher Vorstand des IStG. Über lange Zeit war er insbesondere Kopf und treibende Kraft der Atlasarbeit. Als langjähriger Herausgeber hat er die Atlaswerke maßgeblich geprägt und als Autor neun Atlasblätter verfasst. Darüber hinaus war er in viele Forschungsprojekte eingebunden, war Mitveranstalter zahlreicher Frühjahrstagungen wie auch des Freitags-Kolloquiums und hat sechs Bände in der Institutsreihe ‚Städteforschung‘ herausgegeben. Stets stand Wilfried Ehbrecht den Mitgliedern des IStG mit Rat und Tat zur Seite.
Wir sind sehr erschüttert. Wilfried Ehbrecht wird uns fehlen!

Eine ausführliche wissenschaftliche Würdigung folgt!

... Traueranzeige von Historischem Seminar (WWU) und IStG als jpg


 

Nachruf auf Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann

© Hess. Landesamt für geschichtl. Landeskunde

verfasst für das Institut für vergleichende Städtegeschichte von Peter Johanek

Am 17. Dezember 2021 ist Ursula Braasch-Schwersmann ihrer schweren Krankheit erlegen, wie ihre Familie vor kurzem bekannt gab. Ihr Tod trifft das Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) wie das Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte in besonderer Weise, denn sie war eng mit deren Aktivitäten verbunden.

... zum Download der PDF-Datei des vollständigen Nachrufes auf Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann

Weitere Meldungen

Weitere Meldungen des IStG finden Sie in unserem Archiv.