Freitagskolloquium am 25. Januar 2019

Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 25. Januar 2019 Anne Südbeck M.A. (Osnabrück) zum Thema:

Die weltliche Elite im hochmittelalterlichen Hildesheim

Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Neuerscheinung - Atlas "Lengerich"

LengerichLengerich
© HiKo/IStG

In der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" ist der von Dr. Christof Spannhoff verfasste Band 11 über die Geschichte der Stadt Lengerich erschienen. Dieser Atlas enthält ein 35-seitiges, reich bebildertes Textheft sowie 14 Tafeln, die die Entwicklung des Ortes von seinen Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnen, u.a. mit Fokus auf die Grafschaft Tecklenburg im 18. Jahrhundert, das Kirchspiel Lengerich oder - in die neuere Stadtgeschichte blickend - Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Entwicklung der Zementindustrie .

Die Entwicklung der Stadt Lengerich war und ist eng mit ihrer günstigen Verkehrslage verknüpft: An der Kreuzung zweier Fernwege entstand im Mittelalter ein blühender Wallfahrtsort, der nach der Reformation zunächst an Bedeutung verlor. Wegen der guten Anbindung an das Post- und Handelswegenetz wurde der Ort 1727 im Zuge der Einführung der preußischen Akzise im Tecklenburger Land zur Stadt erhoben. Der Anschluss an die Bahnstrecke Köln-Hamburg 1871 leitete schließlich die Industrialisierung der Stadt ein, wodurch Lengerich bis heute zu einem Zentrum der Kalk- und Zementindustrie, der Verpackungsherstellung und des Maschinenbaus wurde. Auch der Bau der  A1 zwischen 1963 bis 1968 trug zur wirtschaftlichen und topographischen Entfaltung der Stadt bei.

Bibliographische Angaben
Christof Spannhoff, Lengerich (Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 11), hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Münster 2018.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - BiederbeckMeyer-preis 2018 - Biederbeck
© IStG

Am Abend des 18. November 2018 wurde im Hoesch-Museum in Dortmund der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis an Dr. André Biederbeck verliehen. Dieser Preis wird durch den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn e.V. für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt, wobei André Biederbeck für seine jüngst in der Reihe Städteforschung (A99) erschienene Arbeit zum Thema „Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890–1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität“ geehrt wurde.

Die zahlreich erschienenen Besucher wurden, nach einer Führung durch das Hoesch-Museum, von Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn), Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum) sowie von Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.) begrüßt. Nach der feierlichen Preisverleihung hielt Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, die Laudatio auf das Werk von André Biederbeck. Letzter stellte anschließend selbst einige markante (Knoten-)Punkte aus seiner Arbeit vor, die um 1900 als Versammlungs-, Fest- und Kommunikationsorte der Dortmunder Arbeiterschaft zur Entstehung eines sozialistischen Milieus beitrugen und als identitätsstiftende Marker im Stadtraum sichtbar wurden. Die festliche musikalische Umrahmung für den Festakt bot René Madrid mit beschwingten Akkordeonklängen.

Die 426-seitige, reich bebilderte Dissertationsschrift von André Biederbeck kann bei böhlau bestellt werden.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - GruppenfotoMeyer-preis 2018 - Gruppenfoto
v.l.n.r.: Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund); Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn); Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum Dortmund)
© IStG

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung: Band A99

A 99 BiederbeckA 99 Biederbeck
© Böhlau

Soeben ist die Dissertation von André Biederbeck als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen. Für diese Arbeit wird Dr. André Biederbeck am 18.11.2018 in Dortmund mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis ausgezeichnet werden.

André Biederbeck
Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890-1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität (Reihe Städteforschung A99), Böhlau:Wien/Köln/Weimar 2018.

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Band die Knotenpunkte des Vereinslebens auf - u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude - und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

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