!!! BEGINN 15.30 UHR !!!

Freitags-Kolloquium am 27.01.2023: Neue Stadtgeschichten III: Museumskonzepte

Domplatz 20-22 | Fürstenberghaus Vorlesungssaal F3 | 15.30 Uhr c.t.

Am Freitag, 27. Januar 2023, findet das letzte Freitagskolloquium des Wintersemesters statt. Unter dem Titel "Neue Stadtgeschichten III: Museumskonzepte" werden die folgenden Vorträge gehalten:

Stefan Lewejohann, Köln: Geschichte mit Gefühl(en). Einblicke in eine neue Art der musealen Präsentation von Stadtgeschichte im Kölnischen Stadtmuseum

Das Kölnische Stadtmuseum befindet sich gerade in den Vorbereitungen zu einer neuen Dauerausstellung. Nach einem Wasserschaden im ehemaligen Zeughaus musste das Museum in ein ehemaliges Kaufhaus als Interim ziehen. Hier plant man nun eine neue, innovative und moderne Stadtgeschichtserzählung. Der Vortrag gibt Einblicke in eine neue Art der Geschichtserzählung und weist auf Chancen und Herausforderungen hin, ein Museum in einer Bestandsarchitektur zu planen.

Britta Kusch-Arnhold, Borken: Kleines Museum – viel(e) Geschichte(n)

Der Vortrag stellt die 2020 neu eröffnete Präsentation der stadtgeschichtlichen Sammlung vor. Sie besteht aus drei Modulen und Spielangeboten für Kinder. Das neue interaktive Stadtmodell zeigt in 17 frei anwählbaren Animationsfilmen die Stadtgeschichte von den Anfängen bis zur Gebietsreform 1969 und versucht die Etappen und Ereignisse, mit der Entwicklung des Stadtbildes zu verknüpfen. In der „Bibliothek der Erinnerungen“ – einem Hörsofa mit Videobildschirm – berichten Menschen aus Borken ganz persönlich. Die Sammlungsobjekte zur Stadtgeschichte sind schließlich im Speicher versammelt, der durch einen digitalen Guide erschlossen ist. Besuchende haben die Möglichkeit sich zu einzelnen Objekten der Sammlung zu informieren oder aus acht hinterlegten Führungen um den Speicher auszuwählen. Alle Module sind für Aktualisierungen mal mehr oder weniger flexibel, mal mehr oder weniger digital oder setzen mal mehr oder weniger auf die neugierige Eigeninitiative der Besuchenden.

Der geplante Beitrag von Jan Willem Huntebrinker muss leider entfallen.

Alle Interessierten sind ab 15.30 Uhr herzlich in den Raum F3 des Fürstenberghauses eingeladen!

    Link zum Download des Programm-Flyers im PDF Format
 

Bewerbungsschluss am 15.03.2023

IStG - Bibliotheksstipendium 2023

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte Münster (IStG) vergibt für das Förderjahr 2023 Stipendien zur Unterstützung von Arbeiten im Bereich der historischen Städteforschung.

Die Ausschreibung richtet sich an Doktorand*innen aus dem In- und Ausland und bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit den Beständen der Forschungsbibliothek des IStG auseinanderzusetzen. Der Forschungsaufenthalt kann am Beginn eines Promotionsvorhabens stehen, er kann aber auch dazu dienen, ein bestehendes Projekt zu Ende zu führen.

Der Spezialisierung des IStGs entsprechend werden Bewerbungen mit Forschungsprojekten zur historischen Städteforschung aus den unterschiedlichen Bereichen dieses interdisziplinären Forschungsfeldes (Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte etc.) gefördert. Besonders willkommen sind innovative Forschungsvorhaben, die sich intensiv mit den Schwerpunkten der Institutsarbeit und den Beständen der Forschungsbibliothek auseinandersetzen: Vergleichende Städteforschung, Stadtplanung und Stadtmorphologie, historische Kartografie, thematische Kartografie, bildliche Stadtdarstellungen (Ansichtskarten, Stadtansichten).

Die Forschungsstipendien werden für maximal 4 Monate gewährt, die Höhe des Stipendiums beträgt 1.300 € monatlich. Das IStG ist ein attraktiver Ort für konzentriertes Forschen und kreatives Schreiben: Wir stellen Ihnen einen Arbeitsplatz zur Verfügung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IStG unterstützen Sie gern bei der Literatur- und Quellenrecherche.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 15.03.2023!

Link zu den Informationen zur Bewerbung und den Voraussetzungen

Neuerscheinung am IStG: "Pfalzen in Westfalen"

Die Deutschen Königspfalzen. Bd. 6: Nordrhein-Westfalen – Teilband 3: Westfalen, hg. v. Manfred Balzer/Peter Johanek/Angelika Lampen, Göttingen 2023.
© Vandenhoeck & Ruprecht

Kurz vor Weihnachten 2022 wurde der Teilband „Westfalen“ des „Repertoriums der Deutschen Königspfalzen“ ausgeliefert, womit ein langjähriges Forschungsvorhaben des IStG erfolgreich abgeschlossen werden konnte. In dem durch das Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Göttingen herausgegebenen Gesamt-Werk werden alle Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters behandelt. Mit „Westfalen“ liegt nun der erste von drei Teilbänden Nordrhein-Westfalens vor und enthält Einträge zu 15 Aufenthalts-Orten: Corvey, Dortmund, Eresburg, Erwitte, Herford, Herstelle, Lippspringe, Lügde, Minden, Münster, Paderborn, Rösebeck, Soest, Vreden und Wiedenbrück. 10 Autor*innen haben an diesem durch die LWL-Kulturstiftung geförderten Band mitgearbeitet, wobei die wissenschaftliche Redaktion durch Dr. Christian Helbich und Dr. Christof Spannhoff erfolgte. Um die einzelnen Forschungsergebnisse für die Gesamtregion zu bündeln und in einen größeren Kontext einzuordnen, ist diesem Band eine Zwischenbilanz von Manfred Balzer beigegeben, der zusammen mit Peter Johanek und Angelika Lampen die Herausgabe übernahm. Zudem wurde am IStG ein digitales Angebot zu den Königsaufenthalten in Westfalen erstellt, das unter folgendem Link abgerufen werden kann:

Link zum digitalen Angebot zu Königsaufenthalten in Westfalen

 

Institutsbibliothek vom 23.12.2022-06.01.2023 geschlossen

Vom 23. Dezember 2022 bis zum 6. Januar 2023 geht die Institutsbibliothek in die Winterpause. Wir wünschen Ihnen allen besinnliche Feiertage sowie einen guten Start ins neue Jahr und freuen uns, Sie ab dem 9. Januar 2023 wie gewohnt in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen!

Aufzeichnungen des Freitagskolloquiums vom 09.12. bei YouTube

Die Aufzeichnungen des letzten Freitagskolloquiums "Neue Stadtgeschichten II: Quellen" vom 09. Dezembersind jetzt bei YouTube öffentlich zugänglich.

Link zum YouTube-Kanal des IStG

Sie finden dort folgende Vorträge:

  • Alexandra Bloch Pfister (Münster): Quellen und Archive am Beispiel verschiedener westfälischer Stadtgeschichten
  • Alexander Kraus (Wolfsburg): Lebendige Stadtgeschichte. Von der Bedeutung alternativer Überlieferungen jenseits des Kommunalarchivs
  • Sabine Kittel (Gelsenkirchen): Eine Stadt erzählt sich selbst. Gelsenkirchen in unterschiedlichen Perspektiven

SAVE THE DATE: Frühjahrstagung 2023

"Der Stoffwechsel der vormodernen Stadt - Umweltgeschichte im urbanen Raum“ am 20. und 21. März 2023
© IStG

Das 48. Frühjahrskolloquium des IStG findet am 20. und 21. März 2023 zum Thema "Der Stoffwechsel der vormodernen Stadt - Umweltgeschichte im urbanen Raum" im Vortragssaal des LWL-Museums für Kunst und Kultur Münster statt.

Das Programm sowie ein Abstract können unter den folgenden Links abgerufen werden:

Programm der Frühjahrstagung 2023

Abstract der Frühjahrstagung 2023

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Senden Sie uns Ihre Anmeldung per Mail an istg@uni-muenster.de !

Freitags-Kolloquium am 09.12.2022: Neue Stadtgeschichten II: Quellen

Domplatz 20-22 | Fürstenberghaus Vorlesungssaal F33 | 14 bis 18 Uhr

Am Freitag, 9. Dezember 2022, findet das dritte Freitagskolloquium des Wintersemesters statt. Unter dem Titel "Neue Stadtgeschichten II: Quellen" werden die folgenden Vorträge gehalten:

Sabine Kittel (Gelsenkirchen): Eine Stadt erzählt sich selbst. Gelsenkirchen in unterschiedlichen Perspektiven
Seit 1948 gab das Stadtamt für Wirtschaftsförderung und Presse in Gelsenkirchen vierzehntägig die „Gelsenkirchener Blätter“ heraus, drei Jahre später begann das Amt zusätzlich mit der jährlichen Produktion eines Stadtfilms. Beide Projekte waren dazu da, die politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Ruhrgebietsstadt zu dokumentieren. Ihre bildlichen Darstellungen von Gelsenkirchen sind für die Stadtgeschichte heute immens wertvoll. Doch sollte nicht vergessen werden, dass sowohl die „Gelsenkirchener Blätter“ als auch die „Stadtfilme“ einer Marketing-Idee folgten und Ausdruck der gewünschten Selbstdarstellung der Stadt waren, die lebendig, modern und aufwärtsstrebend erscheinen sollte. Der Vortrag erläutert die Fallstricke dieser hochinteressanten zeitgeschichtlichen Quellengruppe und stellt die Aktivitäten der Heimatvereine und deren Veröffentlichungen zur Seite.

Alexandra Bloch Pfister (Münster): Quellen und Archive am Beispiel verschiedener westfälischer Stadtgeschichten
Auch bei modernen Stadtgeschichten sind schriftliche Quellen unverzichtbar. Sie stellen die Forschenden aber vor andere Herausforderungen als Quellen vergangener Jahrhunderte. Zusätzlich eröffnet der Einbezug von Berichten noch lebender Zeitzeugen neue Darstellungsebenen. Beide Aspekte werden am Beispiel westfälischer Stadtgeschichten erörtert.

Alexander Kraus (Wolfsburg): Lebendige Stadtgeschichte. Von der Bedeutung alternativer Überlieferungen jenseits des Kommunalarchivs
Stadtarchive gelten gemeinhin und auch in ihrer Selbstwahrnehmung nicht selten als „historisches Gedächtnis“ einer Kommune. Doch stellt sich angesichts der zentralen Bestände die Frage, ob sie diesem Anspruch auch gerecht werden (können). Zahlreiche gesellschaftliche und kulturelle Wandlungsprozesse, insbesondere, wenn sie ‚von unten‘ angestoßen werden, finden meist erst mit Verspätung Aufnahme in die Verwaltungsprozesse und demnach in die kommunale Überlieferung. Am Beispiel der Stadtgeschichte Wolfsburgs in den Wirtschaftswunderjahren stehen solche Überlieferungslücken wie auch Strategien zu ihrer Schließung im Fokus des Vortrags.

Alle Interessierten sind ab 14 Uhr herzlich in den Raum F33 des Fürstenberghauses eingeladen!

Aufzeichnungen des Freitagskolloquiums vom 18.11. bei YouTube

Die Aufzeichnungen des letzten Freitagskolloquiums "Neue Stadtgeschichten I: Stadtgeschichtsschreibung" vom 18. November sind jetzt bei YouTube öffentlich zugänglich.

Link zum YouTube-Kanal des IStG

Sie finden dort folgende Vorträge:

Christoph Lorke (Münster): Die "kleine Heidestadt" auf dem Sprung zur Großstadt: Potentiale und Herausforderungen einer moderenen Stadtgeschichtsschreibung am Beispiel der Stadt Gütersloh

Stefan Mühlhofer (Dortmund): Auf dem Weg zu einer neuen Stadtgeschichte zu Dortmund

Silas Gusset (Basel): Stadtgeschichte Basel: zwischen Forschung und Vermittlung

Kürzere Öffnungszeiten Bibliothek am Donnerstag 17.11.2022

Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
die Bibliothek des Instituts für vergleichende Städtegeschichte bleibt am Donnerstag, 17.11.2022, auf Grund einer Veranstaltung zwischen 12 Uhr und 14:30 Uhr  geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und einen guten Start in die Woche!

Sitzung Arbeitskreis Historische Kartographie

© istg

Die diesjährige Sitzung des Arbeitskreises Historische Kartographie findet am Donnerstag, dem 17.11.2022, im IStG statt.

Das Programm als PDF-Datei

Freitags-Kolloquium am 18.11.2022: Neue Stadtgeschichten I: Stadtgeschichtsschreibung

Domplatz 20-22 | Fürstenberghaus Vorlesungssaal F33 | 14 bis 18 Uhr

Am Freitag, 18. November 2022 findet das zweite Freitagskolloquium des Wintersemesters statt. Unter dem Titel "Neue Stadtgeschichten I: Stadtgeschichtsschreibung" werden die folgenden Vorträge gehalten:

Christoph Lorke (Münster): Die "kleine Heidestadt" auf dem Sprung zur Großstadt: Potentiale und Herausforderungen einer moderenen Stadtgeschichtsschreibung am Beispiel der Stadt Gütersloh
Von der ostwestfälischen Provinz- oder auch der „kleinen Heidestadt“ hin zu einer rasant wachsenden und prosperierenden Großstadt mit vielfältigen globalen Bezügen: Die Geschichte Güterslohs nahm seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in vielerlei Hinsicht einen durchaus anderen Verlauf als andere Städte vergleichbarer Größe. Der Vortrag diskutiert die Potentiale und Herausforderungen, die sich mit der Erforschung der jüngeren Gütersloher Stadtgeschichte verbinden.

Stefan Mühlhofer (Dortmund): Auf dem Weg zu einer neuen Stadtgeschichte zu Dortmund

Silas Gusset (Basel): Stadtgeschichte Basel: zwischen Forschung und Vermittlung
Zurzeit wird in Basel eine neue mehrbändige Darstellung der Stadtgeschichte erarbeitet, mit neuen Forschungsperspektiven und zugleich auf ein breites Publikum ausgerichtet. Was muss das Konzept beinhalten, damit es beiden Ansprüchen gerecht wird – dem Forschungs- und dem Vermittlungsanspruch? Ein Werkstattbericht aus Band 8 (1960–2020).


Alle Interessierten sind ab 14 Uhr herzlich in den Raum F33 des Fürstenberghauses eingeladen!

Aufzeichnung des Freitagskolloquiums bei YouTube online

Die Aufzeichnungen des letzten Freitagskolloquiums zur Koelhoffschen Chronik vom 28. Oktober sind jetzt bei YouTube öffentlich zugänglich.
Link zum YouTube-Kanal des IStG
Sie finden dort folgende Vorträge:

Prof. Dr. Carla Meyer-Schlenkrich - Einführung.

Alina Ostrowski, B.A. - „dat si got vri wil haven” - Untersuchungen zum Selbstverständnis der Stadt Köln im Spiegel der Cronica van der hilliger Stat van Coellen.

Dr. des. Paul Schweitzer-Martin - Lage für Lage zum gedruckten Buch: Der Produktionsprozess der Koelhoffschen Chronik.

Nils Foege, M.A. - „quid observatu necesse sit in accommodatione librorum externis personi.“ Bibliothekszugang und -nutzung in der Kölner Kartause um 1500

Prof. Dr. Sita Steckel - Die Verehrung des Heiligen Bruno in der Koelhoffschen Chronik, in der Stadt Köln und im Kartäuserorden

Verleihung des Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preises an Dr. Anna Krabbe

Dr. Anna Krabbe
© IStG

Der „Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.“ hat am 23. Oktober 2022 in Soest den Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis an Dr. Anna Krabbe verliehen.
Der Preis, der seit 1991 Arbeiten junger Historiker zur Landesgeschichte Ost- und Südwestfalens auszeichnet, wurde in diesem Jahr an Anna Krabbe für Ihre Dissertation „Inseln in der evangelischen Stadt? Religiöse Gemeinschaften in Soest und Herford 1521–1609“ vergeben. In einer festlichen Zeremonie im Rittersaal des Burghofmuseums Soest sprachen der Vereinsdirektor Dr. Andreas Neuwöhner und der Bürgermeister der Stadt Soest Dr. Eckhard Ruthemeyer zur Begrüßung. Nach der Laudatio des Doktorvaters Prof. Dr. Werner Freitag und einer wunderbaren musikalischen Rahmung durch Ivo Kanz (Flügel) und Irina Kichakova (Geige) stellte Anna Krabbe ihre Arbeit vor. In dieser ging sie der Frage nach, wie sich das Zusammenleben der religiösen Gemeinschaften in den Städten Soest und Herford nach Einführung der Reformation gestaltete. An verschiedenen Aspekten (z.B. Seelsorge, Schulwesen, Armenfürsorge, topographische Einbindung oder Nachbarschaftspflege) konnte sehr eindrücklich nachgewiesen werden, dass die Klöster und Stifte noch lange in die Stadtgemeinschaft integriert blieben. Die seit Jahrhunderten bestehenden Zuständigkeiten wurden erst allmählich aufgegeben bzw. umdefiniert, sodass sich neue Formen der Koexistenz von altgläubigen und reformierten Religionsgemeinschaften mit der Stadtgesellschaft bilden konnten.

Anna Krabbe war Gastwissenschaftlerin am IStG, wobei ihre Forschungen durch das Präses D.-Karl-Koch Stipendium der Evangelischen Kirche von Westfalen und durch das Alois-Schröer-Stipendium der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU gefördert wurden.

Bibliographische Angaben:
Anna Krabbe, Inseln in der evangelischen Stadt? Religiöse Gemeinschaften in Soest und Herford 1521–1609 (Westfalen in der Vormoderne 34), Aschendorff Verlag Münster 2021.


Forschungsstipendium des IStG: Gastwissenschaftlerin Hanna Wichmann

Hanna Wichmann von der Universität Rostock hat für ihr Dissertationsprojekt das Forschungsstipendium des IStG erhalten und forscht vom 1.10. bis 31.12.2022 in der Institutsbibliothek zum Thema: "Emotionen und soziale Beziehungen in nord‐ und südalpinen Familienbüchern des 14. und 15. Jahrhundert". Am 16.11.2022 wird sie hierzu einen Vortrag im Kolloquium "Frühe Neuzeit" halten.
 

Institutsbibliothek am Tag der Deutschen Einheit geschlossen

Liebe Besucher*innen,
am Tag der Deutschen Einheit, 03.10.2022, bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen!
Vielen Dank für Ihr Verständnis und einen guten Start ins (lange) Wochenende!

Nachholtermin aus dem Sommersemester 2022

Freitags-Kolloquium am 28.10.2022 zur Koelhoffschen Chronik

Domplatz 20-22 | Fürstenberghaus Vorlesungssaal F5 | 14 bis 18 Uhr

Am Freitag, 28. Oktober 2022 findet das Freitags-Kolloquium zur Koelhoffschen Chronik statt. Im Sommersemester musste der Termin krankheitsbedingt ausfallen, jetzt freuen wir uns auf die folgenden Vorträge:

Prof. Dr. Carla Meyer-Schlenkrich (Münster), Einführung

Alina Ostrowski, B.A. (Passau), „dat si got vri wil haven” - Untersuchungen zum Selbstverständnis der Stadt Köln im Spiegel der Cronica van der hilliger Stat van Coellen
Der Vortrag widmet sich dem in der Chronik vermittelten Verständnis Kölns als Freier Reichsstadt und als Heiliger Stadt. Anhand des Zusammenspiels dieser beiden Aspekte städtischen Selbstverständnisses wird dargelegt, wie der Verfasser der Chronik die Heiligkeit der Stadt nutzt, um weltliche Ansprüche zu legitimieren. Dabei wird auch Einblick in ausgewählte Textpassagen sowie deren paratextuelle Gestaltung gewährt.

Dr. des. Paul Schweitzer-Martin (München), Lage für Lage zum gedruckten Buch: Der Produktionsprozess der Koelhoffschen Chronik
Dieser Vortrag untersucht die Herstellung der über 700 Seiten starken Kölner Chronik aus Perspektive der Buchdruckgeschichte. Dabei sollen verschiedene Aspekte wie das Layout, der Satz und die Illustrationen in den Blick genommen werden. Gleichzeitig wird gefragt, welche Rückschlüsse diese auf den Herstellungsprozess erlauben, da nur wenige Quellen Einblicke in die Produktion dieser Inkunabel erlauben.

Nils Foege, M.A. (Münster), „quid observatu necesse sit in accommodatione librorum externis personi.“ Bibliothekszugang und -nutzung in der Kölner Kartause um 1500
Jüngere Forschungen haben den Verfasser der „Koelhoffschen Chronik“ im Umfeld der Kölner Kartause und ihrer reichhaltigen Bibliothek verortet und damit ein neues Licht auf die noch immer ungeklärte Frage nach dessen Identität geworfen. Daran anknüpfend beleuchtet der Vortrag, wie und unter welchen Bedingungen die Benutzung der Bibliothek der Kölner Kartause um 1500 überhaupt Außenstehenden offen stand: Kann in ihr eine Art öffentliche „Stadtbibliothek“ gesehen werden oder muss der unbekannte Verfasser über besondere Beziehungen zur Kölner Kartause verfügt haben bzw. ein Ordensmitglied gewesen sein? Hierzu werden Überlegungen und Ergebnisse präsentiert, die im Rahmen der Masterarbeit des Referenten erarbeitet wurden.

Prof. Dr. Sita Steckel (Münster), Die Verehrung des Heiligen Bruno in der Koelhoffschen Chronik, in der Stadt Köln und im Kartäuserorden
Ein klares Interesse der Koelhoffschen Chronik gilt der Darstellung der Kölner Heiligen als Individuen, die mit der Stadt selbst in Verbindung standen. So wird etwa der seit dem Hochmittelalter als Heilige verehrte Bruno, der Gründer des Kartäuserordens, in besonderer Weise als Sohn der Stadt Köln reklamiert - was unter anderem auf Anleihen aus der kartäusischen Geschichtsschreibung in der Chronik hindeutet. Wie ein genauerer Blick zeigt, wurde jedoch in der Stadt Köln und im Kartäuserorden ein durchaus unterschiedliches Bild Brunos gepflegt, sodass sich die Koelhoffsche Chronik als ein interessantes Verbindungsglied erweist.

Alle Interessierten sind ab 14 Uhr herzlich in den Vorlesungssaal F5 des Fürstenberghauses eingeladen!
 
 

2. Werkstattgespräch: Effekte konfessioneller und religiöser Vielfalt

Dienstag, 6. September 2022 | 10.00 bis 17.00 Uhr | im JurGrad (Picassoplatz 3, 48143 Münster)
© EViR Muenster

Das Käte Hamburger Kolleg "Einheit und Vielfalt im Recht" veranstaltet seit 2021 in Kooperation mit dem IStG Werkstattgespräche zum Thema "Gesellschaftliche Diversität und Phänomene rechtlicher Einheit und Vielfalt in der vormodernen Stadt".

Das 2. Werkstattgespräch "Effekte konfessioneller und religiöser Vielfalt" findet am Dienstag,  6. September 2022 | 10.00 bis 17.00 Uhr | im JurGrad (Picassoplatz 3, 48143 Münster) statt. Wir laden hierzu herzlich ein und bitten um Anmeldung bei Nadine Zielinski unter info.evir@uni-muenster.de

Die als Miniserie angelegte Reihe von drei Werkstattgesprächen befasst sich mit dem Wechselverhältnis von gesellschaftlicher Diversität in der vormodernen Stadt und Phänomenen von Vielfalt und Einheit im Recht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass bestimmte Formen rechtlicher Vielfalt Ausdruck gesellschaftlicher Diversität sind, die sich in der rechtlichen Sonderstellung oder Andersbehandlung bestimmter Gruppen (im positiven wie negativen Sinne) immer wieder neu konstituiert. Im Spannungsfeld rechtlicher Einheit und Vielfalt zeigt sich letztlich der Umgang einer Gesellschaft mit ihrer eigenen Heterogenität. Deutlich wird dies etwa in Gestalt von Minderheitenrechten oder in der Exemtion, also der rechtlichen Herausnahme bestimmter Personen oder Gruppen aus einem Jurisdiktionsbereich. Gleichwohl schlägt sich gesellschaftliche Diversität keineswegs immer in rechtlicher Pluralität nieder. Es stellt sich daher erstens die Frage, unter welchen Umständen welche sozialen und kulturellen Unterschiede innerhalb von Stadtgesellschaften zu rechtlicher Pluralisierung führen. Welche rechtlichen Modelle im Umgang mit gesellschaftlicher Diversität oder postulierter Gleichheit lassen sich in verschiedenen Städten oder auch Stadttypen ausmachen?

Zudem ist herauszustellen, dass die rechtliche Sonderstellung bestimmter Personengruppen oder Gemeinschaften keineswegs in allen Teilbereichen des Rechts gleich war, sondern sich je nach Rechtsbereich unterscheiden konnte. Hier ansetzend interessieren wir uns zweitens für die Frage, welche Rechtsgebiete besonders leicht zugänglich für die Einschreibung oder aber Aufhebung sozialer Differenz waren und welche Unterschiede hier mit Blick auf verschiedene Stadttypen (etwa Reichsstädte, Handels-, Land- oder auch Residenzstädte) oder überregional verschieden ausgeprägte Konstellationen von gesellschaftlicher Diversität (etwa mit Blick auf religiöse/ konfessionelle, sprachliche oder ethnische Vielfalt) ausgemacht werden können.

Für den Zusammenhang von gesellschaftlicher Diversität, Vielfalt und Einheit im Recht in der vormodernen Stadt besonders interessant sind schließlich Phasen beschleunigten Wandels, etwa im Zusammenhang mit oder als Folge von Migrationsprozessen, wirtschaftlichen Auf- und Abschwüngen oder innerstädtischen Unruhen und Aufständen. Hiervon ausgehend wollen wir drittens diskutieren, welche Rolle das Recht in diesen Fällen als Mittel für die Verarbeitung, Ausblendung oder aber Verfestigung gesellschaftlicher Diversität spielte. Welche traditionellen rechtlichen Bevorzugungen und Benachteiligungen wurden überschrieben und welche neu eingeführt?

Diesen generellen Fragen soll in den drei Werkstattgesprächen mit einem phänomenologisch fokussierten Zugriff nachgegangen werden. Im ersten Gespräch lag der Schwerpunkt auf dem Handel als Faktor für Formen von Rechtsvielfalt und Rechtsvereinheitlichung. Im zweiten geht es nun um Auswirkungen konfessioneller oder religiöser Vielfalt in der Stadt auf Formen von Rechtsvielfalt und Rechtsvereinheitlichung. Im dritten soll schließlich in systematischer Hinsicht nach der Korrelation von Stadttypen und Formen von Rechtsvielfalt und/oder Rechtseinheit gefragt werden.

Programm

10.00 Uhr
Begrüßung und Vorstellungsrunde

10.15 Uhr
Olga Kozubska (L’viv/Münster) | Urban Religious Communities in Magdeburg Law Privileges

11.15 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Iryna Klymenko (München) | Rechtlicher Umgang mit gesellschaftlicher Diversität in der frühneuzeitlichen Stadt in Zeiten religiöser Umwälzungen. Der Fall von L'viv um 1600

12.30 bis 14.00 Uhr
Pause

14.00 Uhr
Nikolas Funke (Münster) | Militärische Besatzung, Konfessionelles Zusammenleben und rechtliche Pluralität: Wesel 1614-1629

15.00 Uhr
Kaffeepause

15.15 Uhr
Benjamin Seebröker (Münster) | Zur Abwesenheit konfessioneller Marker in den Strafverfolgungsakten zu Gewaltdelikten in den Städten Lancashires (ca. 1730-1830)

16.15 bis 17.00 Uhr
Abschlussdiskussion und Verabschiedung
Kommentator:innen
Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)
Birgit Emich (Frankfurt am Main)
Ulrike Ludwig (Münster)

Deutscher Historischer Städteatlas Magdeburg

Zusammenfassung des Workshops auf Youtube verfügbar
© Ditmar Pauke

Am 30. Juni 2022 lud das Stadtarchiv Magdeburg in den Gartensaal des Gesellschaftshauses Magdeburg zum Workshop "Auf dem Weg zum Historischen Städteatlas Magdeburg" ein.

Nach einer Begrüßung und Einführung ins Thema durch PD Dr. Christoph Volkmar (Magdeburg) stellten Dr. Angelika Lampen (Münster) und Dr. Thomas Tippach (Münster) die Reihe des Deutschen Historischen Städteatlas und das Institut für vergleichende Städtegeschichte vor. Dr. Henning Steinführer (Braunschweig) berichtete über die nachhaltigen Wirkungen des Historischen Städteatlas von Braunschweig, den er im Jahr 2013 gemeinsam mit dem IStG bearbeitet hatte. Dr. Jens Kunze (Magdeburg) sprach über die Kartensammlung des Stadtarchivs als Quelle für den Historischen Städteatlas, bevor Dr. Matthias Lerm (Magdeburg) die Bedeutung des Historischen Städteatlas für die Stadtplanung aufzeigte. Felix Maron (Leipzig) und PD Dr. Christoph Volkmar (Magdeburg) befassten sich in ihrem Vortrag mit dem Rentzplan von 1552 und die Vermessung der vormodernen Metropole. Zum Höhepunkt des Workshops konnte die Freischaltung des ersten Online-Moduls des Deutschen Historischen Städteatlas durch Dr. Daniel Stracke (Münster) vorgenommen werden. Das Publikum zeigte sich beeindruckt von den Darstellungsmöglichkeiten der digitalen Karten, die öffentlich im Portal Städtegeschichte einsehbar sind.

Das Magdeburger Monatsmagazin "m hoch 3" hat diesen Workshop mit Kameras begleitet und eine Zusammenfassung auf YouTube bereitgestellt.



 

Bibliothek am Freitag 15.07.2022 geschlossen

Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
die Bibliothek des Instituts für vergleichende Städtegeschichte bleibt am Freitag, 15.07.2022 geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und einen guten Start ins Wochenende.

Weitere Meldungen

Weitere Meldungen des IStG finden Sie in unserem Archiv.