FB05: Teilnahme an der IEEE Medical Imaging Conference, Yokohama, Japan
Antragstellender: Nils Marquardt
Fachbereich, Studienrichtung: FB 05, Promotion Medizinische Wissenschaften
Dank der großzügigen Unterstützung durch den Santander Mobilitätsfonds sowie den Travel Award des Cells in Motion Interfaculty Centre der Universität Münster konnte ich in diesem Jahr – nach 2023 und 2024 – zum dritten Mal an der IEEE Medical Imaging Conference (MIC) teilnehmen. Die MIC gehört weltweit zu den bedeutendsten Konferenzen im Bereich der medizinischen Bildgebung und bringt jedes Jahr Expertinnen und Experten aus Physik, Informatik, Ingenieurwesen, Medizin und Biologie zusammen. Der diesjährige Kongress fand vom 01. bis 08. November 2025 in Yokohama, Japan, statt und zählte insgesamt 1.858 Teilnehmende.
Im Verlauf der Konferenz durfte ich meine Forschung als Poster mit dem Titel „Improvement of Optimal Transport Based Cell Tracking in PET Through Time-of-Flight“ vorstellen. Obwohl für die Poster-Session nur 90 Minuten vorgesehen waren, war ich insgesamt über zwei Stunden damit beschäftigt, meine Arbeit zu präsentieren und zu diskutieren. Besonders wertvoll war der Austausch — sowohl mit Expertinnen und Experten aus meinem Fachgebiet als auch mit fachfremden Interessierten. Die Diskussionen eröffneten mir neue Perspektiven auf Anwendungsgebiete, Limitationen und mögliche Erweiterungen meiner Methode und stärkten meine Fähigkeit, meine Arbeit verständlich zu erklären und ihre Bedeutung hervorzuheben.
Darüber hinaus boten mir auch die weiteren Vortrags- und Poster-Sessions neue Einblicke, die ich für meine weitere Arbeit verwenden möchte. Neben Beiträgen aus den Sessions „New Concepts and Emerging Applications“ und „New Radiation Detector Technologies for Medical Imaging“, in denen beispielsweise gezeigt wurde, wie Detektoren der Positron-Emissions-Tomographie (PET) auch für Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT) genutzt werden können, waren vor allem die Sessions über „Total-Body, Whole-Body and Multi-Modality Clinical Emission Systems“ sowie „Simulation and Modeling of Medical Imaging Systems“ für mich von Interesse. Die Vorträge in diesen Bereichen wiesen große Schnittstellen zu meiner aktuellen Forschung auf und lieferten neue Ideen für künftige Projekte und Anwendungsmöglichkeiten.
Neben dem wissenschaftlichen Programm waren auch soziale Events Teil des Konferenzprogramms, die Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung boten. Dazu zählten unter anderem die „Exhibitor Happy Hour“ und die „Conference Reception“. Bei beiden Veranstaltungen gab es Essen und Getränke, wodurch sich in lockerer und ungezwungener Atmosphäre Gespräche entwickeln konnten. Dank meines Betreuers, Prof. Klaus Schäfers, der ebenfalls an der Konferenz teilgenommen hat, konnte ich Fachleute aus sowohl universitärem als auch industriellem Umfeld kennenlernen — darunter Personen, die in der Vergangenheit bereits mit unserem Institut kooperiert haben. Darüber hinaus konnte ich Kolleginnen und Kollegen aus meinen Konferenzteilnahmen der vergangenen Jahre wiedersehen und zahlreiche neue Kontakte knüpfen. Insgesamt haben diese Veranstaltungen einen großen Anteil dazu beigetragen, neue Kooperationen in Aussicht zu stellen.
Insgesamt war die Teilnahme an der MIC 2025 für mich äußerst erfolgreich und bereichernd. Ich konnte meine Forschung einem breiten Publikum vorstellen, wertvolles Feedback erhalten, mein wissenschaftliches Netzwerk erweitern und neue Ideen für zukünftige Projekte entwickeln. Ich bin sehr dankbar dafür, durch den Santander Mobilitätsfonds und den Travel Award des CiM die Möglichkeit gehabt zu haben, nach Japan zu reisen und an dieser Konferenz teilzunehmen. Neben den wissenschaftlichen Aspekten durfte ich dadurch auch Einblicke in die japanische Kultur gewinnen, was mich sehr fasziniert und beeindruckt hat. Die gewonnenen Eindrücke – sowohl fachlich als auch kulturell – werden meine weitere Arbeit nachhaltig prägen. Meine Reise- und Konferenzerfahrungen einschließlich einer Fotogalerie habe ich im Rahmen der Wissenschaftskommunikation zur Veröffentlichung auf der Institutswebseite des European Institute for Molecular Imaging zusammengetragen.