FB 13: Teilnahme an der Konferenz "World Expo of Synthetic Biology", Paris, Frankreich

Antragstellender: Thomas Willenborg
Fachbereich, Studienrichtung: FB 13, Biotechnologie

Durch die Förderung des Santander Mobilitätsfonds hatte ich die Möglichkeit, an der World Expo of Synthetic Biology in Paris teilzunehmen. Als Jurymitglied durfte ich dort Forschungsprojekte von Studierenden aus aller Welt begutachten und mit den Teams über mögliche Schwächen, Anwendungsbereiche und gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeiten diskutieren. Die World Expo of Synthetic Biology wird seit 2003 von der Non-Profit-Organisation iGEM (International Genetically Engineered Machine) ausgerichtet und hat sich zu einer der größten Veranstaltungen im Bereich der Synthetischen Biologie entwickelt. In diesem Jahr nahmen über 5000 Teilnehmende mit mehr als 400 Projekten teil.

Während der Veranstaltung konnte ich maßgeblich an der Bewertung der Projekte mitwirken und erhielt wertvolle Einblicke in den Aufbau, die Struktur und die Umsetzung interdisziplinärer Forschungsprojekte. Diese Erfahrungen werde ich künftig in meine eigene Forschung einfließen lassen und an neue Mitglieder unseres Teams weitergeben. Besonders beeindruckt haben mich die innovativen Ansätze einiger Teams, etwa eine neuartige Methode der Pflanzentransformation mithilfe von Transposons oder ein Projekt der Universität Heidelberg, das eine zielgerichtete Krebstherapie entwickelt, bei der gesunde Zellen geschont werden.

Ein wichtiger Bestandteil der Expo war zudem der Austausch über Wissenschaftskommunikation und Inklusion in der Forschung. Durch meine Tätigkeit als Jurymitglied, bei der ich die Projekte auf Grundlage ihrer Dokumentationen bewertete, konnte ich nachvollziehen, welche Faktoren eine verständliche und überzeugende Darstellung wissenschaftlicher Inhalte ausmachen. Besonders wichtig war mir auch die Förderung der Teilhabe von Menschen, die bislang kaum Zugang zur Biologie haben, um ihnen neue Chancen in der Forschung zu eröffnen.

Neben meinen Jurytätigkeiten hatte ich die Gelegenheit, zahlreiche Fachvorträge von über 200 Redner*innen zu besuchen und wertvolle Kontakte zu Forschenden aus aller Welt zu knüpfen. Diese Kontakte können künftig auch für die Universität Münster von großem Nutzen sein. Die gesammelten Eindrücke und Erkenntnisse möchte ich nutzen, um im kommenden Jahr ein neues iGEM-Team Münster 2026 aufzubauen und zu betreuen. Mit der durch die Veranstaltung gewonnenen Expertise möchte ich das Team dabei unterstützen, ein konkurrenzfähiges Projekt zu entwickeln und die Universität Münster international zu vertreten.

Ich danke dem Santander Mobilitätsfonds herzlich für die finanzielle Unterstützung, die mir diese bereichernde Erfahrung ermöglicht hat.