FB03: Forschungsaufenthalt an der Università di Bologna, Italien
Antragstellende: Sophie Fanenstich
Fachbereich, Studienrichtung: FB 03, Promotion Rechtswissenschaft
Mithilfe der Unterstützung des Santander Mobilitätsfonds der Universität Münster konnte ich im Herbst 2025 einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt an der ALMA MATER STUDIORUM – Università di Bologna realisieren. Ziel des Forschungsaufenthaltes war es, mich im Rahmen meines Dissertationsprojekts im Europarecht insbesondere mit Fragen der Harmonisierung von Sanktionsnormen auf europarechtlicher Ebene, den Gesetzgebungskompetenzen der Europäischen Union sowie den hierfür maßgeblichen Ermächtigungsgrundlagen zu beschäftigen.
Die Università di Bologna bietet als eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten ein besonders anregendes wissenschaftliches Umfeld für die Auseinandersetzung mit europarechtlichen Fragestellungen. Während meines Aufenthalts konnte ich die universitären Ressourcen nutzen und meine Forschungsarbeiten durch die Arbeit mit einschlägiger Literatur vertiefen. Insbesondere ermöglichte mir der Aufenthalt, meine bisherigen Überlegungen zu den Grenzen und Möglichkeiten einer unionsrechtlichen Harmonisierung von Sanktionsnormen weiterzuentwickeln und in den größeren Zusammenhang der Kompetenzordnung der Europäischen Union einzuordnen.
Von besonderer Bedeutung war der fachliche Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort. Im Rahmen von Gesprächen und Diskussionen konnte ich meine Forschungsfragen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, meine bisherigen Überlegungen kritisch hinterfragen und wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit an meinem Dissertationsprojekt gewinnen. Gerade der Austausch mit Personen, die mit unterschiedlichen nationalen und wissenschaftlichen Perspektiven auf das Europarecht arbeiten, war für meine Forschung besonders bereichernd.
Darüber hinaus konnte ich während meines Forschungsaufenthaltes wertvolle Kontakte knüpfen und mein wissenschaftliches Netzwerk im Bereich des Europarechts erweitern. Die Gespräche und Begegnungen vor Ort haben mir neue Einblicke ermöglicht und zugleich Anknüpfungspunkte für einen weiteren wissenschaftlichen Austausch geschaffen. Neben den unmittelbaren fachlichen Erkenntnissen war gerade diese Möglichkeit zur internationalen Vernetzung ein wesentlicher Gewinn meines Aufenthalts.
Die während meines Forschungsaufenthaltes gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse habe ich in meine weitere wissenschaftliche Arbeit einfließen lassen. Darüber hinaus möchte ich den während des Aufenthalts begonnenen fachlichen Austausch und die geknüpften wissenschaftlichen Kontakte auch über den Aufenthalt hinaus weiterführen.
Ich danke dem Santander Mobilitätsfonds sowie Linda Dieks herzlich für die Unterstützung meines Forschungsaufenthaltes. Ich kann anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern nur empfehlen, solche Möglichkeiten zu nutzen und neue Perspektiven und Erfahrungen im Ausland zu sammeln.