FB 12: Forschungsaufenthalt an der School of Chemistry & Chemical Engineering, Nanjing University, China

Geförderte: Lilli Marie Amrehn
Fachbereich, Studienrichtung: FB 12, Chemie

Dank der Förderung durch den Santander Mobilitätsfonds wurde mir ein Forschungsaufenthalt an der School of Chemistry & Chemical Engineering der Nanjing University ermöglicht. Dort forschte ich in der Arbeitsgruppe von Prof. Jin Xie an der Entwicklung bimetallischer Gold-Mangan-Komplexe, die unter Lichteinstrahlung zur Aktivierung von C–F-Bindungen eingesetzt werden können. Dank der hohen Expertise der Arbeitsgruppe entwickelte sich eine äußerst produktive Zusammenarbeit, die mir wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen der organischen Chemie und in internationale Forschungsarbeit ermöglichte.

Während meiner Arbeit im Labor lernte ich zahlreiche neue experimentelle Methoden kennen und erhielt Einblicke in die chinesische Arbeits- und Forschungskultur, die sich durch ein hohes Maß an Engagement und Eigenständigkeit auszeichnet. Der Austausch mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe eröffnete mir neue Perspektiven auf wissenschaftliche Arbeitsweisen und förderte meine fachliche Weiterentwicklung.

Darüber hinaus bot mir der Aufenthalt die Möglichkeit, die chinesische Kultur intensiv kennenzulernen und die große Gastfreundschaft vor Ort zu erleben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das chinesische Neujahrsfest, bei dem ich traditionelle Bräuche und das gesellschaftliche Leben aus nächster Nähe erfahren konnte. Auch die Stadt Nanjing mit ihrer Verbindung aus kulturellem Reichtum, historischer Bedeutung und naturnaher Umgebung hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Während meiner Zeit in Nanjing besuchte ich zudem das Pujiang Institute der Nanjing Tech University, an dem ich eingeladen wurde, einen Vortrag mit dem Thema „Discover Germany - Your Gateway to Study & Internship Excellence“ zu halten. Die Gespräche mit den Studierenden, die sich für einen Auslandsaufenthalt in Deutschland interessieren, waren für beide Seiten sehr bereichernd und förderten den interkulturellen Austausch an der Universität. Zurück in Münster hielt ich zudem einen wissenschaftlichen Vortrag über meinen Forschungsaufenthalt in Nanjing für Bachelorstudierende der Universität Münster und konnte dabei Studierende motivieren, selbst internationale Forschungserfahrungen zu sammeln.

Insgesamt stellte der Forschungsaufenthalt eine äußerst bereichernde Erfahrung dar, die meine fachliche und persönliche Entwicklung nachhaltig geprägt und mein Interesse an internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit weiter gestärkt hat.