FB 14: Konferenzteilnahme „Neue Kulturgeographie 2025“, Augsburg, Deutschland
Antragstellender: Vasco Cornelius Heitefaut
Fachbereich, Studienrichtung: FB 14, Humangeographie
Dank der finanziellen Förderung durch den Santander Mobilitätsfonds hatte ich die Gelegenheit, an der diesjährigen Tagung „Neue Kulturgeographie 2025“ an der Universität Augsburg teilnehmen, die vom Zentrum für Klimaresilienz (ZfK) organisiert wurde. Die Tagung zählt zu den größten kulturgeographischen Tagungen im deutschsprachigen Raum und bot mir eine hervorragende Plattform für fachlichen Austausch und Vernetzung mit anderen Forschenden.
Im Rahmen der interaktiven Workshop-Session „Geographische Lehre dezentrieren“ hatte ich die Möglichkeit erste Erkenntnisse aus der partizipativen Konzeption und Durchführung einer Bachelor-Exkursion zu (Flucht-)Migration an Europas Außengrenzen zu präsentieren, die ich gemeinsam mit einer Lehrperson entwickelt habe und die im September 2025 in Griechenland stattfand. Der Tagungsvortrag mit dem Titel „Wir müssen raus – aber wie? Reflexive und dekoloniale Zugänge zu geographischer Exkursionsdidaktik“ stellte den erprobten experimentellen exkursionsdidaktischen Ansatz vor. Dieser umfasste unter anderem die Vermittlung zentraler theoretischer Konzepte und methodischer Kompetenzen, die Reflexion forschungsethischer Fragen sowie die kritische Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit ihrer eigenen Forschungspraxis im widersprüchlichen Feld der Flucht und Migration. Im anschließenden Diskussionsteil ergab sich ein offener Austausch darüber, wie Exkursionen in diesen Feldern zukünftig gestaltet werden können. Dabei wurden vielfältige Ideen, Fragen und Erfahrungen aller Workshop-Teilnehmenden aufgegriffen und gemeinsam reflektiert, wodurch ein produktiver Dialog über innovative (Exkursions-)Praktiken entstand.
Die auf der Tagung vorgestellten und gewonnenen Erkenntnisse konnte ich am 27.10.2025 im Rahmen des Tags der Lehre der Universität Münster weitertragen. Unter dem Leitthema „Die Lehre(n) der Zukunft: Gemeinsam forschend lernen und lehren“ wurden in der Session „Studierende als Forschende: Möglichkeiten finden und Grenzen ausloten“ die Durchführung und die Effekte des Exkursionsansatzes mitsamt der reflexiven Methoden thematisiert. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie dieser Ansatz im Sinne des forschenden Lernens zur Kompetenzenzwicklung Studierender beitragen kann.
Rückblickend waren sowohl die Teilnahme an der Tagung als auch am Tag der Lehre eine äußerst bereichernde Erfahrung – persönlich sowie auch fachlich für meinen weiteren beruflichen Werdegang. Ich bin dem Santander Mobilitätsfonds daher sehr dankbar, dass mir durch die finanzielle Unterstützung eine Teilnahme an der Tagung ermöglicht wurde, und freue mich darauf, die gewonnenen Impulse und Erkenntnisse auch in meine Masterarbeit einfließen lassen zu können.