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Austausch über Philosophie und Wissenschaft

Audio Speer

Prof. Dr. Andreas Speer

© han

Über Philosophie und Wissenschaft als gemeinsames Erbe von Judentum, Christentum und Islam im Mittelalter hat der Kölner Philosoph Prof. Dr. Andreas Speer in der öffentlichen Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ gesprochen. Darin zeigte er die Bedeutung von Philosophie und Wissenschaft für das Selbstverständnis und die kulturelle Formation der drei abrahamitischen Religionen auf. Der Philosoph nahm zunächst die spätantike hellenistische Kultur als gemeinsamen Ausgangspunkt in den Blick und zeichnete anschließend zentrale Etappen der „translatio studiorum“, des Transfers griechischen Wissens über den arabischen Raum nach Europa vom 6. Jahrhundert nach Christus bis ins späte Mittelalter, nach.

Vortrag „Philosophie und Wissenschaft als gemeinsames Erbe der abrahamitischen Religionen im Mittelalter“

Die Themen der öffentlichen Reihe, die der Exzellenzcluster und das Centrum für religionsbezogene Studien (CRS) im Sommersemester 2015 organisiert, reichen von multi-religiösen Identitäten in modernen pluralen Gesellschaften über den Transfer in der regulierten Religionsvielfalt Chinas bis zum christlich-muslimischen Dialog im Nahen Osten. Auf dem Programm stehen auch der Reliquientransfer zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum sowie Wechselwirkungen zwischen dem Buddhismus und anderen indischen Religionen. Am Exzellenzcluster werden Transfer-Phänomene seit 2012 im Forschungsfeld „Integration“ untersucht.

Mehr Informationen zum Vortrag vom 12. Mai 2015 finden sich auf der Website des Exzellenzclusters. Journalisten können sich bei Interesse an sendefähigen O-Tönen an das Zentrum für Wissenschaftskommunikation unter der Telefonnummer +49 251/83-23376 oder per E-Mail an religionundpolitik@uni-muenster.de wenden.