„Rechtsfragen islamischer Zertifikate“

Rechtswissenschaften Osman Sacarcelik über das Finanzinstrument „Sukuk“

Buchcover
© Nomos

Das kapitalmarktfähige verbriefte Finanzinstrument „Sukuk“ im Bereich des Islamic Finance steht im Mittelpunkt einer Monographie des Rechtswissenschaftlers Osman Sacarcelik vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Das Buch „Rechtsfragen islamischer Zertifikate (Sukuk)“ ist im Verlag Nomos erschienen.  „Sukuk ist zunehmend auch in Europa zu beobachten“, erläutert der Wissenschaftler. Die Entwicklung von Sukuk als Alternative zu zinstragenden Schuldtiteln sei auf das islamrechtliche Zins- und Spekulationsverbot sowie auf den Grundsatz der Gewinn- und Verlustbeteiligung zurückzuführen. Sukuk können zur Unternehmens-, Projekt- oder Immobilienfinanzierung eingesetzt werden. Die Produktpalette reicht von einfachen anleiheähnlichen Formen bis hin zu strukturierten Instrumenten.

Auf der Grundlage von marktüblichen Formen analysiert der Rechtswissenschaftler die Rahmenbedingungen für Sukuk im deutschen Rechtsumfeld. Da es sich bei dem Thema um eine von der internationalen Kautelarpraxis entwickelte juristische Querschnittsmaterie handelt, beleuchtet er dabei kapitalmarktrechtliche sowie u.a. vertrags- und insolvenzrechtliche Probleme im rechtsvergleichenden Zugriff. (Nomos/ill)


Hinweis: Sacarcelik, Osman: Rechtsfragen islamischer Zertifikate (Sukuk) (Schriften zum Gesellschafts-, Bank- und Kapitalmarktrecht, vol. 43), Baden-Baden: Nomos 2013, 303 S., ISBN 978-3-8487-0492-7, 79,00 Euro.