Über Männerliebe in islamischen Kulturen

Arabist Prof. Dr. Thomas Bauer fragt „Wann ist ein Mann ein Mann?“

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Prof. Dr. Thomas Bauer

© Julia Cawley

Über „Männerliebe in vormodernen und modernen islamischen Kulturen“ spricht der Arabist Prof. Dr. Thomas Bauer vom Exzellenzcluster am Dienstag in der Ringvorlesung „Religion und Geschlecht“. Der Islamwissenschaftler fragt: Wann ist ein Mann ein Mann - biologisch und sozial betrachtet? Was geschieht, wenn sich ein Mann in einen Mann verliebt? Westliche und islamische Kulturen hatten und haben unterschiedliche Antworten auf diese Fragen. Seit dem 19. Jahrhundert aber müssen sich islamische Kulturen mit den westlichen Antworten auseinandersetzen, wie Prof. Bauer sagt. Die „Befreiung“ von Frauen und Schwulen habe sogar zur Rechtfertigung des Afghanistankriegs herhalten müssen. Ob der Export westlicher Modelle islamischen Gesellschaften aber tatsächlich immer zum Segen gereicht?

Der Vortrag der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ ist am Dienstag, 15. November, um 18.15 Uhr im Fürstenberghaus am Domplatz 20-22 zu hören. Prof. Bauer leitet am Exzellenzcluster das Projekt A2 „Die Kultur der Ambiguität: Eine andere Geschichte des Islam“. Die Ringvorlesung befasst sich im Wintersemester 2011/2012 unter dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ mit dem Verhältnis von Religion und Geschlecht. Aus der Sicht verschiedener Fächer und Epochen geht sie der Frage nach, wie Religionen die Geschlechterordnung beeinflussten. Zu Wort kommen Historiker, Soziologen, Theologen, Juristen, Ethnologen und Literaturwissenschaftler. (vvm)


Ringvorlesung „,Als Mann und Frau schuf er sie.‘ Religion und Geschlecht“

Wintersemester 2011/2012
dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr
Hörsaal F2 im Fürstenberghaus
Domplatz 20-22
48143 Münster