Studium

Unsere Lehrveranstaltungen umfassen ein umfangreiches Spektrum psychologisch-pädagogischer und entwicklungspsychologischer Themenfelder. Hierzu gehören beispielsweise Veranstaltungen zu pädagogisch-psychologischen Erkenntnissen zu Motivation im Unterricht, zur Förderung von Emotionsregulationsstrategien sowie zur Entwicklung von Emotionen und deren Interaktionen mit Leistung in der Schule.

Wir legen in unseren Veranstaltungen besonderen Wert darauf, dass Studierende fundierte Grundlagenkenntnisse erhalten auf deren Basis sie aktuelle Forschungsergebnisse verstehen, interpretieren und einordnen können. Unser Ziel ist es, Studierende zu befähigen herauszufinden, welche Theorien nicht nur richtig oder empirisch gut abgesichert sind, sondern inwiefern diese Theorien in der Umsetzung und Anwendung Erfolg versprechend sind und wie sie diese in ihrer eigenen beruflichen Praxis gewinnbringend nutzen können.

  • Bachelor

    Allgemeine Informationen zu den Bildungswissenschaften im Bachelor of Arts/Science finden Sie hier.

    Modul LESD

    Das Modul LESD ist ein bildungswissenschaftliches Pflichtmodul. Es dient der Einführung in die Diagnose und Förderung psychischer Grundprozesse in den Bereichen Lernen, Entwicklung und soziale Prozesse.
    Das Modul besteht aus der einführenden Vorlesung „Einführung in unterrichtsrelevante psychische Grundprozesse, Diagnose und Förderung“ und einem auf der Vorlesung aufbauenden Vertiefungsseminar. Die Vorlesung und das Vertiefungsseminar werden jeweils mit einer Prüfungsleistung abgeschlossen, die zu je 50% in die Modulnote eingehen.

    Wir bieten für die Grundschule und die Sekundarstufe jeweils Vertiefungsseminare zu den Themenbereichen Motivation, Emotionen und deren Regulation im Lern- und Leistungskontext.

    Alle aktuellen Vertiefungsseminare finden Sie hier sowie im Online-Vorlesungsverzeichnis HISLSF.

  • Master

    Allgemeine Informationen zu den Bildungswissenschaften im Master of Education finden Sie hier.

    Modul LES

    Das Modul LES ist ein bildungswissenschaftliches Wahlpflichtmodul. Hier werden verschiedene psychische Grundprozesse thematisiert, wobei diejenigen Entwicklungs- und Lernprozesse im Mittelpunkt stehen, die sich auf Verhalten, Kognition, Motivation, Emotion, Denken und Gedächtnis von Jugendlichen beziehen. Anhand dieser Entwicklungs- und Lernprozesse können Rückschlüsse auf das schulische Lernen und Lehren gezogen werden.
    Das Modul LES setzt sich aus einer Vorlesung (4 SWS) und einem Seminar (2 SWS) zusammen.

    Wir bieten im Modul LES Vertiefungsseminare zu den Themen Themenbereichen Motivation, Emotionen und deren Regulation im Lern- und Leistungskontext an. Des Weiteren fördern wir in unseren Veranstaltungen stets Überlegungen, wie die erarbeiteten Ansätze in der schulischen Praxis umgesetzt werden können.

    Modul LES-FA

    Das Modul LES-FA ist ein bildungswissenschaftliches Wahlpflichtmodul. Es dient der Vermittlung ausgewählter forschungs- und (schul-)anwendungsbezogener Themen in den Bereichen Lernen (Lernen von Verhalten, kognitive Lehr-Lernprozesse, Motivation und Emotion), Entwicklung im Kindesalter (Entwicklung von Lernen, Gedächtnis, Denken, Motivation und Emotion) und Soziale Prozesse (Interaktion und Kommunikation beim Lernen und Lehren).
    Das Modul setzt sich je nach Studiengang aus einer Vorlesung und einem oder zwei vertiefenden Seminaren zusammen. Voraussetzung für das Modul ist der erfolgreiche Abschluss des Moduls LESD oder des Moduls LES.

    Wir bieten im Modul LES-FA Vertiefungsseminare zu den Themen Themenbereichen Motivation, Emotionen und deren Regulation im Lern- und Leistungskontext an. Einen großen Stellenwert nehmen dabei stets die Analyse und qualitative Beurteilung pädagogisch-psychologischer Forschungsbefunde ein sowie Überlegungen, wie sich diese Befunde im schulischen Alltag anwenden lassen. Wie in unseren anderen Veranstaltungen steht dabei die Identifikation allgemeingültiger Prinzipien und Maßnahmen im Fokus, so dass Studierende aller Studiengänge und Fächerkombinationen von den Veranstaltungen profitieren können.

    Alle aktuellen Vertiefungsseminare finden Sie hier sowie im Online-Vorlesungsverzeichnis HISLSF.

  • Praxissemester

    Allgemeine Informationen zum Praxissemester im Master of Education finden Sie hier.

    Im Master of Education absolvieren alle Studierenden ein Praxissemester im Umfang von 25 Leistungspunkten. Die bildungswissenschaftliche Begleitung des Praxissemesters wird von den Anteilsdisziplinen Erziehungswissenschaft und Psychologie verantwortet und untergliedert sich in einen vorbereitenden Methodenteil und einen begleitenden Thementeil.

    Wir bieten im Praxissemester Begleitveranstaltungen mit dem Schwerpunkt Motivation von Schüler*innen an. In diesen Veranstaltungen können Studierende in ihren Projekten Fragestellungen zu den Themen Motivation oder Motivationsschwierigkeiten, bzw. Messung und Förderung von Motivation untersuchen. Vorerfahrungen aus den Modulen LESD, LES oder LES-FA sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. In unseren Veranstaltungen bemühen wir uns, Studierende sehr strukturiert auf ihre Studienprojekte vorzubereiten. Dazu schlagen wir auch mögliche konkrete Fragestellungen und Untersuchungsdesigns vor, wobei die Realisierung eigener Fragestellungen zu den genannten Themen ebenfalls willkommen sind. Wir bieten dabei Projektideen an, die sich an unterschiedliche Schulstufen und Fächer richten, so dass die Veranstaltungen stets für Studierende aller Fächerkombinationen geeignet sind.

  • Abschlussarbeiten

    Wir betreuen vornehmlich Bachelor- und Masterarbeiten von Lehramtsstudierenden zu Themen im Bereich Motivation, Emotion und Emotionsregulation im schulischen Kontext. In bestimmten Ausnahmefällen können auch Studierende im Bachelor oder Master aus dem Hauptfach Psychologie ihre Arbeit bei uns schreiben. Bei diesen Abschlussarbeiten handelt es sich typischerweise um quantitativ-empirische Arbeiten, in Ausnahmefällen können auch theoretische sowie qualitativ-empirische Arbeiten verfasst werden. Insbesondere für empirische Abschlussarbeiten empfiehlt es sich, sich frühzeitig um ein Thema und eine Betreuung zu kümmern.

    Ab sofort sind folgende Themen für Abschlussarbeiten zu vergeben:
     

    1) Schadenfreude und ihre Folgen für Schüler*innen der Grundschule (Masterstudierende)

    Der Schulalltag von Schüler*innen ist stark von sozialen Interaktionen geprägt und bietet daher einen idealen Nährboden für soziale Emotionen, wie Schadenfreude. Bisherige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Schadenfreude mit negativen Konsequenzen einhergeht, doch gibt es bislang kaum Studien, die im Schulkontext und insbesondere in der Primarstufe durchgeführt wurden. Im Rahmen einer Kooperation mit der Universität Wien wird nun eine Studie zu Schadenfreude in der Primarstufe durchgeführt, in der die Folgen auf die Sympathie und den Selbstwert untersucht werden. Dabei stehen sowohl die Schüler*innen im Fokus, die Schadenfreude empfinden, als auch jene Schüler*innen, die das Ziel dieser Emotion sind. Es ist geplant, Datenerhebungen mittels Fragebogen, der sowohl Skalen als auch Vignetten (kurze Situationsbeschreibungen) umfasst, an Primarschulen durchzuführen.

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Stephanie Lichtenfeld (stephanie.lichtenfeld@uni-muenster.de) und wir freuen uns auf ein persönliches Kennenlernen.
     

    2) Emotionsregulation (Bachelor- und Masterstudierende)

    Im Projekt „Emotionsregulationstraining (ERT) für Kinder im Grundschulalter“ sind derzeit mehrere Abschlussarbeiten für Bachelor- und Masterstudierende des grundständigen und sonderpädagogischen Lehramts sowie der Psychologie zu vergeben. Es handelt sich um ein Präventionsprojekt, in dessen Rahmen ein Emotionsregulationstraining mit sechs bis acht Sitzungen für Grundschulkindern in Kleingruppen durchgeführt wird. Die Studierenden leiten das Training in Tandems und werden zu Beginn für die Umsetzung geschult. Mithilfe von Fragebögen wird das Training mit Blick auf unterschiedliche Facetten (z. B. Emotionsregulation, emotionale Bewusstheit, Wohlbefinden) und auf unterschiedlichen Ebenen (Kinder, Eltern, Lehrkräfte) evaluiert. Die Teilnahme an diesem Forschungsprojekt bietet somit die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich schulischer Präventionsprogramme zu sammeln und gleichzeitig spannende empirische Fragestellungen zu beantworten.

    Der Durchführungszeitraum, für den zeitliche Flexibilität zur Durchführung des Trainings sowie der Befragungen vorausgesetzt wird, umfasst entweder Januar bis April und/oder April bis Juli 2027.

    Wenn Sie Fragen zu der Ausschreibung haben, wenden Sie sich gerne an Lilian Schnell (lilian.schnell@uni-muenster.de) und Larissa Aust (larissa.aust@uni-muenster.de).

    Wenn Sie Interesse an einer Abschlussarbeit im Rahmen dieses Projekts haben, senden Sie uns eine kurze Bewerbung bis zum 09.08. an die oben genannten E-Mail-Adressen. Die Bewerbung sollte folgende Informationen beinhalten:

    • Name
    • Studiengang
    • Semester
    • geplante Abgabe der Arbeit (ungefähr)
    • präferierter Erhebungs- und Durchführungszeitraum
    • Interesse/Motivation
    • relevante Vorerfahrung
    • ggf. gewünschte/n Tandempartner:in

    Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!