Abschlussarbeiten
Wir betreuen vornehmlich Bachelor- und Masterarbeiten von Lehramtsstudierenden zu Themen im Bereich Motivation, Emotion und Emotionsregulation im schulischen Kontext. In bestimmten Ausnahmefällen können auch Studierende im Bachelor oder Master aus dem Hauptfach Psychologie ihre Arbeit bei uns schreiben. Bei diesen Abschlussarbeiten handelt es sich typischerweise um quantitativ-empirische Arbeiten, in Ausnahmefällen können auch theoretische sowie qualitativ-empirische Arbeiten verfasst werden. Insbesondere für empirische Abschlussarbeiten empfiehlt es sich, sich frühzeitig um ein Thema und eine Betreuung zu kümmern.
Ab sofort sind folgende Themen für Abschlussarbeiten zu vergeben:
1) Schadenfreude und ihre Folgen für Schüler*innen der Grundschule (Masterstudierende)
Der Schulalltag von Schüler*innen ist stark von sozialen Interaktionen geprägt und bietet daher einen idealen Nährboden für soziale Emotionen, wie Schadenfreude. Bisherige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Schadenfreude mit negativen Konsequenzen einhergeht, doch gibt es bislang kaum Studien, die im Schulkontext und insbesondere in der Primarstufe durchgeführt wurden. Im Rahmen einer Kooperation mit der Universität Wien wird nun eine Studie zu Schadenfreude in der Primarstufe durchgeführt, in der die Folgen auf die Sympathie und den Selbstwert untersucht werden. Dabei stehen sowohl die Schüler*innen im Fokus, die Schadenfreude empfinden, als auch jene Schüler*innen, die das Ziel dieser Emotion sind. Es ist geplant, Datenerhebungen mittels Fragebogen, der sowohl Skalen als auch Vignetten (kurze Situationsbeschreibungen) umfasst, an Primarschulen durchzuführen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Stephanie Lichtenfeld (stephanie.lichtenfeld@uni-muenster.de) und wir freuen uns auf ein persönliches Kennenlernen.
2) Emotionsregulation (Bachelor- und Masterstudierende)
Im Projekt „Emotionsregulationstraining (ERT) für Kinder im Grundschulalter“ sind derzeit mehrere Abschlussarbeiten für Bachelor- und Masterstudierende des grundständigen und sonderpädagogischen Lehramts sowie der Psychologie zu vergeben. Es handelt sich um ein Präventionsprojekt, in dessen Rahmen ein Emotionsregulationstraining mit sechs bis acht Sitzungen für Grundschulkindern in Kleingruppen durchgeführt wird. Die Studierenden leiten das Training in Tandems und werden zu Beginn für die Umsetzung geschult. Mithilfe von Fragebögen wird das Training mit Blick auf unterschiedliche Facetten (z. B. Emotionsregulation, emotionale Bewusstheit, Wohlbefinden) und auf unterschiedlichen Ebenen (Kinder, Eltern, Lehrkräfte) evaluiert. Die Teilnahme an diesem Forschungsprojekt bietet somit die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich schulischer Präventionsprogramme zu sammeln und gleichzeitig spannende empirische Fragestellungen zu beantworten.
Der Durchführungszeitraum, für den zeitliche Flexibilität zur Durchführung des Trainings sowie der Befragungen vorausgesetzt wird, umfasst entweder Januar bis April und/oder April bis Juli 2027.
Wenn Sie Fragen zu der Ausschreibung haben, wenden Sie sich gerne an Lilian Schnell (lilian.schnell@uni-muenster.de) und Larissa Aust (larissa.aust@uni-muenster.de).
Wenn Sie Interesse an einer Abschlussarbeit im Rahmen dieses Projekts haben, senden Sie uns eine kurze Bewerbung bis zum 09.08. an die oben genannten E-Mail-Adressen. Die Bewerbung sollte folgende Informationen beinhalten:
- Name
- Studiengang
- Semester
- geplante Abgabe der Arbeit (ungefähr)
- präferierter Erhebungs- und Durchführungszeitraum
- Interesse/Motivation
- relevante Vorerfahrung
- ggf. gewünschte/n Tandempartner:in
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!