Master of Education in physics for secondary schools

Aufbauend auf den Bachelor-Studiengang HRSGe bereitet der Masterstudiengang mit dem Abschluss Master of Education HRSGe auf den Einsatz als Lehrkraft in Haupt-, Real- und Sekundarschulen sowie in den entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschulen vor. Dazu werden insbesondere die fachdidaktischen Methoden vertieft, auch im Hinblick auf den inklusionsorientierten Unterricht und auf den Unterricht mit Schülern mit Deutsch als Zweitsprache. Integriert in den Master-Studiengang ist im zweiten Semester ein Praxissemester, in dem die Studierenden erste Erfahrungen im Berufsfeld Schule machen. Das Praxissemester wird vom Institut für Didaktik der Physik gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) organisiert. Es wird durch spezielle Lehrveranstaltungen vorbereitet und begleitet. Die Studierenden erwerben somit im Verlauf des Master-Studiums die Sach- und Methodenkompetenz für eine erfolgreiche, adressatenspezifische Unterrichtsplanung und ‑gestaltung.

Die folgende Grafik verdeutlicht den prinzipiellen Studienverlauf:

Module im Master of Education HRSGe Physik

Semester

1 Fachdidaktik
2 Praxissemester
3 Fachdidaktik (Fortsetzung)
 16 LP
4 Masterarbeit
18 LP

Inhalte der Module:

  • Fachdidaktik
    In diesem Modul werden die wesentlichen theoretischen und praktischen Grundlagen zur Unterrichtsplanung und -gestaltung in Regelklassen und in Inklusionsklassen gelegt. Zum einen werden vertiefte Einblicke in fachdidaktische Forschung gegeben, zum anderen im Rahmen des Demonstrationspraktikums und der Vorbereitung auf das Praxissemester wesentliche Grundlagen für die erfolgreiche eigene Unterrichtspraxis gelegt.
  • Praxissemester
    Das Praxissemester wird vom Institut für Didaktik der Physik gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) organisiert. In der Physik ist das Vorbereitungs- & Begleitseminar "Praxisbezogene Studien im Fach Physik" Pflicht, welches im Wochenwechsel mit dem Seminar "Schulpraktische Vertiefung" aus dem Modul Didaktik der Physik angeboten wird.
    ZLB: https://www.uni-muenster.de/ZLB/praxisphasen/praxissemester2019/index.html

  • DaZ-Modul
    Das Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (DaZ-Modul) wird vom Centrum für Mehrsprachigkeit & Spracherwerb (CEMES) organisiert. Es besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar, für die eine Belegung im ersten Semester bzw. vor dem Praxissemester empfohlen wird. Das Seminar baut auf den Inhalten der Vorlesung auf.
    CEMES: https://www.uni-muenster.de/Cemes/daz_modul/index.html

  • Masterarbeit
    In der Masterarbeit lernen die Studierenden, ein Forschungsprojekt entweder im fachphysikalischen oder fachdidaktischen Bereich selbständig zu bearbeiten, und die Ergebnisse in angemessener Form schriftlich darzustellen. Sie gewinnen dadurch einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise und werden mit den Qualitätsanforderungen an wissenschaftliche Veröffentlichungen vertraut. In einem Vortrag präsentieren sie ihre Arbeit und stellen sich der anschließenden Diskussion. Die Masterarbeit kann in einem der beiden Fächer oder in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

Qualifikationsziele

Ziel der gesamten Ausbildung ist primär die Befähigung, das Fach Physik in den jeweiligen Lehrämtern an öffentlichen und privaten Schulen selbständig auszuüben und einen abwechslungsreichen, qualitativ hochwertigen Unterricht zu gestalten. In Übereinstimmung mit dem von der Kultusministerkonferenz am 21.04.2005 beschlossenen Qualifikationsrahmen für Bachelor- und Masterstudiengänge lassen sich die erworbenen Kompetenzen in die Bereiche „Wissen und Verstehen“ sowie „Können“ gliedern. In den fachphysikalischen Lehrveranstaltungen wird das notwendige Fachwissen verbreitert und exemplarisch vertieft. In den experimentellen und theoretischen Übungen tritt neben den Erwerb des Wissens auch der Erwerb instrumentaler und systemischer Kompetenzen, indem das in Vorlesungen erworbene Wissen auf neue Fragestellungen angewendet und die Ergebnisse kritisch hinterfragt werden müssen. Dasselbe gilt für die fachdidaktischen Lehrveranstaltungen, in denen ebenfalls zunächst Wissen über die Methoden und Hintergründe der Vermittlung physikalischen Inhalte aufgebaut wird und dieses dann zunehmend selbständig in die Entwicklung von Unterrichtsplanung und Demonstrationsexperimenten umgesetzt wird. Das Seminar zur Theorie, Geschichte und Kultur der Naturwissenschaften in allen Bachelor-Studiengängen trägt zur Entwicklung der Fähigkeit bei, wissenschaftliches Denken in den größeren Kontext ethischer und gesellschaftlicher Erkenntnisse zu stellen. Schließlich werden beim Vorrechnen in den Übungen, in Seminarvorträgen und in den Vorträgen zur Bachelor- und Masterarbeit wichtige kommunikative Kompetenzen erworben.

Die vermittelten Kompetenzen im Bachelor- und Master-Studiengang HRSGe sind weitgehend analog zu den Kompetenzen im Zwei-Fach-Bachelor bzw. im Master GymGe. Allerdings ist das Fachwissen stärker auf den Bereich der phänomenorientierten Beschreibung physikalischer Vorgänge konzentriert; die theoretisch-mathematische Beschreibung der Vorgänge beschränkt sich auf das für die Sekundarstufe I relevante grundlegende Niveau. Dafür haben die Studierenden bereits im Bachelorstudium einen umfassenden Überblick über fachdidaktische Konzepte kennengelernt und Fähigkeiten entwickelt, fachliche Inhalte sowie die Bedeutung der Physik in der Gesellschaft zu vermitteln und den Stellenwert physikalischer Aussagen kritisch einschätzen zu können. Die Studierenden sind damit in der Lage, den Alltagsbezug physikalischer Themen zu erkennen, physikalische Inhalte zu elementarisieren und im Handlungsfeld Schule adressatenspezifisch zu vermitteln. Insbesondere sind sie in der Lage, erfolgreichen inklusionsorientierten Unterricht zu gestalten.

Detaillierte Modulbeschreibungen finden Sie als Anhang in der Prüfungsordnung des Studiengangs Master of Education HRSGe Physik.

Bewerbung und Zulassungsverfahren:

Zum Master of Education-Studium kann zugelassen werden, wer ein einschlägiges Bachelor-Studiums an einer deutschen Universität mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern abgeschlossen hat. Einschlägig ist ein Bachelor-Studium, das
  • ein Studium jedes Fachs/Lernbereichs innerhalb des angestrebten Master-Studiengangs
  • ein Studium der Bildungswissenschaften
  • ein Orientierungspraktikum
  • ein schulisches oder außerschulische Berufsfeldpraktikum

einschließt.

Der Antrag auf Zulassung zum Master of Education ist von Bewerbern aus Deutschland und EU/EWR-Staaten für das Wintersemester bis zum 15.07. und für das Sommersemester bis zum 15.01. des jeweiligen Jahres beim Studierendensekretariat der Universität Münster zu stellen. Für Bewerber aus Nicht-EU/EWR-Staaten endet die Bewerbungsfrist am 30.11. (für das Sommersemester im folgenden Jahr) und am 31.05. (für das folgende Wintersemester).

Zum Bewerbungsportal für den Master-Studiengang kommen Sie hier.

Weitere Informationen:

Prüfungsordnung Master (HRSGe) - Studienbeginn ab WS 2026/27

Prüfungsordnung Master (HRSGe) - Studienbeginn ab WS 2023/24 (Lesefassung)

Prüfungsordnung Master (HRSGe) - Studienbeginn ab SS 2021

Prüfungsordnung Master (HRSGe) vom WS 2018/19 (Lesefassung)

Zulassungsordnung zum Master of Education

Info Master of Education HRSGe Physik der Zentralen Studienberatung (ZSB)

Informationen zu den Praxisphasen auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung


Archiv mit alten Prüfungsordnungen