Wie soll Münster aussehen – in 2, 12 oder 32 Jahren?

Das ZIN ist als Mitglied des Projektbeirats beteiligt am Prozess „Münster Zukünfte 20|30|50“
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© WWU - Judith Kraft

Bereits im Sommer 2017 begann der Prozess „Münster Zukünfte 20|30|50“, der die Stadt Münster durch die Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungsprogrammes und eines Sofortprogramms „Wachsende Stadt“ auf vielfältige Herausforderungen der Zukunft vorbereiten soll.

Besonderer Wert liegt auf der Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft an den verschiedenen Schritten des auf zwei Jahre angelegten Prozesses: Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und anderen Bereichen, aber auch die gesamte Bürger*innenschaft werden auf unterschiedliche Arten und Weisen eingebunden. Dazu zählt bspw. die Bildung eines Beirates, der im gesamten Prozessverlauf beratend wirken soll. Gestern, am 22.02.2018, fand die konstituierende Sitzung dieses Beirates statt, in dem auch das ZIN, vertreten durch ZIN-Mitarbeiterin Carolin Bohn, mitarbeitet.

In der Beiratssitzung wurden u.a. erste Ergebnisse der zu Beginn des Prozesses durchgeführten Umfrage zur mittel- und langfristigen Entwicklung der Stadt vorgestellt. Informationen der Stadt Münster zufolge hatten über 16.000 Personen an dieser Umfrage teilgenommen und Auskunft darüber gegeben, welche Faktoren aus ihrer Sicht bedeutsam für die Zukunft der Stadt sein werden. Die Umfrage dient als Basis der Erstellung „alternative[r] Szenarien unserer Stadt“, so Projektleiter Prof. Klaus Backhaus von der WWU Münster. Zu den nun anstehenden Schritten gehören die (fortgesetzte) Organisation sog. Zukunftsspaziergänge in verschiedenen Münsteraner Stadtteilen und die Verständigung auf Leitthemen, die für das Integrierte Stadtentwicklungskonzepte relevant sein werden.

Bei der Durchführung des Zukunftsprozesses wird Wert darauf gelegt, eine enge Verknüpfung mit anderen, bereits laufenden Prozessen herzustellen, bspw. mit dem Projekt „Global Nachhaltige Kommune“, an dem das ZIN ebenfalls durch Mitarbeit im Projektbeirat beteiligt ist.

Quellen:

Beschlussvorlage V 1063/2016: "MünsterZukünfte 20 | 30 | 50 - strategisch Zukunft gestalten, kurzfristig handeln: Umsetzung der Ergebnisse der Gremienberatungen und weiteres Vorgehen", im Dezember 2016 durch den Rat der Stadt Münster beschlossen & Anlage 3 „Darstellung der Bausteine des Prozesses und Kurzerläuterung zum geplanten Verfahren“ zur Beschlussvorlage

Presse- und Informationsamt der Stadt Münster (2017a): Münster startet Zukunftsprozess. OB- Lewe: Herausforderungen sind gewaltig/ Stadt setzt auf Beteiligung der Bürgerschaft, Pressemitteilung vom 16.03.2017.

Presse- und Informationsamt der Stadt Münster (2017b): Münsters Zukunft bewegt die Menschen. Über 16 000 beteiligten sich an Umfrage zur Entwicklung der Stadt, Pressemitteilung vom 04.05.2017.

Website der Stadt Münster zum Zukunftsprozess „Münster Zukünfte 20|30|50“

[Foto: WWU | Judith Kraft]