Archiv für den Tag: 07. Apr. 2017

Thieme-Connect ist abgeschaltet

Alle Lehrbücher von Thieme sind ab sofort unter einer Haube zu finden. Das neue Portal Thieme eRef ersetzt Thieme Campus Online, Thieme Campus App und Thieme Connect. Die eRef bündelt alle Bücher und Zeitschriften des Thieme-Verlags. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es sind deutlich mehr Bücher vorhanden, alles ist unter einer Oberfläche verfügbar, neue Auflagen und Bücher werden laufend eingepflegt.


Das Lehrbuch-Angebot unter thieme-connect.de wird nicht mehr weiter geführt. Benutzen Sie stattdessen die eRef.


Dort finden Sie ein wesentlich größeres und komfortableres Angebot an Büchern vor, die auch als PDF heruntergeladen werden können.

Alle Lehrbücher in der eRef
https://eref.thieme.de/home/all;labels=LP%20Campus;licences=ER_Campus

Achten Sie bitte verstärkt auf ihre Wertgegenstände

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In diversen Institutsbibliotheken der Universität Münster wurden in den letzten Tagen Diebstähle registriert. So wurde aus einer Tasche am Arbeitsplatz in der Bibliothek der Katholischen Theologie die Geldbörse entwendet und im Institut für Anatomie hinter einem Feuerlöscher wiedergefunden. Im Papierkorb einer anderen Bibliothek wurde eine weiteres Portemonnaie gefunden, die dem rechtmäßigen Besitzer übergeben werden konnte.

Vielleicht ist es zur Zeit wieder eine Masche, systematisch Bibliotheken nach unbeaufsichtigten Wertgegenständen zu durchstreifen.

Achten Sie bitte verstärkt auf ihre Geräte und Geldbörsen, schliessen Sie diese ein oder nutzen Sie unsere Schlösser für Laptops.

Foto: z naydeey at flickr.com

Studierende sind ein Quelle der Inspiration für die Bibliothek

Nicht erst seitdem ich Grossvater geworden bin schätze ich das Zusammensein mit jungen Menschen ausserordentlich. Nicht nur im privaten Umfeld. Auch und gerade in der Bibliothek macht es mir große Freude mit jungen Menschen zusammen zu sein, zusammen zu arbeiten, zusammen zu diskutieren. Großvater trifft auf Jugend – das ist natürlich auch ein Klischee. Alter Mensch mit reichem Erfahrungsschatz, jungen Menschen sitzen zu seinen Füßen und lauschen andächtig seinen weisen Ratschlägen. Bei uns ist das aber nicht so. Eher das Gegenteil. Der alte Mann hört den Jungen zu: Wir fragen Studierende nach ihrer Meinung zu unseren Ideen. Wir beziehen Sie in unsere Projekte mit ein, wir fordern ihr Feedback heraus.

Was mich am meisten dabei begeistert, ist ihre frische, unverbrauchte Sichtweise. Sie fragen immer „Warum ist das so?“. Und bei vielen Dingen kann ich nur antworten: „Weiß ich auch nicht.“ „Warum dürfen Benutzer nicht mit Mantel in die Bibliothek?“ „Weiß ich auch nicht, das war schon immer so.“ Wenn man neugierig ist, kann ein solches Warum? sehr bereichernd sein. Jedes Warum kann eine Türe in die Zukunft sein und eine Quelle der Inspiration.

Wenn man mich fragen würde: „Was ist die größte Gefahr für die Bibliothek, würde ich mit Donald T. Hawkins antworten: „What will kill our profession is a lack of imagination.“ Lack of imagination und Verhaftet sein an alten Antworten bewirken einen starren, engen Blickwinkel und als Konsequenz schlechte, nicht passende Services. Die Evolution wird über uns Dinosaurier hinweg gehen – aber halt: Vermutlich ist die Evolution bereits über uns hinweg gegangen – nur wir haben es noch nicht gemerkt. Wir glauben weil die Bibliotheken voll sind, würde unser Dienstleistungskonzept noch stimmen.

Wie kann man aus einem behäbigem Dinosaurier ein flinkes Säugetier machen? Man könnte z.B. versuchen, Studierende in die strategische Planung, in das Alltagsgeschäft der Bibliothek einzubinden, sei es in Form von Taskforces, die nur für spezielle Aufgaben zusammenkommen, sei es in Form einen ständigen Advisory Boards, der die Bibliothek berät.

Mit Studierenden oft in Kontakt zu sein, mit ihnen häufig zu reden, sie nach ihren Wünschen zu fragen, und das nicht nur in anonymen Umfragen, sondern live, face-to-face, bringt jedem einzelnen und der Bibliothek immense Vorteile. Es macht einige Arbeit, aber es lohnt sich, die Vorteile liegen auf der Hand: Vernetzung, politische Einflussmöglichkeiten, wirklich nützliche, zielgerichtete Services, Zukunftsfähigkeit, Wissen um den Nutzer, den Markt, gemeinsame Ziele definieren, an einem Strang ziehen. Wir machen seit fünf Jahren sehr gute Erfahrungen mit einem Studierendenbeirat und haben kürzlich zwei Taskforces zum Einsatz von Tablets in der Ausbildung installiert.

Was ich am meisten an diesen Begegnungen schätze ist die große Begeisterungsfähigkeit, ihr grenzenloser Optimismus, ihr ausgeprägtes Vorstellungsvermögen, das sie nur allzu gerne bereit sind, mit der Bibliothek zu teilen. In den Dienst der Bibliothek, nein: In den Dienst der gemeinsamen Sache zu stellen, wenn sie merken, dass es der Bibliothek ernst ist (mit den Veränderungen) und es den anderen Studierenden zugute kommt. Wenn Sie merken, das am anderen Ende des Tisches ein genauso engagierter Mensch sitzt. Viele Studierende – die Mehrheit, gerade in der Medizin – sind einfach brilliant, äußerst kluge Köpfe, super kreativ. Es wäre eine Schande und Ressourcenvergeudung, dieses grosse Potenzial nicht zu nutzen.

iPhone: 1-Klick-Bestellung von Zeitschriftenartikeln

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Unser neuer Artikelbestellservice RAPIDOC ist jetzt noch einfacher geworden: Demnächst genügt es, wenn Sie die Identnummer des Artikels aus PubMed (die so genannte PMID, Beispiel 1, Beispiel 2) angeben. Per PHP-Skript werden die Daten aus PubMed in die Bestellmaske importiert. Diese neue Bestellseite haben wir zuerst für die Smartphone-Version implementiert, die Desktop-Version wird in Kürze folgen. Die entsprechende Bestellseite finden Sie auf der Mobilen Webseite der ZB Med (zbmed.ms/m) unter dem Menüpunkt Medien oder direkt unter http://medbib.klinikum.uni-muenster.de/zeitschriften/subito/artikel/i-index.php. (Wenn Sie nicht auf die Desktop-Version warten wollen, können Sie selbstverständlich auch die mobile Version auf Ihrem Desktop nutzen.)

Durch die neue Importfunktion der Artikeldaten ist die Bestellung auf dem iPhone ein Klacks, wie Sie auf dem Video im neuen(!) YouTube-Kanal der Bibliothek oder im eingebetteten Video unten sehen können. Mit der Copy&Paste-Funktion des iPhone wird die PMID aus einem der zahlreichen Medline iPhone-Apps in die Bestellmaske kopiert, die Artikeldaten importiert und die eigene Email mit der „automatisch ausfüllen“-Funktion des iPhone eingetragen – fertig!

Auf unserem YouTube-Kanal können Sie auch lernen, wie man die Rapidoc-Bestellseite oder die Medline-Suche von Unbound dem Homebildschirm des iPhone als Button hinzugefügt.

Vielen Dank an Niels Tegtbauer vom Team Medweb für die feine Programmierarbeit!

Ich hätte da mal eine Frage: Warum abonniert die ZB Med noch gedruckte Zeitschriften?

Frage
Die ZB Medizin abonniert rund 500 lfd. Printzeitschriften und ca. 2.000 Onlinezeitschriften aus dem Fachgebiet Medizin. Ich kenne heute eigentlich keinen Wissenschaftler, der noch komplett eine Zeitschrift von vorne nach hinten studiert. Die Inhalte sind dafür zu heterogen, der Zeitaufwand ist zu groß. Stattdessen werden nach einer Onlinerecherche (meist in Pubmed) gezielt diejenigen Artikel aus Onlinezeitschriften aufgerufen und gelesen, die man benötigt. Ich denke, dass auf eine weitere Anschaffung von Printzeitschriften verzichtet werden kann, ohne die Literaturversorgung zu beeinträchtigen. Diese sollte zu einem erheblichen Einspareffekt führen.

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Antwort
Sie haben mit Ihrer Bedarfsanalyse vollkommen Recht: Es ist ein echter Luxus geworden, noch Print-Journale zu lesen. Online-Journale sind wesentlich einfacher zu nutzen, was sich auch in den Jahr um Jahr steigenden Zugriffszahlen zeigt: Insgesamt gehen 98% der Nutzung auf Online-Zeitschriften, 1% auf Print-Zeitschriften und 0,8% auf die Fernleihe.
Sie ziehen aber eine falsche Schlussfolgerung aus dieser Tatsache: Paradoxerweise werden Printzeitschriften für den Onlinezugriff benötigt – zumindestens einige. Und Einsparpotenziale gibt es schon lange nicht mehr – aufgrund des sinkenden Etats (auf real 40% seit 2000) spart die Bibliothek bereits seit Jahren in allen Bereichen – bis hin zu einem kompletten Bucherwerbungsstop (s.o.).

  1. Die Zahl der Printzeitschriften wurde in den letzten Jahren kontinuierlich und systematisch reduziert.

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  2. Man kann zur Zeit jedoch aus einigen Gründen nicht auf sämtliche Printzeitschriften verzichten:
    a) Viele Verlage bieten nur Kombi-Abos an, d.h. zu der elektronischen Zeitschrift erhält man die gedruckte dazugeliefert – ob man will oder nicht.
    b) Kombi-Abos sind wegen der geringeren Mehrwertsteuer von 7% oft preiswerter als rein elektronische Abos.
    c) Darüber hinaus ist die Langzeitverfügbarkeit der elektronischen Abonnements zur Zeit nicht ausreichend gewährleistet, so daß es ganz sinnvoll erscheint, wenn einige der wichtigsten Titel auch noch in gedruckter Form vorhanden sind. Die ZB Med nimmt aus Kostengründen noch nicht an perpetual archives wie z.B. Portico teil.

  3. Die Zweigbibliothek Medizin hat als erste Bibliothek in Deutschland bereits komplett auf elektronische Abos umgestellt. D.h. alle Zeitschriften liegen seit dem 1.1.2007 in elektronischer Form im Hochschulnetz vor. Dabei mußte nur auf ganz wenige Zeitschriften verzichtet werden, die nur in Print und nicht Online vorlagen. Die Anzahl solcher Titel schrumpft jedoch stark.

Resümee: Es gibt keine einzige Printzeitschrift in der ZB Med, die zugunsten einer Einsparung abbestellt werden könnte. Selbst wenn: Die Umstellung auf ein Online-Abo würde mindestens genausoviel kosten wie das Print-Abo. Es gibt also keine Einsparpotentiale, wie in der Fragestellung suggeriert. Die wenigen noch abonnierten Printzeitschriften (70% weniger als 1998) werden schrittweise reduziert (s.o.). Bei jeder Zeitschrift prüft die Bibliothek genau den Bedarf und den kostengünstigsten Zugang.

Fünfmillionste Nutzung eines Zeitschriftenartikels

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Mit Gründung der Medizinbibliothek im November 1993 konnten Artikel aus Fachzeitschriften in gedruckter Form gelesen, kopiert oder über die Fernleihe bestellt werden. 1997 kam die Nutzung durch elektronische Zeitschriften hinzu, den Anfang machten Elsevier und Springer. Statistisch wurde seitdem auch der Artikel-„Download“ akribisch erfaßt. Gerade letztere Nutzungsart explodierte aufgrund des komfortablen Zugangs förmlich und ließ die anderen Zugriffsformen schnell hinter sich. Anfang April wurde nun der fünfmillionste Artikel insgesamt aus dem Beständen der Bibliothek genutzt – 88% davon waren PDF-Dokumente von Online-Zeitschriften, 10% wurde in der ZB Med gelesen oder kopiert und 2% wurden über die Fernleihe (sei es der Rote Leihschein oder subito) aus anderen Bibliotheken beschafft.

Seit 1993 wurden damit nun insgesamt fünf Millionen Artikel kopiert oder heruntergeladen. Hätte man – z.B. als Privatperson – jeden Artikel einzeln bezahlen müssen, wären Kosten in Höhe von bis zu 150 Mio. Euro entstanden.

Sonntagsöffnung auf 12-18 Uhr verlängert

Ab sofort ist die Zweigbibliothek Medizin Sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet – zwei Stunden länger als bisher. Keine andere Medizinbibliothek in Nordrhein-Westfalen bietet ihren Nutzern derart großzügige Öffnungszeiten. Die Studenten der Medizinischen Fakultät können so flexibler und länger auf die benötigte Literatur zugreifen und effizienter lernen.

Die Bibliothek konnte diesen langjährig gehegten Benutzerwunsch nun durch das mit dem Ehrenpreis der Stiftung Lehre verbundene Preisgeld endlich erfüllen.

Die Erweiterung der Öffnungszeiten wurde am Sonntag, den 10.4. um 12:00 Uhr in Gegenwart der Vorsitzenden der Stiftung Lehre, Frau Dr. S. Kliesch, des Studiendekans, Dr. B. Marschall, und der Direktorin der Universitäts- und Landesbibliothek, Frau Dr. B.Tröger, offiziell bekanntgegeben.