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Ankündigungstext Exegese und Homiletik
Personen, die ein Theologiestudium absolviert haben, werden in aller Regel in ihrer beruflichen Tätigkeit immer wieder vor Situationen stehen, in denen sie, ausgehend von einem biblischen Text, eine Meditation, Predigt, Homilie, Besinnung o.ä. zu halten haben. Dabei stellt sich oftmals die wiederkehrende Frage: Wie gelingt es, die im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen derart aufzubereiten bzw. anzuwenden, dass die Texte einem breiteren Publikum verständlich und nachvollziehbar nahegebracht werden können?
Oftmals wird leider, etwa beim pastoralen Personal, die Gegenthese vertreten, wonach die Exegese die Ausarbeitung einer guten Predigt eher behindere, als dass diese einer solchen nütze. Aus diesem Grund wird im Endeffekt sogar davor zurückgeschreckt, einen biblischen Text zur Grundlage für bspw. eine Homilie zu machen; stattdessen wird es vorgezogen, bei der Ausarbeitung nach einer frei erfunden Kurzgeschichte Ausschau zu halten.
Aufgabe dieses Modulforums ist es, diesem Missstand zu begegnen, indem aufgezeigt wird, dass in den biblischen Texten ein großer Schatz verborgen liegt, der es wert ist, den Menschen der Gegenwart nahegebracht zu werden. Recht verstandene Exegese kann dabei sehr wohl Pfade sowohl in den Text als auch in die eigene Lebenswelt schlagen und ggf. unnötige Glaubensbarrieren zu überwinden helfen.
- Lehrende/r: Oliver Dyma
- Lehrende/r: Matthias Geigenfeind
- Lehrende/r: Adrian Wypadlo
Einführung in die Differential- und Integralrechnung, Einführung in die Theorie der Funktionen mehrerer Veränderlicher und der gewöhnlichen Differentialgleichungen.
- Lehrende/r: Jörg Schürmann
Zuordnung:
Pflichtveranstaltung im ersten Studienabschnitt
Inhalt:
Einführung in die Statistik und die Analysis
Leistungsüberprüfung: Klausur
Sonstiges:
Seminar, bestehend aus Vorlesungs- und Übungsteilen
- Lehrende/r: Paul Wenk
In diesem Seminar werden Themen und Methoden der modernen Führung in Unternehmen und des Change-Managements behandelt. Ziel des Seminars ist zum einen, ein Grundwissen zu angewandten Führungsstilen, diagnostischer und wirksamer Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterführung und ihrer Effektivität zu erhalten. Zum zweiten sollen die Teilnehmer in diesem Seminar Notwendigkeiten und Methoden in der erfolgreichen Implementation von Veränderungen in Unternehmen vertiefen. Dazu werden sie selbstständig eine Führungs- beziehungsweise Changestrategie anhand eines Praxisbeispiels entwickeln. Dabei werden sie die strategische Auswahl der Maßnahmen unter praxisrelevanten und wissenschaftlichen Aspekten begründen.
- Lehrende/r: Christoph Nohe
Als die Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund Anfang der 1970er-Jahre unter Denkmalschutz gestellt wurde, galt es als erstes offiziell anerkanntes Industriedenkmal Deutschlands – und wurde so zum Symbol eines grundlegenden Wandels im Umgang mit dem industriellen Erbe. Was zuvor als abbruchreif galt, wurde nun als erhaltenswertes Zeugnis von Arbeit, Technik und Alltagsleben verstanden. Neue Akzente in der Geschichtskultur setzten sozial- und alltagsgeschichtliche Bewegungen, wie etwa „Geschichte von unten“ oder „Grabe, wo du stehst“. Zugleich prägte die „Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park“ seit Ende der 1980er-Jahre ein neues Leitbild: Industriekultur als identitätsstiftendes Moment im Strukturwandel des Ruhrgebiets. Das 1979 gegründete LWL-Industriemuseum mit heute acht Standorten – darunter die Zeche Zollern in Dortmund – steht exemplarisch für diesen Wandel und für das Zusammenspiel von Denkmalpflege, Sozialgeschichte und musealer Praxis. Die Dauerausstellung an der 1999 als Museum neu eröffneten Zeche Zollern greift diese Vergangenheit auf und stellt unter anderem die Rolle der Anlage als Ausbildungsstätte für Bergleute in den Mittelpunkt. Doch gut 20 Jahre nach Eröffnung der Dauerausstellung ist es Zeit für etwas Neues: „Industriemuseen könnten so zu ‚Spielplätzen‘ für soziale und ökologische Träume, ökonomische Alternativen und Denkfabriken für Zukunftsmöglichkeiten werden, auf denen durch die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe gesellschaftliche Gestaltungskompetenzen ausprobiert, gefördert und gefordert werden können.“ (Althoff/Gutkowski, Impulse, S. 43.) – so formulierte man auf einer Konferenz zur Zukunft des LWL-Industriemuseums, zu dem die Zeche Zollern als wichtiger Standort gehört. Hier werden Ansprüche formuliert, die sich durchaus mit geschichtsdidaktischen Forderungen nach einem reflektierten Umgang mit historischen Deutungskategorien in Museen decken, „um historische Phänomene in ihrer Relevanz für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu interpretieren bzw. vorgegebene Deutungen und Orientierungsanagebote auf ihre Plausibilität hin untersuchen zu können.“ (Thünemann, Museen, S. 248.) Wie lassen sich solche theoretischen Ansprüche an die Gestaltung einer neuen Dauerausstellung herantragen? Welche spezifischen Potenziale für das historische Lernen birgt die Zeche Zollern und die Sammlung des Industriemuseums? Die Übung bietet die einzigartige Gelegenheit gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Referenten für Wissenstransfer des LWL-Industriemuseums, Konrad Gutkowski, neue Ideen für eine Dauerausstellung zu diskutieren. Die Blocktermine werden an zwei Standorten des LWL-Industriemuseums stattfinden, an der Zeche Zollern in Dortmund und am Textilwerk in Bocholt. Wir werden konkrete Ideen für Elemente einer neuen Dauerausstellung entwickeln und diese mit Blick auf Ansprüche des Hauses und der Geschichtsdidaktik diskutieren.
- Lehrende/r: Martin Berghane
- Lehrende/r: Yassine Yahyaoui
This course offers an introduction into quantitative methods in historical analysis. Students will gain hands-on experience in collecting, processing, and interpreting historical data, including indicators such as GDP, inflation rates, unemployment figures, and measures of social and economic inequality. We also cover new types of data sources that the recent advancements in digital history make workable. Finally, through practical sessions, students gain first experiences in carrying out their own data analysis. Prior knowledge in data analysis is neither required nor expected.
- Lehrende/r: Kukyoung Heo
TeilnehmerInnenkreis: Alle Interessierten Gegenstand/Gang/Ziel: Erste Lese-, Schreib- und Konversationsfähigkeiten in der modernen hebräischen Sprache: Erlernen des hebräischen Alphabets in Druckschrift und Kursive, Einführung in die sprachlichen Ausdrucksmittel; Lektüre-, Schreib- und Konversationsübungen. Voraussetzungen: Bereitschaft zu intensiver Vor-, Mit- und Nacharbeit und regelmäßige Teilnahme sind unbedingt erforderlich. Kenntnisse etwa im Bibelhebräischen werden nicht vorausgesetzt. Leistungsnachweis: Teilnahmeschein
Der Kurs findet in Präsenz statt.
- Lehrende/r: Volker Konrad
Module course/ Lecture: Di., 10:00 - 12:00 (10:00 - 13:00)
The historical interplay of Hinduism as an ancient Indian religion and Christianity as a religion associated (in India, at least) with foreign power and colonialism, continues to animate Hindu–Christian relations today. On the one hand, this course describes a rich history of amicable, productive, even sometimes syncretic Hindu–Christian encounters. On the other, this course equally attends to historical and contemporary moments of tension, conflict, and violence between Hindus and Christians. The course is divided into seven parts: Theoretical and methodological considerations, Historical interactions, Contemporary exchanges, Sites of bodily and material interactions, Significant figures, Comparative theologies, Responses. The course focuses on the topics in comparative theology.
Modulkurs/Vorlesung: "Hinduismus und Katholizismus", DI 10-12 (10-13)
1 Termin: 21.10.2025
Das historische Zusammenspiel zwischen dem Hinduismus als alter indischer Religion und dem Christentum als einer Religion, die (zumindest in Indien) mit fremder Macht und Kolonialismus in Verbindung gebracht wird, belebt die hinduistisch-christlichen Beziehungen auch heute noch. Einerseits beschreibt dieser Kurs eine reiche Geschichte freundschaftlicher, produktiver, manchmal sogar synkretistischer hinduistisch-christlicher Begegnungen. Andererseits befasst sich dieser Kurs auch mit historischen und gegenwärtigen Momenten der Spannung, des Konflikts und der Gewalt zwischen Hindus und Christen. Der Kurs gliedert sich in sieben Teile: Theoretische und methodologische Überlegungen, Historische Interaktionen, Zeitgenössische Begegnungen, materielle Interaktionen, Bedeutende Persönlichkeiten, vergleichende Theologien, Antworten. Der Kurs konzentriert sich auf die Themen der Komparative Theologie.
- Lehrende/r: Norbert Hintersteiner
- Lehrende/r: Haila Manteghi Amin
Diese Vorlesung gibt einen Überblick über die verschiedenen Arten von Mehrfachintegralen und ihre Anwendungen in der Geometrie (Volumina von Körpern im R^n, Flächeninhalte von gekrümmten Oberflächen usw.).
- Lehrende/r: Hans-Joachim Hein
Dieser Learnweb-Kurs wird als Mailverteiler genutzt, um Sie bei wichtigen Informationen rund um den Minor Accounting per Mail kontaktieren zu können.
Für die einzelnen Module gibt es zusätzlich eigene Learnweb-Kurse, auf die Sie in den Veranstaltungen hingewiesen werden. Nutzen Sie zudem regelmäßig die Möglichkeit, sich auf den Websites der Lehrstühle und Institute über aktuelle Entwicklungen zu informieren.
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Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihr Studium!
- Lehrende/r: Christian Tim Hagemann
Schwerpunkte: Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit im Kontext religiöser Bildung, sprachsensibler Religionsunterricht
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
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Im Rahmen des Seminars wird die Bedeutung der sprachlichen Bildung im Fachunterricht Sozialwissenschaften für die erfolgreiche Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler am Unterricht thematisiert und über einen sprachsoziologischen Zugang wissenschaftlich verortet. Herausforderungen in der Sprachaneignung werden differenziert(er) betrachtet und vor allem für die Gruppen von Schüler*innen thematisiert, die von der Aktivierung negativer Stereotype betroffen sind. Dabei wird der Aspekt der Einstellungen und Haltungen von (angehenden) Lehrer*innen und deren Bedeutung für die Gestaltung für den Unterricht herausgearbeitet. In einem konkreten Blick auf die Unterrichtpraxis werden lernförderliche Interaktionsrahmen, Lernumgebungen und Lernaufgaben für einen differenzsensiblen Unterricht entwickelt. |
- Lehrende/r: Katharina Grannemann
- Lehrende/r: Gustav Holzegel
- Lehrende/r: Alessandra Tullini
Frau, Jungfrau, Mutter, Gottesgebärerin, Erlöserin, Mittlerin, Himmelskönigin: Keine andere Frauenfigur zieht derart widersprüchliche Bezeichnungen auf sich wie Maria, die Mutter Jesu. Im Mittelalter wird sie hochverehrt, Stationen ihres Lebens werden auf Bildtafeln festgehalten, man hofft auf ihre Fürsprache bei Gott. In der Literatur entsteht um 1300 eine erste volkssprachliche Vita, Bruder Philipps Marienleben, eine dem Anspruch nach vollumfängliche Lebensbeschreibung, die den Werdegang dieser ungewöhnlichen Frau nachzeichnet. Nahbarkeit und Unnahbarkeit zugleich zeichnen diese zentrale Figur der christlichen Frömmigkeitsgeschichte aus. Von Philipps Text ausgehend sollen berühmte Bildzeugnisse (z.B. Duccio, Giotto, Dürer) den Blick auf Maria vervollständigen.
- Lehrende/r: Janneck Beulke
- Lehrende/r: Sophia Niermann
- Lehrende/r: Bruno Quast
- Lehrende/r: Thomas Ungerer
- Lehrende/r: David Vienken
Im Seminar werden sowohl theoretisch begründete Grundorientierungen als auch praxisrelevante Empfehlungen für sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten verschiedener Medien für den Mathematikunterricht der Grundschule erarbeitet und diskutiert. Dabei werden sowohl digitale als auch analoge Medien in den Blick genommen und ihre jeweiligen Potenziale und Einsatzmöglichkeiten thematisiert. Ziel soll es sein, dass Sie gezielt die Medien auswählen und didaktisch sinnvoll einsetzen können, die zu Ihren jeweiligen Lernzielen passen.
Neben der aktiven Teilnahme im Seminar entwickeln Sie für Ihre Studienleistung in Kleingruppen eine eigene digital gestützte Lernumgebung.
- Lehrende/r: Kira Karras
Dieser Kurs setzt GM 2.1: Grundelemente des Mittelägyptischen fort und vervollständigt die dort begonnene Einführung in die mittelägyptische Grammatik. Der Schwerpunkt liegt nun auf den Verbalformen mit all ihren Eigenheiten und der Einübung des bereits Gelernten, um auf die abschließende Klausur vorzubereiten.
- Lehrende/r: Manon Yvonne Schutz
Mit Blick auf das Zusammenleben in unserer Gesellschaft erlangen Aspekte der ethischen Bildung als Themen religiöser Bildung immer größere Bedeutung. Die sich konkret stellenden Fragen, die auch die Theologie herausfordern, sind vielfältig: Wie können (knappe) Ressourcen gerecht verteilt werden? Was kann künftigen Generationen zugemutet werden? Wie kann über Gerechtigkeit im Kontext der Klimakrise gesprochen werden? Und inwiefern ist die Auseinandersetzung um Geschlechtergerechtigkeit in religiöse Lernprozesse aufzunehmen? Wie kann angesichts postkolonialer Zusammenhänge über globale Gerechtigkeit gesprochen werden?
Im Modulkurs geht es darum zu untersuchen, wie Heranwachsende für solche Fragen, die immer auch das Gemeinwohl betreffen, sensibilisiert und zu einer ethischen Urteilsfähigkeit befähigt werden können. Wie Gerechtigkeit in religiösen Bildungsprozessen zum Thema werden kann, welchen Beitrag Religion und eine religiöse Grundhaltung zur Ausbildung ethischer Haltungen leisten und wie dies in didaktischen Lernsettings implementiert werden kann, steht im Mittelpunkt des Modulkurses. Hierfür wird der Schwerpunkt zum einen auf Meta-Reflexionen über die Rolle von ethischer Bildung im Religionsunterricht und der religionspädagogischen Implikationen liegen, zum anderen soll anhand konkreter Gerechtigkeitsaspekte, die in den oben erwähnten Fragen anklingen, aufgezeigt werden, was diese für ethische Lernprozesse bedeuten.
- Lehrende/r: Theresa Focke
- Lehrende/r: Judith Könemann
'Schubladendenken' ist nicht nur im Alltag präsent (und scheinbar entlastend), sondern findet sich auch im Hinblick auf biblische Figuren. Wie schnell meint man, eine biblische Figur zu kennen oder verstanden zu haben - doch ein zweiter Blick zeigt, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen. Dies gilt beispielsweise für Judas oder Maria Magdalena, für die Pharisäer genauso wie für Kain. Auch der Satan oder Maria, die Mutter Jesu, haben mehr Facetten, als klassische Bilder dieser Figuren vermitteln. Im Modulkurs wollen wir gemeinsam einen genaueren Blick wagen und u. a. den folgenden Fragen nachgehen:
Welche Vorurteile gibt es gegenüber biblischen Figuren? Welche Facetten werden schnell übersehen?
Welche Figuren werden schnell in die Schublade "böse" oder "gut" gesteckt, während ein genauerer Blick in die biblischen Texte zeigt, dass sie deutlich vielschichtiger sind? Welchen Anteil hat die kirchliche Tradition an diesen Charakterisierungen und Verständnissen der Figuren? Welche Figuren werden (z. T. unbewusst) antijudaistisch interpretiert? Was bewirken Label wie "Hure" oder "Verräter" bei Rezipient:innen? Welche Gefahren sind mit eingefahrenen Interpretationen verbunden und welche Chance bietet ein genauer, exegetischer Blick auf altbekannte Texte?
- Lehrende/r: Wolfgang Grünstäudl
- Lehrende/r: Ludger Hiepel
- Lehrende/r: Franziska Kolodziej
- Lehrende/r: Julia Pape
Der Modulkurs im WiSe 2025-26 ist in gewisser Hinsicht ein Wagnis, denn es wird kein Thema angegangen, dass direkt Bestandteil des NT ist, sondern vielmehr die geistige Atmosphäre ausleuchten will, in der wichtige Schriften des NT verfasst worden sind. Im Focus unserer Bemühungen wird die Vita und das Werk des jüdisch-hellenistischen Philosophen und Schriftauslegers Philo von Alexandrien (um 20 v. Chr. – um 45 n. Chr.) stehen. Sein Opus stellt die umfangreichste und beste Quelle für das hellenistische Judentum seiner Zeit dar. Das beachtliche Werk des jüdischen Theosophen, des wichtigsten Exponenten der Intelligenz des alexandrinischen Judentums, gibt Einblicke in die Praxis jüdischer Auslegungspraxis der Tora frei, wie sie an keiner anderen Stelle in dieser Dichte zu greifen sind. Die Art und Weise, wie er Schriftauslegung betreibt, stellt ihn als einen eigenständigen, jüdischen Denker dar, der sich um geistigen Anschluss an die hellenistisch-philosophischen Traditionen bemüht, gleichwohl von der festen Überzeugung ausgeht, dass Mose der Philosoph par excellence ist und die in den fünf Büchern Mose niedergelegte Philosophie die aller griechisch-lateinischen Philosophen weit überragt. So wird sein Werk zu einer wahren Fundgrube für Traditionen, die auch im Zusammenhang der Abfassung der NT-Schriften wichtig geworden sind. Die Logos-Konzeption, die im Hintergrund des Johannes-Prologs steht (Joh 1,1–14) ist nur eine unter vielen geistesgeschichtlichen Ideen, die Philo und das NT miteinander verbindet. Die Studierenden sind so gesehen eingeladen auf eine spannende Entdeckungsreise hinein in die antike Geisteswelt.
- Lehrende/r: Matthias Geigenfeind
- Lehrende/r: Adrian Wypadlo
In der Vorlesung werden ausgewählte Inhalte der Veranstaltungen des Bachelors aufgegriffen und vertiefend aus fachmathematischer Perspektive betrachtet. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf, die Vielfalt mathematischer Denk- und Arbeitsweisen aufzuzeigen und zu erleben und auf diese Weise ein adäquates Bild der Wissenschaft „Mathematik“ zu erhalten. Insbesondere werden Aspekte des Problemlösens und Beweisens in unterschiedlichen Inhaltsbereichen vertiefend betrachtet und damit wichtige fachliche Hintergründe für den Unterricht der Primarstufe erarbeitet. In den Übungen werden die Inhalte der Vorlesung aufgegriffen, angewendet, auf neue Kontexte übertragen und erkundet.
WICHTIG: Bitte halten Sie sich für die Übungen alle Zeitfenster frei. Die Übungsgruppen werden in der ersten Vorlesungswoche gewählt. Die Verteilung findet per Zufall statt. Es kann nicht garantiert werden, dass Sie Ihren Wunschzeitraum erhalten.
- Lehrende/r: Marie Dreier
- Lehrende/r: Sarah Falke
- Lehrende/r: Daniel Frischemeier
- Lehrende/r: Malte Lehmann
- Lehrende/r: Naomi Lisa Soraya Nowack
David ist neben Mose und Jesus eine der biblischen Gestalten, über die wir nicht nur in verschiedenen Zusammenhängen sehr viele, z.T. aber durchaus widersprüchliche Dinge erfahren, sondern denen auch eine theologische Relevanz zukommen. Im Modulkurs sollen diese verschiedenen Davidbilder in unterschiedlichen Literaturbereichen analysiert werden. Dabei geht es auch um die Anwendung und Einübung einer großen Bandbreite von exegetischen Methoden.
- Lehrende/r: Johannes Schnocks
Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, hat in jüngerer Zeit mehrfach angeregt, eine „Gemeinsame Erklärung“ in ökumenischer Perspektive über das Verständnis von Kirche, Eucharistie und Amt zu entwerfen. Wie aussichtsreich ist ein solches Vorhaben in der Gegenwart? Die Aufgabenstellung zeigt, dass Fragen der Ekklesiologie mit anderen Themenkreisen aus römisch-katholischer Sicht eng verbunden sind. Die Vorlesung stellt – jeweils ausgehend von ökumenisch relevanten Aspekten – die biblischen Grundlagen sowie die traditionsgeschichtlichen Entwicklungen der Ekklesiologie dar. Das Kirchenverständnis des 2. Vatikanischen Konzils wird die Grundlage aller Ausführungen sein. Kirchenverständnisse in anderen christlichen Gemeinschaften kommen zur Sprache. In der Vielfalt der theologischen Meinungen soll eine Orientierung (auch) mit Blick auf die pastoralen Herausforderungen heute ermöglicht werden.
- Lehrende/r: Dorothea Sattler
- Lehrende/r: Sabine Huy
Die Kirchengeschichte ist ein im Religionsunterricht eher selten traktiertes Themenfeld. Dies liegt sicher zum einen an den stark systematisch-theologisch ausgerichteten lehramtlichen Vorgaben zum Religionsunterricht, zum anderen aber auch an der Unlust von Schülerinnen und Schülern, sich mit historischen Themen auseinanderzusetzen. Ein gründlicher zweiter Blick auf die Curricula zeigt aber auch, dass eine ganze Reihe von kirchengeschichtlichen Brennpunkten durchaus im Religionsunterricht auftaucht, wenn auch unter anderen Themen, Überschriften und Rubriken. Dieses Fachdidaktische Modulforum will deshalb in der Zusammenschau von kirchengeschichtlicher wie religionsdidaktischer Perspektive unterrichtsrelevante Brennpunkte der Kirchengeschichte vorstellen, diskutieren und anhand von Unterrichtsmaterial erschließen.
- Lehrende/r: Norbert Köster
- Lehrende/r: Clauß Peter Sajak
Sektion B (Historische Theologie)
Unter "Studiengänge" in LSF erfahren Sie, für welche Studiengänge diese Veranstaltung eröffnet ist.
- Lehrende/r: Norbert Köster