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- Lehrende/r: Daniel Hrbek
- Lehrende/r: Daniel Hrbek
Anhand des „Erec“ Hartmanns von Aue soll in die deutsche Literatur des Mittelalters, deren Vorstellungs- und Wertewelt eingeführt werden. Beim „Erec“ handelt es sich um einen sogenannten Artusroman. Erec, die titelgebende Figur, ist Ritter am berühmten Artushof. Er übernimmt die Herrschaft von seinem Vater, erweist sich allerdings nicht als herrschaftsfähig. Es ist die Liebe zu seiner frisch angetrauten Ehefrau Enite, die ihm den Blick für die Notwendigkeiten am Hof vernebelt. Wie angemessenes politisches Handeln und die Liebe zu einer Frau zusammengehen können, davon handelt dieser berühmte Klassiker der mittelhochdeutschen Literatur.
- Lehrende/r: Gabriel Sebastian Kreilkamp
- Lehrende/r: Bruno Quast
- Lehrende/r: Thomas Ungerer
- Lehrende/r: David Vienken
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Die Dialektologie gehört zu den besonders traditionsreichen Disziplinen innerhalb der Linguistik. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert sind systematische wissenschaftliche Arbeiten zu den Dialekten des Deutschen entstanden, die sich mit der Korrelation von Sprache und Raum befasst haben. In den gut 200 Jahren ihrer Geschichte hat sich die Dialektologie sowohl hinsichtlich ihres Gegenstandes (Dialekte, Regionalsprachen, regionale Standardsprachen) als auch ihrer Methoden immer wieder verändert. Im Seminar soll es um theoretische/wissenschaftsgeschichtliche und besonders um methodische Fragestellungen rund um die Dialektologie gehen. Teilnehmer/Teilnehmerinnen werden wichtige Forschungsergebnisse traditioneller und moderner Dialektologie kennenlernen und Methoden der Datenerhebung und -auswertung selbst anwenden können. |
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Im Empirisch-experimentellen Praktikum führen die Teilnehmer zuvor durch die Veranstalter ausgewählte Experimente selbständig durch und werten die Experimente aus. Die jeweilige Versuchsdurchführung und Auswertung wird in einem Bericht zusammengefasst.
Ziel dieser Veranstaltung ist zu lernen, wie man Experimente organisiert, in Experimenten gewonnene Daten auswertet und angemessen beschreibt. Der Experimentalbericht folgt dabei hinsichtlich der formalen und inhaltlichen Gestaltung den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bzw. der American Psychological Association. Die Anzahl der zu schreibenden Berichte richtet sich nach der Qualität derselben. Es müssen minimal drei, maximal fünf Berichte geschrieben werden.
- Lehrende/r: Judith Knausenberger
Im Empirisch-experimentellen Praktikum führen die Teilnehmer zuvor durch die Veranstalter ausgewählte Experimente selbständig durch und werten die Experimente aus. Die jeweilige Versuchsdurchführung und Auswertung wird in einem Bericht zusammengefasst.
Ziel dieser Veranstaltung ist zu lernen, wie man Experimente organisiert, in Experimenten gewonnene Daten auswertet und angemessen beschreibt. Der Experimentalbericht folgt dabei hinsichtlich der formalen und inhaltlichen Gestaltung den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bzw. der American Psychological Association. Zwei Wochen nach Durchführung eines jeden Experimentes muss der dazugehörige Bericht vorliegen.
- Lehrende/r: Anna-Gesina Hülemeier
- Lehrende/r: Niklas Stein
In diesem Seminar setzen wir uns aus einer humangeographischen Perspektive mit Energieströmen, -konflikten und -diskursen auseinander. Wir nutzen Ansätze der Politischen Ökologie und den feministischen Geographien, um unterschiedliche Skalen in den Blick zu nehmen und miteinander in Beziehung zu setzen.
Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit Energie und Ressourcen sowie grundsätzlichen Fragen der Energiepolitik wollen wir spezifische Fragen beispielhaft in den Blick nehmen:
Wie hängen internationale geopolitische Interessen mit der deutschen Energiewende zusammen? Welche Rolle spielen globale Ressourcenkämpfe beim Kohleausstieg in Deutschland? Wie können wir aus einer feministischen Perspektive auf internationale Energiepolitik blicken? Was passiert, wenn sich im Zuhause globale Energieströme, nationale Energiepolitik und vergeschlechtlichte Reproduktionsarbeit begegnen und überlagern?
Stichworte: Energiepolitik, Energiewende, Energiearmut, Ressourcenausbeutung, Klimagerechtigkeit, Geopolitik, Care-Arbeit
Zur Einführung werden folgende Titel empfohlen:
-Becker, S., Klagge, B., Naumann, M. (2021). Energiegeographien. utb.
-Bridge, G., Barr, S., Bouzarovski, S., Bradshaw, M., Brown, E., Bulkeley, H. & Walker, G. (2018). Energy and Society: A Critical Perspective. Routledge.
- Lehrende/r: Rosa Aue
- Lehrende/r: Lilith Kuhn
In diesem Seminar führen die Studierenden in Gruppen kleine Forschungsprojekte zum Erwerb der deutschen Morphologie bei ein- oder mehrsprachigen Kindern durch. Die dazu notwendigen theoretischen Hintergründe werden zuvor gemeinsam erarbeitet. Die Seminarsitzungen dienen der Arbeit an diesen Forschungsprojekten, auf die sich auch eventuelle Abschlussprüfungen (Hausarbeit) beziehen. Das Seminar verfolgt das Ziel, die Studierenden mit zentralen Bereichen der Flexionsmorphologie und deren Erwerb vertraut zu machen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten in der Konzeption und Durchführung eines empirischen Forschungsprojekts.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
In diesem Seminar führen die Studierenden in Gruppen kleine Forschungsprojekte zum Erwerb der deutschen Morphologie bei ein- oder mehrsprachigen Kindern durch. Die dazu notwendigen theoretischen Hintergründe werden zuvor gemeinsam erarbeitet. Die Seminarsitzungen dienen der Arbeit an diesen Forschungsprojekten, auf die sich auch eventuelle Abschlussprüfungen (Hausarbeit) beziehen. Das Seminar verfolgt das Ziel, die Studierenden mit zentralen Bereichen der Flexionsmorphologie und deren Erwerb vertraut zu machen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten in der Konzeption und Durchführung eines empirischen Forschungsprojekts.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
In diesem Seminar werden Sie darauf vorbereitet, Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Fremdsprache (DaF) an Grundschulen, verschiedenen Schultypen der Sek. I sowie Berufskollegs zu erteilen. Die Unterrichtstätigkeit wird mit 16,- Euro pro Unterrichtsstunde vergütet. Darüber hinaus erhalten Sie ein Zertifikat, das die erworbenen theoretischen und praktischen Kompetenzen bescheinigt. Die Lehrtätigkeit kann als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.
Seminarinhalte:
- Ein- und mehrsprachiger Spracherwerb
- Sprachwissenschaftliche Grundlagen
- Grundlagen der Sprachdiagnostik
- Didaktik des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache
- Sprachfördermöglichkeiten in Kleingruppen
Seminartermine: Das Seminar findet donnerstags von 16 bis 18 Uhr statt.
Anrechnung: Das Vorbereitungsseminar können Sie sich in allen sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Modulen des BA-2-Fach, BA HRSGe, BA BK und BA G (ausgenommen Grundlagenmodule) anrechnen lassen. Der Förderunterricht kann zudem als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.
Im Masterstudium dient das Seminar Ihrer eigenen Qualifikation. Es wird Ihnen zusammen mit der Tätigkeit als Förderlehrkraft zertifiziert.
Voraussetzungen: Sie sollten mindestens im dritten Fachsemester Bachelor Germanistik bzw. Lehramt Deutsch sein und die Grundlagenmodule abgeschlossen haben. Studierende des Zertifikatsstudiums DaFZ sind ebenfalls willkommen.
Verpflichtung: Sie nehmen während des Wintersemesters am Vorbereitungsseminar teil und werden mit Beginn des neuen Schulhalbjahres als Förderlehrkraft an einer Schule in den Kreisen Coesfeld oder Warendorf tätig sein. Sie verpflichten sich für ein Schuljahr, vier Schulstunden pro Woche DaZ-Förderunterricht in Kleingruppen von 2-6 Schüler/innen zu erteilen. Dabei werden Sie von der Seminarleiterin begleitet.
Anmeldung: Bei Interesse melden Sie sich bitte im Projektbüro (mercator.projekt@uni-muenster.de) mit folgenden Angaben: Name, Matrikel-Nr., Studiengang und –fächer, Semesterzahl, Emailadresse.
Für weitere Informationen siehe Projekthomepage.
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
- Lehrende/r: Silvia Vogelsang
Hans Magnus Enzensberger war einer der ersten, die Grimmelshausens Courasche positiv als Anarchistin bewerteten. Während die Courasche einerseits als allegorische Gestalt der Acedia, als „Frau Welt” oder als Hexe gesehen und anagogisch mit der Hure von Babylon verglichen wird, zeichnet die in Gender-Kategorien denkende Literaturwissenschaft das Bild einer sich emanzipierenden Frau in misogyner Gesellschaft. So stehen aktuelle (!) moraltheologische Verurteilungen dieser Romanfigur neben Ansätzen, die von der ersten sich selbst thematisierenden starken Frau in der Geschichte der neueren deutschen Literatur sprechen. Wir werden Grimmelshausens Roman einer intensiven Lektüre unterziehen und ihn dabei in den Kontext seines simplicianischen 10-Bücher-Zyklus stellen, zudem einen Bogen schlagen zum „Rathstübl Plutonis”, in dem Grimmelshausen die Figur weitererzählt. So wird sich ein spannender Blick in die Literatur der frühen Neuzeit ergeben, der die Themen Religion, Gewalt, Geschlecht und Recht in den Mittelpunkt stellt. Der Roman muss selbstverständlich bekannt sein, damit wir sinnvoll arbeiten können (Textkenntnisklausur!).
Anzuschaffen ist: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Courasche / Springinsfeld / Wunderbarliches Vogelnest I–II / Rathstübel Plutonis. Text und Kommentar, herausgegeben von Dieter Breuer. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 2007. (Taschenbuchausgabe 18 €).
Buchvorschläge zur Einführung: Volker Meid: Grimmelshausen. Ditzingen: Reclam 2011. Dieter Breuer: Grimmelshausen-Handbuch. München: Fink 1999.
- Lehrende/r: Ortwin Lämke
Die Übung zielt auf die systematische Erarbeitung grammatischer Grundlagenkenntnisse über die schulgrammatischen Themengebiete Wortarten & Satzglieder.
- Lehrende/r: Anja Heitmann
Die Vorlesung gibt einen einführenden Überblick über die kontinentaleuropäische Philosophiegeschichte der Moderne im Ausgang von der Philosophie Immanuel Kants. Inhaltlich stehen im Fokus theoretische und praktische Fragestellungen, die mit der neuzeitlichen und modernen Wende zum Paradigma der Subjektivität verbunden sind. Hierzu sollen an Kant anschließende Grundzüge der Klassischen Deutschen Philosophie (Fichte, Schelling, Hegel) ebenso Berücksichtigung finden wie der Bruch mit den metaphysischen Grundlagen des idealistischen Denkens im 19. (Feuerbach, Marx, Nietzsche) und 20. Jahrhundert (Merleau-Ponty, Sartre, Adorno/Horkheimer, Foucault, Arendt, Habermas, Butler). Methodologisch sollen verschiedene gegenwärtige Zugriffsweisen auf die moderne Philosophiegeschichte vorgestellt und diskutiert werden, wie beispielsweise problemgeschichtliche, rekonstruktive und genealogische Verfahrensweisen der Geschichtsschreibung.
- Lehrende/r: Christian Thein
In der Übung geht es darum, sog. grammatisches ‚Schulwissen‘, u.a. in den Bereichen Wortarten, syntaktische Funktionen und Syntax (einfache und komplexe Sätze) zu vermitteln. Im Zentrum steht hierbei v.a. die Wiederholung und Festigung grammatischer Grundlagen durch Übungs- und Anwendungsaufgaben.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Seminar beschäftigen wir uns einführend mit den Charakteristika sowie mit den Unterschieden gesprochen- und geschriebensprachlicher Strukturen in der Grammatik. Anschließend werden wir ausgewählte sprachliche Phänomene der deutschen Gegenwartssprache, die als stärker gesprochensprachlich gelten, wie z.B. nebensatzeinleitende Konjunktionen mit Hauptsatzstellung, Konstruktionen wie den am-Progressiv und den Absentiv, Rektionsschwankungen etc., in den Blick nehmen.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Die Nutzung von Gedenkstätten und Erinnerungsorten als außerschulische Lernorte eröffnet für den Geschichtsunterricht vielfältige Potentiale. So können Schüler*innen an diesen Orten unter anderem erfahren, wie Geschichte in historischen Ausstellungen inszeniert und konstruiert wird. Um diese „geschichtskulturelle Kompetenz” bei Schüler*innen anzubahnen, benötigen Geschichtslehrkräfte entsprechendes Knowhow zur Planung, Durchführung und Reflexion von Gedenkstättenfahrten. Geeignete Zugänge werden im Rahmen des Hauptseminars am Beispiel der Villa ten Hompel (Münster) und der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße (Erfurt) erarbeitet und diskutiert.
Das Seminar ist als Kooperationsveranstaltung mit der Universität Erfurt konzipiert und wird von der Stiftung Aufarbeitung gefördert. Nach einer Erarbeitung der theoretischen Verortung von Gedenkstätten in der Geschichtskultur und der methodischen Wege der Ausstellungsanalyse ist eine gemeinsame Exkursion von Münsteraner und Erfurter Studierenden zur Villa ten Hompel und zur Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße geplant. Dort werden die jeweiligen Ausstellungskonzepte analysiert und Ansätze zu ihrer Nutzung für außerschulisches historisches Lernen entwickelt.
Die Erfurter Studierenden werden vom 16.01. bis zum 18.01.2023 zu Besuch in Münster sein. Die Exkursion nach Erfurt findet vom 09.01. bis zum 11.01.2023 statt.
- Lehrende/r: Maximilian Mensing
- Lehrende/r: Felix Ostermann
- Lehrende/r: Martin Schlutow
- Lehrende/r: Christian Winklhöfer
In dieser Übung werden schulgrammatische Grundlagen (v.a. Wortart- und Satzgliedbestimmung) wiederholt, gefestigt und vertieft. Die Übung schließt mit einem Test ab.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
In dieser Übung werden schulgrammatische Grundlagen (v.a. Wortart- und Satzgliedbestimmung) wiederholt, gefestigt und vertieft. Die Übung schließt mit einem Test ab.
- Lehrende/r: Johannes Donnermeyer
- Lehrende/r: Verena Wecker
- Lehrende/r: Sabine Frilling
Wenn vom Kino der „Ära Adenauer“ die Rede ist, kommt man am Genre des Heimatfilms nicht vorbei. Doch die Filmproduktion der frühen Bundesrepublik war vielfältiger und sie war extrem erfolgreich. Der Kinoboom der Wirtschaftswunderzeit schuf ein eigenes Starsystem und lockte die ganze Familie in die neuerbauten Filmpaläste. Erst mit der wachsenden Verbreitung des Fernsehens geriet das Kino in eine ökonomische und konzeptionelle Krise. 1962 verkündete das „Oberhausener Manifest“, dass „Papas Kino tot“ sei, ein Jahr später endete mit dem Rücktritt des Bundeskanzlers auch die Ära Adenauer.
Die Übung wird sich mit Rahmenbedingungen und inhaltlichen Entwicklungslinien des Filmschaffens in den Jahren 1949 bis 1963 beschäftigen, aber vor allem danach fragen, inwieweit sich in den Filmen jener Jahre gesellschaftliche Leitvorstellungen und sozialmoralische Normen spiegelten oder sie sogar an deren Konstruktion mitwirkten. War das Kino damals wirklich „ein Massen- und Leitmedium, das die öffentliche Meinung maßgeblich prägte“, wie Verena Feistauer annimmt? Damit verbunden ist die Frage, welchen Quellenwert Spielfilme insgesamt für Historikerinnen und Historiker haben können.
Nach zwei Vorbereitungsterminen im LWL-Medienzentrum für Westfalen wird der Hauptteil der Veranstaltung ein Blockseminar vom 13.-15. Januar 2023 in der Akademie Franz-Hitze-Haus sein. Für Verpflegung sowie zusätzliche externe Referenten wird seitens des Franz Hitze Hauses ein Kostenbeitrag von 40 € p.P. erhoben.
Von den Teilnehmenden werden Grundkenntnisse der deutschen Nachkriegsgeschichte erwartet sowie die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in einer Referatsgruppe.
- Lehrende/r: Markus Köster
Schwerpunkte: Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit im Kontext religiöser Bildung, sprachsensibler Religionsunterricht
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
„Aber was genau sind diese trendigen, hippen und coolen Medien, die Innovationen in den Hochschulen bedeuten sollen? Wie sehen denn die Medien an den Hochschulen aus? Die ernüchternde Antwort lautet: PDFs. Schaut man in die Moodles, OLATs oder ILIASe an deutschen Hochschulen, findet man Vorlesungsskripte und Präsentationsdateien im PDF-Format. […] Mit PDFs sind wir bei ‚wischbaren‘ Büchern mit Suchfunktion, aber doch wohl kaum bei innovativem Medieneinsatz im 21. Jahrhundert.” Was Anja Lorenz für die Hochschuldidaktik feststellt, ist auch für die Schule nicht abwegig. Unter „Digitalisierung” wird weithin ein technisches Upgrade verstanden - anstelle eines gesellschaftlichen Transformationsprozesses, der über kurz oder lang auch die Bildung grundlegend verändern wird.
Seminar und Peer-Learning legen den Schwerpunkt auf die Digitalisierung im Religionsunterricht und umfassen klassische und experimentelle Anteile. Dazu wird zunächst das Phänomen „Digitalisierung” genauer bestimmt und ausgehend von einem aktuellen Verständnis von religiösen Lernprozessen überlegt, welche Chancen digitalisierte Lernsettings und Methoden beinhalten. Mit dem Unterricht selbst werden sich auch die Rollen der Lehrenden und Lernenden verändern.
Die Peer-Learning-Projekte (im Umfang von 2 SWS) sind in hohem Maße praxis- und zukunftsorientiert; in ihnen widmen sich Gruppen von i.d.R. drei Studierenden der Erstellung digitaler Lernsettings und -materialien. Besondere digitaltechnische Kompetenzen sind nicht erforderlich, aber ggf. die Bereitschaft, verschiedene Features selbst zu erkunden.
In diesem Fachdidaktischen Modul geht es um den Erwerb grundlegender Kenntnisse und Kompetenzen bezüglich der Planung, Durchführung und Reflexion von Religionsunterricht auf der Grundlage einer vertieften Auseinandersetzung mit den elementaren Begriffen und Prinzipien aus der religionsdidaktischen Einführungsvorlesung. Ein besonderer Schwerpunkt wird in diesem Projekt-Seminar auf den Bereichen Digitalisierung und Inklusion liegen. Damit werden die Grundlagen für die Peer-Learning-Projekte gelegt, die selbstständig durchgeführt, aber aus dem Seminar heraus organisiert und begleitet werden. Evtl. ist auch eine Erprobung in der Schule möglich. Das Modul stellt einen wichtigen Baustein auf dem Weg zum Forschenden Lernen im Praxissemester dar.
Die Ergebnisse des Peer-Learnings werden an einem Kolloquiumstag (Termine siehe "Abschluss-Kolloquium zum Fachdidaktischen Peer-Learning-Modul von G. Hunze") vorgestellt und diskutiert.
- Lehrende/r: Guido Hunze
- Lehrende/r: TheoTVIST Videografie Team am FB 02
Unter dem Titel „Der Katechismus der Deutschen“ veröffentlichte der australische Historiker A. Dirk Moses im Mai 2021 einen provokativen Text, in dem er die deutsche Erinnerungspolitik an den Holocaust harsch kritisierte. Die sich in der Folge in Deutschland und international, in den Geschichtswissenschaften und der breiteren Öffentlichkeit entwickelnde Debatte wurde von manchen gar als „zweiter Historikerstreit“ bezeichnet.
Die Übung nimmt diese jüngste Kontroverse zum Ausgangspunkt, um die Erforschung des und die Erinnerung an den Holocaust in der deutschen Gesellschaft nach 1945 zu untersuchen: Angefangen mit Friedrich Meineckes 1946 veröffentlichten, vor allem auf das Leid der Deutschen bezogenen „deutschen Katastrophe“, über die großen NS-Prozesse der Nachkriegszeit und den Historikerstreit des Jahres 1986 bis hin zu den aktuellen Auseinandersetzungen stehen die Wechselwirkungen von historischer Forschung mit gesellschaftlichen Debatten und Entwicklungen im Mittelpunkt.
- Lehrende/r: Silke Mende
Im Seminar wird das ‚System‘ der Interpunktion des Deutschen aus synchroner und diachroner Sicht in den Blick genommen: Aus gegenwartssprachlicher Perspektive beschäftigen wir uns zunächst mit der aktuellen Norm sowie unterschiedlichen Einflussfaktoren und sog. ‚Prinzipien‘ und diskutieren die Frage nach einem System der Interpunktion. Anschließend untersuchen wir die historische Entwicklung der Interpunktion des Deutschen im Zeichen von Skriptographie, Typographie und Grammatikographie.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Die Übertragung des Korans stellt Übersetzerinnen und Übersetzer vor besondere Herausforderungen. Exegetische Fragen werden dabei ebenso aufgeworfen wie sprachliche, poetologische, übersetzungstheoretische und rezeptionsästhetische. In diesem Seminar betrachten wir Koranübersetzungen (v.a. ins Deutsche) anhand von ausgewählten Suren im historischen Vergleich und besprechen mit Hilfe von Überlegungen muslimischer und nicht-muslimischer Theoretiker die möglichen Ziele und natürlichen Grenzen von Koranübersetzungen. Schließlich versuchen wir, die theoretischen Reflexionen durch eigene Übersetzungen ausgewählter Koranverse zu erweitern und zu vertiefen. Im Vordergrund steht die literatur-, kultur- und islamwissenschaftliche Perspektive, weniger die sprach- und übersetzungswissenschaftliche.
Auswahl möglicher Themen und Schwerpunkte:
- Geschichte der deutschen/europäischen/christlichen Koranübersetzungen
- Koranübersetzungen verstehen lernen: Für wen, mit welcher Absicht, vor welchem Hintergrund
- Welche Koranübersetzung ist zu empfehlen? Und wem?
- Kritik am Koranübersetzen überhaupt: Übersetzung als fragwürdige Abkürzung für die eigentliche Beschäftigung mit dem Text? Koranübersetzung als abendländisch-protestantisch-evangelikales Islamverständnis? Klassische muslimische Haltungen zur Koranübersetzung. Koranübersetzungen in Islamsprachen (Geschichte und Gegenwart).
- Koran in gerechter Sprache?
- Koranübersetzung als Koranexegese und Koranforschung (Koranübersetzung versus Koranexegese, Koranübersetzung als Koranexegese/-Forschung)
- Koranübersetzung als Literatur. Poetologie der Koranübersetzung.
- Eigene Versuche („Experimente“) zum Koranübersetzen.
Termine:
Mo 16-18, RS 225; 10. Okt., 17. Okt., 24. Okt., 31. Okt., 7. Nov., 14. Nov., 21. Nov., 9. Jan., 16. Jan., 23. Jan. + ein Blocktermin im Januar nach Absprache mit den Teilnehmenden
- Lehrende/r: Stefan Weidner
Unmittelbar nach der Gründung des Deutschen Reiches vor gut 150 Jahren begann in Preußen und im Reich der Kulturkampf. Warum legte sich Bismarck mit der Kirche an? Welche Konflikte zwischen Staat und Kirche sollten ausgetragen werden? Der Kulturkampf hatte viele Dimensionen: Er sollte die “Reichsfeinde” in Schach halten, war als Fortschritt hin zur säkularen Moderne gedacht, wurde als politischer Kampf zwischen Nationalliberalen und Zentrum sowie als konfessionelle Konflikt ausgetragen. Aber er hatte auch geschlechtergeschichtliche und internationale Dimensionen. Das Seminar widmet sich den zahlreichen Konfliktebenen des Kulturkampfes in einer europäischen Perspektive, zumal nicht nur in Deutschland Kulturkämpfe ausgetragen wurden.
Bedingung für Teilnahme und Leistungsnachweis: Regelmäßige Diskussionsbeiträge dank wirklicher Lektüre von Texten, Mitarbeit in einer Themengruppe samt Präsentation eines Problemfeldes, anschließend wissenschaftliche Hausarbeit bzw. mdl. Prüfung. Es wird erwartet, dass zur ersten Sitzung die entsprechenden Seiten aus Huber, Bd. 4, bereits gelesen sind, damit wir sogleich in die Diskussion einsteigen können.
- Lehrende/r: Olaf Blaschke
Die Übung im Grundlagenmodul dient der Vertiefung grammatischer Kenntnisse und der Einführung in linguistische Analysemethoden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den grammatischen Kernbereichen Wort und Satz, die jeweils anhand verschiedener praktischer Übungen erschlossen werden.
- Lehrende/r: Katharina König
Unter den Begriff Bibelepik fasst die literaturwissenschaftliche Forschung eine Vielzahl von Texten, die Geschichten biblischen Ursprungs erzählen. Dabei handelt es sich um Erzählungen, die ihren Stoff überwiegend aus apokryphen Evangelien beziehen, die nicht Eingang gefunden haben in den Kanon der Heiligen Schrift. Es sind somit überaus eigenständige und randständige Lektüren der biblischen Geschichte, die von klerikalen Dichtern des 12.–14. Jahrhunderts, unter anderem von Priester Wernher, Konrad von Fußesbrunnen oder Konrad von Heimesfurt, nicht ohne poetischen Anspruch verfasst wurden. Dabei beschäftigen sie sich mit zentralen aber auch mitunter abseitigen Episoden aus dem Leben Marias etwa oder Jesu, die durchaus traditionelle Gestaltungsmittel höfischer Dichtung sowie eine Nähe auch zur Lebens- und Glaubenswelt mittelalterlicher Rezeptionskreise aufweisen.
Im Seminar sollen ausgewählte bibelepische Texte vornehmlich zum Leben Jesu gelesen und textnah besprochen werden, um sie vor dem Hintergrund kanonischer Motivzusammenhänge in ihrer poetischen und rhetorischen Gestaltung nachvollziehen zu können. Das Seminar möchte gleichsam die bibelepischen Lektüren vom Leben Jesu kritischen literaturwissenschaftlichen Lektüren unterziehen. Da die Texte überwiegend nur in einsprachigen Editionen ohne neuhochdeutsche Übersetzung vorliegen (!), richtet sich das Seminar vorwiegend an fortgeschrittene Studierende, die sich mit dem jeweiligen mittelhochdeutschen Text intensiv auseinandersetzen möchten. Als Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist zudem die Bereitschaft, sich regelmäßig am Seminar sowie aktiv an der gemeinsamen Arbeit in Gruppen zu beteiligen.
Ein Reader mit Texten zum Seminar wird zu Beginn des Semester vorliegen.
- Lehrende/r: Ulrich Hoffmann
Gegenstand des Seminars sind die „Frühschriften” von Karl Marx, zu denen die Ökonomisch-Philosophischen Manuskripte und das sog. „Mill-Exzerpt” zählen, die beide im Jahr 1844 entstanden sind. Im Seminar werden wir uns mit der darin entwickelten Entfremdungstheorie und ihren anthropologischen Voraussetzungen beschäftigen. Dazu sollen die genannten Schriften einer textnahen Interpretation unterzogen und insbesondere die Grundbegriffe der Marxschen Konzeption, d.h. Begriffe wie „Arbeit”, „Vergegenständlichung”, „Entfremdung” und auch „Anerkennung”, gemeinsam erschlossen werden. Eine besondere hermeneutische Herausforderung besteht darin, dass sich die Bedeutung der von Marx verwendeten Grundbegriffe zum Teil nur vor dem Hintergrund ihrer Vorgeschichte im Deutschen Idealismus (insbesondere der Philosophie Hegels) erschließen lässt, auch wenn Marx diese Begriffe für seine eigenen Zwecke umgedeutet hat. Das Seminar bietet daher auch die Möglichkeit, sich mit den hermeneutischen Voraussetzungen der Interpretation von Marx̕ Frühschriften vertraut zu machen.
- Lehrende/r: Nadine Mooren
Was zeichnet mündliche Erzählkulturen aus? Und inwiefern beeinflusst Mündlichkeit literarisches Held*innengedenken?
Die Epoche des Mittelalters ist prädestiniert, um die Differenzierung, Etablierung und die Wechselwirkungen zwischen Oralität und Literalität zu veranschaulichen; vollzieht sich doch in ihr ein Medienwandel in Form des Prozesses der Verschriftlichung mündlicher volkssprachlicher Traditionen. Das kollektive Gedächtnis sozialer Gemeinschaften ist im Mittelalter dennoch wesentlich von oralen Traditionen bestimmt.
Ziel des Blockseminars ist die Auseinandersetzung mit mündlichen Kommunikationsformen im kulturellen Kontext der deutschen Literatur des Mittelalters. Im Zentrum des Seminars soll das auf mündlich tradierten Sagenkernen basierende ‚Nibelungenlied‘ – verschriftlicht um 1200 – stehen. Neben Forschungspositionen, die direkt am Werk selbst ansetzen – zum Beispiel Debatten um die Entstehung des ‚Nibelungenliedes‘ –, sollen im Seminar auch Konzepte der memoria zwischen kommunikativem und kulturellem Gedächtnis, Entwürfe von Held*innenbiographien und ihr Potential für Schullektüren, die vielfältigen Bearbeitungen des Nibelungenstoffs bis in die Gegenwart, die Behandlung des Werks in Schulbüchern sowie didaktisches Material zum ‚Nibelungenlied‘ zum (Diskussions-)Thema werden.
Für das Seminar ist bitte anzuschaffen:
Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Nach der Handschrift B hrsg. von Ursula Schulze. Ins Neuhochdeutsche übers. und komm. von Siegfried Grosse. Stuttgart: Reclam 2015 (= Reclams Universal-Bibliothek, 18914).
Das Blockseminar wird von einem Learnweb-Kurs begleitet und integriert auch Elemente des Digitalen Selbststudiums. Lektüren des ‚Nibelungenliedes‘ erfolgen gemeinsam im Semester. Kenntnisse des Mittelhochdeutschen werden nicht vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier