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Das Vorhandensein einer überregionalen Norm, wie sie die heutige deutsche Standardsprache darstellt, kann für den größten Teil der deutschen Sprachgeschichte nicht vorausgesetzt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es bis ins 19. Jahrhundert hinein neben den kleinräumigen Dialekten mehr oder weniger stark regional geprägte, großräumige Ausgleichsvarietäten gab. Dabei spielten bestimmte Regionen eine besondere Rolle als Bezugs- und Orientierungsgröße. Im Seminar sollen zunächst die sprachhistorischen Grundlagen erarbeitet und dann exemplarisch verschiedene regionale Aspekte betrachtet werden.
- Lehrende/r: Christian Fischer-Bakker
In der Weimarer Republik passiert aus Sicht der Gendergeschichte einiges: Frauen werden im größeren Umfang erwerbstätig, sie bekommen das Wahlrecht, es gibt zunehmend Hochschulabsolventinnen. Exzentrische Theorien der Geschlechterverschiedenheit hallen nach oder werden wiederentdeckt. Zugleich werden neue Geschlechtsideale und Modelle der Geschlechterbeziehung entworfen und ausprobiert (z. B. die „Neue Frau“, die Kameradschaftsehe). Obwohl sich die Diskussionen überwiegend um Frauen drehen, sehen sich auch Männer in ihrem Selbstverständnis herausgefordert.
In dem Seminar werden ausgewählte Texte (Erzählungen, Feuilletons, Novellen) gelesen und unter dem Aspekt der kulturellen Programmierung von Geschlechtsrollen analysiert. Wir befassen uns z. B. mit diesen Fragen: Welche neuen Lebensentwürfe werden in der Literatur thematisiert, welche Menschentypisierungen kommen in den Texten vor und wie wird ihre Bewertung vorgenommen? Welche Unterschiede gibt es in der Zeichnung männlicher und weiblicher Figuren? Welche geschlechtlichen Identitäten repräsentieren mittels ihrer Texte die Autoren und Autorinnen?
Im ersten Teil des Seminars (14.–15.10.2022) werden gemeinsam Konzepte und Verfahren der gendersensiblen Literaturwissenschaft erschlossen und Texte exemplarisch untersucht.
Für den zweiten Teil (2.-.3.12.2022) werden Studierende in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe verantwortet die Präsentation eines Textes und das Leiten der Diskussion zu dem jeweiligen Text.
Literatur:
Für den ersten Block (14. und 15.10.2022):
Feuilletons und Reportagen von Vicki Baum, Erika Mann, Gina Kaus, Gabriele Tergit und Erich Kästner.
Auszüge aus folgenden Romanen:
- Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende: ein Bericht (1927)
- Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten (1931)
- Irmgard Keun: Gilgi, eine von uns (1931)
Anna Seghers: Erzählungen Marie geht in die Versammlung (1932) und Austellen eines Maschinengewehrs im Wohnzimmer der Frau Kamptschik (1934)
Franz Kafka: Eine kleine Frau (1924)
Für den zweiten Block (2. und 3.12.2022)
Robert Musil: Tonka (1924)
Alfred Döblin: Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (1924)
Arthur Schnitzler: Spiel im Morgengrauen (1926–1927)
Mela Hartwig: Aufzeichnungen einer Hässlichen (1928)
Marieluise Fleißer: Erzählungen Die List (1926), Kameraden (1926) und Stunde der Magd (1929)
Siehe die Datei "Lektüreliste".
Bemerkung:
Die Lehrveranstaltung findet als Blockseminar statt.
Die erste Sitzung (10.10.2022, 18:15-19:45) findet online statt.
- Lehrende/r: Jana Marková
- Lehrende/r: Jie Zhao
Die Periode der Romantik (ca. 1790-1830) mit ihren Vertretern Eichendorff, Tieck, Novalis, Schlegel etc. ist vielleicht die folgenreichste Epoche der deutschen Literaturgeschichte. Bereits die auf die Romantik folgende 'Zwischenphase' (ca. 1825-50) hat größte Schwierigkeiten, sich von ihr abzusetzen. Die Forschung hat für diese Bemühungen den Begriff der "Ent-Romantisierung" geprägt. Aber in welchem Modus geschieht diese "Ent-Romantisierung" und was sagt das aus über die eigene Literatur? Handelt es sich um eine selbstbewusste Abkehr von der Romantik zur Etablierung einer neuen Literatur oder um eine resignative Einsicht in die veränderten historischen Bedingungen, unter denen das emphatische Kunstverständnis der Romantiker nunmehr illusorisch erscheint?
Das Seminar wird sich etwa zur Hälfte mit der Romantik anhand verschiedener Textformen - Lyrik, Märchennovelle, Fragment etc. - beschäftigen und zur anderen Hälfte mit dem späteren Umgang mit dem romantischen Erbe, etwa in der Zwischenphase, dem Poetischen Realismus und der Gegenwartsliteratur. Sie lernen dabei über die Beschäftigung mit dem Gegenständen im Seminar wesentliche Begriffe und Methoden der Literaturwissenschaft kennen und anwenden, um ihre erste literaturwissenschaftliche Hausarbeit zu verfassen.
Denjenigen, die sich vor dem Seminar schon einmal einlesen möchte, sei die Romantik-Einführung von Dirk Petersdorff empfohlen, die im Lehrbuch-Magazin der ULB mehrfach vorhanden ist (Signatur LIT 6:Pet).
- Lehrende/r: Fabian Rüther
NIVEAU A1.2 - DEUTSCH FÜR FORTGESCHRITTENE ANFÄNGER*INNEN, GRUPPE B / COURSE: GERMAN FOR ADVANCED BEGINNERS, GROUP B
(Kursnummer 204043 )
Inhalt
Ziel der Veranstaltung ist die Festigung und der Ausbau von bereits vorhandenen Grundkenntnissen der deutschen Sprache (A1.1) anhand von sprachpraktischen Übungen, z.B. Texte, Interviews hören, Gespräche über verschiedene Themen führen, vor Publikum sprechen, Gebrauchstexte schreiben.
Zeit und Ort
Beginn: 27.10.2022
Do 14:00-15:30 Uhr | Bahnhofstr. 8-10, Raum 1/ Der Kurs findet in Präsenzlehre statt.
Fr 14:00-15:30 |Bispinghof 2B, BB 104/ Der Kurs findet in Präsenzlehre statt.
Weihnachtsferien: "23.12. - 06.01.2023
Voraussetzungen
C-Test nicht erforderlich
Leistungsnachweis
regelmäßige Teilnahme gewünscht und Klausur ( Fr 27.01.2023)
Literatur
Wir arbeiten mit "Netzwerk neu A1.2" (=Kurs- und Übungsbuch integriert ab Lektion 7. vom "Klett" Verlag) Bitte das Buch am 1. Kurstag (27.10.) mitbringen.
Lehrkraft
Gabriele Simon
- Lehrende/r: Gabriele Simon
Eine gute Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation. Im Mittelpunkt des Aussprachetrainings stehen daher die besonderen Ausspracheschwierigkeiten von Deutschlernern beim Erwerb des Deutschen. Es werden phonetische Regeln vermittelt, die dann in Hör- und Sprechübungen ihre Anwendung finden. Übungen im „Freien Sprechen“ sowie das Lesen und Vortragen von Texten bilden dabei den zentralen Aspekt des Sprechtrainings.
- Lehrende/r: Ulrich Wannagat
Arbeitsgemeinschaft zum Deutschen und Europäischem Verfassungsrecht I im Wintersemester 2022/23 (Prof. Dr. Lepsius)
Die Zuteilung zur Arbeitsgemeinschaft erfolgt über den Learnwebkurs der Vorlesung.
Hallo zusammen,
ich hoffe Ihr hattet eine schöne O-Woche und startet mit voller Motivation in das Semester. Die AG Deutsches und Europäisches Verfassungsrecht I wird jeden Montag von 8 bis 10 Uhr im Raum BH5 (Lage des Raumes s.u.) stattfinden. Sie startet am 24.10.2022.
Nähere Infos, sowie die Fälle und sämtliche Kursmaterialien findet ihr zeitnah hier im Learn Web. Den Einschreibeschlüssel erhaltet Ihr in der ersten AG-Einheit.
Ich freue mich auf euch,
Niklas Nottebom
Bei Rückfragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben: n.nottebom@uni-muenster.de
Lage des Raumes: Temporärer Container Bispinghof, Georgkommende 33, Haus C, 48149 Münster, Lageplan-URL : https://www.uni-muenster.de/uv/wwuaz/lageplan/de/9996
- Lehrende/r: Jan Niklas Nottebom
Das Seminar gibt einen Überblick über die ökonomischen, politischen, rechtlichen und technischen Besonderheiten des deutschen Mediensystems. Ferner wird schlaglichtartig zu spezifischen Mediensystemen in anderen Ländern der Erde Bezug genommen. Diese Grundlagenkenntnisse sollen dazu befähigen, Entwicklungen innerhalb der Medienöffentlichkeit(en) kompetent zu analysieren und einzuordnen.
Im ersten Teil des Seminars werden Grundlagen des deutschen Mediensystems entlang spezifischer Themenbereiche erarbeitet und anhand gegenwärtiger Herausforderungen reflektiert. Dazu gehören u.a.:
- Auswirkungen der Ökonomisierung und Digitalisierung auf Geschäftsmodelle (z.B. Plattformisierung des Journalismus)
- Regulierung von Sozialen Medien ohne Gefährdung der Meinungsfreiheit
- Kennzeichnung von Werbung in Sozialen Medien
- Datenmacht der IT-Konzerne
Im zweiten Teil des Seminars werden ergänzend Besonderheiten und Entwicklungen ausgewählter internationaler Mediensysteme thematisiert, wie zum Beispiel Aspekte der Zensur in China oder der Wandel nordafrikanischer Mediensysteme während des Arabischen Frühlings.
Leistungsnachweis: Von den Teilnehmer*innen wird neben aktiver Mitarbeit und vorbereitender Lektüre die Bearbeitung kleinerer Übungsaufgaben gefordert.
Prüfungsleistung: Klausur
- Lehrende/r: Stephan Niemand
Nie gab es so viele Kinos in Deutschland und nie wurden die Kinos von so vielen Menschen besucht wie in den Fünfzigerjahren. Dabei gilt der bundesdeutsche Spielfilm der Nachkriegszeit vielen als Tiefpunkt der deutschen Filmgeschichte. In der Übung betrachten wir Spielfilme als historische Quellen und analysieren sie im Kontext der Zeitgeschichte.
Im Zusammenhang mit der Übung findet eine Filmreihe statt, zu der alle Angehörigen der WWU eingeladen sind. Jeweils montagabends wird der Film gezeigt, der am nächsten Morgen in der Übung besprochen wird. Die Teilnehmenden der Übung werden daher gebeten, die Filmreihe fest einzuplanen und wenigstens einige der Filmvorführungen zu besuchen, um eine Diskussionsgrundlage zu haben.
- Lehrende/r: Jonathan Schilling
Gertrude Elizabeth Margaret Anscombe (1919–2001) ist die Begründerin der modernen analytischen Handlungstheorie. Sie war Schülerin Ludwig Wittgensteins, nach seinem Tod war sie auch seine Nachlassverwalterin und übersetzte viele seiner Werke ins Englische. Sie lehrte zunächst in Oxford und war von 1970 bis 1986 Professorin an der Universität Cambridge. Mary Warnock und John Haldane rühmten sie als größte Philosophin in der bisherigen Philosophiegeschichte; und Donald Davidson wird im Klappentext der 2. Auflage ihres Buches Intention mit dem Diktum zitiert: „Anscombe’s Intention is the most important treatment of action since Aristotle.“
Trotz dieses emphatischen Lobs – und trotz des zunehmenden Interesses am Werk von Philosophinnen – ist Anscombe bisher vergleichsweise unbekannt geblieben. Dies hat verschiedene Gründe. Zunächst ist ihr spröder, am späten Wittgenstein geschulter Stil zu nennen. Anscombe schreibt zwar stets argumentativ und systematisch geordnet, aber streckenweise so verknappt, dass es erheblicher Interpretationsarbeit bedarf, sich ihre Texte zu erschließen. Zweitens konvertierte Anscombe während ihrer Studienzeit zum Katholizismus und trat in Aufsätzen zur thomistischen Doppelwirkungslehre als Gegnerin des Schwangerschaftsabbruchs und der Kontrazeption auf. Angst davor, politisch unpopuläre Ansichten zu vertreten, kannte Anscombe nicht. Als die Universität Oxford 1956 entschied, dem ehemaligen US-Präsidenten Harry S. Truman eine Ehrendoktorwürde zu verleihen, war sie nicht nur als überzeugte Pazifistin empört. In ihrem Aufsatz „Mr. Truman’s Degree“ argumentierte sie dafür, dass der durch ihn verantwortete Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ein Massenmord gewesen sei und Truman somit ein vielfacher Mörder. Politisch konnte sich Anscombe nicht durchsetzen: Truman bekam seinen Oxford-Ehrendoktor. Daraufhin reagierte Anscombe als Philosophin: Sie war davon überzeugt, dass die Truman-Verteidiger in ihrem moralischen Urteil deshalb fehlgeleitet waren, weil sie die Natur der fraglichen Handlung nicht richtig verstanden. Um die Verantwortbarkeit einer Handlung beurteilen zu können, muss man nach Anscombe absichtliche Handlungen von unwillkürlichen Widerfahrnissen unterscheiden. Und um diese Unterscheidung treffen zu können, muss man verstehen, was eine Handlungsabsicht ist. So wurde der Streit um Trumans Ehrendoktor für Anscombe zum Anlass, ihre einzige Monographie Intention (1957) zu verfassen. Das Werk behandelt die Leitfrage, unter welcher Beschreibung man einer Handlung in gerechtfertigter Weise eine Absicht zuschreiben kann.
Im Seminar werden wir Anscombes schmale Monographie (in der Originalausgabe umfasst sie nur 94 Druckseiten) gemeinsam lesen und diskutieren. Primäre Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur gewissenhaften und intensiven Lektüre von Anscombes Buch. Keine einfache Kost, aber es lohnt sich!
Das Buch liegt in einer brauchbaren deutschen Übersetzuung vor. Alle englisch- und deutschsprachigen Ausgaben können im Seminar verwendet warden.
- Lehrende/r: Martin Hoffmann
Ziel des Kurses ist es, die grundlegenden grammatikalischen Strukturen und Phänomene der deutschen Sprache zu erarbeiten und deren Verwendung in alltagsrelevanten Situationen einzuüben. Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen somit die Möglichkeit, sprachliche Mittel für eine erfolgreiche (mündliche und schriftliche) Kommunikation in unterschiedlichen Bereichen zu erlernen. Zu den wichtigsten Themen gehören: Deklination, Konjugation, Satzbau. Je nach Bedürfnis der KursteilnehmerInnen werden am Anfang des Kurses Schwerpunkte festgelegt.
- Lehrende/r: Jana Mareen Köchling
Ziel des Kurses ist es, die grundlegenden grammatikalischen Strukturen und Phänomene der deutschen Sprache für das Niveau B2 zu erarbeiten und deren Verwendung in alltags- und studienrelevanten Situationen einzuüben. Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen somit die Möglichkeit, sprachliche Mittel für eine erfolgreiche (mündliche und schriftliche) Kommunikation in unterschiedlichen Bereichen zu erlernen. Zu den wichtigsten Themen gehören: Syntax, Nominalisierung, Konjunktiv. Je nach Bedürfnis der KursteilnehmerInnen werden am Anfang des Kurses Schwerpunkte festgelegt.
- Lehrende/r: Larysa Kovbasyuk
Ziel des Kurses ist es, die grundlegenden grammatikalischen Strukturen und Phänomene der deutschen Sprache für das Niveau B2 zu erarbeiten und deren Verwendung in alltags- und studienrelevanten Situationen einzuüben. Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen somit die Möglichkeit, sprachliche Mittel für eine erfolgreiche (mündliche und schriftliche) Kommunikation in unterschiedlichen Bereichen zu erlernen. Zu den wichtigsten Themen gehören: Syntax, Nominalisierung, Konjunktiv. Je nach Bedürfnis der KursteilnehmerInnen werden am Anfang des Kurses Schwerpunkte festgelegt.
- Lehrende/r: Larysa Kovbasyuk
Friedrich I. „Barbarossa“ (1122-1190) aus der Dynastie der Staufer gehört zu den bedeutendsten Herrschern des römisch-deutschen Reiches im Mittelalter. Im Proseminar wird insbesondere die wechselhafte Geschichte seiner langen Königsherrschaft (1152-1190) in den Blick genommen. Dabei werden u.a. Barbarossas Herrschaftsverständnis und -ausübung sowie die zahlreichen Konflikte, in die er verwickelt war, u.a. mit den oberitalienischen Städten, dem Papsttum und Herzog Heinrich dem Löwen, näher analysiert. Daneben werden der Zweite und Dritte Kreuzzug beleuchtet, an denen er teilnahm. Ein letztes Augenmerk liegt schließlich auf der Rezeption Barbarossas durch Historiker und eine breitere Öffentlichkeit im 19. und frühen 20. Jahrhundert, die ihre nationalen Hoffnungen und Sehnsüchte der Gegenwart auf den Stauferkaiser projizierten.
Vor dem Hintergrund dieser Thematik gibt der propädeutische Teil des Proseminars einen Einblick in die Arbeitsweisen, Hilfsmittel und Methoden des Fachs Mittelalterliche Geschichte. Als Leistungsnachweise sind neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme die Beteiligung an einer Stundengestaltung, eine Abschlussklausur und eine Hausarbeit erforderlich. Anwesenheit in der ersten Sitzung ist zwingend erforderlich; Abwesenheit kann nur durch ein ärztliches Attest oder eine Praktikumsbescheinigung entschuldigt werden und ist vor Seminarbeginn mitzuteilen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird die Ausstellung „Barbarossa – Die Kunst der Herrschaft“, die vom 28.10.2022 bis 5.2.2023 im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster stattfindet, besucht.
- Lehrende/r: Christian Scholl
Der Ukraine-Krieg hat eine neue und unvorhergesehene Dynamik in die Diskussion um die Erweiterung der EU gebracht. Mit der Frage, wie schnell einem Beitrittsgesuch der Ukraine entsprochen werden soll, wurde auch erneut der Fokus auf jene Staaten gerichtet, die schon länger auf eine berechenbare Beitrittsperspektive warten und sich in den vergangenen Jahren – ob nun zu Recht oder zu Unrecht – etwas hingehalten gefühlt haben. Gerade der Balkan ist durch die manchmal widersprüchliche Erweiterungspolitik der EU gespalten in Staaten, die sehr früh eine Integration geschafft haben und jene, die nun scheinbar ewig auf diesen Schritt warten dürfen. In diesem Seminar wollen wir uns dieser Problematik widmen und sowohl die Bedingungsfaktoren und Fortschritte wie auch die Perspektiven eines EU-Beitritts besprechen.
Für die Erlangung einer Prüfungsleistungen ist die Kombination aus Referat und Hausarbeit notwendig. Es werden Referatsgruppen von bis zu drei Studierenden gebildet. Zu diesem Zwecke melde man sich mit bevorzugten Themen aus der nachfolgenden Liste per E-Mail an den Dozenten, die Vergabe erfolgt ebenfalls auf diese Weise. Es findet keine Vorbesprechung statt. Die zu verwendende Mailadresse ist: vandenboom.dirk@gmail.com. Referatsanmeldungen haben bis zum 15.11. zu erfolgen.
Ablaufplan:
Freitag
13.00-13.30 Einführung, Organisatorisches
13.30-15.00 Thema 1: Wie wird man Mitglied der Europäischen Union?
(Beschreibung des Beitrittsprozesses und der Vorbedingungen, wer sind die relevanten Akteure und wer entscheidet was, der „acquis communitaire“ und seine Bedeutung)
15.00-15.30 Pause
15.30-17.00 Thema 2: Erweiterung oder Vertiefung oder lieber gar nichts?
(Die politische Diskussion um den Erweiterungsprozess und die Argumentationslinien, die Haltungen der verschiedenen EU-Mitgliedsländer zur Erweiterung, Lehren aus dem bisherigen Erweiterungsprozess, Haltung der deutschen Regierung zum Thema)
Samstag
9.00-10.30 Thema 3: Serbien zwischen Ost und West
(Interne Diskussion zum EU-Beitritt, wichtige politische Akteure pro und contra, Ausrichtung der serbischen Außenwirtschaft, die Rolle externer Akteure, v.a. der Russischen Föderation, Stand bei der Erreichung der Beitrittsbedingungen, das Kosovo-Problem)
10.30-11.00 Pause
11.00-12.30 Thema 4: Der Kosovo als Land im Graubereich
(Problematik der Anerkennung bzw. Nichtanerkennung durch EU-Mitgliedsstaaten, Bemühungen der kosovarischen Regierung zur Erfüllung der Beitrittskriterien v. a. in der Grenzfrage, Gründe für die Vorenthaltung der Visafreiheit, ökonomische und politische Abhängigkeiten, das Serbien-Problem)
12.30-13.30 Mittagspause
13.30-15.00 Thema 5: Montenegro, klein aber schwierig
(Ökonomische und politische Besonderheiten eines Kleinstaates mit begrenzter Leistungsfähigkeit, Bemühungen der montenegrinischen Regierung zur Erfüllung der Beitrittskriterien)
15.00-15.30 Pause
15.30-17.00 Thema 6: Nordmazedonien als Vielvölkerstaat
(Das kritische Verhältnis zu Griechenland, Herausforderungen der inneren Ordnung und Konsequenzen politischer Krisen, Bemühungen zur Erfüllung der Beitrittskriterien)
Sonntag
9.00-10.30 Thema 7: Albanien in der politischen Dauerkrise
(Konsolidierung des politischen und wirtschaftlichen Systems nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur, interne Konflikte zwischen den beiden Hauptparteien, europapolitische Ausrichtung, die Idee eines Großalbaniens, Fortschritte bei der Erfüllung der Beitrittsbedingungen und Frustrationen)
10.30-11.00 Pause
11.30-13.00 Thema 8: Exkurs: Welche Aussichten hat ein Beitrittskandidat Ukraine?
(Die Beitrittsdebatte vor und nach dem Kriegsbeginn im Vergleich, sozioökonomische Voraussetzungen in der Vorkriegszeit-Ukraine, der sicherheitspolitische Aspekt der Beitrittsdiskussion, Auswirkungen der Beitrittsdiskussion auf die Aussichten anderer Beitrittskandidaten, realistische Aussichten der Beitrittsperspektive)
13.00-14.00 Mittagspause
14.00-15.30 Abschlussdiskussion
- Lehrende/r: Dirk van den Boom
Noch heute verdankt Luxemburg als kleines Land seine Bedeutung innerhalb Europas der geopolitischen Lage neben größeren Ländern. Die Anfänge der Bedeutung der mittelalterlichen Dynastie der Luxemburger waren ähnlich: Ihr Territorium fand sich zwischen den großen Nachbarreichen, dem Königreich Frankreich und dem römisch-deutschen Reich, und Luxemburg vermochte es, sich gerade in krisenhaften Kontexten zu einer gewichtigen politischen Größe zu entwickeln. Überraschend wurde ein Luxemburger 1308 zum römisch-deutschen König gewählt und 1312 zum Kaiser erhoben. Nach unruhigen Jahren gelangte einer seiner Nachfahren 1346 erneut auf den deutschen Königsthron. Der 1355 zum Kaiser gekrönte Karl IV. zählt heute zu den bedeutendsten Herrschergestalten im spätmittelalterlichen Europa. Obwohl die Dynastie nach dem Tod des letzten Kaisers aus ihren Reihen bereits 1437 keinen männlichen Erben mehr hervorbrachte, gehört sie zu den prägenden, weit vernetzten Herrscherfamilien ihrer Zeit. Ursprünglich nur eine Grafschaft, wurde Luxemburg später zum Herzogtum erhoben, verlor aber durch die Heiratsverbindung mit dem bedeutenden Königtum Böhmen schon 1310 zunehmend an Bedeutung. Mit Karl IV. verlagerte sich der Schwerpunkt der Luxemburger Herrschaft von der Westgrenze des Reiches nach Zentraleuropa (Ostmitteleuropa). Wie keine andere Dynastie des Mittelalters stehen die Luxemburger für eine Verbindung zwischen West und Ost in Europa und wurden auch darin zu Vorläufern der Habsburger, deren Herrschaft im Reich über das Mittelalter hinausführte.
- Lehrende/r: Martin Kintzinger
Im Rahmen des deutschen Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) wurde eine repräsentative Un-terstichprobe im Umfang von 2863 Familien mit Kindern im Alter von 7-17 Jahren vertiefend zum see-lischen Wohlbefinden und Verhalten befragt. Insgesamt zeigen 21,9 % aller Kinder und Jugendlichen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten. Die Diskussion der KIGGS-Studie bildet – selektiv rezipiert – den ersten Teil des Seminars. In zweiten Teil des Seminars wird diskutiert, was die Ursachen dieser relativ hohen Belastungen der Kin-der und Jugendlichen durch psychische Probleme ist. Hier bietet sich der Bezug auf konkrete Theorien der Ge-sundheitswissenschaften an (Resilienz HAPA-Modell, Salutogenese, Stress-modelle), die die Da-ten der KIGGS-Studie möglicherweise erklären können. Im dritten Teil des Seminars wird die Frage nach konkreten Interventions- und Präventionsansätzen auf-ge-worfen. Hier sind jene Maßnahmen anzuführen, die mit dem Begriff Empowerment bezeichnet werden und die Stärkung der Handlungsfähigkeit der Akteure zum Ziel haben. Aber auch hier soll weniger der Fokus auf abstrakte Konzeptionen gerichtet werden, sondern an konkreten Beispielen (Stressbewälti-gung, Suchtprä-vention, Mobbing usw.) wird gezeigt was Präventionsansätze konkret in der Schule be-wirken können. Die Interventionen und Programme sollen Bedingungen erzeugen, in denen sich psychi-sche Gesundheit entwi-ckeln kann und nicht nur angestrebt wird, dass psychische Störungen, Behinde-rungen, Auffälligkeiten ver-mieden werden. Die Frage ist, ob und in welchem Umfang dies überhaupt möglich ist. Der Erwerb von Leis-tungsnachweisen im Rahmen einer Präsentation und schriftlichen Aus-arbeitung ist möglich.
- Lehrende/r: Wichard Puls
Die Dialektsyntax galt lange Zeit als das Stiefkind der Dialektologie. Seit dem Deutschen Sprachatlas (Wenker-Atlas), der vor gut 140 Jahren begonnen wurde, ist die Phonologie (neben dem Wortschatz) das zentrale Untersuchungsfeld, dem sich die Dialektologie traditionell widmet. Morphologische Untersuchungen spielen in vielen Ortsgrammatiken ebenfalls eine Rolle, die Dialektsyntax jedoch traditionell keine. In den letzten Jahren hat sich dies jedoch gewandelt. Neben großangelegten Atlasprojekten zur Dialektsyntax (z.B. in der Schweiz und in Hessen) spielt die Syntax als Untersuchungsfeld grundsätzlich auch bei Einzeluntersuchungen eine immer größere Rolle.
Im Seminar soll - mit einem Schwerpunkt auf dem niededeutschen Sprachgebiet - die Syntax deutscher Dialekte untersucht werden. Es geht dabei um die Frage, welche syntaktischen Strukturen von der deutschen Standardsprache, von anderen Dialekten und ggf. auch von Dialekten anderer Sprachen (z.B. englischen oder niederländischen Dialekten) abweichen. Dies soll systematisch zusammengetragn werden. Es wird außerdem die Möglichkeit geben, eigene empirische Untersuchungen durchzuführen. Hieru werden die methodischen Grundlagen gelegt.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit der Idee der (deutschen) Universität im 19. und 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dafür wird eine Auswahl programmatischer Schriften, vor auch Rektoratsreden, gemeinsam gelesen und diskutiert, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und historischen Kontexten mit den Aufgaben und Ansprüchen von Universität, Wissenschaft bzw. universitärer Bildung befassen (Humboldt, Schleiermacher, Fichte, Helmholtz, Heidegger, Jaspers, Adorno, Dahrendorf).
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Vorbesprechung: Freitag, 20.10.22, 10-12 Uhr, in Raum 110
Blocktermin in Münster am Donnerstag, den 1. Dezember 2022, 8-16 Uhr in Raum 110.
Voraussichtlicher Ekursionstermin: 8.-10-Dezember 2022
Bei Interesse an Teilnahme bitte per Mail bis zum 30.9. bei mir melden!
„Kreativer Urknall”, „Der Große Inspirator”, „The revolutionary”, so lauten nur einige headlines aus dem großen Medienecho, das die „Jahrhundertausstellung” zu Donatello in Florenz Anfang des Jahres hervorrief. Die Retrospektive entstand in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin und dem Victoria and Albert-Museum in London, die neben Florenz die größten Sammlungen von Werken des Bildhauers besitzen. Wir werden uns die Berliner Ausstellung im Bode-Museum und der Gemäldegalerie gemeinsam anschauen und anhand der bildhauerischen Objekte, aber auch Vergleichswerken aus der Malerei, erarbeiten, was diesen Künstler so revolutionär, quasi zum „Erfinder der Renaissance” machte, so der Titel des deutschen Ablegers der Schau. Donatellos Versiertheit und Innovationen in den verschiedensten Techniken und Materialien - Marmor, Bronze, Terracotta, Stuck etc. - werden dabei ebenso Thema sein, wie seine Experimente mit ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten und der mathematischen Perspektivkonstruktion sowie seine Auseinandersetzung mit antiken Vorbildern und seine wichtigen Neuerungen in den verschiedenen Gattungen.
Beginn: siehe oben! max. Teilnehmerzahl 15
Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Referat mit Präsentation (Block-Termin Münster), Präsentation/Diskussion vor Ort (Exkursion), Beitrag für den Reader
- Lehrende/r: Anne Bloemacher
Wie erlebten die Zeitgenoss*innen die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“, wie Exklusion und Verfolgung? Welche Perspektiven auf die NS-Besatzungspolitik sind überliefert, und wie hielten Soldaten und ihre Familien durch Feldpost Kontakt? Solche Fragen zur Gesellschaftsgeschichte des Dritten Reiches und zum Erleben der „einfachen Deutschen“ wie auch von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in den Fokus des NS-Repressionsapparates gerieten, lassen sich mittlerweile auf breiter Quellengrundlage erforschen und beantworten. Die Quellenlektüre-Block-Übung möchte auf der Grundlage zahlreicher publizierter Tagebücher und Briefwechsel und der einschlägigen Forschungsliteratur in die Methodik der Analyse solcher Selbstzeugnisse einführen und Chancen und Grenzen ausloten.
- Lehrende/r: Leonie Isabel Figge
- Lehrende/r: Isabel Heinemann
Das Thema E-Sport ins Gegenstand intensiver politischer Diskussionen auf der Bundesebene ebenso wie in den Ländern, zunehmen wird es auch zum Gegenstand kommunalpolitischer Debatten. Als E-Sport wird dabei der Wettkampf von Menschen mit dem Medium digitaler Spiele verstanden. Die politischen Debatten, die an der Schnittstelle zwischen Digital- und Sportpolitik, teils auch in der Jugendpolitik (hier insbesondere bezogen auf Jugendschutzfragen, u.a. im Rahmen der Novelle des Jugendschutzgesetzes) geführt werden, drehen sich dabei im Wesentlichen um die folgenden Fragen:
- Sollte E-Sport rechtlich als Sport anerkannt werden? (u.a. im Rahmen des Gemeinnützigkeitsrechts, des Aufenthaltsrechts, des Glückspiel- und Lotterierechts)?
- Sofern E-Sport nicht als Sport anerkannt werden sollte, sollte es dann dennoch als gemeinnützig anerkannt werden?
- Sollte E-Sport stattlich gefördert werden und wenn ja, in welcher Form?
Wesentliche Akteure sind dabei neben den politischen Parteien, in denen die Diskussion stark innerparteilich zwischen Digital- und Sportpolitiker*innen (erstere eher für eine starke Förderung des E-Sports, letztere eher mit einer skeptischen Haltung) verläuft, Sportverbände, die sich mehrheitlich skeptisch positionieren, und Verbände der Digitalwirtschaft (insbesondere der game e.V. – Verband der deutschen games-Industrie) sowie die sich seit 2017 herausbildenden zivilgesellschaftlichen E-Sportvereine und –verbände. Daneben sind Akteure aus dem Bereich der Jugendhilfe, insbesondere medienpädagogische Fachstellen, in der Debatte aktiv.
Erste Studien nehmen dieses vergleichsweise neue politischer Thema in den Blick. Das Seminar soll einen Überblick vermitteln über Strukturen, Akteure und Prozesse der E-Sportpolitik und zur Anwendung politikwissenschaftlicher Theorien und Methoden auf das Themenfeld anregen.
Lektürehinweise:
Breuer, Markus/ Görlich, Daniel (Hg.): eSport: Status quo und Entwicklungspotenziale, Wiesbaden 2020.
eSport-Bund Deutschland e.V.: E-Sport in Deutschland 2018: Struktur, Herausforderungen und Positionen, Berlin 2018.
Junge, Jens/ Schöber, Timo (Hg.): eSports in Gesellschaft und Politik: Vom Sportbegriff, über Vorurteile bis zum Verbandswesen, Dollerup 2020.
Maties, Martin (Hg.): eSport-Recht: Politik, Praxis und Wissenschaft, Baden-Baden 2020.
Nothelfer, Nepomuk: Das deutsche eSport-Visum (Teil II) - Eine kritische Analyse des § 22 Nr. 5 BeschV, LR 2020, 276-281.
- Lehrende/r: Jens Wortmann
Der deutsche Sozialstaat kann auf eine vergleichsweise lange Geschichte mit zahlreichen Krisen und Veränderungen zurückblicken. Die jüngste umfassende Reform ist die sog. „Agenda 2010“, die als größte Sozialreformen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beschrieben wird. Gleichzeitig sorgt das Reformpaket – und hier insbesondere die Hartz-Reformen – bis heute für zahlreiche (politikwissenschaftliche) Kontroversen über den Reforminhalt. Bevor man sich allerdings fragt, was etwa an der „Agenda 2010“ sozial gerecht ist, und ob „wir“ „uns“ den Sozialstaat noch leisten können, sollte man sich die Mühen machen, der Frage nachzugehen, was Sozialpolitik überhaupt ist.
Ziel des Standardkurses ist es, die Grundfunktionen deutscher (und internationaler) Sozialpolitik zu vermitteln. Dazu werden allgemeine Grundlagen der Sozialpolitik, Sozialstaatstheorien sowie die ökonomischen Grundprinzipien des deutschen Wohlfahrtsstaates diskutiert. Außerdem werden die wichtigsten sozialpolitischen Politikfelder Arbeitsmarktpolitik, Rentenpolitik, Gesundheitspolitik sowie Bildungspolitik besprochen.
Studienleistung
- regelmäßige, aktive Teilnahme
- max. 20-min. wiss. Vortrag, der deutlich über die Reproduktion der Pflichtlektüre hinaus geht
Prüfungsleistung
- Die Prüfungsleistung wird durch eine 90-minütige Abschlussklausur am Freitag, den 27. Januar 2023 (10-12 Uhr) erbracht. Der Termin gilt für beide Kurse.
Einführende Literatur
- Boeckh, Jürgen et al. (2017): Sozialpolitik in Deutschland. Eine systematische Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
- Dillmann, Renate/Schiffer-Nasserie, Arian (2018): Der soziale Staat. Über nützliche Armut und ihre Verwaltung. Hamburg: VSA Verlag.
Learnweb
Die Pflichtlektüre wird in einem Learnweb-Kurs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das Learnweb genutzt, um Präsentationsfolien, Handouts und weitere aktuelle bzw. thematisch passende Materialien zur Verfügung zu stellen.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer
Das Seminar versucht im vergleichenden Zugriff die unterschiedlichen Strategien deutscher Staaten zur Integration neuerworbener Territorien in den Staatsverban dim 19. Jahrhundert zu untersuchen. Zugleich soll die Reaktion der von den territorialen Veränderungen der betroffenen Bevölkerung in den Blick genommen werden. Der Bogen wird hierbei von den territorialen Umwälzungen im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses und des Wiener Kongresses üner die Annexionen im Gefolge des deutschen Krieges bis zur Annexion Elsaß-Lothringens 1871 gespannt.
- Lehrende/r: Thomas Tippach
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Zentrum des Seminars stehen die historischen Sprachstufen des Deutschen sowie zentrale Sprachwandelprozesse, die die deutsche Sprache im Laufe der Sprachgeschichte durchlaufen hat. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nicht überlieferten Vorstufen des Deutschen als auch mit den sprachlichen Merkmalen des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen. Mit dem Ziel, Ihre gegenwartssprachliche Perspektive mit historischer Sprachbetrachtung zu verknüpfen, setzen wir uns mit theoretischen Grundlagen des Sprachwandels, Wandelprozessen insbesondere auf den Ebenen Phonologie, Morphologie und Syntax im Sprachsystem sowie Fragen der Periodisierung und Sprachverwandtschaft auseinander und reflektieren methodische Herausforderungen bei der Arbeit mit historischen Sprachdaten.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
- Lehrende/r: Theresa Schweden
Im Empirisch-experimentellen Praktikum führen die Teilnehmer durch die Veranstalter ausgewählte Experimente selbständig durch und werten die Experimente aus. Die jeweilige Versuchsdurchführung und Auswertung wird in einem Bericht zusammengefasst.
Ziel dieser Veranstaltung ist zu lernen, in Experimenten gewonnene Daten auszuwerten und angemessen zu beschreiben. Die Experimentalberichte bestehend aus Methoden- und Ergebnisteil werden dabei hinsichtlich der formalen und inhaltlichen Gestaltung entsprechend den aktuellen Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bzw. der American Psychological Association verfasst. Die Anzahl der zu schreibenden Berichte richtet sich nach der Qualität derselben. Es müssen minimal drei, maximal fünf Berichte geschrieben werden.
- Lehrende/r: Jens Bölte
Im Empirisch-experimentellen Praktikum führen die Teilnehmer zuvor durch die Veranstalter ausgewählte Experimente selbständig durch und werten die Experimente aus. Die jeweilige Versuchsdurchführung und Auswertung wird in einem Bericht zusammengefasst.
Ziel dieser Veranstaltung ist zu lernen, wie man Experimente organisiert, in Experimenten gewonnene Daten auswertet und angemessen beschreibt. Der Experimentalbericht folgt dabei hinsichtlich der formalen und inhaltlichen Gestaltung den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bzw. der American Psychological Association. Zwei Wochen nach Durchführung eines jeden Experimentes muss der dazugehörige Bericht vorliegen.
- Lehrende/r: Boris Forthmann
Im Empirisch-experimentellen Praktikum führen die Teilnehmer zuvor durch die Veranstalter ausgewählte Experimente selbständig durch und werten die Experimente aus. Die jeweilige Versuchsdurchführung und Auswertung wird in einem Bericht zusammengefasst.
Ziel dieser Veranstaltung ist zu lernen, wie man Experimente organisiert, in Experimenten gewonnene Daten auswertet und angemessen beschreibt. Der Experimentalbericht folgt dabei hinsichtlich der formalen und inhaltlichen Gestaltung den Vorschlägen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bzw. der American Psychological Association. Zwei Wochen nach Durchführung eines jeden Experimentes muss der dazugehörige Bericht vorliegen.
- Lehrende/r: Paul Justin Connor Smith