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- Lehrende/r: Kathrin Akinwunmi
- Lehrende/r: Bettina Rösken-Winter
Die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre von 1794/95 gilt als systematisches Hauptwerk Johann Gottlieb Fichtes. Im Seminar wollen wir in kleinschrittiger Lektüre die wichtigsten Aspekte dieses Werkes gemeinsam erarbeiten.
Der Seminarplan wird in der konstituierenden Sitzung bereitgestellt.
- Lehrende/r: Anna Kahmen
- Lehrende/r: Dennis Borghardt
- Lehrende/r: Sandra Handl
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
This course explores the depiction of history in film and television from a public history perspective. It will cover key concepts and challenges involved with putting history on screen, but also specifically focus on examples of historical film and TV depicting the rise of fascism, chattel slavery, the Holocaust, and the Chernobyl disaster. Additionally, this course will discuss the fields of film and television history, particularly production history and screenwriting.
Note: This is a reading and discussion-intensive seminar.
- Lehrende/r: Nicholas Johnson
Dimensionen der Medienkulturwissenschaft: Filmanalyse und Medienkompetenz SoSe 2025, Stephan Brössel
„Filmverstehen ist gewissermaßen eine Teilmenge des Medienverstehens. Vom modernen Menschen wird heute eine hohe Fähigkeit an Medienverständnis erwartet. Diese Fähigkeit, mit Medien umgehen zu können, wird ‚Medienkompetenz‘ oder ‚Medien-Literacy‘ genannt.” (Fritsch/Fritsch: Filmzugänge. Strukturen und Handhabung. Köln 2010, S. 12 f.) Wenn Medien im Allgemeinen und audiovisuelle Formate im Besonderen generell gesprochen der kulturellen Selbstverständigung dienen, „mittels derer eine Kultur Ideologeme bestätigt und einübt, infrage stellt oder verwirft”, dann ermöglicht ein kompetenter Umgang mit ihnen, diese Selbstverständigung zu erkennen und zu hinterfragen. Grundlage dabei stellt die „Fähigkeit zum adäquaten Verstehen der Bedeutung medialer Äußerungen und zum Erkennen, wie diese Bedeutung zustande kommt” (Gräf u.a.: Filmsemiotik. Eine Einführung in die Analyse audiovisueller Formate. 2017, S. 31 u. 32).
Das Seminar führt ein in Grundfragen der Medienkulturwissenschaft, insbesondere der Filmanalyse, mit dem Ziel, diese Medienkompetenz zu erwerben. Vermittelt werden Grundbegriffe und Methoden der Analyse audiovisueller Formate auf mediensemiotischer Basis sowie ihre interpretationstheoretische Ausrichtung und Heuristik. Relevante Aspekte sind dabei u.a.:
- der Film als audiovisuelles Zeichensystem
- narratologische und struktural-semiotische Grundlagen der Filmanalyse
- Methoden filmwissenschaftlichen Arbeitens
- Lehrende/r: Stephan Brössel
Der Film kann als narratives Leitmedium unserer Zeit gelten. Audiovisuelles Erzählen findet hier in vielfältigen Formen und Formaten seinen Platz – vom Kinofilm, über fiktionale Kurzfilme bis hin zum viralen Werbespot. Dabei sind nicht selten auch sprachliche Erzählinstanzen eingesetzt.
Das Seminar geht von narratologischen und filmnarratologischen Basisprämissen (etwa zum Konzept der Ereignishaftigkeit) aus, legt einen Fokus auf Formen und Funktionen mündlichen Erzählens im Film und entwickelt valide Analysezugänge. Angesiedelt ist die Veranstaltung im Modul ‚Oralität‘.
- Lehrende/r: Stephan Brössel
- Lehrende/r: Gregor Kipping
- Lehrende/r: Jan vom Brocke
- Lehrende/r: Marleen Voß
In diesem grammatischen Seminar werden wir uns mit der verbalen Flexionsmorphologie des Deutschen auseinandersetzen. Dazu beschäftigen wir uns zunächst einführend mit der diachronen Entwicklung im Verbalsystem, erarbeiten zentrale Prinzipien des flexionsmorphologischen Wandels und untersuchen im Anschluss empirisch gestützt aktuelle Sprachwandelphänomene, wie z.B. Flexionsklassenschwankungen starker und schwacher Verben.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
- Lehrende/r: Hendrik den Ouden
- Lehrende/r: Markus Marek
Besonders für Inseln im Meer, also umgeben von Salzwasser, ist die Versorgung mit Süßwasser von elementarer Wichtigkeit. Die Bedeutung und Präsenz von (Süß-)Wasser spiegelt sich in der Antike z.B. in der Münzprägung. Eindrücklich begegnet uns das auf Sizilien, denn viele Städte hier definierten sich und ihre Bedeutung anhand ihrer naturräumlichen Lage am Fluss, indem sie Gewässer auf ihren Münzen thematisierten und sie in personifizierter Form abbildeten. Auf Sizilien zeigt sich zudem eine besondere Vielfalt an Darstellungen, die die verschiedenen (positiven wie negativen) Kräfte des Wassers vermitteln.
Am Archäologischen Museum gibt es einen großen Bestand an sizilischen Münzen, mit denen wir verschiedene Erscheinungsformen von Wasser "in der Hand" haben. Im Rahmen der Übung werden wir die beiden zentralen Themen "Münzen und Wasser" für Sizilien ausarbeiten, und unsere Ergebnisse präsentieren wir abschließend in Form einer Online-Ausstellung im "Digitalen Münzkabinett".
- Lehrende/r: Katharina Martin
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, persönliche Anmeldung bei den DozentInnen erforderlich!
- Lehrende/r: Claudia Equit
- Lehrende/r: Christina Huf
- Lehrende/r: Onno Husen
Laufende Forschungs- und Qualifikationsarbeiten (Bachelor- und Masterarbeiten) werden vorgestellt und diskutiert.
- Lehrende/r: Joscha Kärtner
Schwierigkeiten beim Mathematiklernen verstehen und Grundlagen fördern
Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf mathematischen Lernschwierigkeiten, darauf wie sie sich zeigen und wie im Unterricht darauf eingegangen werden kann. Neben der Auseinandersetzung mit dem mathematischen Basisstoff und der Durchführung von Fehleranalysen, beschäftigen wir uns mit Untersuchungen zum Mathematikunterricht, aus denen sich verschiedene Aspekte, die für die Förderung von Lernenden mit Schwierigkeiten wichtig sind, ableiten lassen. Im Zusammenhang mit diesen Studien werden Forschungsdesigns und Methoden thematisiert, (weiterführende) Fragen abgeleitet und entwickelt sowie Analysen und deren Ergebnisse diskutiert.
WICHTIG: Wenn Sie eine Masterarbeit in der Mathematikdidaktik schreiben möchten, müssen Sie sich für ein Seminar „Forschungsfragen (mit Masterarbeit)” anmelden.
Zu diesem Seminar gehört eine Einführungsveranstaltung vor Semesterbeginn. Sie findet am Dienstag, den 25.3.2025 von 15.30 bis 17 Uhr via Zoom statt. An diesem Termin erhalten Sie eine Einführung in das Thema und in relevante Literatur, so dass Sie frühzeitig mit der Themenwahl und der Einarbeitung beginnen können.
- Lehrende/r: Susanne Schnepel
Forschungsfragen in der Mathematikdidaktik - Gruppe V (mit Masterarbeit) SoSe 2025, Susanne Schnepel
Aufbau von Zahlvorstellungen fördern und erforschen
Lernende mit Schwierigkeiten beim Mathematiklernen haben häufig unzureichende ordinale und kardinale Zahlvorstellungen. Zum Aufbau von Zahlvorstellungen erhalten diese Lernenden häufig Arbeitsmittel, jedoch ist insbesondere bei Lernenden mit Schwierigkeiten eine individuelle Lernbegleitung notwendig, die Lehrkräfte im inklusiven Unterricht vor Herausforderungen stellt. In diesem Seminar wird der Frage nachgegangen, mit welchen Aktivitäten sich der Aufbau von Zahlvorstellungen unterstützen und eine individuelle Lernbegleitung umsetzen lässt. Die Teilnehmenden setzen sich mit dem aktuellen Forschungsstand und gängigen Forschungsmethoden auseinander, sie entwickeln spielerische Aktivitäten zum Aufbau von Zahlvorstellungen oder tragen zur Weiterentwicklung von Aktivitäten und Lernumgebungen bei, die sie im Rahmen einer eigenen Studie in einer Kleingruppe oder im Unterricht der Grundschule umsetzen und evaluieren. Es wird diskutiert, wie die Umsetzung der Aktivitäten im inklusiven Unterricht gelingen kann. Um die Mathematikleistung der Kinder zu beschreiben, führen sie klinische Interviews und einen standardisierten Test durch.
WICHTIG: Wenn Sie eine Masterarbeit in der Mathematikdidaktik schreiben möchten, müssen Sie sich für ein Seminar „Forschungsfragen (mit Masterarbeit)” anmelden.
Zu diesem Seminar gehört eine Einführungsveranstaltung vor Semesterbeginn. Sie findet am Donnerstag, den 27.3.2025 von 15.30 bis 17 Uhr via Zoom statt. An diesem Termin erhalten Sie eine Einführung in das Thema und in relevante Literatur, so dass Sie frühzeitig mit der Themenwahl und der Einarbeitung beginnen können.
- Lehrende/r: Susanne Schnepel
Das Seminar findet an folgenden Terminen statt: 18.03., 08.04., 22.04., 20.05., 03.06., 24.06., 08.07. (Raum S3006 im Johann-Krane-Weg 39).
- Lehrende/r: Marcus Nührenbörger
Wissenschaft lebt nicht im Elfenbeinturm – sie bewegt sich an Schnittstellen. Ob in Gesprächen mit Politiker*innen, im Austausch mit der Zivilgesellschaft, in der Zusammenarbeit mit Unternehmen oder in der medialen Berichterstattung: Die Art und Weise, wie Wissenschaft kommuniziert wird, prägt unsere Gesellschaft. Doch wie gelingen solche Interaktionen? Und welche Rolle spielt die Medienberichterstattung dabei, wie diese Schnittstellen wahrgenommen und beurteilt werden?
In diesem forschungspraktischen Seminar untersuchen wir, wie wissenschaftliches Wissen verständlich, wirksam und ethisch verantwortungsvoll vermittelt werden kann – und welche Dynamiken Missverständnisse, Konflikte oder mediale Schlaglichter in diesen Prozessen erzeugen.
Nach einer Einführung in die Grundlagen der Wissenschaftskommunikation und die Besonderheiten verschiedener Schnittstellen entwickeln die Teilnehmenden eigene Fragestellungen und identifizieren relevante Schnittstellen (z. B. (Stadt-)Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft, Gesundheit…).
Darauf aufbauend gestalten die Teilnehmenden eigene Forschungsprojekte, in denen sie qualitative Interviews als zentrale Methode anwenden. Sie lernen, Erhebungsinstrumente zu entwickeln, Interviews durchzuführen, die gewonnenen Daten systematisch auszuwerten und ihre Ergebnisse in einem Forschungsbericht zu präsentieren und zu reflektieren.
Leistungsanforderungen
Der erfolgreiche Abschluss des Seminars setzt folgende Leistungen voraus:
• Regelmäßige aktive Mitarbeit im Seminar
• Durchführung eines Forschungsprojekts in Gruppen
• Zwischenpräsentationen zu den einzelnen Stufen des Forschungsprozesses
• Abschlusspräsentation der Ergebnisse
• Anfertigen eines Forschungsberichts über 8-10 Textseiten pro Person
- Lehrende/r: Lena Zils
- Lehrende/r: Joshua B. Wilhelm
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, persönliche Anmeldung beim Dozenten erforderlich!
Die Veranstaltung richtet sich speziell an Studierende, die innerhalb des Moduls Elementarbildung im Rahmen des Forschenden Lernens eine empirische Forschungsarbeit im Anschluss an eine vorhergehende Grundlagenveranstaltung anschließen werden.
Im Seminar erfolgt eine inhaltliche Begleitung eigenständig entwickelter Diskurslinien bzw. Fragestellungen zu ausgewählten Aspekten von Schule, Unterricht oder Übergangsfragen. Außerdem bietet das Seminar Gelegenheit, selbstständig hergeleitete Problem-, Frage- und Zielstellungen Diskussion zu stellen sowie Erfahrungen aus dem Forschungsprozess gemeinsam zu reflektieren.
Ebenso ist die Veranstaltung zur inhaltlichen Vorbereitung und Begleitung einer Qualifikationsarbeit im Gebiet der Bildungsforschung in Kita und Grundschule bzw. im Alter von 0-10 Jahren geeignet.
- Lehrende/r: Anna Katharina Hein
- Lehrende/r: Henrik Streffer
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, persönliche Anmeldung bei der Dozentin erforderlich!
Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende, die im Rahmen des eigenen Forschenden Lernens eine Hausarbeit im Modul Elementarbildung planen. Im Kontext des Themenfeldes „Transition Kita-Grundschule” sollen professionsorientierte Fragestellungen entwickelt und geeignete Forschungsdesigns zu deren Bearbeitung diskutiert werden.
- Lehrende/r: Anna Katharina Hein
- Lehrende/r: Henrik Streffer
Im Kolloquium werden Planung und Ergebnisse aus aktuellen Forschungspraktika, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten und Dissertationen aus dem Themenbereich der Arbeitseinheit (kognitive Neurowissenschaft, biologische Psychologie) vorgestellt und diskutiert. Auch Fragen und Probleme der Datenanalyse sowie der formalen und inhaltlichen Gestaltung von Qualifikationsarbeiten werden bei Bedarf behandelt.
- Lehrende/r: Ricarda Schubotz
Das Kolloquium dient der Vorstellung von Bachelor- und Masterarbeiten, begleitet von Lektüren aktueller Forschungspublikationen und Methodendiskussionen.
Im Rahmen des Kolloquiums wird mit den Teilnehmer*innen eine Ausstellung zu einem Konvolut von Postkarten-Collagen des Kurators und Museumsdirektors Kasper König erarbeitet. Die Ausstellung wird im Foyer des Instituts für Kunstgeschichte in drei Vitrinen präsentiert und unter Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit umgesetzt. Literaturangaben werden zu Semesterbeginn zum Thema der Ausstellung bekannt gegeben.
- Lehrende/r: Ursula Frohne
- Lehrende/r: Berit Hummel
In diesem Forschungsseminar werden Sie zu einem selbst gewählten Thema eine eigene Fragestellung entwickeln und eine Datenerhebung, z. B. mit Schülerinnen und Schülern, durchführen. Anschließend werden Sie Ihre Daten auswerten und Ihre Fragestellung beantworten.
- Lehrende/r: Carolin Eitemüller
- Lehrende/r: Nico Schreiber
„100 Methoden für den Geschichtsunterricht, die funktionieren“ - mit solchen vielversprechenden Titeln werben Verlage für Methodenliteratur. Aber wie, warum und wann fördern welche Methoden historisches Denken und historisches Lernen? Diese Frage ist für angehende Lehrkräfte hochrelevant und ihre Beantwortung erweist sich nicht nur in der Unterrichtspraxis als komplex und herausfordernd. Schon angesichts der Vielzahl der Methodenliteratur lässt sich schwer Orientierung finden. Zudem sind die Grenzen zwischen fachspezifischen und fächerübergreifenden Methodenkonzepten schwer auszumachen und auch in der geschichtsdidaktischen Literatur konkurrieren unterschiedliche methodische Konzepte.
An diesem für Praxis und Theorie gleichermaßen relevanten Orientierungsproblem setzt die Forschungswerkstatt. Studierende erhalten im Rahmen dieser forschungs- und praxisorientierten Übung die Möglichkeit, an der Entwicklung eines Praxishandbuches ‚Geschichts-Methodik‘ aktiv mitzuwirken. Konkreter Anlass ist die Neuauflage des seit 2007 erscheinenden „Geschichts-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II“. Im Rahmen des Redaktionsprozesses zur Neuauflage sollen nunmehr die Perspektiven angehender Geschichtslehrkräfte frühzeitig Berücksichtigung finden. Was erwarten Studierende von einer Geschichtsmethodik? Sind theoretische Ansätze verständlich dargestellt und praktisch umsetzbar? Können die in Einzelbeiträgen entwickelten Methodenkonzepte für die Praxis produktiv adaptiert und weiterentwickelt werden? Diese Fragen sollen im Rahmen der Übung auf Basis einschlägiger Literatur und vor allem der noch unveröffentlichten Beiträge des Praxishandbuchs erörtert werden. Teilnehmende erhalten so die Möglichkeit, Buchbeiträge mit Autor:innen zu diskutieren, geschichtsmethodische Ansätze in Gruppenarbeit praktisch zu erproben und theoretisch begründet weiterzuentwickeln. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden die Möglichkeit erhalten, am Prozess geschichtsmethodischer Forschung zu partizipieren und zugleich professionsrelevantes Methodenwissen aufzubauen.
Von den Teilnehmenden werden neben der kritischen Lektüre der Manuskripte Diskussionsfreude, Interesse und Engagement erwartet. Für Masterstudierende wird Teilnahme an der Spezialvorlesung "Der Lehrer muss Methode haben, der Schüler auch! Grundlagen und aktuelle Herausforderungen einer Methodik für den Geschichtsunterricht“ empfohlen.
- Lehrende/r: Saskia Handro
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Angesichts der zahlreichen Krisen, die für Umwelt, Bildungswesen, Frieden, Politik, Wirtschaft etc. täglich diagnostiziert werden, scheint es zunehmend schwer zu sein, an eine bessere Zukunft zu glauben. Geradezu naiv erscheint dagegen der Fortschrittsoptimismus der Aufklärungsepoche (18. Jahrhundert), der für das westliche Denken so einflussreich war. Der Mensch, der von den Aufklärern vielfach als Subjekt angesehen wurde, das seine Zukunft selbstbestimmt gestaltet und zielgerichtet nach Verbesserung seiner Lebenswelt und des menschlichen Zusammenlebens strebt, erscheint vielen zunehmend als unwahrscheinliche Zuschreibung.
Trotz dieses Befundes scheint die Vorstellung, durch Erziehung und Bildung „Fortschritt“ zu erzielen, geradezu den Kern des Handelns in informellen und institutionellen Bildungskontexten auszumachen. Der Optimismus, dass Erziehende durch ihr pädagogisches Einwirken einen Unterschied machen können, der das Leben der Menschen im gesellschaftlichen Zusammenhang positiv verändert, ist dem pädagogischen Denken fest eingeschrieben.
Im Seminar folgen wir dem Fortschrittsdenken in ausgewählten pädagogischen Kontexten vom 18. Jahrhundert bis heute. Dabei werden auch verwandte Konzepte wie Innovation und Gegenbegriffe wie Regression und Verlust in die Betrachtung eingeschlossen.
- Lehrende/r: Hendrik Holzmüller
In Gesprächen bilden Frage-Antwort-Sequenzen einen hochrelevanten sequenziellen Kontext für die Etablierung und Absicherung von geteiltem Wissen (Deppermann 2018). Mit der Formulierung von Fragen bringen wir spezifische Annahmen über den Fragegegenstand und unseren epistemischen Zugang zum Ausdruck; zugleich etablieren sie spezifische Fortsetzungserwartungen (De Ruiter 2012; Heritage 2012; Gubina et al. 2024). In ihren Antwortzüge positionieren sich Interagierende in Bezug auf die Wissenszuschreibung, die Eigenständigkeit ihres Wissenszugangs (agency) und die ‚Agenda‘ einer Frage (Bolden et al. 2023; Stivers 2019).
Das Seminar wendet sich aus einer interaktional-linguistischen Perspektive sprachlichen Strukturen von Frage-Antwort-Sequenzen im gesprochenen Deutsch zu. Dabei befassen wir uns mit unterschiedlichen Fragemustern (u.a. Bestätigungsfragen, Rückversicherungsfragen, Nachfragen, Alternativfragen) und der handlungsprägenden Funktion bestimmter sprachlicher Ressourcen (u.a. Verbstellung, Modalpartikeln, question tags, Prosodie). Ferner diskutieren wir aktuelle Zugänge zur Organisation des Paradigmas der Responsivpartikeln im Deutschen und fokussieren auf Mittel der epistemischen Heraufstufung (z.B. ‚genau‘, ‚eben‘, ‚natürlich‘) bzw. Herabstufung (z.B. ‚joa‘, ‚keine Ahnung‘).
In conversations, question-answer sequences form a highly relevant sequential context for the establishing shared knowledge (Deppermann 2018). By formulating questions, we express specific assumptions about a matter-at-hand; at the same time, questions project or make relevant a certain continuation (De Ruiter 2012; Heritage 2012; Gubina et al. 2024). In their answers, interactants position themselves in relation to the attribution of knowledge, the autonomy of their access to that knowledge (agency) and the 'agenda' of a question (Bolden et al. 2023; Stivers 2019).
The seminar focuses on linguistic structures of question-answer sequences in spoken German from an interactional-linguistic perspective. We deal with different question types (e.g. requests for confirmation or reconfirmation, follow-up questions, alternative questions) and the role of certain linguistic resources (e.g. verb position, modal particles, question tags, prosody) in forming a questioning action. Furthermore, we discuss current approaches to the paradigmatic organization of responsive particles in German and focus on resources for epistemic upgrading (e.g. 'genau', 'eben', 'natürlich') or downgrading (e.g. 'joa', 'keine Ahnung').
- Lehrende/r: Katharina König
Framing hat sich zu einem populären Ansatz der Kommunikationswissenschaft entwickelt und auch in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen stößt man immer wieder auf den Begriff des Framings – beispielsweise, wenn es darum geht, wie Parteien die Klimakrise framen.
Das Seminar gibt einen Überblick über die rezeptions- und wirkungsbezogene Framing-Perspektive. Diese beschäftigt sich mit Fragen wie: Auf welche Weise und unter welchen Bedingungen beeinflussen Frames den Rezeptionsprozess? Welche Auswirkung hat dies für die Wahrnehmung, Meinungsbildung und das Verhalten von Rezipientinnen und Rezipienten?
Im Rahmen des Seminars werden theoretische Grundlagen zum Framing und verschiedene Formen des Framings (u.a. Äquivalenz-Framing wie Gain- und Loss-Framing, Emphasis-Framing oder visuelles Framing) behandelt. Es werden zentrale Erkenntnisse von Studien zur Rezeption und Wirkung von Frames in persuasiven Botschaften aus unterschiedlichen Feldern – wie z. B. der Gesundheitskommunikation, der politischen Kommunikation, der Marketingkommunikation oder der Umweltkommunikation – diskutiert. Darüber hinaus werden aktuelle und praxisnahe Beispiele behandelt.
Studienleistung: aktive Vorbereitung und Teilnahme, Referat
Prüfungsleistung: Hausarbeit
This seminar will take an introductory overview of internet or computer-mediated psychology. The seminar will focus on the psychological processes between the individual and computer technology. We will examine core theories and contemporary questions of internet psychology, such as the affordances of computer-mediated communication affecting interpersonal relationships, social cognition of mediated others and the self. Contemporary questions include how social media platforms affects our self-image, why do we derive pleasure from the lives of mediated others, and the growing importance of the internet in our psychological environment.
- Lehrende/r: Julia Lührmann
Die Frankfurter Schule steht bis heute fast als Synonym für Kritische Theorie in den deutschen Sozialwissenschaften. In den 1960er und 70er Jahren erlebten die Vertreter – es waren alles Männer – des Instituts für Sozialforschung eine mediale Aufmerksamkeit, welche der Sozialwissenschaft bis heute kaum mehr zu Teil wird. Dies macht die Arbeiten der Frankfurter Schule einerseits zu einem bedeutenden Zeitdokument, anderseits sind viele der Texte bis heute hoch aktuell. Die studentischen Proteste ab Mitte der 1960er Jahre wandten sich auch gegen die Kommerzialisierung des Hochschulbetriebs. Aus Sicht des heutigen BA/MA- Systems wird die immense Bedeutung der Arbeiten der Frankfurter Schule für die Studierendenschaft umso deutlicher.
Entlang von drei bedeutenden Vertretern – Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse – soll die Bedeutung der Frankfurter Schule und deren Wirken für die heutige Sozialforschung rekonstruiert werden. Der Kurs richtet sich an Studierende in der Frühphase ihres Studiums, die Interesse an der Kritischen Theorie haben. Der Kurs wird sich der Theorie sowie der Textlektüre widmen. Dies schließt die Lektüre von Originaltexten mit ein.
Am Kurs kann aus Interesse teilgenommen werden, aber es können selbstverständlich auch Leistungspunkte erworben werden. Als Studienleistung muss neben der Anwesenheit ein Referat gehalten werden. Eine Prüfungsleistung erfordert zusätzlich eine Hausarbeit.
Hinweise: Die Teilnahme am Kurs setzt die Bereitschaft voraus, sich aktiv in die Veranstaltung einzubringen und auch in Lern- und Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Hierzu gehört auch die körperliche Anwesenheit. Die Referatsvergabe findet zu Beginn des Kurses statt und im LearnWeb wird die Möglichkeit geboten, vorab Interesse zu bekunden. Politikwissenschaft ist ein Lesestudium! Für die Teilnahme am Kurs wird die Bereitschaft zum Lesen der notwendigen Texte vorausgesetzt. Informationen, Materialien und der Ablauf der Veranstaltung werden über das LearnWeb bereitgestellt. Bitte schaut euch die Unterlagen in Ruhe an und informiert euch hier vorab, ob euch das Format und der Inhalt ansprechen.
- Lehrende/r: Ulrich Hamenstädt