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- Lehrende/r: Lirim Selmani
Die Veranstaltung zielt darauf, ein fundiertes Verständnis für schulgrammatische Gegenstände aufzubauen und die für das weitere Studium notwendigen grammatischen Grundlagenkenntnisse zu sichern. Der Übungscharakter steht dabei im Vordergrund. Die regelmäßige und aktive Teilnahme wird dringend empfohlen.
- Lehrende/r: Anja Heitmann
In der Übung geht es darum, sog. grammatisches ‚Schulwissen‘, u.a. in den Bereichen Wortarten, syntaktische Funktionen und Syntax (einfache und komplexe Sätze) zu vermitteln. Im Zentrum steht hierbei v.a. die Wiederholung und Festigung grammatischer Grundlagen durch Übungs- und Anwendungsaufgaben.
- Lehrende/r: Nele Brathe
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Im Seminar beschäftigen wir uns einführend mit den Charakteristika sowie den Unterschieden gesprochen- und geschriebensprachlicher Strukturen in der Grammatik. Anschließend werden wir ausgewählte sprachliche Phänomene der deutschen Gegenwartssprache, die als stärker gesprochensprachlich gelten, wie z.B. nebensatzeinleitende Konjunktionen mit Hauptsatzstellung, Konstruktionen wie den am-Progressiv, Rektionsschwankungen nach Präpositionen etc., in den Blick nehmen und prüfen, inwiefern sie von Grammatiken des Standarddeutschen berücksichtigt werden.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich.
Dieses Seminar entspricht der LV 2 im Modul EW B9b der PO 21.
Dieses Seminar bietet eine Einführung in den aktuellen Forschungsstand zur Lage geflüchteter Menschen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Es gliedert sich in vier thematische Blöcke, die sich auf verschiedene Zielgruppen der Kinder- und Jugendhilfe konzentrieren:
- Unbegleitete minderjährige Geflüchtete
- Begleitete minderjährige Geflüchtete
- Geflüchtete junge Erwachsene
- Geflüchtete Eltern
Die Teilnehmenden des Seminars werden:
- Quantitative Verteilungen, persönliche Lebensumstände und Perspektiven der jeweiligen Zielgruppen analysieren.
- Den aktuellen Fachdiskurs in der Kinder- und Jugendhilfe kritisch reflektieren.
- Organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen der spezifischen Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe für jede Zielgruppe erarbeiten.
- Die deutsche Diskussion im internationalen Vergleich kritisch betrachten und hinterfragen.
Das Seminar zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für die komplexen Herausforderungen und Chancen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe zu entwickeln.
- Lehrende/r: Hila Kakar
Dieser Kurs ist für Studierende, die keine Vorkenntnisse im Deutschen haben. In dem Kurs lernen Sie erste Grundlagen der deutschen Sprache kennen. Ziel ist eine Basis-Kommunikationsfähigkeit in Alltag und Studium. Im Kurs üben Sie einfache Satzstrukturen und elementares Vokabular. // This course is designed for students who have no previous knowledge of German. Students will learn the first basics of the German language. The goal is a basic ability to communicate in everyday life and at university. In the course you will practise simple sentence structures and elementary vocabulary.
- Lehrende/r: Marie-Sophie Annick Beaumont
- Lehrende/r: Albina Haas
- Lehrende/r: Nils Bahlo
- Lehrende/r: Jie Zhao
- Lehrende/r: Pepe Droste
- Lehrende/r: Pepe Droste
- Lehrende/r: Sabine Frilling
Ziel der Übung ist es, grundlegende Kenntnisse zur Epoche des Hochmittelalters zu vermitteln. Dabei werden zunächst die Geschichte des römisch-deutschen Reiches unter den Dynastien der Salier und Staufer sowie die Konflikte dieser Dynastien mit dem Papsttum beleuchtet. Daneben werden zentrale Aspekte der englischen und französischen Geschichte in den Blick genommen (normannische Eroberung Englands 1066, Entstehung des angevinischen Reiches, Konflikte zwischen englischem und französischem Königtum etc.). Ein weiterer Schwerpunkt der Übung liegt auf den Kreuzzügen und den daraus folgenden Zusammenstößen zwischen der westlichen Christenheit, der islamischen Welt sowie dem Byzantinischen Reich. Über die politische Geschichte hinaus werden auch kulturelle Aspekte wie die sog. Renaissance des 12. Jahrhunderts, die Entstehung der Scholastik, der Universitäten etc. thematisiert.
Anwesenheit in der ersten Sitzung ist zwingend erforderlich; Abwesenheit kann nur durch ein ärztliches Attest oder eine Praktikumsbescheinigung entschuldigt werden und ist vor Seminarbeginn mitzuteilen.
- Lehrende/r: Christian Scholl
Das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zu den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und im besonderen auch zur römisch-katholischen Kirche ist grundrechtlich in wenigen Worten mit Art. 4 Abs. 1 GG geregelt:
„Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“
Wirkmächtige und unverrückbare Worte, die seit 75 Jahren das Fundament des deutschen Religionsverfassungsrechts darstellen. Doch wie bewähren sich diese Worte im religionspolitischen Alltag? Gelten politische Beschlüsse, die vermeintlich im Widerspruch zur katholischen Lehre stehen (Abtreibung, Sterbehilfe, Ehe für alle) für Katholik:innen nicht? Was ist, wenn Bekenntnisse z. B. bei der Nutzung von Gebetsräumen an Schulen im Konflikt stehen, welche Religion kommt hier der Vorrang zu? Was ist mit Bibelzitaten auf markanten Bauwerken? Inwieweit dürfen Religionsgemeinschaften mit ihren Glaubensbekenntnissen die Politik prägen und sind sie hierzu überhaupt noch in der Lage?
Wer sind die Akteure in diesen Debatten: der Papst, Botschafter, Parteien oder religiöse Lobbyisten? Wo, wie und durch wen werden die Ansichten der Religionsgemeinschaften berücksichtigt?
All diese Entscheidungen sind auf der Basis von Art. 4 Abs. 1 GG zu treffen. Auf der Exkursion wollen wir einen Einblick gewinnen, wie diese Entscheidungen getroffen werden und mit den unterschiedlichen religionspolitischen Akteuren ins Gespräch kommen. Gesprächspartner werden Vertreter:innen der Parteien, die beiden Vertretungen der Kirchen bei der Bundesregierung, des Innenministeriums, aber auch zivilgesellschaftliche Akteure wie das ZdK, aber auch der katholischen Kirche wie Nuntiatur oder Militärbischofsamt sein
- Lehrende/r: Thomas Neumann
- Lehrende/r: Thomas Schüller
„Was ist Wahrheit?“, fragt Pilatus rhetorisch im Johannesevangelium (18,
38) den Christus, und das soll wohl heißen: „Jeder hat doch ohnehin
seine eigene Auffassung davon, was die Wahrheit sei!“ Seltsam an dieser
impliziten Auskunft des Pilatus ist aber, dass wir die Sache dabei nicht
bewenden lassen, sondern Fragen der Wahrheit eifrig argumentativ
miteinander verhandeln und uns dabei am Ziel der Herstellung eines
vernünftigen (nicht etwa erzwungenen oder durch die Mehrheit
entschiedenen) Konsensus orientieren. Es gibt wohl viele Auffassungen
davon, was Wahrheit ist, aber das Ziel unserer wahrheitsbezogenen
Diskurse scheint gerade darin zu bestehen, /die/ Wahrheit zu finden.
Im
Seminar soll der Frage des Pilatus deswegen mit etwas größerer
Gründlichkeit nachgegangen werden als durch den Fragesteller selbst: Was
ist Wahrheit? – oder sprachphilosophisch gewendet: Was meinen wir
damit, wenn wir etwas /wahr/
nennen? Diese Frage soll anhand eines wichtigen Texts der deutschen
Wahrheitstheoriedebatte des letzten Jahrhunderts diskutiert werden,
nämlich anhand des Aufsatzes /Wahrheitstheorien/
(1973) von Jürgen Habermas. Habermas knüpft an das v.a. durch die
Erlanger Schule verfolgte Programm an, den Begriff der Wahrheit ohne
korrespondenztheoretischen Rekurs auf den Begriff der Tatsache zu
explizieren, um bei der Beschreibung der Einlösung von
Wahrheitsansprüchen nicht in empiristische oder rationalistische
Varianten desjenigen zu verfallen, was Sellars /The Myth of the Given/
genannt hat. Die kritische Lektüre dieses Versuchs im Seminar soll auf
eine Diskussion des in der deutschen Tradition umfangreich verhandelten
Zusammenhangs von Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Ästhetik hinführen, wie
ihn Habermas unter anderem in der///Theorie des kommunikativen
Handelns///(1981) entwickelt hat.
Auch wenn sich die Kreuzzugspredigt Papst Urbans II. 1095 in Clermont vornehmlich an ritterliche Kämpfer gerichtet hatte, folgten bald auch Personen nichtritterlichen Standes diesem Aufruf, die häufig von Kreuzzugspredigern dazu animiert worden waren. Die ältere Forschung hat diesen Zug häufig als Volkskreuzzug bezeichnet, auch wenn sich hieran ebenfalls Ritter beteiligten, etwa der berüchtigte Emicho von Leiningen bzw. von Flonheim. Unter seiner Führung kam es ich mehreren rheinischen Städten zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen die örtlichen Judengemeinden. Über die Pogrome berichten nicht nur lateinische Quellen, sondern auch hebräische Texte, die in der Forschung oft als Kreuzzugschroniken bezeichnet wurden, obwohl sie primär keineswegs als Historiographie zu bezeichnen sind, denn sie sollten eher der Memoria, dem Totengedächtnis, dienen. Doch spielen Deutungen des Geschehens und der Gewalterfahrungen ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Übung wendet sich ausgewählten Texten in deutscher Übersetzung zu; dabei werden die Entstehungs- und Lebensbedingungen des aschkenasischen Judentums vorgestellt sowie mögliche Vorbilder für die Berichte über die jüdischen Martyrien diskutiert. Die Übung führt insgesamt ein in die Entstehungszeit des deutschen Judentums zu Beginn des hohen Mittelalters.
- Lehrende/r: Wolfram Drews
<p><cite>Vor dem Hintergrund der jüdischen Aufklärung (Haskala) kamen im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts innerhalb der sich der Kultur des deutschen Bürgertums öffnenden jüdischen Minderheit neue Bildungs- und Erziehungsideale auf, die durch allgemeingesellschaftliche Reformdiskussionen zum Unterrichts- und Erziehungswesen beeinflusst waren und in den folgenden Jahrzehnten auch unter jüdischen Intellektuellen in Osteuropa zunehmend Anhänger fanden. Den ab 1778 gegründeten jüdischen Reformschulen kam eine zentrale Funktion bei der Entwicklung und Umsetzung moderner jüdischer Bildungsideale zu. In dem Seminar werden wir uns aus den Perspektiven der Jüdischen Studien und der Bildungsgeschichte mit Konzepten für jüdische Bildung und ihrer Umsetzungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart in ihren jeweiligen soziokulturellen Kontexten befassen, wobei wir verschiedene Richtungen und Strömungen innerhalb des Judentums sowie verschiedene geographische und kulturelle Räume berücksichtigen werden.</cite></p>
- Lehrende/r: Regina Grundmann
- Lehrende/r: Jürgen Overhoff
Karl Jaspers scheute es nicht, sich immer wieder kritisch zu den Zuständen und Entwicklungen in der deutschen Gesellschaft zu äußern und damit auf Missstände und Gefahren aufmerksam zu machen. In dem Seminar wollen wir uns vor allem mit seinem Denken in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts auseinandersetzen und uns näher mit dem Phänomen eines gesellschaftlichen Krisengefühls auf Grund des Wegbruches haltgebender Gewissheiten, der Technisierung der Gesellschaft, dem Verhältnis des Einzelnen zum Kollektiv, der Veränderung gesellschaftlicher Institutionen sowie dem aus dieser Zeit skizzierten Verständnis des Menschen im Rahmen seiner Zeit beschäftigen. Dieses Vorhaben dient auch dem Ziel, zu prüfen, welche Gedanken Jaspers auch für unsere heutige Zeit noch scharfsinnige Erkenntnisse über die Situationen des Einzelnen und gesellschaftliche Entwicklungen darstellen. Die Textgrundlage sowie der Seminarplan wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
- Lehrende/r: Nicolas Koj
Kontextorientierte literaturwissenschaftliche Theorien und Methoden SoSe 2024, Susanne Spreckelmeier
Im Zentrum des Seminars stehen mittelalterliche Texte und korrespondierende Adaptionen in der Kinder- und Jugendliteratur, die anhand verschiedener kontextorientierter Literaturtheorien, d.h. Theorien, die literarische Texte als kulturhistorische und soziale Bedeutungsträger verstehen, untersucht werden sollen. Anhand der Beispiele u. a. einer gendertheoretischen, kulturwissenschaftlichen und postkolonialen Perspektive sollen Grundlagen einer theoriegeleiteten und zugleich textnahen literaturwissenschaftlichen Analyse eingeübt werden.
Historische Textzeugnisse werden in Übersetzung angeboten; Kenntnisse in älteren Sprachstufen des Deutschen werden nicht vorausgesetzt. Das Seminar wird durch einen Learnweb-Kurs begleitet, über den Material zur Vor- und Nachbereitung der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird. Die Zugangsdaten werden in der ersten Sitzung kommuniziert.
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier
Seit dem Beginn moderner Geschichtsforschung bildet das mittelalterliche Königtum eine der wichtigsten Forschungsobjekte in der Politik-, Verfassungs-, und Rechtsgeschichte. Obwohl sich in den letzten Jahrzehnten der Fokus etwas verschoben hat, bleibt das Königtum als das für die Zeitgenossen maßgebliche Zentrum politischen Denken und Handelns weiterhin eine der wichtigsten Zugänge zur Welt des Mittelalters. In der Übung soll ein möglichst systematischer Zugriff auf die materiellen wie ideellen Grundlagen des hochmittelalterlichen Königtum (900-1250) im römisch-deutschen Reich erfolgen, die anhand von Originalquellen sowie mithilfe der Perspektiven der modernen Forschung interpretiert werden sollen. Unter anderem bedeutet dies neben der Betrachtung des Wahlprozesses und Herrschaftsbeginns der Regenten auch Einblicke in das vorgeordnete Verhältnis des Herrschers zu Getreuen, Untertanen und Reichskirche sowie die Untersuchung der alltäglichen Herrschaftspraxis zwischen Rechtsgeschäften, Konfliktlösungen und militärischen Auseinandersetzungen. Dabei sollen auch die allgemeinen Entwicklungslinien des Hochmittelalters im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Königtum in den Blick genommen werden.
- Lehrende/r: Felix Timmer
Lehnwörter sind Wörter, die aus einer anderen Sprache übernommen wurden. Wer kennt nicht Anglizismen wie chillen, smart oder cool? Doch Lehnwörter sind nicht nur ein Phänomen der Gegenwartssprache, sondern seit den Anfängen der deutschen Sprache dokumentiert. Lehnwörter aus dem Lateinischen und Griechischen wie Ziegel, Minze oder Senf sind als solche nicht mehr erkennbar, da sie auf allen Ebenen im Deutschen integriert sind. In dieser Vorlesung wird zunächst ein Überblick über die Lehnwörter und Entlehnungsphasen im Deutschen gegeben. Grundbegriffe der Kontaktlinguistik werden dabei geklärt. Schwerpunktmäßig geht es um den Prozess der Integration von Lehnwörtern ins deutsche Sprachsystem. Dabei wird die Integration von Lehnwörtern auf allen Ebenen von der Phonologie bis zur Pragmatik und Graphematik thematisiert. Das Wissen um die verschiedenen linguistischen Beschreibungsebenen wird dabei wiederholt und vertieft.
- Lehrende/r: Katerina Stathi
In Zeiten zunehmender (tatsächlicher oder medial postulierter) Spaltung der Gesellschaft gewinnt die Soziologie als Beobachtungsinstanz an Relevanz. Schließlich gehört die Frage nach den Möglichkeitsbedingungen sozialer Integration vor dem Hintergrund von Differenzierungsprozessen seit den Anfängen des Faches zum soziologischen Kerngeschäft. Auch Émile Durkheim, eine der Gründungsfiguren der Soziologie, hat diese Frage wesentlich umgetrieben. In seinem ersten Hauptwerk „Über soziale Arbeitsteilung“ (1893) entwickelt er die berühmte These, dass der Übergang von der vormodernen segmentären zur modernen arbeitsteilig-organisierten Gesellschaft durch einen Wandel des dominanten normativen Integrationsmodus gekennzeichnet ist. Während der Zusammenhalt in segmentären Gesellschaften noch durch eine „mechanische Solidarität“ unter Gleichen gesichert worden sei, verliere diese im Zuge zunehmender beruflicher Spezialisierung und Individualisierung an Bindekraft. Die Gesellschaft breche deswegen aber nicht zwingend zusammen, an die Stelle der „mechanischen Solidarität“ trete vielmehr eine „organische Solidarität“, die auf der wechselseitigen Abhängigkeit der einzelnen Gesellschaftsmitglieder beruhe. In diesem Lektürekurs wollen wir die zentralen Thesen des Werkes gemeinsam erarbeiten, kritisch diskutieren und auf ihre Relevanz für heutige soziologische Analysen hin überprüfen. Dabei wollen wir – so viel sei vorweggenommen – der Anregung Niklas Luhmanns im Vorwort zur deutschen Übersetzung folgen und den Fokus stärker auf die „Problemstellungen“ denn auf die „Problemlösungen“ legen. Die Lektüre soll durch Seitenblicke in Durkheims drei andere Hauptwerke („Die Regeln der soziologischen Methode“, 1895; „Der Selbstmord“, 1897; „Die elementaren Formen des religiösen Lebens“, 1912) ergänzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zum Lesen der Texte. Der Kurs findet im zweiwöchigen Rhythmus statt. Die Anschaffung der Lektüre (Émile Durkheim, Über soziale Arbeitsteilung: Studie über die Organisation höherer Gesellschaften, 1992, Suhrkamp) wird empfohlen.
- Lehrende/r: Anne Schlüter
Ziel unseres Seminars ist es, schriftsprachliche Kommunikation mit ihren spezifischen Eigenarten als Kulturtechnik aus historischer Perspektive zu erforschen. Dabei gilt es, Schriftzeugnisse und Lese- und Schreibfähigkeiten in verschiedenen medialen und kulturellen Kontexten zu verorten und vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für Identitätskonstruktionen zu beleuchten. Während in Sitzungen zu den Themen ‚Mündlichkeit/Schriftlichkeit‘, ‚Autorschaft‘ und ‚Medialität‘ (u.a.) verschiedene Textbeispiele aus der mittelhochdeutschen Literatur die Bedeutungsdimensionen von Literalität im Mittelalter belegen und illustrieren, soll mit dem Legendenroman ‚Gregorius‘ des Autors Hartmann von Aue auch ein Werk in Gänze gelesen werden.
Alle herangezogenen mittelhochdeutschen Primärtexte liegen in Übersetzung vor. Das Seminar wird von einem Learnweb-Kurs begleitet und integriert Elemente des Digitalen Selbstlernkurses. Die Zugangsdaten zum Kurs werden in der ersten gemeinsamen Sitzung kommuniziert.
Als gemeinsame Textgrundlage ist bitte (gebraucht) anzuschaffen:
Hartmann von Aue: Gregorius. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Friedrich Neumann neu hrsg., übers. u. komm. von Waltraud Fritsch-Rößler. Stuttgart 2011 (= RUB, 18764).
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier
Schwerpunkte: Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit im Kontext religiöser Bildung, sprachsensibler Religionsunterricht
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
Infoveranstaltung zum Projekt am Mittwoch, 24.01.2024, um 18 Uhr c.t. in VSH 116.
Ausführliche Informationen finden sich auf unserer Projekthomepage. Fragen können jederzeit an mercator.projekt@uni-muenster.de gerichtet werden.
NUR PERSÖNLICHE ANMELDUNG BEI DER DOZENTIN!
Bei diesem Seminar handelt es sich um das Vorbereitungsseminar im Rahmen des Mercator-Projekts. Die Seminarteilnahme ist nur im Rahmen der Teilnahme am gesamten Projekt möglich.
Im Seminar werden Sie darauf vorbereitet, Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) an Grundschulen, verschiedenen Schultypen der Sek. I sowie Berufskollegs zu erteilen. Mit Teilnahme am Vorbereitungsseminar verpflichten Sie sich, im Schuljahr 2024/25 (Ende August 2024 bis Anfang Juli 2025) wöchentlich 4 Schulstunden DaZ-Förderunterricht an einer Schule im Kreis Warendorf oder im Kreis Coesfeld zu erteilen. Die Unterrichtstätigkeit wird mit 18,- Euro pro Unterrichtsstunde vergütet und durch die Seminarleiterin im Rahmen eines Begleitseminars im WiSe 2024/25 betreut. Bei erfolgreichem Abschluss der Projektteilnahme erhalten Sie ein Zertifikat, das die erworbenen theoretischen und praktischen Kompetenzen bescheinigt. Die Lehrtätigkeit kann in Verbindung mit dem Begleitseminar im WiSe 2024/25 als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.
Seminarinhalte:
- Ein- und mehrsprachiger Spracherwerb
- Sprachwissenschaftliche Grundlagen
- Grundlagen der Sprachdiagnostik (insb. Profilanalyse nach Grießhaber)
- Didaktik des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache
- Sprachfördermöglichkeiten in Kleingruppen
Seminartermine: Das Seminar findet im SoSe 2024 donnerstags von 16 bis 18 Uhr statt.
Anrechnung: Das Vorbereitungsseminar können Sie sich in verschiedenen sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Modulen des ZFB, BA HRSGe, BA BK und BA G ab dem dritten Semester anrechnen lassen. Der anschließende Förderunterricht kann zudem als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden. Im Masterstudium dient das Seminar Ihrer eigenen Qualifikation. Es wird Ihnen zusammen mit der Tätigkeit als Förderlehrkraft zertifiziert.
Voraussetzungen: Sie sollten mindestens im dritten Fachsemester Bachelor Germanistik bzw. Lehramt Deutsch sein und die Grundlagenmodule abgeschlossen haben. Fortgeschrittene Studierende moderner Fremdsprachen sind ebenfalls willkommen.
Verpflichtung: Sie nehmen während des Sommersemesters am Vorbereitungsseminar teil und werden mit Beginn des neuen Schuljahres, also ab Ende August 2024, als Förderlehrkraft an einer Schule im Kreis Warendorf oder im Kreis Coesfeld tätig sein. Sie verpflichten sich, für ein Schuljahr vier Schulstunden pro Woche DaZ-Förderunterricht in Kleingruppen von 2-6 Schüler/innen zu erteilen (Verlängerung bei Interesse möglich). Dabei werden Sie von der Seminarleiterin im Rahmen eines Begleitseminars betreut und einmal hospitiert.
Anmeldung: Bei Interesse melden Sie sich bitte im Projektbüro (mercator.projekt@uni-muenster.de) mit folgenden Angaben: Name, Matrikel-Nr., Studiengang und –fächer, Semesterzahl, Uni-Emailadresse, alternative Emailadresse.
Ausführliche Infos zum Projekt finden Sie auf der Projekthomepage. Bei Fragen melden Sie sich gerne.
- Lehrende/r: Silvia Vogelsang
Während Heavy Metal in den frühen 1970er Jahren als kleine, eingeschworene Szene vornehmlich in England ihren Anfang nimmt, hat sich der Sound des Metal bis heute zu einer sehr differenzierten globalen Szene entwickelt. Diesen Weg möchte das Seminar genüsslich nachzeichnen.
Eine begleitende öffentliche Abendveranstaltung mit prominenten regionalen, deutschen und internationalen Gästen ist in Planung.
- Lehrende/r: Michael Custodis
- Lehrende/r: Jürgen Heidrich
In der gegenwärtigen Philosophie wie im allgemeinen Zeitgeist ist eine naturalistisch-szientistische Weltsicht weit verbreitet: Alles ist Natur, und die Naturwissenschaften stellen den einzigen Weg zur Wahrheit dar. Die erstpersonale Perspektive eines Menschen ebenso wie seine Freiheit und Verantwortung können in einem solchen Naturalismus nicht verstanden, sie können nur reduktiv wegerklärt werden.
Demgegenüber argumentiert diese Lehrveranstaltung für eine „Metaphysik der Subjektivität“. Damit ist zweierlei gemeint: Zum einen gilt es, sich über die phänomenale Eigenart und die besondere epistemische wie praktische Leistung menschlicher Subjektivität zu verständigen. Darin besteht der erste und entscheidende argumentative Zug gegen den Naturalismus. Zum anderen erlegt man sich selbst damit eine aus dem ersten Zug folgende argumentative Verpflichtung auf: eine Struktur der Welt zu denken, in der Subjekte einen Platz haben.
Beiden elementaren Teilen einer „Metaphysik der Subjektivität“ widmet sich diese Lehrveranstaltung im Lauf des Semesters. Dazu wird auf Ansätze aus der sogenannten klassischen deutschen Philosophie (Kant, Hegel) zurückgegriffen, um sie zu einer systematisch überzeugenden Position für heute zu vergegenwärtigen.
- Lehrende/r: Mathias Gerstorfer
- Lehrende/r: Thomas Hanke
- Lehrende/r: Raimund Litz
- Lehrende/r: Sarah Scotti
„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum” ließ Nietzsche im Jahr 1889 verlauten und das hat sich auch knapp 130 Jahre später nicht verändert. Vor allem die medienvermittelte Musik, ob nun über Schallplatte, im Radio, als CD, als Download oder via Spotify, bestimmt unseren alltäglichen Musikkonsum nachhaltig. Obwohl das Hören von Musik zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen zählt, wird das Forschungsfeld im Fach häufig eher randständig betrachtet.
Das Seminar setzt sich daher intensiv mit der alltäglichen Rezeption medienvermittelter Musik aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht auseinander. Dabei werden zum einen wichtige historische und technologische Veränderungen und deren Konsequenzen für die Rezeption von Musik diskutiert, als auch aktuelle Trends in diesem Bereich verortet und aufgeschlüsselt.
Prüfungsleistung:
Neben aktiver Mitarbeit und Lektüre ausgewählter Texte wird die Vor- und Nachbereitung einer Textdiskussion oder eines Kurzreferates verlangt. Als Prüfungsleistung ist das Verfassen einer Hausarbeit vorgesehen.
This seminar will take an introductory overview of internet or computer-mediated psychology. The seminar will focus on the psychological processes between the individual and computer technology. We will examine core theories and contemporary questions of internet psychology, such as the affordances of computer-mediated communication affecting interpersonal relationships, social cognition of mediated others and the self. Contemporary questions include how social media platforms affects our self-image, why do we derive pleasure from the lives of mediated others, and the growing importance of the internet in our psychological environment.
- Lehrende/r: Jo Marie Dominiak
Im Seminar wird das ‚System‘ der Interpunktion des Deutschen aus synchroner und diachroner Sicht am Beispiel des Kommas in den Blick genommen: Aus gegenwartssprachlicher Perspektive beschäftigen wir uns zunächst mit der aktuellen Norm sowie unterschiedlichen Einflussfaktoren und sog. ‚Prinzipien‘ der Kommasetzung und diskutieren die Frage nach einem System der Interpunktion. Anschließend untersuchen wir die historische Entwicklung der Interpunktion des Deutschen im Zeichen von Skriptographie, Typographie und Grammatikographie.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Geschichte findet nicht nur auf nationaler und internationaler Bühne statt, sie ist auch Teil jeder einzelnen Familie. In den Bielefelder MEMO-Studien sieht knapp die Hälfte der Befragten die Familiengeschichte als Teil der deutschen Erinnerungskultur. Doch nur wenige von ihnen haben sich eingehend mit ihr beschäftigt. Dabei kann eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte einen individuellen Zugang zur NS-Zeit und dessen Vor- wie Nachgeschichte bieten.
Im Rechercheseminar erkunden Teilnehmende daher gemeinsam Potentiale und Fallstricke von familiengeschichtlichen Zugängen zur NS-Geschichte, werden bei den eigenen Recherchen angeleitet und gestalten gemeinsam einen abschließenden erinnerungskulturellen Beitrag. Weil Anfragen bei Archiven und die eigenen Recherchen Zeit brauchen, findet das Seminar in der vorlesungsfreien Zeit seine Fortsetzung.
Das Seminar besteht aus drei Teilen: In einem ersten Themenblock lernen Teilnehmende mögliche Recherchewege und das Arbeiten in Archiven kennen. Danach geht es in vertieften Quellenübungen um das Lesen von historischen Quellengruppen, die bei familiengeschichtlichen Recherchen zur NS-Zeit häufig eine Rolle spielen. In einem dritten Teil erarbeiten die Teilnehmenden, die ihre Familiengeschichten präsentieren möchten, gemeinsam Beiträge für eine Abschlusspräsentation. In jeder Phase gibt es Gelegenheit zur Rücksprache und Klärung offener Fragen, Wünsche zum Ablauf und der Gestaltung des Seminars und der abschließenden Präsentation sind ausdrücklich erwünscht.
- Lehrende/r: Annina Lena Hofferberth
Diese Vorlesung gibt einen Überblick über verschiedene Bereiche der Namenforschung und diskutiert ausgewählte Fallbeispiele aus diesen Bereichen. Nach einem Abschnitt zur Klärung, was Namen zu besonderen sprachlichen Zeichen macht und wie sie sich grammatisch von gewöhnlichen Substantiven (Appellativa) unterscheiden, gewinnen Sie im darauffolgenden Abschnitt einen Überblick, welche Arten von Referenten in der Welt Namen bekommen können. Diese Typologie der Namenarten wird dann zum Gliederungs- und Priorisierungsprinzip für Fallstudien zu diachronen und synchronen Aspekten von Ruf- und Familiennamen, Tiernamen, ggf. auch Orts- und Örtlichkeitsnamen, Produktnamen oder seltener begegnenden Namenarten. Wo es die Datenlage zulässt, wird Variation innerhalb des deutschen Sprachraums einbezogen, werden Ausblicke auf andere germanische Sprachen gegeben und werden Namen auch im Gebrauch betrachtet. Ich hoffe, ein oder zwei Gastvorträge gewinnen zu können. In die Diskussionen der Fallstudien werden konsequwnt theoretische und methodologische Beobachtungen einbezogen.
Studierende in BA-Studiengängen, in denen eine Studienleistung an die Vorlesung gebunden ist, schreiben zwei Teiltests à 30 Minuten zu den Inhalten der Vorlesung, die jeweils mit 50% der Punktzahl bestanden werden müssen.
Zu allen Themen der Vorlesung wird vertiefende Lektüre und damit die Möglichkeit zur intensiveren Auseinandersetzung im Selbststudium angeboten.
- Lehrende/r: Antje Dammel