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Bei der Kommasetzung des Deutschen handelt es sich nicht nur um eine orthographische Norm, im Rahmen derer Verstöße in bestimmten Kontexten durch Fehler sanktioniert werden, sondern auch um eine schriftsprachliche Strategie, syntaktische Relationen im Text sichtbar machen zu können. Im Seminar beschäftigen wir uns daher mit der aktuellen Norm sowie mit den unterschiedlichen, vornehmlich syntaktischen Einflussfaktoren der Kommasetzung im Deutschen. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein vertieftes Verständnis der deutschen Syntax zu entwickeln und dieses praktisch auf die Kommasetzung anzuwenden, indem wir zunächst basale, dann komplexe Satzstrukturen mit den geltenden Kommaregeln in Beziehung setzen.
- Lehrende/r: Ilka Lemke
Die Lehrveranstaltung setzt es sich zum Ziel, die Relevanz der Kontrastiven Linguistik für die Zweitspracherwerbsforschung aufzuzeigen. So bietet die Veranstaltung zum einen Einblicke in Methoden des Sprachvergleichs, zum anderen beschäftigt sie sich mit Zweitspracherwerbsstudien, die aufbauend auf kontrastiven Sprachanalysen crosslinguistische Einflüsse im Zweitspracherwerbsprozess untersuchen. Im Fokus stehen Arbeiten, die sich mit dem Zweitspracherwerb des Deutschen beschäftigen. Nach einer Einführungsphase werden im Seminar Projektgruppen gebildet, die selbständig eine sprachvergleichende Darstellung eines sprachlichen Phänomens erarbeiten und anhand von authentischen L2-Lernerdaten, die von der Seminarleitung zur Verfügung gestellt werden, die Rolle der Erstsprache beim Zweitspracherwerb untersuchen. Während dieser Gruppenarbeitsphase organisieren die Studierenden ihren Arbeitsprozess weitgehend selbständig. Zum Abschluss des Seminars werden die Projektergebnisse vorgestellt.
- Lehrende/r: Verena Wecker
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende im Master und an Promovierende, die einen Schwerpunkt im Bereich der älteren deutschen Literatur setzen wollen. In einer kolloquialen Arbeitsweise werden wir gemeinsam aktuelle Forschungsbeiträge und Forschungsrichtungen diskutieren, uns gegenseitig Projekte vorstellen und in Kontakt mit Kolleg:innen aus anderen Fächern und von anderen Universitäten treten. Bitte melden Sie sich zusätzlich per E-Mail an und beschreiben Sie dabei kurz Ihren persönlichen Studienstand und Ihr Interesse am Kolloquium als Basis für die konkrete Planung der Veranstaltung.
- Lehrende/r: Rabea Kohnen
- Lehrende/r: Silvia Reuvekamp
Am Beispiel des Minnesangs, der mittelhochdeutschen Liebeslyrik, werden grundlegende Fragen der mittelalterlichen Literatur besprochen.
- Lehrende/r: Heike Bismark
„Sprachliche Diversität und sprachlich diverse Kontexte“
Das Seminar baut grundsätzlich auf das in der Vorlesung vermittelte Wissen auf, d.h. vor allem wird Wissen über den Spracherwerbsprozess relevant werden. Darüber hinaus liegt der Fokus auf zwei Aspekten:
1) auf einer soziolinguistischen Betrachtung von Mehrsprachigkeit und sprachlicher Vielfalt als gesellschaftliches Phänomen, wobei die Schule in diesem Sinne zu den sozialen Domänen gehört, die im Hinblick auf die Rolle und den Platz von Mehrsprachigkeit hin betrachtet werden.
2) auf einer empirischen Untersuchung der Phänomene von Mehrsprachigkeit, die für den Lernprozess der Schüler*innen relevant sind und die von Lehrkräften als Hintergrundwissen benötigt werden, um einen sprachsensiblen Unterricht zu planen. Materialien wie Transkripte authentischer Unterrichtsinteraktionen, mündliche und schriftliche Schülerprodukte und Daten von DaZ-Lernenden aus außerschulischen informellen Kontexten werden dazu genutzt werden, um Abweichungen im Vergleich zum geschriebenen Standarddeutschen herauszuarbeiten und diese zu erklären.
Die beiden genannten Schwerpunkte des Seminars werden nacheinander abgearbeitet: Punkt 1 in den wöchentlichen Sitzungen in der ersten Hälfte und Punkt 2 in den Blocksitzungen.
Auch wird das Seminar den TeilnehmerInnen die Gelegenheit bieten, die Seminarleistung durch eigene dem Umfang der Lehrveranstaltung entsprechende empirische Studien durchzuführen bzw. Material zu sammeln, d.h. Material wie z.B. Interviews zu Einstellungen zur sprachlichen Diversität u.Ä. Die Planung studentischer Beiträge, die Beschaffung von Arbeitsmaterialien, also die Arbeitsplanung und die Möglichkeiten für die Erbringung der Studienleistung werden in der ersten Seminarsitzung genauer besprochen.
- Lehrende/r: Yazgül Simsek
„Weil die Päpste die Reformbeschlüsse der Konzilien von Konstanz und Basel torpediert haben, bekamen sie als Quittung die Reformation und mussten in der Gegenreformation meist vergeblich darum kämpfen, verlorenes Terrain für die katholische Kirche wiederzugewinnen.“ Der Modulkurs, der den Zeitraum vom Avignoneser Exil der Päpste (1303) bis zum Konzil von Trient (1562) abdeckt, setzt sich kritisch mit dieser Hypothese auseinander. Dabei steht der Begriff der reformatio, der im Deutschen Reform und Reformation gleicherweise bedeutet, im Mittelpunkt des Interesses. Die Kirchengeschichte bietet zahlreiche historische alternative Modelle für angeblich ewige katholische Wahrheiten, die heute als Anknüpfungspunkte für eine dringend notwendige Kirchenreform dienen können. Die aus der Reformation oder besser: den Reformationen hervorgegangene Kirchenspaltung dauert bis heute fort. Eine genaue Kenntnis der Reformationsgeschichte ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgversprechenden ökumenischen Verständigungsprozess, der zurzeit ebenfalls zu stagnieren scheint und in manchem wieder gegenreformatorische Züge annimmt.
- Lehrende/r: Walter Huber
Das Seminar gibt einen Überblick über die ökonomischen, politischen, rechtlichen und technischen Besonderheiten des deutschen Mediensystems. Ferner wird schlaglichtartig zu spezifischen Mediensystemen in anderen Ländern der Erde Bezug genommen. Diese Grundlagenkenntnisse sollen dazu befähigen, Entwicklungen innerhalb der Medienöffentlichkeit(en) kompetent zu analysieren und einzuordnen. Im ersten Teil des Seminars werden Grundlagen des deutschen Mediensystems entlang spezifischer Themenbereiche erarbeitet und anhand gegenwärtiger Herausforderungen reflektiert. Dazu gehören u.a.: - Auswirkungen der Ökonomisierung und Digitalisierung auf Geschäftsmodelle (z.B. Plattformisierung des Journalismus) - Regulierung von Sozialen Medien ohne Gefährdung der Meinungsfreiheit - Kennzeichnung von Werbung in Sozialen Medien - Datenmacht der IT-Konzerne Im zweiten Teil des Seminars werden ergänzend Besonderheiten und Entwicklungen ausgewählter internationaler Mediensysteme thematisiert, wie zum Beispiel Aspekte der Zensur im Iran oder der Wandel nordafrikanischer Mediensysteme während des Arabischen Frühlings. Studienleistung: Von den Teilnehmer*innen wird neben aktiver Mitarbeit und vorbereitender Lektüre die Bearbeitung kleinerer Übungsaufgaben gefordert. Prüfungsleistung: Klausur
- Lehrende/r: Stephan Niemand
In diesem Seminar werden wir zentrale Themenbereiche der deutschen Flexion und Wortbildung vertiefend behandeln und anhand von Fachtexten diskutieren. Dazu gehören zum einen die Systeme und Kategorien der nominalen und verbalen Flexion sowie zum anderen ausgewählte Wortbildungsverfahren, z.B. Komposition, Derivation, Konversion, Reduplikation, Kurzwortbildung und Wortkreuzung/Blending.
Thematisiert werden außerdem übergreifende morphologietheoretische Begriffe und Konzepte, wie Produktivität, Selektivität, Synkretismus, expressive Morphologie, Kreativität u.a. Hierzu nehmen wir auch eine typologische Perspektive ein und blicken auf eine Reihe von anderen Sprachen, um daraus eine informiertere Sicht aufs Deutsche zu gewinnen.
Schließlich werden wir uns mit den Schnittstellen der Morphologie zur Syntax sowie zur Graphematik/Orthografie beschäftigen.
- Lehrende/r: Ulrike Freywald
Namen sind Geschichtsquellen. Sie sind in einer mehr oder weniger fernen Vergangenheit entstanden und haben daher eine historische Dimension. Vor allem die landesgeschichtliche Forschung baut in vielen Bereichen auf namenkundlichen Ergebnissen auf. Allerdings geben Namen ihre geschichtliche Information nicht unmittelbar preis, sondern bedürfen der fundierten historisch-sprachwissenschaftlichen Analyse. Da vielen Historiker*innen aber dieses sprachgeschichtliche Handwerkszeug fehlt, will diese Übung die grundlegenden Fähigkeiten zur Erklärung von Namen vermitteln. Der regionale Bezug soll dabei auf Nordwestdeutschland und damit dem niederdeutschen Sprachraum liegen. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Christof Spannhoff
Das Seminar führt am Beispiel des mittelalterlichen Artusromans ›Iwein‹ in die Grundlagen der klassischen Erzähltheorie bzw. Narratologie (Erzähler, Zeit, Handlung, Figur usw.) ein. — Der um 1200 entstandene ›Iwein‹, ein Spätwerk Hartmanns von Aue, gehört zu den zentralen Texten des deutschen Mittelalters. Erzählt wird die Geschichte des jungen Artusritters Iwein, der durch seine Tapferkeit die schöne Landesherrin Laudine zur Frau gewinnt, sie und seine Identität durch eigenes Fehlverhalten verliert und als „Löwenritter“ in der Begleitung eines Löwen unerkannt umherzieht, bis er sich nach einer Reihe von Abenteuern, in denen er seine Eignung zum Landesherrn unter Beweis stellt, mit Laudine wieder versöhnen kann.
- Lehrende/r: Heike Bismark
Banaler Nationalismus, aggressiver Nationalismus, Patriotismus, und national Branding beschreiben unterschiedliche Aspekte nationaler Identität. Mega sport events als Sport Großveranstaltungen haben für viele Länder (z. B. BRICS) sowohl bei der Identitätsfindung (nach Innen) als auch beim National branding (nach Außen) u. Fußball Weltmeisterschaften spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung untersucht am Beispiel der Fußball-WM in USA, Canada und Mexico, welche politischen Implikationen und Effekte die Fußball-WM 2026 hat. Neben Vor- und Nachbereitungsveranstaltungen ist mit Kollegen aus Münster und Köln eine Blockveranstaltung zur WM am 10.06.2026, 10:00 Uhr -ca 20:00 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund geplant. Der Scheinerwerb in dem hybriden Seminar ist an eine Teilnahme und eine intensive Vorbereitung der Veranstaltung im Learnweb ((workhop, learnweb, gathertown, placem ) geknüpft. Eine Voranmeldung zu dem hybriden Seminar im learnweb (PW: Ifpol2026) bis zum 16.04.2026 ist obligatorisch.
- Lehrende/r: Norbert Kersting
Ausgehend von einem Überblick über zentrale Prinzipien der deutschen Orthographie wird untersucht, welchen besonderen Rahmen- und Erfolgsbedingungen Rechtschreibunterricht zu Beginn der Sekundarstufe I unterliegt und welche Folgen sich daraus für Didaktik und Methodik ergeben.
- Lehrende/r: Sabine Frilling
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der Geschichte der Pädagogik als Wissenschaft in der Weimarer Republik und beleuchtet hier jene „Hauptströmungen“ (D. Benner), die für die Entwicklung und Begründung der modernen Erziehungswissenschaft grundlegend waren. Die disziplingeschichtliche Perspektive richtet den Blick auf die deutschen Universitätspädagogen und ihre (pädagogischen) Schriften im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts..
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit den Grundlagen der philanthropischen Theorie und Erziehungspraxis anhand ausgewählter Fallbeispiele. Im Mittelpunkt stehen die Schriften und „Musterschulen“ der philanthropischen Erziehungsbewegung, des wichtigsten Zweigs der deutschen Aufklärungspädagogik, die eine zeitgemäße, an Vernunft und frommer Humanität ausgerichtete und zugleich staatlich-nützliche Erziehung und Schulbildung zu verwirklichen hofften. Vor diesem Hintergrund soll kritisch danach gefragt werden, inwieweit diese Pädagogen und Schulleiter ihrem eigenen Anspruch und dem Selbstverständnis der Philanthropen gerecht zu werden versuchten.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Let's dance Rock'n' Roll and other Swing Dances!
Literatur/weitere Quellen sowie Studienleistungen und Prüfungsmodalitäten werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Diese Veranstaltung wird für die institutsinterne Ausbildung zum Tanzleiter für Tanzkultur des Deutschen Bundesverband Tanz anerkannt. Studierende müssen hierfür eine Prüfung ablegen.
- Lehrende/r: Ines Traber
- Lehrende/r: Gernot Sydow
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der pädagogischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. In dieser Zeit rücken neue Problemstellungen in den Mittelpunkt reformpädagogischer Diskussion, die im Seminar aus historisch-systematischer Perspektive beleuchtet werden, etwa die veränderten Begriffe von Natur, Kindheit und Gemeinschaft sowie die Neubestimmung des Generationenverhältnisses. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Schulversuche und Reformkonzepte erarbeitet und gemeinsam reflektiert. Das Seminar gibt einen grundlegenden Einblick in die Theorie und Geschichte der Reformpädagogik zwischen 1890 und 1933 und beleuchtet an ausgewählten Beispielen die Rolle des sogenannten „pädagogischen Eros” als Begründungsfigur für (pseudo-)pädagogisches Handeln, die Stilisierung des Erziehers als „Vater“, „Freund“ oder geistigen „Führer“, seine Inszenierung als charismatische Führungsfigur etc. und fragt damit aus historischer Perspektive nach den Voraussetzungen, Eigenschaften und Aufgaben pädagogischer Professionalität.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungs-theorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um soziale Ungleichheit sein, sowie Aspekte von Familie und Bildung. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Wenn man in ein System fördernd eingreifen will, muss man es zunächst in seinem Aufbau und seinen Zusammenhängen verstanden haben. Das Seminar behandelt die grammatischen Strukturen der deutschen Sprache auf Wort-, Satz- und Textebene, deren Verständnis eine wichtige Voraussetzung für richtiges Schreiben und angemessenes Leseverstehen, Textverstehen und für die Textproduktion ist. Das erworbene Wissen über Grammatik und Sprachentwicklung und die erworbenen Analysefähigkeiten in diesen Bereichen sind für angehende Förderlehrkräfte unerlässlich, um individuelle Förderbedarfe zu erkennen.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Die Soziolinguistik gehört zu den bis heute einflussreichsten und am besten erforschten Teilgebieten der Linguistik. Spätestens seit den 1960er Jahren ist die Verbindung von Sprache und Gesellschaft, wie man Soziolinguistik übersetzen könnte, für das Verständnis, wie, auf welche Weise, unter welchen Umständen mit welchen Zielen kommuniziert wird, von größter Bedeutung. In der Vorlesung werden zentrale Theorien der Soziolinguistik diskutiert und wichtige Forschungsar-beiten vorgestellt. Beginnend mit Vorläufern soziolinguistischer Arbeiten (Hermann Paul u.a.) über die "Klassiker" (William Labov u.a.) bis hin zu neueren Forschungsprojekten zum Deutschen, wird ein Überblick über das Forschungsgebiet gegeben.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Dieses Seminar setzt sich mit dem Forschungsfeld der Sprachkontaktforschung auseinander. Dabei werden die verschiedenen Kontaktsituationen ausgelotet, welche sich durch die geographische Lage des deutschsprachigen Raumes sowie durch historische Geschehnisse mit deutscher Beteiligung (Emigration, Grenzverschiebung nach Kriegen oder Kolonisierung) ergeben haben. Auch der Sprachkontakt des Standarddeutschen mit Minderheitensprachen im innerdeutschen urbanen Raum wird eine Rolle spielen: Beleuchtet werden hierbei neben bekannten Sprachkontaktphänomenen wie Code-Switching und Transferenz auch der Aspekt der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem.
- Lehrende/r: Anna Louise Kempers
Sportgroßveranstaltungen, wie z. B. Olympiaden und Fußballweltmeisterschaften, erlangen zunehmend ein gesellschaftliches und ökonomisches Interesse. Fußball Weltmeisterschaften werden zudem zunehmend durch wirtschaftliche Interessen vereinnahmt. Dabei spielen Sportverbände wie z. B. FIFA bei der Kommerzialisierung der Fußballweltmeisterschaft eine zentrale Rolle. Die Veranstaltung untersucht am Beispiel der Fußball-WM in USA, Canada und Mexiko, welche politischen, sozialen und wirtschaftlichen Implikationen und Effekte die Fußball-WM 2026 hat. Mit dem Fokus auf die zivilgesellschaftlichen Akteure und insbesondere auf die Sportverbände sollen Akteure, Interessen, und Konflikte bei Mega Sport Events identifiziert werden. Neben Vor- und Nachbereitungsveranstaltungen ist mit Kollegen aus Münster und Köln unter anderem eine Blockveranstaltung zur WM am 10.6.2026, 10:00 Uhr – ca. 20:00 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund geplant. Der Scheinerwerb ist an eine Teilnahme und eine intensive Vorbereitung der Veranstaltung im learnweb (learnweb, gathertown, placem) geknüpft. Eine Voranmeldung im learnweb (PW: Ifpol2026) bis zum 16.04. ist obligatorisch!
- Lehrende/r: Norbert Kersting
Sprachen sind sowohl Objekt als auch Werkzeug von Politik. In der Vorlesung beleuchten wir beide Beziehungen mit einem besonderen Fokus auf dem slavischen Sprachraum. Anfänglich verschaffen wir uns einen Überblick über die Rolle von Sprache als politischem Werkzeug. Wie wird Sprache im politischen Diskurs genutzt und wie hat sich das über die Jahrhunderte und insbesondere die vergangenen Jahrzehnte verändert? Welche Besonderheiten weist Propagandasprache auf? Wir vergleichen den sowjetischen Newspeak mit der gegenwärtigen russischen Propaganda, betrachten aber auch manipulative Sprachverwendung in anderen Ländern wie Polen und der Ukraine. Im zweiten Teil der Vorlesung steht Sprache als Gegenstand von Politik im Fokus, und zwar zunächst aus der Perspektive der so genannten sprachpolitischen „Korpusplanung“: In welchen Bereichen und auf welche Weise versucht Politik, Sprachentwicklung und Sprachverwendung zu steuern und auf bestimmte Normen hinzuarbeiten? Dies werden uns wir exemplarisch am Thema Gender anschauen. Im dritten Teil widmen wir uns schließlich der sprachenpolitischen „Statusplanung“, die sich damit beschäftigt, welchen Status sprachliche Varietäten in einem politischen Gebilde (meist einem Staat) haben bzw. haben sollen. Hier blicken wir sowohl auf die Geschichte der verschiedenen ost-, west und südslavischen Sprachen, als auch auf die gegenwärtige Situation. Wir analysieren die Sprachenpolitik des russischen Zarenreichs, der Sowjetunion sowie der Russischen Föderation, insbesondere im Hinblick auf Minoritätensprachen, und die Rolle des Russischen und Ukrainischen bzw. Belarussischen in der Ukraine und Belarus heute. Im südslavischen Raum nehmen wir die sprachlich sehr dynamische Situation auf dem Balkan (Bosnisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Serbisch) in den Blick, und im westslavischen Bereich betrachten wir einerseits mit einem historischen Fokus die Entwicklung des Polnischen und Tschechischen in der Jahrhunderte währenden Auseinandersetzung mit dem Lateinischen und Deutschen (sowie einiger weiterer Sprachen), und andererseits das Ober- und Niedersorbische in Ostdeutschland, die als autochthone Minderheitensprachen Gegenstand der bundesdeutschen Sprachenpolitik sind.
- Lehrende/r: Christina Clasmeier
In diesem Seminar werden wir uns ausgewählte Bereiche der deutschen Sprache ansehen und mit anderen Sprachen, die auch als Herkunftssprachen von Schülerinnen und Schülern in der Grundschule relevant sind, vergleichen. Dadurch erarbeiten sich die Studierenden zum einen relevante Strukturen des Deutschen, zum anderen erhalten sie einen Einblick in die Strukturen von häufig in der Schule vertretenen Herkunftssprachen.
- Lehrende/r: Till Rasmus Hölzl
- Lehrende/r: Verena Wecker
„Vectigalia nervi sunt rei publicae ‒ Steuern sind die Nerven des Staates“, wusste bereits Cicero im ersten vorchristlichen Jahrhundert. Und das ist bis heute so geblieben: Steuern bilden in aller Regel die Haupteinnahmequelle moderner Staaten und sie sind das wichtigste Instrument zur Finanzierung der öffentlichen Daseinsvorsorge sowie der meisten anderen staatlichen Aktivitäten. Die Entscheidung darüber, wer wie viele und welche Art von Steuern zu leisten hat, gehört zu den konfliktreichsten politischen Fragen überhaupt, handelt es sich bei der Steuerpolitik doch um eine klassisch redistributive Policy, die eng mit machtpolitischen Fragestellungen verbunden ist. Der Standardkurs zeichnet zunächst einen Überblick über die Steuerpolitik als Policy im politischen System der Bundesrepublik Deutschland und thematisiert dabei folgende Fragen: • Was sind Steuern und wie ist das deutsche Steuersystem aufgebaut? • Welche Institutionen und Akteure kennt die deutsche Steuerpolitik? • Was sind die fiskalischen Grundsätze deutscher Steuerpolitik? • Welche Besonderheiten weist das deutsche Steuersystem im internationalen Vergleich auf? • Welche Verteilungseffekte erzeugt das deutsche Steuersystem? • Wie nähert sich die politische Theorie der Idee der „gerechten“ Steuer? Im zweiten Teil des Seminars wird unter Berücksichtigung der Interessen der Teilnehmenden auf aktuelle Konflikte in der deutschen Steuerpolitik fokussiert, beispielsweise: • Die Möglichkeiten und Grenzen der Wiedereinführung einer Vermögensteuer und die Diskussion um den Spitzensteuersatz • Das Ehegattensplitting und seine Auswirkungen auf Geschlechtergleichheit • Die Herkulesaufgabe einer praktikablen Grundbesteuerung • Die Debatte um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer • Die Besteuerung von Energie als Steuerungsinstrument der Klimapolitik Die zu erbringende Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit nach Maßgabe der Prüfungsordnung, aus dem Feld der aktuellen Steuerpolitik. Studienleistung ist die Teilnahme an einer Steuerdebatte in der zweiten Semesterhälfte. Basisliteratur: Bahjor, Stefan (2007): Grundriss staatliche Finanzpolitik: Eine praktische Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Bieling, Hans-Jürgen (Hrsg.) (2015): Steuerpolitik. Analysen - Konzeptionen – Herausforderungen. Frankfurt am Main: Wochenschau-Verlag. Sahm, Reiner (Hrsg.) (2019): Theorie und Ideengeschichte der Steuergerechtigkeit: Eine steuertheoretische, steuerrechtliche und politische Betrachtung. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
- Lehrende/r: Matthias Freise
- Lehrende/r: Friedrich Harder
Das Seminar soll durch Lektüre und Analyse sowie kritisches Gespräch den südfranzösischen Kulturraum in der Verbindung von Literatur, Geschichte und geographischer Landschaft (auch in der Darstellung von Gemälden, Zeichnungen und Film) erschließen. Während in der aktuellen deutschen Debatte vor allem Marseille und Sanary-sur-Mer als Exilorte der aus Deutschland während des Nationalsozialismus geflüchteten Literaten (cf. die Publikationen von Uwe Wittstock und Florian Illies) in den Blick rücken, folgt das Seminar einer literaturgeschichtlichen Perspektive. Dabei werden bei der Textauswahl zugleich unterschiedliche Gattungen berücksichtigt.
Am Anfang steht ein Einblick in die okzitanische Lyrik der troubadours, die in ihren ausgefeilten Liedformen u.a. eine Liebeslyrik erfinden, die die frühlingshafte Natur besingt und die Schönheit und Tugend einer verehrten Dame preist. Diese Lyrik ist an den südfranzösischen Raum der Höfe gebunden. Wir werden uns – in Übersetzungen des Provenzalischen – exemplarisch mit einigen Vertretern beschäftigen. Anhand der Reiseroute und des Reiseberichts Flauberts Pyrénées – Corse (1840) verfolgen wir die euphorische Beschreibung des Mittelmeers und die historische Vergegenwärtigung südfranzösischer Orte wie Bordeaux, Biarritz, Bagnères-de-Luchon, Toulouse und Marseille. Eine zweite Sektion des Seminars bildet die Darstellung des ruralen Frankreichs, der kontemplativen Einsamkeitsorte (wie la Sainte-Baume) sowie der – auch durch den Tourismus geförderten – stereotypen Vergegenwärtigung von lokal-regionalen Identitäten. Wir lesen und analysieren: die Lettres de mon moulin von Alphonse Daudet, „Le Poème de l’olive”, autobiographische Reflexionen sowie den Roman Le hussard sur le toit von Jean Giono und Texte von Marcel Pagnol (Souvenirs d’enfance, La Gloire de mon père) . In differenter Deutung und in großer Drastik stellt Michel Houellebecq in seinem Werk den Niedergang des ländlichen Frankreichs dar, dessen Identität von moderner Technik und Lebenspraxis in der Konstellation der Globalisierung bedroht und der Vernichtung ausgesetzt ist. Zusätzlich zum Seminar werden wir ausgewählte Filme (wie die von Marcel Pagnol oder auch wie Gas-oil mit Jean Gabin und Simone Signoret) in unser Studium einbeziehen.
- Lehrende/r: Hilfskräfte Frau Prof. Westerwelle
- Lehrende/r: Karin Westerwelle
In diesem Seminar werden wir uns damit auseinandersetzen, wie das Topologische Feldermodell zur Beschreibung syntaktischer Strukturen im Deutschen im Unterricht der Grundschule sinnvoll eingeführt und zur Erarbeitung verschiedener grammatischer Bereiche genutzt werden kann.
- Lehrende/r: Till Rasmus Hölzl
- Lehrende/r: Verena Wecker
Die Vorlesung gibt einen Überblick über den Forschungsstand zu Erst- und Zweitspracherwerb mit Fokus auf das Deutsche. Studierende werden mit wichtigen Begriffen, Modellvorstellungen und Methoden sowie mit zentralen Forschungsergebnissen vertraut gemacht. Dieser Überblick soll eine vertiefende Behandlung einzelner Aspekte in anderen Veranstaltungen vorbereiten. Die Vorlesung stellt linguistische und methodische Grundlagen der Spracherwerbsforschung sowie für den Zweitspracherwerb zentrale Einflussgrößen wie Alter und Erstsprache vor und bespricht Erst- und Zweitspracherwerb ausgewählter Struktureigenschaften des Deutschen.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Die einführende Vorlesung erschließt den Gegenstandsbereich der spanischen Kulturwissen-schaft nicht über einen historisch-chronologischen Ansatz und auch nicht über eine landes-kundliche/landeswissenschaftliche Systematik, sondern über eine Reihe kulturwissenschaftli-cher Basiskonzepte, die sich in den letzten Jahren in der deutschen Forschungslandschaft und universitären Ausbildung als zentral erwiesen haben. Behandelt werden in den einzelnen Vor-lesungen unter anderem die folgenden Themen- und Fragenkomplexe: „Was ist spanische Kul-turwissenschaft?“, „Der Raum als Zeichen: Territoriale Identitäten“, „Die zeitliche Dimension der Kultur“, „Die Entwicklung der nationalen und kulturellen Identität(en)“, „Spanische Fremd- und Selbstbilder“, „Kulturkontakte: (Post-) Kolonialismus und Migration“, „Ge-schlechterordnungen und Körperdiskurse“, „Erinnerungskultur(en) und Gedächtnisorte“, „Kulturspezifische Besonderheiten des spanischen Mediensystems“ etc. Der Schwerpunkt der Einführung liegt vor allem darauf, das Problembewusstsein für die unterschiedlichen Dimen-sionen der spanischen Kultur zu fördern und die Relevanz zentraler Begriffe herauszuarbeiten. Kulturelle Daten und Fakten stehen daher nie für sich, sondern immer im Fokus eines Ansat-zes, der die Symbolik kultureller Sachverhalte und Gegebenheiten zur Richtschnur der Dar-stellung macht. Das vollständige Programm der Vorlesung steht im Learnweb ab Ende März zur Verfügung. Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft zur Erledigung kleinerer Vorbereitungsaufgaben. Spanischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Vorlesung. Literatur: Zur Anschaffung, Vorbereitung und begleitenden Lektüre empfehle ich die folgenden Werke: Arno Gimber/José Manuel Rodríguez Martín/Jutta Schütz/Klaus Peter Walter, Spanien verste-hen, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2012; Jochen Mecke/Hubert Pöppel/Ralf Junkerjürgen (Hrsg.), Deutsche und Spanier – ein Kulturvergleich, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2012 und Anke Ernst, Pocket Spanien, Bonn: Bundeszentrale für politi-sche Bildung, 2022. Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über LSF. Hinweis: Über die Lernplattform Learnweb sind die Präsentationen zu den einzelnen Vorlesungen so-wie weitere Materialien (Programm, Bibliographie, evtl. vorzubereitende Texte) jeweils zu den entsprechenden Vorlesungsterminen abrufbar. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig auf Learnweb zur Vorlesung an!
- Lehrende/r: Franziska Antonia Rötker
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke