Mutig ist, wer sich auf den Weg macht, den Don Quijote zu entdecken: Der Roman ist – im wahrsten Sinne des Wortes – weit mehr als die Erzählung von einem Mann, der sich in lächerlicher Ritterverkleidung aufmacht, um für Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen und Prinzessinnen aus der Hand des Feindes zu befreien. Die Lektüre hält vielmehr auch für die Leserschaft Abenteuerliches bereit: Gerade, wenn man die ersten Hürden der Fremdheit überwunden hat, die ein mehrere Jahrhunderte alter Text zweifelsohne mit sich bringt, und der Erzählung nunmehr gefesselt folgt, wird der Lesefluss unterbrochen: zum ersten Mal durch Abbruch der Geschichte und Suche nach der Fortsetzung, danach viele weitere Male, um andere Geschichten zu erzählen, unter ihnen die berühmte Novelle El curioso impertinente. Don Quijote selbst beschwert sich in Teil II des Romans sogar darüber, seine eigenen Abenteuer kämen wegen der eingeschobenen Geschichten doch viel zu kurz. Was genau bewirken also diese Episoden, die ohne unseren Ritter auskommen? Wovon sprechen sie, welche Funktion haben sie für den Text? In diesem Proseminar wollen wir diesen und weiteren Fragen nachgehen. Wir werden die eingeschobenen Geschichten intensiv und zunächst weitestgehend unabhängig von der Haupthandlung des Romans betrachten. Natürlich werden wir uns aber auch mit der Gesamtstruktur des Romans beschäftigen – zu diesem Zweck werden wir uns mit den Instrumenten der Narratologie und auch mit der Theorie der Karnevalisierung der Literatur (Bachtin) dem Text und den Texten zu nähern versuchen. Grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme mit entsprechendem Kompetenzzuwachs ist die intensive vorbereitende Lektüre der jeweils in der Sitzung thematisierten Texte und der Mut, sich der Herausforderung der anfangs etwas schwerer zugänglichen Sprache der Zeit zu stellen. Wann immer es möglich ist, werden wir die Seminardiskussionen auf Spanisch führen.
- Lehrende/r: Anne Rolfes
Die Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche scheint – zumindest für deutsche Muttersprachler:innen – die einfachere Übung zu sein. Tatsächlich muss, wer übersetzen will, beide Sprachen gut beherrschen. Ein schneller Griff zum Wörterbuch reicht in vielen Fällen nicht aus, um die passende Entsprechung für ein Wort, eine Wendung oder eine ganze Satzstruktur mit all ihren Implikationen zu finden. Gerade darin liegt aber auch der Reiz der Übersetzungskunst, die uns Gelegenheit zur vergleichenden Sprachebeobachtung gibt (Sprache bestimmt das Denken!) und die durchaus Raum für Kreativität bietet. Im Kurs werden wir uns der Herausforderung stellen: Wir werden durch die Übersetzung größtenteils literarischer Texte in beide Sprachen eintauchen. Es ist naheliegend, dass die Behandlung des ein oder anderen grammatischen Themas dabei ebenfalls eine Rolle spielen wird. Teilnahmevoraussetzung ist die bestandene Übersetzung Deutsch-Spanisch I.
- Lehrende/r: Anne Rolfes
Die Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche scheint – zumindest für deutsche Muttersprachler:innen – die einfachere Übung zu sein. Tatsächlich muss, wer übersetzen will, beide Sprachen gut beherrschen. Ein schneller Griff zum Wörterbuch reicht in vielen Fällen nicht aus, um die passende Entsprechung für ein Wort, eine Wendung oder eine ganze Satzstruktur mit all ihren Implikationen zu finden. Gerade darin liegt aber auch der Reiz der Übersetzungskunst, die uns Gelegenheit zur vergleichenden Sprachebeobachtung gibt (Sprache bestimmt das Denken!) und die durchaus Raum für Kreativität bietet. Im Kurs werden wir uns der Herausforderung stellen: Wir werden durch die Übersetzung größtenteils literarischer Texte in beide Sprachen eintauchen. Es ist naheliegend, dass die Behandlung des ein oder anderen grammatischen Themas dabei ebenfalls eine Rolle spielen wird. Teilnahmevoraussetzung ist die bestandene Übersetzung Deutsch-Spanisch I.
- Lehrende/r: Anne Rolfes
Die Veranstaltung ist in erster Linie ein Repetitorium für diejenigen Studentinnen und Studenten, die die Veranstaltung bereits im Wintersemester besucht, aber die Abschlussklausur nicht bestanden haben oder nicht angetreten sind. Eine erstmalige Teilnahme am Kurs wird nicht empfohlen, insbesondere dann nicht, wenn nicht wenigstens die zugehörige Vorlesung bereits absolviert wurde, deren Inhalte auch im Sommersemster in die Kombiklausur zum Kursabschluss einfließen. Textgrundlagen sind überwiegend dieselben wie im WS 25/26.
Als einführende Lektüre gilt:
- Strosetzki, Christoph, Einführung in die spanische und lateinamerikanische Literaturwissenschaft, Berlin 2010.
- Lehrende/r: Anne Rolfes
Spanisch ist weltweit verbreitet, besonders in Lateinamerika. In diesem Seminar werden zentrale Fragen untersucht: Was sind die Besonderheiten des lateinamerikanischen Spanisch? Wie zeigen sich regionale Unterschiede in Aussprache und Grammatik? Welche Rolle spielt der Kontakt mit anderen Sprachen und wie beeinflusst er den Sprachgebrauch? Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt: • Analyse regionaler Varianten des Spanischen in Lateinamerika • Untersuchung des Sprachkontakts mit Englisch und indigenen Sprachen wie Quechua oder Aimara • Betrachtung der Auswirkungen von Migration, Medien und Mehrsprachigkeit auf Sprachgebrauch Ziel des Seminars ist es, die Vielfalt und Besonderheiten des lateinamerikanischen Spanisch zu verstehen, die Effekte von Sprachkontakt einzuordnen und die Entwicklung regionaler Varianten nach historischen und linguistischen Gesichtspunkten zu analysieren. Leistungsnachweis: Für den Erwerb des Leistungsnachweises bzw. die Vorbereitung auf die MAP ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme empfehlenswert. Bachelor 2018: PS Sprachwissenschaft (Hausarbeit/Referat) Bachelor LABG 2009: Referat & Hausarbeit Dieser Kurs kann auch als Übung für das Vertiefungsmodul belegt werden. In diesem Fall gibt es keinen eigenen Leistungsnachweis.
- Lehrende/r: Sara Kristina Roters
In diesem Kurs sollen die Studierenden des Fachs Spanisch in die sprachwissenschaftlichen, d. h. in sprachhistorische und deskriptive Fragestellungen der spanischen Sprachwissenschaft eingeführt werden. Dazu wird das Spanische als Teil der romanischen Sprachfamilie betrachtet. Daneben bilden verschiedene linguistische Beschreibungsebenen, z. B. die Phonetik und Phonologie, die Morphologie und Wortbildungslehre, die Syntax und auch die Lexikologie und Semantik den Inhalt des Kurses.
Prüfungsrelevante Lektüre: Dietrich, Wolf/Noll, Volker (72019): Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. Berlin: Schmidt.
Leistungsnachweis: Klausur
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt zusätzlich zur Anmeldung auf HIS LSF durch Erscheinen in der 1. Sitzung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Alle angemeldeten Teilnehmenden erhalten in der 1. Sitzung den Zugang zum Learnweb-Kurs, der als Material- und Kommunikationsplattform dienen wird.
- Lehrende/r: Sara Kristina Roters
Obiettivo del corso è migliorare la propria capacità di leggere e analizzare testi scritti autentici. Dopo alcune sedute introduttive, in cui verranno presentati e discussi insieme gli strumenti indispensabili per l’analisi in italiano di un testo, leggeremo, nel corso delle lezioni, testi afferenti a diverse tipologie testuali e significativi per trattare temi di storia e cultura italiana. Le e i partecipanti dovranno preparare la presentazione di un testo a loro scelta che verrà poi discusso in plenum.
- Lehrende/r: Livia Novi
Im Mittelpunkt des Kurses steht die gemeinsame Übersetzung von unterschiedlichen Textsorten aus dem Französischen ins Deutsche. Die gefundenen Lösungen sollen hinsichtlich Präzision und Stil diskutiert werden. Die Übersetzungen sind von allen Teilnehmenden für jede Sitzung sorgfältig vorzubereiten. Eine kurze Einführung in die theoretischen Grundlagen der Übersetzungswissenschaft wird seminarbegleitend erfolgen.
- Lehrende/r: Dominik Schrage
Dieses Proseminar widmet sich der theoretischen und praktischen Analyse des französischen Gegenwartstheaters. Nach einer grundsätzlichen Problematisierung des periodisierenden Begriffs des Gegenwartstheaters bzw. des théâtre de l’extrême contemporain und der Frage danach, inwiefern sich Gegenwartsliteratur erforschen lässt und vor welche Hürden uns die Beschäftigung stellt, soll das Theater im 20. und 21. Jahrhundert auch als Institution, vor allem aber als Beschäftigung mit den konkreten Dramentexten untersucht werden. Im Rahmen der Textanalyse streifen wir ebenfalls Fragen der (un-)möglichen Inszenierung, Intertextualität, Performativität und Intermedialität. Zum Abschluss des Seminars begeben wir uns auf die gemeinsame einwöchige Exkursion nach Frankreich, wo wir im Juli 2026 das weltberühmte Festival d’Avignon besuchen werden. Seit der Gründung im Jahr 1947 durch Jean Vilar ist das jährlich stattfindende Theaterfestival zu einer festen Institution im internationalen Kulturraum avanciert, die facettenreiche Einblicke in die französische und internationale Theaterszene verspricht. Der genaue Zeitraum und weitere Informationen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
- Lehrende/r: Dominik Schrage