Prof. Dr. Holger Strutwolf, Direktor Bibelmuseum, Dr. Hermann Arnhold, Direktor LWL-Museum für Kunst und Kultur, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin und Matthias Schwarte, Kanzler der Universität Münster (v.l.) vor der Stahlskulptur "Fassbinder" (1982/83) von Richard Serra.
© LWL Hanna Neander

Richard Serra

Fassbinder, 1983
Corten-Stahl, 3 Platten je Höhe 500 cm, Breite 216 cm, Tiefe 5 cm, Gewicht ca. 2,5 t je Platte
LWL-Museum für Kunst und Kultur

Innenhof Englisches Seminar/Bibelmuseum

1983 entwarf Richard Serra seine Skulptur "Fassbinder" für den Innenhof des alten Neubaus der LWL-Museums für Kunst und Kultur. Eine Wandarbeit in der Dauerausstellung des Museums nimmt unter dem Titel "Fassbinder II" formal und inhaltlich Bezug zu dieser Skulptur. Mit dem Abriss des alten Neubaus verlor die Skulptur ihren angestammten Platz. Die Suche nach einem neuen Standort - um den Bezug zu "Fassbinder II"nicht zu verlieren, dachte man zunächst über eine Aufstellung im direkten Museumsumfeld nach - gestaltete sich schwierig. Mit der Neugestaltung des Innenhofs zwischen Englischem Seminar und Bibelmuseum entstand eine Fläche innerhalb des Museumsquartiers, die dem ursprünglichen Setting der Skulptur sehr nahe kommt, und daher von der Universität dem LWL-Museum zur Aufstellung der Skulptur gern zur Verfügung gestellt wird. Am frühen Morgen des 29. November schwebten die Stahlplatten per Kran über das Dach des Geomuseums hinweg in den Innenhof und wurden dort Arbeit von einer Spezialfirma, die bereits die erste Aufstellung 1983 besorgt hatte, montiert.

Zur Pressemeldung des LWL

© Caroline Bayer

Caroline Bayer

Raumzeichnung "RZ 04-09/16"
Zentraler Kunstbesitz - Schenkung

Schon im Jahr 2009 schuf Caroline Bayer auf Einladung der damaligen Rektorin, Frau Prof. Dr. Ursula Nelles, für ein kleines Vorzimmer im Rektoratsbereich die Raumzeichnungen „RZ 04-09“. Als das Zimmer 2016 saniert werden musste, stimmte die Künstlerin zu, ihre Raumzeichnung anschließend zu rekonstruieren. Dabei ist eine „neue“ Raumzeichnung entstanden: Kleine Variationen der Zeichnung und ein Klebeband mit anderer Oberflächenstruktur haben das Kunstwerk subtil verändert. Die Ursprungsidee blieb aber bestehen und so trägt die Arbeit nun den Titel „RZ 04-09/16“.

Friedrich Meckseper: Labyrinth, 1966, Aquatinta, 39,5 x 49,5 cm
© WWU - Eckhard Kluth

Nachlass Hans Bokelmann

Am 8. Juli 2016 ist Prof. em. Dr. Hans Bokelmann verstorben. Am Institut für Erziehungswissenschaften hatte er von 1970 bis 1996 die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaften inne. In ihrem Nachruf beschreibt Petra Reski ihn als zugewandten Menschenwissenschaftler. Den gleichen offenen Blick, der ihn in der Wissenschaft auszeichnete, hatte er auch für die Künste - ob Ton, Bild oder Text. Von seinem aktiven Interesse an bildender Kunst zeugen z.B. seine Besuche bei Alfred Hrdlicka, von denen er mit großer Faszination berichtete. Aus dem Nachlass Hans Bokelmanns wurden der Universität acht Kunstwerke von Ernst Fuchs, Sixten Haage, Friedrich Meckseper, Jose Vargas (?) und Adam Würtz übergeben.

© WWU - Eckhard Kluth

Paul von der Forst (1898-1978)

Der heilige Ludger, 1964
(Unterschrift: St. Ludger 804-809 heilt ein blindes Mädchen, dessen erster Blick auf farbige Fenster fällt)
Holzschnitt, 65 x 19,8 cm (Bild)

Zentraler Kunstbesitz

Der Maler und Glaskünstler Paul von der Forst hat nach 1945 zahlreiche Kirchen in Westfalen im Rheinland ausgestattet. Für das Gebäude der Evangelisch-Theologische Fakultät schuf er in den 1950er Jahren ein Windfang- und ein Treppenhausfenster. Statt einer farbigen Gestaltung wählte er dort den technisch hoch anspruchvollen Glasschliff, der eine einzigartig graphische Qualität hat. Von dem Sohn des Künstlers erhielt die Universität nun als Schenkung eine Mappe mit Holz- und Linolschnitten aus allen Schaffensphasen des Künstlers.

© WWU - Peter Grever

Goran Petercol

HALF
Lichtinstallation vom 8. bis zum 15. Januar 2016 anlässlich des Neujahrsempfangs der Rektorin.

Der kroatische Künstler hatte das Projekt ursprünglich für das Charlottenburger Schloss in Berlin entwickelt, realisiert werden konnte aber erst in Münster auf Einladung der Westfälischen Wilhlems-Universität.

Petercol versteht seine Installation politisch und will darauf aufmerksam machen, dass Strukturen, die uns heute selbstverständlich erscheinen, schon Morgen z.B. durch Kriege und politische Deals zerschnitten sein können. In der Annäherung von Kroatien an die EU sieht er eine solch künstliche Trennung schwinden.

In ihrer Neujahrsansprache erinnerte Frau Rektorin Nelles daran, dass aktuell politische Kräfte wieder an einer Spaltung der Gesellschaft arbeiten und dass es dagegen zur Aufgabe von Wissenschaft gehöre, das Ganze vorurteilslos im Blick zu behalten. In diesem Sinne sei auch die Auszeichnung der studentischen Initiative "Welcome Münster e.V." mit dem Studierendenpreis der Universität zu verstehen.