Dr. Kristina Deutsch


kristina.deutsch@uni-muenster.de

 

Liebe Studierende,

bedingt durch Elternzeit und die Verlängerung meines Gerda Henkel-Forschungsstipendiums wird meine Abwesenheit vom Münsteraner Institut länger andauern als ursprünglich vorgesehen. Für Fragen bezüglich Studienberatung, Anrechnungen von Studienleistungen, Bafög und Erasmus wenden Sie sich bitte an meine Kolleginnen und Kollegen.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen in Münster 2019!

Ihre Kristina Deutsch

 

Schwerpunkt der Lehre und Forschung:

  • Architektur, Graphik, Malerei und Skulptur des Mittelalters und der Neuzeit
  • Höfische Kunst und Kultur des 16. bis 19. Jahrhunderts (Schwerpunkt Frankreich und Altes Reich)
  • Frühneuzeitliche Architektur- und Ornamentstiche (insbesondere Frankreich)
  • Kunsthandwerk (15.-19. Jahrhundert)


Habilitationsprojekt:

"Schlossbäder im Alten Reich: Baderäume an den Höfen der Wittelsbacher zwischen Repräsentation und Rückzug";
gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung.

Projektskizze:
Als Rückzugs- und Rekreationsbereiche wurden höfische Bäder bislang kaum auf Strategien herrschaftlicher Repräsentation hin befragt. Dabei belegen neue Beiträge, dass ihre Ausstattung – ebenso wie jene der Paradeappartements – ein bestimmtes Herrschaftsverständnis und die politischen Ambitionen des Auftraggebers vermittelt. Aufgrund ihrer Nutzung jenseits des Zeremoniells eignen sich Bäder besonders gut zum Studium des (sich im untersuchten Zeitraum erheblich wandelnden) Verhältnisses von höfischer Öffentlichkeit und Privatheit, wobei die Forschung bezüglich des letztgenannten Bereichs noch ganz am Anfang steht.
Den Schwerpunkt des Projekts bilden die Wittelsbacher Höfe auf den Gebieten des ehemaligen Kurbayerns, Kurkölns und der Kurpfalz, wobei insbesondere die noch weitgehend erhaltenen Bäder umfassend untersucht werden: das Bad Ottheinrichs in Neuburg an der Donau, die sog. ‚Badstube‘ der Trausnitz in Landshut, die Badenburg im Park von Schloss Nymphenburg in München und die beiden Badekabinette in Schloss Benrath (Düsseldorf).
Die künstlerische Gestalt von Schlossbädern ist dabei als Teil eines komplexen Geflechts internationaler bzw. transhöfischer Beziehungen zu verstehen. Für Landshut sind neben Impulsen aus Florenz und Fontainebleau die Vernetzungen innerhalb des Alten Reichs bedeutsam. Im 18. Jahrhundert entstehen die Baderäume dann im Rückgriff auf aktuelle Ausstattungstendenzen in Frankreich und in der Konkurrenz der Reichsfürsten untereinander, die aus den verfügbaren Modellen ganz eigene Repräsentationsstrategien entwickeln. Diese in der Übertragung der – an den offiziellen Paraderäumen erprobten – Methoden der Residenzforschung offen zu legen und zu analysieren ist das Anliegen der Arbeit.

  • Dr. Kristina Deutsch

    Vita

    Seit 10/2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Assistentin) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Eva-Bettina Krems, Institut für Kunstgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    Habilitationsprojekt zum Thema „Schlossbäder im Alten Reich: Baderäume an den Höfen der Wittelsbacher zwischen Repräsentation und Rückzug“ (Arbeitstitel)

    Seit 04/2017 Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung zur Durchführung des Habilitationsprojektes

    Seit 03/2016 Fachredakteurin für französische Kunst des 17. Jahrhunderts bei „sehepunkte. Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften“

    04/2017 bis 07/2017 Assoziierte Wissenschaftlerin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München

    03/2011-09/2012 Wissenschaftliche Volontärin in der Museumsabteilung der Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen in München

    10/2009-02/2011 Chercheur associé der Bibliothèque nationale de France, Département des estampes et de la photographie; Vorbereitung des Bandes zu Jean Marot im Inventaire du fonds français des graveurs du XVIIe siècle

    01/10/2010 Verteidigung der Doktorarbeit in Kunstgeschichte zum Thema „Jean Marot und der Architekturstich im 17. Jahrhundert in Frankreich. Die Darstellung des Louvre-Palastes im sogenannten Grand Marot“ unter der Leitung der Professoren Sabine Frommel (Paris) und Bruno Klein (Dresden)

    12/2009-05/2010 DAAD-Stipendium für Forschungen in Paris

    2006-2009 Dreijährige allocation de recherche am europäischen Graduiertenkolleg „Institutionelle Ordnungen, Schrift und Symbole“ der Technischen Universität Dresden und der École Pratique des Hautes Études, Paris

    10/2004-03/2005 Wissenschaftliche Hilfskraft im Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse“ der Justus Liebig Universität Giessen zur Vorbereitung der Ausstellung „Medienereignisse“ im  Museum für Kommunikation Frankfurt

    04/2005-09/2006 Redaktionsassistentin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ressort Kunstmarkt) in Frankfurt am Main

    08/2004 Abschluss des Magisterstudiums mit einer Arbeit zum Thema „Richelieu. Eine französische Planstadt des 17. Jahrhunderts“, betreut von Prof. Dr. Marcel Baumgartner, Justus Liebig Universität Giessen

    1997-2004 Studium der Kunstgeschichte und der Anglistik an der Justus Liebig Universität Giessen


    Preise

    Wolfgang-Ratjen-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste (2011)

    Absolventenpreis 2011 der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Dresden

  • Dr. Kristina Deutsch

    Publikationen


    Herausgeberschaften

    Kristina Deutsch, Claudia Echinger-Maurach, Eva-Bettina Krems (Hrsg.), Höfische Bäder in der Frühen Neuzeit. Gestalt und Funktion, Berlin-Boston: De Gruyter 2017.

    Rezension des Bandes von Michaela Völkel, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 1 [15.01.2018], http://www.sehepunkte.de/2018/01/30042.html

    Selbstständige Publikationen

    Jean Marot. Un graveur d’architecture à l’époque de Louis XIV (Ars et Scientia, Bd. 12, hrsg. v. Bénédicte Savoy, Michael Thimann u. Gregor Wedekind, Berlin-New York: De Gruyter 2015.
        
    Rezensionen des Buches:
    - Carl Magnusson, in: Kunstchronik 70 (12, 2017), S. 618-623.
    - Louis Marchesano, in: Print Quarterly 34 (4, 2017), S. 437-438.
    - Thomas Wilke, in: ArtHist.net, publiziert am 04.11.2017,
      https://arthist.net/reviews/16659
    - Monika Melters, in: sehepunkte 17 (2017), Nr. 2 [15.02.2017],
      http://www.sehepunkte.de/2017/02/28608.html
    - Damian Petiot, in: Histara – Les comptes rendus, publiziert am 14.2.2017,
      http://histara.sorbonne.fr/cr.php?cr=2794
    - Sébastien Bontemps, in: Nouvelles de l’estampe 256 (2016), S. 74-77.

    Burg Lauenstein. Amtlicher Führer, München: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen 2012.

    Unselbstständige Publikationen

    „Baden auf dem Tugendberg: Die stufetta der Burg Trausnitz in Landshut“, in: Hans W. Hubert, Anja Grebe u. Antonio Russo (Hrsg.), Das Bad als Mußeraum, im Druck.

    „Baderäume, Hygienepraxis und Körperkultur in der Frühen Neuzeit. Einführung“, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 1 [15.01.2018], http://www.sehepunkte.de/2018/01/forum/baderaeume-hygienepraxis-und-koerperkultur-in-der-fruehen-neuzeit-226/

    Zusammen mit  Claudia Echinger-Maurach und Eva-Bettina Krems, „Baden im Schloss? Eine Einführung in die Kunstgeschichte des höfischen Bades“, in: Kristina Deutsch, Claudia Echinger-Maurach, Eva-Bettina Krems (Hrsg.), Höfische Bäder in der Frühen Neuzeit. Gestalt und Funktion, Berlin/Boston: De Gruyter 2017, S. 7-21.

    „Balnea, vina, Venus corrumpunt corpora nostra? Die Badstube der Burg Trausnitz in Landshut“, in: Kristina Deutsch, Claudia Echinger-Maurach, Eva-Bettina Krems (Hrsg.), Höfische Bäder in der Frühen Neuzeit. Gestalt und Funktion, Berlin/Boston: De Gruyter 2017, S. 128-145.

    Eintrag zu Jean Marot im Allgemeinen Künstler Lexikon, Berlin-New York: De Gruyter 2015, S. 278-279.

     „Im Auftrag des Kurfürsten? Jean Marots Entwurf für das Mannheimer Schloss“, in: Sabine Frommel und Eckhard Leuschner (Hrsg.), Architektur- und Ornamentgraphik der Frühen Neuzeit: Migrationsprozesse in Europa, Ausst.-Kat. (Gotha, Schloss Friedenstein, 5. Juni-31. Juli 2014), Rom: Campisano 2014, S. 273-284.

    „Ein König als Retter seiner Burg. Das „Absteigequartier“ Ludwigs II. auf der Trausnitz in Landshut“, Verhandlungen des historischen Vereins für Niederbayern 137 (2011), S. 5-38.

    „Le Magnifique chasteau de Richelieu dans la gravure. Les deux suites d’estampes par Jean Marot“, in: Richelieu à Richelieu. Architecture et décors d’un château disparu, Ausst.-Kat. (Orléans, Richelieu, Tours, Musées des Beaux-Arts, 12. März-13. Juni 2011), Mailand: Silvana 2011, S. 415-423.

    „'Marot. Il se nommait Jean… '. Essai sur l’œuvre d’un graveur d’architecture du Grand Siècle“, Nouvelles de l'Estampe 236 (2011), S. 4-23.

    „Une piscine pour Maisons par Jean Marot? Étude d’un dessin de la Réserve du Département des Estampes“, Revue de la Bibliothèque nationale de France 35 (2010), S. 72-79.

    „Reproduktion, Invention und Inszenierung: Jean Marot (1619-1679) und die druckgraphische Architekturdarstellung in Frankreich“, in: Markus A. Castor, Jasper Kettner, Christien Melzer u. Claudia Schnitzer (Hrsg.), Druckgraphik. Zwischen Reproduktion und Invention (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Passagen/Passages 31) Berlin-München: Deutscher Kunstverlag 2010, S. 403-417.

    „'Le magnifique château de Richelieu', par Jean Marot. Représentation et panégyrique. De la relation entre l’architecture et son image gravée“, in: Jean-Claude Boyer, Bénédicte Gady u. Barbara Gaethgens (Hrsg.), Richelieu. Patron des arts (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Passagen/Passages 17), Paris: Editions de la Maison des sciences de l’homme 2009, S. 55-74.

    „Gian Lorenzo Bernini, Jean Marot et Paul Fréart de Chantelou: La suite du Louvre dans le Grand Marot“, Confronto. Studi e ricerche di storia dell'arte europea 10/11 (2007-2008), S. 123-132.

    Übersetzungen

    Vom Französischen ins Deutsche, unter Mitarbeit von Daniel Friedt (WWU) und mit der Unterstützung von Charlotte Wilkins (École du Louvre): Sophie Mouquin, „Cet appartement est dédié a la magnificence, & fait une des sept merveilles de Versailles“: Das Appartement des bains Ludwigs XIV. in Versailles, in: Kristina Deutsch, Claudia Echinger-Maurach, Eva-Bettina Krems (Hrsg.), Höfische Bäder in der Frühen Neuzeit. Gestalt und Funktion, Berlin-Boston: De Gruyter 2017, S. 146-169.


    Rezensionen und Tagungsberichte

    Rezension von: Bénédicte Gady u. Juliette Trey (Hrsg.),  La France vue du Grand Siècle. Dessins d’Israël Silvestre (1621-1691), Paris: Lienart 2018, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 9 [15.09.2018], http://www.sehepunkte.de/2018/09/31457.html

    Rezension von: Anne Perrin Khelissa, Corrélations: Les objets du décor au siècle des Lumières, Bruxelles: Editions de l'Université de Bruxelles 2015, in: sehepunkte 17 (2017), Nr. 11 [15.11.2017], http://www.sehepunkte.de/2017/11/28669.html

    Rezension von: Robert Büchner, Im städtischen Bad vor 500 Jahren. Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol, Wien: Böhlau 2014, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 1 [15.01.2018], http://www.sehepunkte.de/2018/01/30588.html

    Rezension von: Semjon Aron Dreiling, Die klassischen Götter auf Abwegen. Launige Götterbilder in den italienischen und nordalpinen Bildkünsten der Frühen Neuzeit (Pluralisierung und Autorität, hrsg. v. Sonderforschungsbereich 573, Ludwig-Maximilians-Universität München, Bd. 45), Berlin/Boston: De Gruyter 2016, in: Kunstchronik 70 (1, 2017), S. 30-36.

    Rezension von: Jean Guillaume und Peter Fuhring (Hrsg.), Jacques Androuet Du Cerceau « un des plus grands architectes qui se soient jamais trouvés en France », Paris: Cité de l’architecture et du patrimoine-Picard, 2010, in: Histara – Les comptes rendus, publiziert am 20.9.2010, http://histara.sorbonne.fr/cr.php?cr=1075

    Tagungsbericht von: „Architectura picta. Internationale Tagung zum Thema „Die Darstellung der Architektur in der Malerei (1300-1600)“. Institut National d’Histoire de l’Art in Paris, 14-16. Dezember 2009“, in: Frühneuzeit-Info 21 (1/2, 2010), S. 254-258.

    Rezension von: Bertrand Jestaz, Jules Hardouin-Mansart, Paris: Picard, 2008, in: Histara – Les comptes rendus, publiziert am 3.4.2009, http://histara.sorbonne.fr/cr.php?cr=580

    Tagungsbericht von: „Bernini in Francia. Internationaler Studientag anlässlich der italienischen Übersetzung des Tagebuchs von Paul Fréart de Chantelou über den Aufenthalt Gianlorenzo Berninis in Paris. Institut National d’Histoire de l’Art in Paris, 26. November 2007“, in: Frühneuzeit-Info 19 (2, 2008), S. 118-122.

    Rezension von: Georges Farhat, (Hrsg.), André Le Nôtre, Fragments d'un paysage culturel. Institutions, arts, sciences et techniques, Sceaux: Musée de l'Île-de-France, 2006, in: Histara – Les comptes rendus, publiziert am 25.4.2007, http://histara.sorbonne.fr/cr.php?cr=34

    Rezension von: Eric Hazan, Paris. Kein Schritt ist vergebens. Aus dem Französischen von Michael Müller und Karin Uttendörfer, Zürich: Ammann 2006, in: sehepunkte 6, 12 (2006) [15.12.2006], http://www.sehepunkte.de/2006/12/11206.html

    Rezension von: Pablo Schneider / Philipp Zitzlsperger (Hrsg.), Bernini in Paris. Das Tagebuch des Paul Fréart de Chantelou über den Aufenthalt Gianlorenzo Berninis am Hof Ludwigs XIV., Berlin: Akademie Verlag, 2006, in: sehepunkte 6 (9, 2006) [15.9.2006], http://www.sehepunkte.de/2006/09/11152.html

    Rezension von: Alexandre Gady, Jacques Lemercier. Architecte et ingénieur du Roi, Tours: Maison des Sciences de l'Homme, 2005, in : sehepunkte 6 (5, 2006), 15.05.2006], URL: http://www.sehepunkte.de/2006/05/9266.html