Prof. Dr. Karl Noehles

Das Institut für Kunstgeschichte
trauert um ihren Angehörigen den em. Universitätsprofessor
Dr. Karl Noehles
der am 21. Januar 2018 im Alter von 95 Jahren in Münster verstorben ist.

Karl Noehles wurde am 8. November 1922 in Münster geboren. Er studierte die Fächer Kunstgeschichte, Archäologie und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 1953 wurde er mit einer Dissertation über „Die westfälischen Taufsteine des 12. und 13. Jahrhunderts“ promoviert. Von 1954 bis 1962 war er als Stipendiat und Assistent an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut) in Rom. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit 1955 durch ein Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen am Zentralinstitut für Kunstgeschichte (München). Seine Habilitation an der Universität Münster (1964) galt dem Thema „La chiesa die SS. Luca e Martina nell’opera di Pietro da Cortona“. 1969 wurde Karl Noehles an der Universität Münster zum Universitätsprofessor ernannt. Auch nach seiner Emeritierung führte Karl Noehles seine Lehrveranstaltungen bis 1998 fort. 1997 erfuhr er durch die Berufung als Ehrenakademiker (Accademico di merito) der Accademia Nazionale di San Luca in Rom eine besondere Ehrung.

Karl Noehles – von Kollegen und Freunden „Carlo Noehles“ genannt – hat durch grundlegende Arbeiten zum italienischen Barock und zur westfälischen mittelalterlichen und barocken Kunstgeschichte in der Fachwelt hohes Ansehen erworben. Zugleich hat er als Universitätslehrer über Jahrzehnte zahlreiche Studenten an seinem profunden Wissen teilhaben lassen und viele Dissertationen betreut. Das Institut verliert mit Karl Noehles einen ausgezeichneten Forscher, beliebten Lehrer und angesehenen Kollegen. Es wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Münster, den 25. Januar 2018

Die geschäftsführende Direktorin
des Instituts für Kunstgeschichte
Prof. Dr. Eva-Bettina Krems