

Am 13. Juli 2026 hält Prof. Dr. Georg Mohr (Universität Bremen) seine Fellow-Lecture zum Thema „Access to Music in Digital Change“ („Zugang zu Musik im digitalen Wandel“). Der Vortrag findet von 16.15 bis 18.30 Uhr im Philosophikum (Domplatz 23, 48143 Münster), Raum 201, statt.
Der Zugang zu Musik ist heute einfacher als jemals zuvor. Diese Aussage ist zu einem Gemeinplatz in Interviews mit Musikern über die Auswirkungen der digitalen Technik auf die Musik geworden. Digitale Technik hat sowohl die Produktion von Musik als auch ihre Vermittlung, Verbreitung und Reproduktion tiefgreifend verändert – und damit auch die Musikrezeption. Wie lässt sich dieser Wandel im Zugang zu Musik als Kulturgut beschreiben? Eine Vielzahl unterschiedlicher Gesichtspunkte ist zu erörtern.
In der Musikproduktion wird durch Digitalität der Zugang der Musiker:in zu ihrem Material, den Instrumenten und Klängen, modifiziert. Seitdem das digitale Streaming zur dominanten Technik des Musikabspielens geworden ist, kann jede Person zu jeder Zeit an jedem Ort so gut wie kostenlos über eine nahezu unbegrenzte Auswahl aus einer riesigen Menge von Musik zu ihrem persönlichen Gebrauch verfügen. Was beinhaltet diese Situation? Der Vortrag wird einige der markantesten Aspekte behandeln – ästhetische, hermeneutische, politische, ökonomische – und dabei den Begriff der Zugänglichkeit in Bezug auf Musik problematisieren.
Prof. Dr. Georg Mohr ist Professor im Ruhestand für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Universität Bremen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u. a. – historisch – die Philosophie Kants sowie – thematisch – Zeitbewusstsein und Subjektivität; Willensfreiheit/Zurechnung/Person; philosophische Implikationen demokratischer Rechtskultur, insbesondere des Strafrechts, des Völkerrechts und der Menschenrechte; sowie in der Musikphilosophie insbesondere die Ontologie des musikalischen Kunstwerks, musikalischer Ausdruck, Musikwahrnehmung/Musikverstehen, Komposition und Improvisation.