Tagung: „Trance-Colonial | Beyond Restitution: Reconnecting – Reimagining – Repairing Relations“
© Zora Snake, L’Opéra du villageois, Festival Sens Interdits, Théâtre de la Renaissance. Foto: Julie Cherki

Am 12. und 13. November 2026 findet die Tagung „Trance-Colonial | Beyond Restitution: Reconnecting – Reimagining – Repairing Relations“ statt. Sie ist Abschlussveranstaltung des Forschungsvorhabens „PERFORM – Performing Provenance: Contemporary Art, Digital Spaces, and Things from the Cameroon Grasslands“.

Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29–33, 50667 Köln

Informationen zur Anmeldung werden in Kürze bekanntgegeben.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Ursula Frohne, Alexandra Galitzine-Loumpet, PhD, Julie Peghini, Jolanda Saal-Basar, Nanette Snoep

Weitere Informationen zum Forschungsvorhaben „PERFORM – Performing Provenance: Contemporary Art, Digital Spaces, and Things from the Cameroon Grasslands“ finden Sie hier.

Während sich das Auftaktsymposium in Münster (10. November 2026) speziell auf die Cameroon Grasslands konzentriert, bietet die Kölner Konferenz (12.–13. November 2026) eine ergänzende Perspektive. Sie nimmt Kamerun als Ausgangspunkt und öffnet die Diskussion für weiterreichende künstlerische, philosophische und gesellschaftliche Fragen rund um Provenienzforschung, Restitution und Rematriation. Anstatt Kamerun als isolierten oder essentialisierten Fall zu behandeln, stellt das Symposium einen Dialog mit künstlerischen Positionen und kritischen Perspektiven aus verschiedenen Teilen der Welt her. 

Das Symposium findet im Rahmen der Ausstellung „return – zwischen Vergangenheit und Zukunft entsteht ein anderer Ort“ (17. September bis 6. Dezember 2026) im Rautenstrauch-Joest-Museum statt. Während PERFORM untersucht, wie Provenienzforschung durch künstlerische Praxis, digitale Räume und kollaborative Wissensproduktion erweitert werden kann, erforscht „return“, wie gewaltvolle Geschichten von Vertreibung, Verlust und unterbrochenen Beziehungen Möglichkeiten für neue Formen des Zusammenlebens, der Zugehörigkeit und gemeinsamer Zukunft eröffnen können. Gemeinsam verlagern sie den Blick auf die Frage, wie Beziehungen und Erinnerungen neu gestaltet und gemeinsame Zukünfte entworfen werden können. 

Eine besondere Stärke des Kölner Symposiums liegt im Austausch mit künstlerischen Gemeinschaften der Diaspora. Neben internationalen Teilnehmenden werden in Köln ansässige Künstler:innen und Forscher:innen eingeladen, zu den Diskussionen beizutragen und so Begegnungen zwischen globalen Forschungsnetzwerken und der stadtinternen Diaspora-Landschaft zu schaffen. Dies spiegelt das gemeinsame Ziel von PERFORM und „return“ wider: internationale Forschung mit lokaler künstlerischer Praxis und öffentlichem Engagement zu verbinden.

Anstatt Restitution als Endergebnis der Provenienzforschung zu verstehen, betrachtet das Symposium sie als Beginn neuer Beziehungen. Es fragt, wie digitale Technologien, künstlerische Forschung und zeitgenössische künstlerische Praxis zu neuen Formen der Zusammenarbeit, der Wissensproduktion, der sozialen Wiedergutmachung und der Gestaltung der Zukunft beitragen können.

Das Symposium gliedert sich in drei miteinander verbundene Teile:

Reconnecting: Wie können digitale Technologien neue Beziehungen zwischen Menschen, Sammlungen und Wissen schaffen?
Reimagining: Wie können künstlerische Forschung und kritische Narrative neue Formen des Wissens jenseits des kolonialen Archivs hervorbringen?
Repairing Relations:  Wie können künstlerische Praktiken zu Prozessen der Wiedergutmachung und zur Schaffung neuer Beziehungen jenseits der Restitution beitragen?

Gemeinsam verlagern diese drei Abschnitte den Fokus von der Rückgabe von Objekten hin zur Transformation von Beziehungen.