Fellow-Lecture: „Art in the City, the City in Art“
© WiRe | Felix Bullermann

Am 11. Juli 2023 hielt Dr. Elisha Masemann (Auckland/Neuseeland) ihre Fellow-Lecture zum Thema Art in the City, the City in Art.

In ihrem Vortrag beleuchtete Elisha Masemann, wie Kunst in Städten die vorgegebene Ordnung aufbrechen und so die Fokussierung auf reine Nützlichkeit und Funktionalität verhindern kann. Städte, so Masemann, seien oft vor allem Konsum-Paradiese, die Routinen des Kaufens, Arbeitens fördern. Masemann zeigt, wie Kunst diese Routinen unterbrechen kann. Unter Nutzung von Straßen, Plätzen, Gebäuden und Brücken ermöglicht Kunst nicht nur eine neue Wahrnehmung des städtischen Raums, sondern stellt auch die Regeln des städtischen Zusammenlebens in Frage, die Schnelligkeit, Effizienz, Produktivität und Gehorsam erfordern. Masemann zeigte, welche Strategien Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts dafür einsetz(t)en: Mit Schock und Interaktion, performativer Verkörperung, spielerischen Einlagen und unsinnigen Installationen erzeugt Kunst irrationale Brüche in einer als nahtlos empfundenen Realität. 

Dr. Elisha Masemann ist Kunsthistorikerin und forscht an der University of Auckland (Neuseeland). Ihre Forschungsschwerpunkte sind contemporary urban and visual art, mit einem besonderen Interesse für die Schnittpunkte von Kunst, Architektur, Stadtplanung und sozio-kultureller Theorie im Kontext der sich schnell verändernden Städte der Gegenwart.